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La grande tristezza – und zu allem Übel auch noch eine unverhohlene Drohung des Uefa-Präsidenten

Nach dem verpassten Einzug Italiens in die Fußball-WM 2026, der bereits die zweite verpasste WM-Qualifikation in Folge darstellt, befindet sich der italienische Fußball in einer tiefen Krise. Ministerpräsidentin Meloni schaltete sich ein und eine Fußball-Ikone trat aus der Verbandsführung zurück.

Die WeltFiled 2026-04-03 · 09:21 GMTLean · Center-RightRead · 4 min
La grande tristezza – und zu allem Übel auch noch eine unverhohlene Drohung des Uefa-Präsidenten
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Nach dem verpassten Einzug Italiens in die Fußball-WM 2026, der bereits die zweite verpasste WM-Qualifikation in Folge darstellt, befindet sich der italienische Fußball in einer tiefen Krise. Ministerpräsidentin Meloni schaltete sich ein und eine Fußball-Ikone trat aus der Verbandsführung zurück. Zusätzlich drohte UEFA-Präsident Aleksander Ceferin Italien mit dem Entzug der EM 2032, die gemeinsam mit der Türkei ausgerichtet werden soll. Ceferin forderte Italien eindringlich auf, Fortschritte bei der Stadion-Infrastruktur zu erzielen, da diese als nicht EM-tauglich gilt. Andernfalls werde das Turnier nicht in Italien stattfinden. Ceferin hatte die italienische Infrastruktur bereits zuvor als "Schande" bezeichnet.

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Sport Minister Andrea Abodi stated that Italian football needs to be restructured.

quoteAndrea Abodi
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Gianluigi Buffon is stepping down from his role in the Italian Football Federation (FIGC).

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Ceferin urged Italy to improve its stadium infrastructure for Euro 2032.

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UEFA President Aleksander Ceferin threatened to withdraw the Euro 2032 hosting rights from Italy.

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Italy failed to qualify for the 2026 World Cup after losing to Bosnia-Herzegovina in a penalty shootout.

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PfadnavigationHomeSportFußballItalien nach WM-AusLa grande tristezza – und zu allem Übel auch noch eine unverhohlene Drohung des UEFA-PräsidentenStand: 11:24 UhrLesedauer: 4 MinutenItalien und Dänemark haben die Fußball-WM 2026 im Elfmeterschießen verpasst.Italiens abermaliges Scheitern in der WM-Qualifikation zieht weiter Kreise. Ministerpräsidentin Giorgia Meloni schaltet sich ein, eine Fußball-Ikone tritt aus der Verbandsführung zurück. Zu allem Übel meldet sich auch noch UEFA-Boss Ceferin.Der italienische Fußball wird gerade kräftig durchgerüttelt. Mehr noch: in seinen Grundfesten erschüttert. La grande tristezza. Italiens Fußball steckt in der größten Krise seiner Geschichte. Wie schon 2018 in Russland und 2022 in Katar bleibt der einst so stolzen Fußballnation auch bei der WM in den USA, Kanada und Mexiko nur die Zuschauerrolle. Besiegelt durch ein 1:4 im Elfmeterschießen gegen die Außenseiter aus dem kleinen Bosnien-Herzegowina, im Stadion der 120.000-Einwohner-Stadt Zenica – ein Name, den bislang in Italien keiner kannte und jetzt von Südtirol bis Sizilien nahezu jeder. „Das Drama ist, dass es kein Drama mehr ist, sondern Gewohnheit. So sind wir eben. Wir sind kaum mehr als ein Nichts. Das ist mehr als eine Schande. Es ist ein Verschwinden. Wir sind ausgestorben wie die Mönchsrobben“, klagte die Tageszeitung „La Repubblica“. Seitdem gibt es nur noch la grande tristezza. Und die schlechten Nachrichten wollen nicht enden, denn nun zog auch noch der UEFA-Präsident gegen Italien zu Felde. Aleksander Ceferin drohte Italien mit EM-Entzug. Der 58-Jährige hat das Land und den Verband mit Blick auf die Fußball-Europameisterschaft 2032 eindringlich zu Fortschritten bei der Stadion-Infrastruktur aufgefordert. „Die EM 2032 ist geplant und wird stattfinden“, sagte der 58-Jährige der italienischen Sportzeitung „Gazzetta dello Sport“. Er hoffe aber, dass die Infrastruktur bereit sein werde. „Andernfalls wird das Turnier nicht in Italien gespielt“, sagte Ceferin.Buffon zieht als einer der ersten KonsequenzenDie EM 2032 soll in der Türkei und Italien stattfinden. Zuletzt gab es aber vermehrt Kritik am Zustand der Stadien in Italien, die teilweise als nicht EM-tauglich eingestuft wurden. Ceferin hatte bereits vor einem Jahr die Infrastruktur des italienischen Fußballs als „eine Schande“ bezeichnet. Unter den großen Ländern habe Italien mit Abstand die schlechteste Infrastruktur, sagte er damals. Lesen Sie auchFürs Erste ist aber per se Italiens Fußball die größte Baustelle. „Es ist für alle offensichtlich, dass der italienische Fußball neu aufgestellt werden muss und dieser Prozess mit einer Erneuerung der Führungsspitze des italienischen Fußballverbands (FIGC) beginnen muss. Es reicht nicht aus, die Schuld auf andere abzuwälzen“, hatte Sportminister Andrea Abodi erklärt. Dem folgten nun Taten.Lesen Sie auchWenige Tage nach dem erneuten Scheitern in einer WM-Qualifikation gibt es erste personelle Konsequenzen im italienischen Fußballverband FIGC. Der Sportdirektor und frühere Weltklasse-Torwart Gianluigi Buffon sowie Verbandspräsident Gabriele Gravina sind von ihren Ämtern zurückgetreten.Er sei gebeten worden, seine spontanen Rücktrittsgedanken unmittelbar nach dem Elfmeterschießen im Play-off-Duell mit Bosnien-Herzegowina zu überdenken, schrieb der 48 Jahre alte Buffon in einem Instagram-Post: „Nun, da Präsident Gravina zurückgetreten ist, fühle ich mich frei das zu tun, was ich für verantwortungsvoll halte.“ Trotz aller Überzeugung und Bemühungen sei es ihm im Team nicht gelungen, Italien wieder zu einer WM zu führen. „Die Nationalmannschaft zu vertreten, ist für mich eine Ehre und eine Leidenschaft, die mich seit meiner Kindheit begleitet“, ergänzte der Weltmeister von 2006: „Ich trage all dies in meinem Herzen und bin dankbar für das Privileg und die Lehren, die mir diese intensive Erfahrung – trotz ihres schmerzhaften Nachspiels – vermittelt hat.“Sogar Italiens Ministerpräsidentin Giorgia Meloni mischte sich einZuvor war bereits Gravina als Verbandspräsident zurückgetreten. Der 72-Jährige hatte massiv unter Druck gestanden, sogar aus der Regierung von Ministerpräsidentin Giorgia Meloni war er zum Rücktritt gedrängt worden. Der viermalige Weltmeister Italien hat sich zum dritten Mal in Folge nicht für eine Fußball-WM qualifizieren können.Die Nachfolge an der Spitze des Verbandes soll nach einer Mitteilung am 22. Juni geregelt werden – also während der WM in den USA, Kanada und Mexiko. Offen ist noch, ob Nationaltrainer Gennaro Gattuso weitermachen darf. Der 48-Jährige, der bei Italiens Titelgewinn bei der WM 2006 in Deutschland als Spieler dabei war, ist ebenfalls sehr umstritten. Einige Medien berichten, dass sein Abschied sehr wahrscheinlich ist.Der damalige Sieg im WM-Finale gegen Frankreich war für Italien der letzte Erfolg in einem K.o.-Spiel einer Weltmeisterschaft. 2010 und 2014 schieden die Italiener in der Vorrunde aus. 2018 in Russland und 2022 in Katar waren sie nach dem Scheitern in der Qualifikation gar nicht erst dabei.Der letzte WM-Triumph 2006 in Berlin liegt jetzt schon 20 Jahre zurück. Abgesehen davon, dass Italien 2021 Europameister wurde, gab es seither nur noch Enttäuschungen. Inzwischen wächst eine ganze Generation auf, die ihre Fußballer noch nie bei einer Weltmeisterschaft gesehen hat. Es ist aber längst nicht nur eine Krise der Nationalmannschaft, auch für die Vereine läuft es international nicht. Als letzter italienischer Klub musste sich Atalanta Bergamo bereits im Achtelfinale aus der Champions League verabschieden – mit einem blamablen Gesamtergebnis gegen Bayern München von 2:10. Die großen Namen wie Inter Mailand, AC Mailand, Juventus Turin oder AS Rom sind bei den europäischen Wettbewerben auch schon draußen. Nur der FC Bologna und AC Florenz mischen in der Europa League beziehungsweise Conference League noch mit.pk
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