Viele Angaben stammen von Konfliktparteien und lassen sich teilweise nicht unabhängig überprüfen. Für unseren Liveblog verwenden wir neben eigenen Recherchen Material der Nachrichtenagenturen dpa, Reuters, epd, KNA und Bloomberg. Wichtige UpdatesBerichte über viele Opfer bei Luftangriffen - zerstörte Synagoge in TeheranIrans Armee weist Trumps Drohungen als „haltlos“ zurückTrump: Ganz
Iran kann innerhalb einer Nacht ausgeschaltet werdenTrump nennt Iraner „Tiere“
Iran lehnt US-Vorschlag für Waffenstillstand offenbar ab – Trump beharrt auf FristInternationale Energieagentur: Ölkrise schwerwiegender als die von 1973, 1979 und 2022 zusammenDie aktuelle Öl- und Gaskrise, die durch die weitgehend blockierte
Straße von Hormus ausgelöst wurde, ist dem Leiter der Internationalen Energieagentur (IEA) zufolge schwerwiegender als die Krisen von 1973, 1979 und 2022 zusammen. „Die Welt hat noch nie eine Unterbrechung der Energieversorgung dieses Ausmaßes erlebt“, sagte
Fatih Birol im Interview mit der französischen Zeitung Le Figaro. Man stehe vor einem großen Energie-Schock, der einen Öl-, einen Gas- und einen Nahrungsmittel-Schock vereine. „Man muss sich bewusst sein, dass der März zwar sehr schwierig war, der April aber noch viel schlimmer werden wird“, sagte Birol. Denn die
Golfstaaten förderten nur noch etwas mehr als die Hälfte der vor dem Krieg geförderten Ölmenge, und Erdgas werde gar nicht mehr exportiert.„Sollte die Meerenge tatsächlich den ganzen April über gesperrt bleiben, werden wir doppelt so viel Rohöl und Raffinerieprodukte verlieren wie im März. Wir stehen vor einem ‚schwarzen April‘“, sagte Birol. „Ich bin heute sehr pessimistisch, weil dieser Krieg eine der Lebensadern der Weltwirtschaft lahmlegt. Nicht nur Öl und Gas, sondern auch Düngemittel, Petrochemikalien, Helium und vieles mehr.“ Die von der IEA angeschobene Freigabe von Ölreserven lindere nur den Schmerz, sagte Birol. „Die einzige wirkliche Lösung liegt woanders: in der Wiederöffnung der
Straße von Hormus. Solange sie geschlossen bleibt, wird die Weltwirtschaft mit enormen Schwierigkeiten konfrontiert sein.“
Deutschland befinde sich in einer schwierigeren Lage, was Erdgas und zuverlässige Stromquellen wie die Kernenergie und damit auch die Strompreise angeht, sagte der IEA-Chef. „Die deutsche Wirtschaft und Industrie könnten in den kommenden Wochen, Monaten oder sogar Jahren vor sehr großen Herausforderungen stehen.“Berichte über viele Opfer bei Luftangriffen - zerstörte Synagoge in TeheranNahe der iranischen Hauptstadt
Teheran sind in der Provinz Albors mindestens 18 Menschen bei Luftangriffen getötet worden. Weitere 24 Menschen seien bei den israelisch-amerikanischen Attacken verletzt worden, berichtete die iranische Nachrichtenagentur Fars. Die Bombardierungen trafen Wohngebiete, wie der Vizegouverneur in Albors erklärte. Rettungskräfte seien rund um die Uhr im Einsatz. Außerdem sollen bei einem Luftangriff, ebenfalls nahe
Teheran, einem Bericht zufolge drei Kinder ums Leben gekommen sein. Bei der Attacke am frühen Morgen sei ein Wohnhaus in der Pendlerstadt Pardis getroffen worden, berichtete ein Reporter der iranischen Nachrichtenagentur Mehr. Insgesamt seien aus den Trümmern bislang sechs Leichen geborgen worden. In Pardis östlich von
Teheran wurden in den vergangenen 15 Jahren riesige Neubausiedlungen für die wachsende Bevölkerung errichtet. Nutzer in den sozialen Medien berichteten über mehrere Raketeneinschläge in Pardis, davon mutmaßlich auch mit bunkerbrechenden Bomben. Augenzeugen in
Teheran berichteten ebenfalls von schweren Bombardierungen in der vergangenen Nacht. Dabei soll eine Synagoge schwer beschädigt worden sein. Die Bombardierung erfolgte um etwa 4 Uhr nachts, wie die staatliche Nachrichtenagentur Irna berichtete. Für den Angriff wurde Israels Luftwaffe verantwortlich gemacht. Ein Video der Nachrichtenagentur zeigte ein fast vollständig zerstörtes Gebäude in einer engen Gasse sowie Räumarbeiten. Andere iranische Medien berichteten, das Gotteshaus sei vollständig zerstört worden. Informationen zu Opfern gibt es bislang nicht.Pauline ClaßenIsrael:
Iran greift Großraum Tel Aviv erneut mit Streumunition an Am Morgen hat
Iran bei einem Raketenangriff auf den Großraum Tel Aviv nach israelischen Militärangaben erneut international geächtete Streumunition eingesetzt. Auch im Stadtzentrum der Küstenmetropole heulten die Warnsirenen, die Bürger liefen in Schutzräume. Es waren dumpfe Explosionen zu hören.Der israelische TV-Sender berichtete, es habe etwa zehn Einschlagsorte gegeben. Dabei seien Sachschäden an Gebäuden und Fahrzeugen verursacht worden. Berichte zu Verletzten gab es zunächst nicht. Auch die Hafenstadt Eilat an der Südspitze Israels wurde nach Medienberichten mit Streumunition angegriffen.Eine Rakete mit Streumunition zerbricht häufig über dem Ziel in der Luft und verteilt dann Submunitionen, auch Bomblets genannt, über einem großen Gebiet. Die kleinen Geschosse können von der israelischen Luftabwehr kaum abgefangen werden. Die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch hatte die iranischen Angriffe mit Streumunition auf israelische Bevölkerungszentren zuletzt verurteilt. Diese könnten auch Kriegsverbrechen darstellen, hieß es in dem Bericht. Israel warnt Iraner vor ZugreisenDas israelische Militär hat die Bevölkerung in
Iran davor gewarnt, mit dem Zug zu reisen oder sich in der Nähe von Bahnstrecken aufzuhalten. Wer sich dort aufhalte, gefährde sein Leben, hieß es in einem auf Farsi formulierten Post auf der Plattform X. Die Warnung gelte ab sofort bis 21 Uhr Ortszeit (19.30 Uhr MESZ).Die iranische Bevölkerung hat seit dem 28. Februar nur Zugang zu einem eingeschränkten internen Intranet, in dem es nur staatlich genehmigte Inhalte gibt. Die Iraner nutzen aber iranische Plattformen, die Telegram ähneln. Auf einer dieser Plattformen wurde die Warnung der Israelis sechs Minuten nach der Veröffentlichung auf X geteilt.UN-Sicherheitsrat stimmt über Resolution zur
Straße von Hormus ab Der UN-Sicherheitsrat soll an diesem Dienstag um 17 Uhr deutscher Zeit über einen Resolutionsentwurf von Bahrain zum Schutz der Handelsschifffahrt in der
Straße von Hormus abstimmen. In dem Entwurf werden betroffene Staaten aufgefordert, ihre defensiven Maßnahmen zu koordinieren, um zur Sicherheit der Schifffahrt beizutragen, wie es von Diplomaten hieß. Dafür soll
Iran seine Angriffe auf Handels- und Frachtschiffe einstellen.Um den Resolutionstext war tagelang gerungen worden. In einer vorangegangenen Version des Dokuments wurde etwa explizit auf Kapitel 7 der Charta der Vereinten Nationen verwiesen, das dem Sicherheitsrat die Befugnis einräumt, Maßnahmen von Sanktionen bis zu militärischer Gewalt zu ergreifen. Dagegen hätten sich etwa die Vertreter Russlands und Chinas gewehrt, hieß es.Saudi-Arabien meldet weitere LuftangriffeSaudi-Arabien hat nach eigenen Angaben sieben ballistische Raketen abgefangen, die auf die östliche Region des Landes abgefeuert wurden. Trümmer der abgefangenen Geschosse seien in der Nähe von Energieanlagen niedergegangen, teilte das Verteidigungsministerium mit. Die Behörden prüfen mögliche Schäden. Wer die Raketen abgefeuert hat, teilte das Ministerium bislang nicht mit.Irans Armee weist Trumps Drohungen als „haltlos“ zurückDie iranische Militärführung hat die Drohungen von US-Präsident
Donald Trump vor einer Zerstörung aller Brücken und Kraftwerke des Landes kritisiert. Trump sei „wahnhaft“, sagte Ebrahim Zolfaqari, ein Sprecher der iranischen Armee. Die „rüde, arrogante Rhetorik und haltlosen Drohungen des wahnhaften US-Präsidenten“ würden die Angriffe gegen die „amerikanischen und zionistischen Feinde“ nicht stoppen, wurde der Militärsprecher in Staatsmedien zitiert.Trump hatte
Iran kurz zuvor mit einer Zerstörung aller Brücken und Kraftwerke binnen weniger Stunden nach Ablauf seines jüngsten Ultimatums gedroht. Die USA könnten innerhalb von vier Stunden eine „völlige Zerstörung“ herbeiführen, sagte der Präsident im Weißen Haus. Die Frist, die er
Teheran zur Öffnung der für den globalen Öl- und Gasmarkt wichtigen
Straße von Hormus gesetzt hat, läuft nach deutscher Zeit um 2 Uhr in der Nacht zum Mittwoch ab.Kampfjet-Rettungsmission: Mehr als 150 Flugzeuge beteiligtAn der Rettung des Waffenoffiziers eines abgeschossenen US-Kampfjets in
Iran waren nach Angaben von Präsident
Donald Trump mehr als 150 Flugzeuge beteiligt. Ein großer Teil davon sei für ein Täuschungsmanöver an verschiedenen Orten im Einsatz gewesen, sagte er. Der verletzte Offizier selbst sei unterdessen stark blutend steile Felswände hinaufgeklettert. Während er seine Wunden versorgt habe, habe er Kontakt zu den US-Streitkräften aufgenommen.Trump: Ganz
Iran kann innerhalb einer Nacht ausgeschaltet werdenUS-Präsident
Donald Trump hat bei einer Pressekonferenz über
Iran gesagt, das gesamte Land könne innerhalb einer Nacht ausgeschaltet werden – und diese Nacht könne morgen sein. Eine von ihm an die Führung in
Teheran gesetzte Frist läuft nach deutscher Zeit um 2 Uhr deutscher Zeit in der Nacht zum Mittwoch ab. Trump will, dass
Iran die
Straße von Hormus öffnet.Trump droht, andernfalls in großem Stil iranische Infrastruktur anzugreifen, insbesondere alle Brücken und Kraftwerke. Der Republikaner sagte im Weißen Haus, dass die USA nach Ablauf seines Ultimatums innerhalb von vier Stunden eine „völlige Zerstörung“ herbeiführen könnten. Trump sagte zugleich, man wolle nicht, dass das passiert. Er betonte aber zugleich: „Wir haben einen Plan.“ Jedes Kraftwerk würde vom Netz gehen, brennen, explodieren und niemals mehr genutzt werden können.Internationale Organisationen wie das Rote Kreuz kritisierten Trump bereits vor dieser Ankündigung: Gezielte Drohungen, sei es in Wort oder Tat, gegen wichtige zivile Infrastruktur und Nuklearanlagen dürften nicht zur neuen Norm der Kriegsführung werden. Ursprünglich lief Trumps Frist vor einigen Tagen aus, er hatte sie aber bis Ostermontag verlängert und dann erklärt, sie laufe bis 2 Uhr am Mittwochmorgen.
Iran hat bislang nicht erkennen lassen, dass es sich darauf einlässt. Trump lobte die Rettungsaktion, bei der die Besatzung eines abgeschossenen amerikanischen Militärflugzeugs in
Iran in Sicherheit gebracht worden ist. „Kein Amerikaner wird zurückgelassen“, sagte Trump, als er Details des Rettungseinsatzes mitteilte. So sagte er unter anderem, dass ein eingesetzter Helikopter mehrere Einschusslöscher aufweise.Hegseth: Am Montag größte Zahl an Angriffen seit Beginn des KriegsUS-Verteidigungsminister Pete Hegseth hat eine deutliche Ausweitung der amerikanischen Luftangriffe im Krieg gegen
Iran angekündigt. „Heute wird – auf Anweisung des Präsidenten – der größte Umfang an Angriffen seit Beginn des Einsatzes geflogen“, sagte Hegseth während einer Pressekonferenz am frühen Montagnachmittag (Ortszeit) im Weißen Haus. „Und dann hat
Iran eine Wahl.“ Für den folgenden Tag kündigte er eine weitere Intensivierung an: „Morgen sogar noch mehr als heute.“Trump: Rückhalt in Amerika für Öl-Pläne in
Iran fehlt US-Präsident
Donald Trump sieht für seine Öl-Ambitionen in
Iran nicht genügend Rückhalt in der eigenen Bevölkerung. „Leider möchte die amerikanische Bevölkerung, dass wir nach Hause kommen“, sagte er bei einer Osterveranstaltung auf dem Gelände des Weißen Hauses. Wenn es nach ihm ginge, würde man das Öl übernehmen, das Öl behalten und sehr viel Geld verdienen. Aber er wolle auch die Menschen im eigenen Land glücklich machen.Trump hatte im Ende Februar begonnenen
Iran-Krieg zuletzt immer wieder die Idee vorgebracht, dass die USA das Öl in
Iran übernehmen könnten. Für einen solchen Schritt müsste das US-Militär wohl die iranische Insel Charg im Persischen Golf einnehmen, über die etwa 90 Prozent der Erdölausfuhren des Landes abgewickelt werden. Trump nennt Iraner „Tiere“ US-Präsident
Donald Trump hat sich respektlos über die iranische Bevölkerung geäußert. Auf die Frage, warum ein Angriff auf die zivile Infrastruktur des Landes kein Kriegsverbrechen sein soll, sagte Trump, weil die Iraner „Tiere“ seien. Trump behauptet zudem, die USA hätten einen Regimewechsel in
Iran hin zu einer moderateren Führung im Land erreicht.Beobachter haben indes darauf verwiesen, dass nach der Tötung des iranischen geistlichen Oberhaupts, Ayatollah Ali Chamenei, kurz nach Ausbruch des Krieges, nun wohl die Revolutionsgarden größeren Einfluss hätten und diese radikaler seien. Offiziell ist der Sohn Chameneis, Motschtaba Chamenei, zum neuen geistlichen Oberhaupt ernannt worden. Er trat bislang aber nicht öffentlich in Erscheinung.
Iran lehnt US-Vorschlag für Waffenstillstand offenbar ab – Trump beharrt auf FristIran lehnt offenbar einen US-Vorschlag für einen Waffenstillstand ab. Das Land habe dem Vermittler Pakistan seine Antwort auf den Vorschlag zur Beendigung des Krieges mitgeteilt, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur IRNA laut Reuters. Stattdessen betone die Regierung in
Teheran die Notwendigkeit eines dauerhaften Kriegsendes. Die iranische Antwort bestehe aus zehn Punkten. Dazu zählten die Forderungen nach einem Ende der Konflikte in der Region, einem Protokoll für die sichere Durchfahrt durch die
Straße von Hormus, nach der Aufhebung von Sanktionen sowie dem Wiederaufbau, heißt es weiter. US-Präsident
Donald Trump bezeichnete die von ihm gesetzte Frist für ein Abkommen mit
Iran bis Dienstagabend als endgültig. Der iranische Vorschlag zur Beendigung der Kämpfe sei zwar bedeutsam, aber nicht gut genug, fügte er hinzu. Israel spricht von intensiven Angriffen auf Irans GasindustrieIran hat einen neuen Angriff auf die Gasindustrie am Persischen Golf gemeldet. Die Nachrichtenagentur Fars berichtete von mehreren Explosionen nahe einer Raffinerie in der Küstenstadt Asalujeh in der Provinz Buschehr. Diese gilt als Herz der iranischen Gasindustrie. Bereits Mitte März war sie Ziel israelisch-amerikanischer Luftangriffe.Der israelische Verteidigungsminister Israel Katz teilte mit, die israelische Armee habe in Asalujeh „mit großer Intensität die größte petrochemische Anlage in
Iran“ angegriffen. Dies sei geschehen, nachdem bereits in der vergangenen Woche die zweite zentrale Anlage angegriffen worden sei. „Nun sind beide Anlagen, die zusammen für rund 85 Prozent der petrochemischen Exporte Irans verantwortlich sind, außer Betrieb gesetzt und funktionieren nicht mehr“, hieß es weiter in der Mitteilung. Es handele sich um einen schweren wirtschaftlichen Schlag für den iranischen Machtapparat.Das Gasfeld „South Pars“, das
Iran und Katar ausbeuten, ist die weltweit größte bekannte Gasreserve und liefert rund 70 Prozent der iranischen Gasversorgung. Israel hatte bereits während des Zwölftageskrieges im Juni 2025 Anlagen auf dem Gasfeld angriffen. Auch weitere Bombardierungen im Landeszentrum wurden seitens Irans gemeldet. Ziel sei ein petrochemischer Komplex in der Stadt Marwdascht rund 45 Kilometer nordöstlich der Metropole Schiras gewesen, berichtete die Nachrichtenagentur Tasnim. Mehr ladenTickarooLive Blog Software