PfadnavigationHomePolitikAuslandArtikeltyp:LivetickerKrieg in Nahost„Es wird noch viel mehr folgen!“ – USA bombardieren größte Autobahnbrücke im IranStand: 09:53 UhrLesedauer: 8 MinutenDie USA zerstören mit einem gezielten Luftangriff die wichtigste Autobahnbrücke im
Iran. „Das iranische Regime ist weiterhin in der Lage, zu reagieren und auch zu antworten auf diese Angriffe“, berichtet WELT-Reporter
Ibrahim Naber.Die USA haben eine Autobahnbrücke im
Iran bombardiert.
Donald Trump kündigt weitere Angriffe auf die Infrastruktur an. Dutzende Staaten erhöhen den Druck auf den
Iran: Die strategisch zentrale
Straße von Hormus soll „sofort und bedingungslos“ geöffnet werden. Mehr im Liveticker.Seit Ende Februar greifen
Israel und die USA den
Iran an. Nuklearanlagen und Militäreinrichtungen wurden zerstört, Führungsfiguren des Regimes in Teheran ausgeschaltet. An der Staatsspitze folgt Modschtaba Chamenei auf seinen getöteten Vater Ajatollah Ali Chamenei. Die iranischen Streitkräfte und
Revolutionsgarden nehmen
Israel und die Golfstaaten unter Beschuss und blockieren die
Straße von Hormus, durch die rund ein Fünftel des weltweiten Öl- und Flüssiggastransports verläuft.Alle Ereignisse rund um den Krieg in Nahost im Liveticker:09:18 Uhr – Ex-CIA-Chef: Krieg stärkt Hardliner im IranDer ehemalige CIA-Direktor
William Burns warnt vor den Folgen der US-israelischen Angriffe. Dies sei ein Krieg, den die beiden Staaten aus eigenem Antrieb begonnen hätten und der letztlich möglicherweise nur die Hardliner innerhalb der Islamischen Republik gestärkt habe, sagte Burns in einem Podcast der Zeitschrift „Foreign Affairs“. „Dies ist ein Regime, das in vielen Dingen unfähig ist, zum Beispiel in der Verwaltung seiner Wirtschaft, aber es ist darauf ausgelegt, sich selbst zu erhalten und sein eigenes Volk zu unterdrücken, und es ist darauf ausgelegt, selbst der Enthauptung seiner Führungsspitze zu widerstehen“, sagte Burns, der unter Ex-Präsident Barack Obama im Vorfeld des Atomabkommens von 2015 heimlich mit den Iranern verhandelt hatte. Lesen Sie auch08:34 Uhr –
Revolutionsgarden behaupten: Abschuss von F-35-JetIrans Streitkräfte haben eigenen Angaben zufolge einen Kampfjet vom Typ F-35 abgeschossen. Das Kampfflugzeug sei im zentralen Luftraum durch ein neues fortschrittliches Verteidigungssystem abgeschossen worden, hieß es in einer Erklärung der
Revolutionsgarden. Die USA bestätigten den Abschuss bisher nicht, auch in vergangenen Fällen stellte sich ein angeblicher Abschuss eines F-35-Jets als falsch heraus.07:34 Uhr – Ölraffinerie in Kuwait von iranischen Drohnen getroffenEin iranischer Drohnenangriff hat in einer Ölraffinerie im Golfstaat Kuwait ein Feuer ausgelöst. Feuerwehrleute seien im Einsatz um den Brand an der Anlage Mina al-Ahmadi zu löschen, teilte die staatliche Ölgesellschaft Kuwait Petroleum am Freitag mit. Berichte über Verletzte gebe es keine.Kuwait betreibt drei Ölraffinerien. Mina al-Ahmadi wurde im Verlauf des Krieges bereits mehrfach angegriffen. Raffinerien sind für Kuwaits Ölförderung von entscheidender Bedeutung, denn ohne sie müssten die Ölquellen stillgelegt werden. Eine Abschaltung und Wiederinbetriebnahme der Raffinerien wäre äußerst zeitaufwendig.07:20 Uhr – „Es wird noch viel mehr folgen!“ – USA bombardieren größte Autobahnbrücke im IranBei neuen Angriffen auf den
Iran ist die größte Brücke des Landes getroffen worden. US-Präsident
Donald Trump veröffentlichte in seinem Onlinedienst Truth Social ein Video von der B1-Brücke in Karadsch, in dem zu sehen ist, wie das Bauwerk teilweise einstürzt und dichter Rauch aufsteigt. „Die größte Brücke im
Iran stürzt ein, wird nie wieder benutzt werden – es wird noch viel mehr folgen!“, schrieb Trump dazu.Bei den Angriffen seien acht Menschen getötet und 95 weitere verletzt worden, berichteten das iranische Staatsfernsehen und die staatliche iranische Nachrichtenagentur Fars unter Berufung auf den stellvertretenden Gouverneur der Provinz Albors, in der sich die B1-Brücke befindet, Ghodratollah Seif.Die noch im Bau befindliche B1-Brücke befindet sich rund 35 Kilometer südwestlich von Teheran. Die Brücke galt laut iranischen Medien als die höchste in der Region. Außenminister Abbas Araghtschi reagierte empört. „Angriffe auf zivile Strukturen, einschließlich unfertiger Brücken, werden die Iraner nicht zur Kapitulation zwingen“, schrieb Araghtschi auf X. Nutzer merken an, dass über die Brücke
Revolutionsgarden einfacher in die Hauptstadt verlegt werden könnten.06:23 Uhr – UN-Sicherheitsrat soll am Freitag über Einsatz von Gewalt in
Straße von Hormus abstimmenDer UN-Sicherheitsrat soll am Freitag über den vom Golfkooperationsrat geforderten Schutz der
Straße von Hormus mit Waffengewalt abstimmen. Das verlautete am Donnerstag aus Diplomatenkreisen. Bahrain hatte einen Resolutionsentwurf vorgelegt, demzufolge „alle notwendigen Mittel“ eingesetzt werden können sollen, um die Fahrt durch die
Straße von Hormus zu gewährleisten.Die Vetomächte Russland, China und Frankreich äußerten starke Bedenken gegenüber dem von den USA unterstützten Vorschlag. „Der Einsatz von Gewalt kann keinen Frieden bringen“, sagte der chinesische UN-Botschafter Fu Cong vor dem Sicherheitsrat. „Die Mitgliedstaaten zum Einsatz von Gewalt zu ermächtigen, käme einer Legitimierung des rechtswidrigen und wahllosen Einsatzes von Gewalt gleich, was unweigerlich zu einer weiteren Eskalation der Lage und zu schwerwiegenden Folgen führen würde“, fügte er hinzu.05:11 Uhr – Trump droht mit weiteren Angriffen auf Brücken und KraftwerkeTrump droht dem
Iran mit der weiteren Zerstörung von wichtiger Infrastruktur. „Unsere Streitkräfte, die größten und stärksten der Welt, haben noch nicht einmal damit begonnen, das zu zerstören, was im
Iran noch übrig ist. Als nächstes kommen Brücken, dann Kraftwerke“, schreibt der US-Präsident in den sozialen Medien. „Die neue iranische Führung weiß, was getan werden muss, und zwar schnell!“, fügt er hinzu.04:24 Uhr – Flugzeugträger „USS Gerald R. Ford“ verlässt KroatienDer größte aktive US-Flugzeugträger, die „USS Gerald R. Ford“, hat den Hafen der kroatischen Stadt Split verlassen. Der Flugzeugträger „bleibt bereit für volle Einsatzaufgaben zur Unterstützung nationaler Ziele in jedem Operationsgebiet“, teilte die 6. Flotte der US-Marine mit. Es war unklar, wohin die „USS Gerald R. Ford“ fuhr.Im März hatte es einen Brand in einer Wäscherei an Bord des im
Iran-Krieg eingesetzten Flugzeugträgers gegeben, woraufhin er für Reparaturen in die Souda-Bucht auf Kreta gebracht wurde. In Kroatien wurden weitere Wartungsarbeiten vorgenommen.03:55 Uhr – Israelische Armee meldet Raketenangriffe aus dem IranDie israelische Armee hat eine neue Welle von Raketen aus dem
Iran gemeldet. Es seien Raketen identifiziert worden, „die vom
Iran in Richtung des Staatsgebiets Israels abgefeuert wurden“, teilte die israelische Armee mit. Die Luftabwehrsysteme seien im Einsatz. Es gab zunächst keine Berichte über Opfer oder Schäden.Auch die kuwaitische Armee meldete erneut Angriffe auf den Golfstaat. „Die kuwaitische Luftabwehr reagiert derzeit auf feindliche Raketen- und Drohnenbedrohungen“, erklärte die Armee im Onlinedienst X.02:44 Uhr – US-Völkerrechtsexperten: Angriffe auf den
Iran möglicherweise Kriegsverbrechen Mehr als 100 Völkerrechtsexperten aus den USA bezeichnen die US-Angriffe auf den
Iran in einem offenen Brief als mögliche Kriegsverbrechen. In dem Brief heißt es, das Verhalten der US-Streitkräfte und Äußerungen hochrangiger US-Vertreter gäben Anlass zu „ernsthaften Bedenken hinsichtlich Verstößen gegen das internationale Menschenrecht und das humanitäre Völkerrecht, einschließlich möglicher Kriegsverbrechen“. Lesen Sie auchDer Brief verweist insbesondere auf eine Äußerung von Präsident
Donald Trump von Mitte März, wonach die USA Angriffe auf den
Iran „nur zum Spaß“ ausführen könnten. Zudem wird eine Aussage von Verteidigungsminister Pete Hegseth von Anfang März zitiert, wonach die USA nicht mit „dummen Einsatzregeln“ kämpften. Der Brief der Juristen von Elite-Universitäten wie Harvard, Yale und Stanford wurde auf der Webseite der Fachzeitschrift „Just Security“ veröffentlicht.02:06 Uhr – Hegseth drängt Generalstabschef des US-Heeres zum RücktrittPentagonchef Pete Hegseth hat den Generalstabschef des US-Heeres, Randy George, inmitten des
Iran-Krieges zum Rücktritt aufgefordert. Dies teilte der Sprecher des Verteidigungsministeriums, Sean Parnell, mit. George werde sein Amt als 41. Generalstabschef des Heeres mit sofortiger Wirkung niederlegen. Einen Grund teilte das Pentagon nicht mit. Über die Demission Georges hatte der Sender CBS News zuerst berichtet.Den Posten des ranghöchsten uniformierten Offiziers des Heeres hatte George im August 2023 noch unter dem damaligen Präsidenten Joe Biden angetreten. In der Regel werden Generalstabchefs der Teilstreitkräfte für eine Amtszeit von vier Jahren ernannt.Lesen Sie auch01:01 Uhr – Wadephul besorgt über Trumps Nato-AustrittsdrohungAußenminister Johann Wadephul zeigt sich angesichts neuer Äußerungen von US-Präsident Trump zu einem möglichen Nato-Austritt beunruhigt. „Natürlich besorgen mich solche Aussagen“, sagte der CDU-Politiker den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. Zugleich gab er sich aber zuversichtlich, dass ein solcher Schritt der Amerikaner abzuwenden sei: „Ich denke, dass unser klares Bekenntnis und unser entschiedenes Eintreten für das Bündnis die USA davon überzeugen werden, diese Erfolgsstory gemeinsam weiterzuschreiben.“US-Präsident
Donald Trump und sein Außenminister Marco Rubio hatten gerade erst wieder die Nato-Mitgliedschaft der USA infrage gestellt. Trump sagte etwa der britischen Zeitung „The Telegraph“, es stehe kaum noch zur Debatte, dass die Mitgliedschaft der USA nach dem Ende des
Iran-Krieges überdacht werden müsse. Trump ist verärgert darüber, dass diverse Nato-Mitglieder den Krieg der USA und Israels gegen den
Iran nicht unterstützen.00:24 Uhr – Rund 40 Staaten fordern Öffnung der Straße von HormusRund 40 Staaten haben den
Iran aufgefordert, die für die Weltwirtschaft bedeutende
Straße von Hormus „sofort und bedingungslos“ wieder für die Schifffahrt freizugeben. „Der
Iran versucht, die Weltwirtschaft in der
Straße von Hormus als Geisel zu nehmen“, erklärte die britische Außenministerin Yvette Cooper zum Abschluss eines von Großbritannien geleiteten virtuellen Treffens zur Lage an der Meerenge. „Damit darf er sich nicht durchsetzen.“Die Teilnehmer des Treffens forderten demnach, die „grundlegenden Prinzipien der Freiheit der Schifffahrt und des Seerechts“ zu achten. Konkrete Beschlüsse fassten die Teilnehmer allerdings nicht. Die Außenminister und Vertreter der beteiligten Länder diskutierten bei dem Treffen den Angaben zufolge mehrere Bereiche „möglicher gemeinsamer, koordinierter Maßnahmen“, wie Cooper weiter mitteilte. Dies könnte durch diplomatischen Druck etwa durch die UNO erfolgen, oder durch mögliche Sanktionen.dpa/AFP/Reuters/jmr/sebe