liveblog Krieg im Nahen Osten ++
Israel greift Ziele in
Beirut an ++ Stand: 04.04.2026 • 05:49 Uhr Das israelische Militär attackiert nach eigenen Angaben Infrastruktur der libanesischen
Hisbollah-Miliz in
Beirut. Eine UN-Abstimmung über den Schutz der Schifffahrt in der
Straße von Hormus wurde erneut verschoben.
Israel greift Ziele in
Beirut an Votum über Hormus-Resolution im UN-Sicherheitsrat verschoben
Lufthansa-Vorständin warnt vor Versorgungsengpässen bei Flugkraftstoff
Israel meldet erneute Raketenangriffe aus dem
Iran 05:34 Uhr
Dubai: Trümmer treffen nach Abfangmanöver Fassade In
Dubai haben nach einem Abfangmanöver Trümmerteile die Fassade eines Gebäudes im Marina-Viertel getroffen. Verletzte habe es nicht gegeben, teilte das Medienbüro des Emirats auf der Kurzmitteilungsplattform X mit. 05:33 Uhr Ein Verletzter durch iranische Raketenangriffe auf
Israel Bei erneuten iranischen Raketenangriffen auf
Israel ist nach Angaben des Rettungsdienstes Magen David Adom ein Mensch verletzt worden. Ein 45-Jähriger sei im zentralisraelischen
Bnei Brak mit leichten Blessuren durch Glassplitter in ein Krankenhaus eingeliefert worden. Einsatzkräfte seien zudem an mehreren Orten in Zentralisrael auf dem Weg zu mutmaßlichen Einschlagsorten. Die israelische Armee hatte zuvor den Abschuss mehrerer Raketen durch den
Iran gemeldet. Luftabwehrsysteme seien "im Einsatz, um die Gefahr abzufangen", erklärten die Streitkräfte im Onlinedienst Telegram. Später gaben sie vorläufig Entwarnung. Zivilisten dürften ihre Schutzräume wieder verlassen, hieß es. 05:49 Uhr
Lufthansa-Vorständin warnt vor Versorgungsengpässen bei Flugkraftstoff Der
Lufthansa-Konzern befürchtet, dass es im Falle eines länger anhaltenden Kriegs in Nahost zu Engpässen bei der Kerosin-Versorgung kommen könnte. "Die Frage der Verfügbarkeit von Flugkraftstoff ist an einigen asiatischen Flughäfen bereits jetzt schwierig", sagte
Grazia Vittadini, Vorständin für Technik, IT und Innovation, im Interview mit der Welt am Sonntag. "Je länger die
Straße von Hormus blockiert bleibt, desto kritischer kann die Versorgungssicherheit mit Kerosin werden." Weil die
Straße von Hormus seit Beginn des
Iran-Kriegs nicht mehr sicher zu passieren ist, führen Lieferengpässe schon jetzt zu einem drastischen Anstieg der Kerosinpreise, teilweise um mehr als 100 Prozent. Die Airlines der
Lufthansa-Gruppe seien dagegen nur teilweise abgesichert, so Vittadini. "Für unsere Passagier-Airlines wird der Ölpreisanstieg durch eine Absicherungsquote von 80 Prozent des Treibstoffbedarfs im laufenden Jahr noch weitgehend abgepuffert. Aber natürlich treffen auch uns die steigenden Kerosinpreise." 05:30 Uhr Syrien meldet Toten durch israelischen Panzerbeschuss Ein israelischer Panzer hat laut syrischen Staatsmedien auf ein Auto im Süden Syriens gefeuert und dabei einen jungen Mann getötet. Der Vorfall habe sich in der Provinz Kuneitra ereignet, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Sana. Weitere Details wurden nicht genannt. Die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte teilte unter Berufung auf Augenzeugen mit, dass es sich bei dem Toten um einen Zivilisten gehandelt habe. Der Angriff sei erfolgt, als er mit seinem Auto auf einer öffentlichen Straße unterwegs war, die Dörfer nahe dem Grenzstreifen verbinde. Das israelische Militär äußerte sich zunächst nicht dazu. In der Nacht haben erneut mehrere laute Explosionen die libanesische Hauptstadt
Beirut erschüttert. Binnen einer halben Stunde ereigneten sich mindestens zwei Explosionen, berichtete ein Korrespondent der Nachrichtenagentur AFP. Die israelische Armee erklärte im Onlinedienst Telegram, sie habe Einrichtungen der vom
Iran finanzierten
Hisbollah-Miliz in
Beirut angegriffen. Libanesische Medien berichteten von Attacken auf südliche Vororte der Hauptstadt. 05:27 Uhr Wirtschaftsweise Grimm warnt vor Stagnation wegen
Iran-Krieg Die Wirtschaftsweise Veronika Grimm warnt vor den ökonomischen Folgen des
Iran-Krieges und hält eine Stagnation in Deutschland für möglich. "Die Auswirkungen werden länger spürbar sein, als es zunächst erwartet wurde", sagt die Ökonomin einem Vorabbericht der Rheinischen Post zufolge. Dass die Forschungsinstitute für 2026 noch mit einem Wachstum von 0,6 Prozent rechnen, nennt sie optimistisch. So passieren 20 Prozent der Öl- und Flüssiggastransporte sowie ein Drittel der Düngemittellieferungen die
Straße von Hormus, zudem seien viele Förderanlagen zerstört. Die Konsequenzen für die Weltwirtschaft seien daher gravierend. 05:49 Uhr Votum über Hormus-Resolution im UN-Sicherheitsrat verschoben Eine für diesen Samstag geplante Abstimmung im UN-Sicherheitsrat über eine von Bahrain eingebrachte Resolution zur Sicherung der
Straße von Hormus ist kurzfristig verschoben worden. Das Votum solle kommende Woche stattfinden, teilten zwei Diplomaten mit. Der Resolutionsentwurf, in dem zunächst vom Einsatz "aller notwendigen Mittel" für den Schutz der kommerziellen Schifffahrt in der vom
Iran weitgehend blockierten
Straße von Hormus die Rede war, wurde nach Widerstand der Veto-Mächte China und Russland deutlich abgeschwächt. Im Text, über den am Samstag hätte abgestimmt werden sollen, werden nur Verteidigungsmaßnahmen zur Sicherung der für den globalen Öl- und Gashandel wichtigen Meerenge gebilligt, und keine Offensivaktionen, die von arabischen Golfstaaten und den USA unterstützt wurden. Bahrain hat derzeit den Vorsitz im mächtigsten UN-Gremium inne. Die Verschiebung der Abstimmung über die Resolution deuteten Beobachter als Hinweis darauf, dass selbst die abgeschwächte Version für Russland und China nach wie vor inakzeptabel ist. Die Veto-Macht China lehnt eine Ermächtigung zur Gewaltanwendung strikt ab. 05:25 Uhr
Israel meldet erneute Raketenangriffe aus dem
Iran Das israelische Militär hat in der Nacht mehrfach Raketenangriffe aus dem
Iran gemeldet. Die Abwehrsysteme seien im Einsatz, um die Bedrohung abzufangen, teilte die Armee auf Telegram mit. Die Bewohner der betroffenen Gebiete seien per Handy-Mitteilung angewiesen worden, Schutzräume aufzusuchen und diese erst auf ausdrückliche Anweisung wieder zu verlassen. 05:24 Uhr Trump: Hoffe, dass Crew-Mitglied keinen Schaden nimmt US-Präsident Donald Trump hofft laut einem Medienbericht, dass ein gesuchtes Besatzungsmitglied eines im
Iran abgestürzten US-Kampfjets keinen Schaden nimmt. Nach einem Telefoninterview zitierte die britische Zeitung The Independent Trump auf die Frage, was er tun würde, falls das Crew-Mitglied von Iranern gefangengenommen oder verletzt werden sollte, mit den Worten: "Nun, das kann ich nicht kommentieren, weil - wir hoffen, dass das nicht passieren wird." Trump sieht laut einem weiteren Medienbericht etwaige Gespräche mit dem
Iran durch den Absturz des US-Kampfjets nicht beeinflusst. Der TV-Sender NBC News berichtete unter Verweis auf ein Telefoninterview mit dem Präsidenten, dass dieser auf die Frage, ob es einen Einfluss auf diplomatische Gespräche gebe, gesagt habe: "Nein, überhaupt nicht. Nein, es ist Krieg." 05:00 Uhr Der Liveblog vom Freitag zum Nachlesen Die USA haben ihre Staatsbürger zur Ausreise aus dem Libanon aufgerufen und vor einem möglichen Angriff gewarnt. Israels Premier Netanjahu hat weitere gemeinsame Angriffe mit den USA auf
Iran angekündigt.