PfadnavigationHomePolitikAuslandArtikeltyp:LivetickerKrieg in NahostIran fordert zwei Millionen Dollar für Hormus-Passage –
Israel warnt Iraner vor ZugfahrtenStand: 09:34 UhrLesedauer: 9 MinutenDer US-Präsident wiederholt das Ultimatum, das er dem
Iran gegeben hat: „Wir geben ihnen bis morgen um 20 Uhr (2 Uhr deutscher Zeit am Mittwoch) – danach werden sie keine Brücken mehr haben, sie werden keine Kraftwerke mehr haben. Steinzeit.“Die „
New York Times“ berichtet über einen 10-Punkte-Vorschlag des Irans für ein Ende des Kriegs.
Israel ruft die iranische Bevölkerung dazu auf, sich von Zugstrecken fernzuhalten. Mehr im Liveticker.Seit Ende Februar greifen
Israel und die USA den
Iran an. Nuklearanlagen und Militäreinrichtungen wurden zerstört, Führungsfiguren des Regimes in
Teheran ausgeschaltet. An der Staatsspitze folgt
Modschtaba Chamenei auf seinen getöteten Vater
Ajatollah Ali Chamenei. Die iranischen Streitkräfte und Revolutionsgarden nehmen
Israel und die Golfstaaten unter Beschuss und blockieren weitgehend die Straße von Hormus, durch die rund ein Fünftel des weltweiten Öl- und Flüssiggastransports verläuft.Alle Ereignisse rund um den Krieg in Nahost im Liveticker:08:55 Uhr –
Iran greift Großraum
Tel Aviv erneut mit Streumunition anBei einem neuen Raketenangriff auf den Großraum
Tel Aviv hat der
Iran nach israelischen Militärangaben erneut international geächtete Streumunition eingesetzt. Am Morgen heulten auch im Stadtzentrum der Küstenmetropole die Warnsirenen, die Bürger liefen in Schutzräume. Es waren dumpfe Explosionen zu hören. Der israelische TV-Sender berichtete, es habe etwa zehn Einschlagsorte gegeben. Dabei sei Sachschaden an Gebäuden und Fahrzeugen verursacht worden. Berichte zu Verletzten gibt es bislang nicht. Auch die Hafenstadt
Eilat an der Südspitze Israels wurde nach Medienberichten mit Streumunition angegriffen. 08:16 Uhr – Bericht:
Iran fordert zwei Millionen Dollar für Hormus-PassageDer
Iran fordert für eine Feuerpause mit
Israel und den USA laut einem Medienbericht Sicherheitsgarantien und ein Ende israelischer Angriffe auf die Hisbollah-Miliz im Südlibanon. Die „
New York Times“ schrieb unter Berufung auf zwei nicht namentlich genannte iranische Regierungsvertreter,
Teheran wolle zudem Zusicherungen, künftig nicht Ziel weiterer Angriffe zu werden.Nach dem Bericht sieht ein von
Teheran vorgeschlagener Plan vor, die Straße von Hormus wieder für den Schiffsverkehr zu öffnen.
Iran wolle jedoch eine Gebühr von rund zwei Millionen Dollar (rund 1,7 Millionen Euro) pro Schiff erheben. Die Einnahmen würden demnach mit Oman geteilt, das an die Wasserstraße angrenzt.
Iran wolle seinen Anteil an den Einnahmen für den Wiederaufbau von Infrastruktur verwenden, die bei US-israelischen Angriffen beschädigt worden sei, berichtete die „
New York Times“ weiter. Auf direkte Entschädigungsforderungen würde
Teheran demnach verzichten.07:56 Uhr – Israelisches Militär warnt Iraner vor ZugfahrtenDas israelische Militär warnt die Bevölkerung im
Iran davor, mit dem Zug zu reisen oder sich in der Nähe von Bahnstrecken aufzuhalten. Wer sich dort aufhalte, gefährde sein Leben, hieß es in einem auf Farsi formulierten Post auf der Plattform X. Die Warnung gelte ab sofort bis 21.00 Uhr Ortszeit (19.30 Uhr MESZ). 06:54 Uhr – Steht der Krieg vor einer dramatischen Eskalation?Im
Iran-Krieg zeichnet sich kurz vor Ablauf eines Ultimatums von US-Präsident Donald Trump an
Teheran keine Einigung ab. Während Trump seine Warnung vor einer „völligen Zerstörung“ aller iranischen Kraftwerke und Brücken bekräftigte, falls
Teheran nicht bis Mittwochnacht 2.00 Uhr MESZ die Straße von Hormus öffnet, verspottete ein Sprecher der iranischen Militärführung dies als „haltlose Drohungen“ eines „wahnhaften“ Präsidenten. Der Sprecher der Khatam-al-Anbiya-Kommandozentrale, Ebrahim Zolfaqari, sagte laut Staatsmedien, die „rüde, arrogante Rhetorik und haltlosen Drohungen des wahnhaften US-Präsidenten“ würden Irans Angriffe gegen die „amerikanischen und zionistischen Feinde“ nicht stoppen.Der
Iran lehnt eine Waffenruhe ab. Laut Staatssender Irib übergab
Teheran den Vermittlern ein zehn Punkte umfassendes Papier mit eigenen Forderungen wie einer Beendigung des Kriegs, Kriegsreparationen sowie die vollständige Aufhebung der Wirtschaftssanktionen gegen das Land. Die Revolutionsgarden, die das eigentliche Sagen im
Iran haben, fordern zudem das Recht auf Uran-Anreicherung, den Abzug aller US-Stützpunkte aus dem Persischen Golf sowie die Kontrolle der Straße von Hormus durch den
Iran. Ein US-Beamter habe die Antwort des Irans als „maximalistisch“ bezeichnet, schrieb der Reporter des US-Nachrichtenportals „Axios“ Barak Ravid auf X. Es sei unklar, ob dies Fortschritte hin zu einer diplomatischen Lösung ermögliche. Lesen Sie auch04:54 Uhr – UN-Sicherheitsrat über Einsatz von Gewalt in Hormus-Straße abstimmenDer UN-Sicherheitsrat stimmt Diplomatenkreisen zufolge am Dienstag über eine vom Golfkooperationsrat geforderte Freigabe eines Einsatzes von Waffengewalt zum Schutz der Straße von Hormus ab. Die Abstimmung ist für 11.00 Uhr (Ortszeit, 17.00 Uhr MESZ) angesetzt, wie die Nachrichtenagentur AFP aus Diplomatenkreisen erfuhr. Vergangene Woche war eine Abstimmung über den von Bahrain eingebrachten Resolutionsentwurf aufgrund drohender Vetos mehrmals verschoben worden.04:13 Uhr – Japan will wegen
Iran-Kriegs eng mit G 7 kooperierenJapan will wegen der starken Schwankungen an den Finanzmärkten infolge des Nahost-Konflikts eng mit den anderen G-7-Staaten zusammenarbeiten. Dies kündigt Finanzministerin Satsuki Katayama an. Die Rendite zehnjähriger japanischer Staatsanleihen steigt auf den höchsten Stand seit 1999, während der Yen nahe der Marke von 160 zum Dollar notiert. Die G-7-Finanzminister hätten bereits vergangene Woche über die weitreichenden Auswirkungen der Entwicklungen im Nahen Osten beraten, sagt Katayama weiter.02:53 Uhr – Israelische Armee gibt neue Angriffswelle gegen
Iran bekanntDie israelische Armee hat eine neue Angriffswelle gegen
Iran bekannt gegeben. Dabei sei „Infrastruktur des iranischen Terror-Regimes in
Teheran und in zusätzlichen Gebieten im
Iran“ anvisiert worden, teilte die Armee im Onlinedienst X mit. Zugleich erklärte sie, die israelische Luftabwehr reagiere derzeit auf Raketenangriffe aus dem
Iran.02:12 Uhr – UN-Chef warnt vor Angriffen auf Irans zivile InfrastrukturUN-Generalsekretär António Guterres hat die USA und
Israel aufgefordert, Irans Kraftwerke und andere zivile Infrastruktur nicht anzugreifen. Solche Angriffe würden gegen internationales Recht verstoßen, sagte sein Sprecher Stéphane Dujarric in New York. „Selbst, wenn bestimmte zivile Infrastruktur als militärisches Ziel eingestuft werden könnte, würde das humanitäre Völkerrecht Angriffe darauf dennoch verbieten“, wenn „übermäßige“ Schäden für Zivilisten zu erwarten seien. Es sei „höchste Zeit, dass die Parteien diesen Konflikt beenden“, sagte Guterres laut dem Sprecher.01:46 Uhr – Libanon: USA und Ägypten wollen Grenzübergang nach Syrien schützenDie USA und Ägypten haben
Israel gedrängt, von einem Angriff auf den wichtigsten Grenzübergang zwischen Libanon und Syrien Abstand zu nehmen. Dies teilte der libanesische Geheimdienstchef Hassan Choucair mit. Er sprach von „laufenden Kontakten“ Washingtons und Kairos, die darauf abzielten, den Masnaa-Grenzübergang nach Syrien zu schützen und wieder zu öffnen.Der Übergang ist seit Samstag geschlossen, nachdem
Israel gewarnt hatte, er könne wegen angeblicher Waffenschmuggelaktivitäten der libanesischen Hisbollah-Miliz ins Visier genommen werden. Regierungsvertreter im Libanon und in Syrien wiesen dies zurück und erklärten, die Fahrzeuge würden gründlich kontrolliert.01:13 Uhr – Saudi-Arabien fängt sieben ballistische Raketen abSaudi-Arabien fängt nach eigenen Angaben sieben ballistische Raketen ab, die auf die östliche Region des Landes abgefeuert werden. Trümmer der abgefangenen Geschosse seien in der Nähe von Energieanlagen niedergegangen, teilt das Verteidigungsministerium mit. Die Behörden prüfen mögliche Schäden. Wer die Raketen abgefeuert hat, teilt das Ministerium zunächst nicht mit.00:23 Uhr – Kampfjet-Rettungsmission: Mehr als 150 Flugzeuge beteiligtAn der Rettung des Waffenoffiziers eines abgeschossenen US-Kampfjets im
Iran waren nach Angaben von Präsident Trump mehr als 150 Flugzeuge beteiligt. Ein großer Teil davon sei für ein Täuschungsmanöver an verschiedenen Orten im Einsatz gewesen, sagte der Republikaner im Weißen Haus. Der verletzte Offizier selbst sei unterdessen stark blutend steile Felswände hinaufgeklettert. Während er seine Wunden versorgt habe, habe er Kontakt zu den US-Streitkräften aufgenommen.Lesen Sie auchMontag, 6. April23:45 Uhr – Nach Angriffen auf iranisches Akw: IAEA warnt vor „sehr realer Bedrohung“Angesichts des bereits vierten Angriffs auf das Gelände des iranischen Atomkraftwerks Buschehr hat die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) vor einer „sehr realen Bedrohung für die nukleare Sicherheit“ gewarnt. Luftangriffe auf ein in Betrieb befindliches Akw „könnten einen schweren radiologischen Unfall mit schädlichen Folgen für Mensch und Umwelt im
Iran und darüber hinaus“ verursachen, erklärte IAEA-Chef Rafael Grossi im Onlinedienst X. Diese „sehr reale Bedrohung“ müsse aufhören.22:43 Uhr – Trump: Fehlende Nato-Hilfe wird ewiger Makel seinWenige Tage vor einem Treffen mit Nato-Generalsekretär Mark Rutte hat US-Präsident Trump seine Kritik am Bündnis bekräftigt. „Ich glaube, das ist ein Makel für die Nato, der niemals verschwinden wird“, sagte er bei einer Pressekonferenz im Weißen Haus mit Blick auf die Haltung der Partner zum
Iran-Krieg. Er warf Verbündeten vor, zu spät Unterstützung in Aussicht gestellt zu haben. „Ich brauche keine Hilfe, nachdem wir gewonnen haben“, sagte er weiter.Der Republikaner hatte die Nato-Alliierten kurz nach Beginn des Kriegs mit dem
Iran gedrängt, den USA bei der Sicherung der Straße von Hormus zu Hilfe zu kommen. Damit sollte der freie Warenhandel auf der für den globalen Öltransport wichtigen Schiffsroute gewährleistet werden. 22:17 Uhr – Israels Militär rüstet sich für wochenlangen Kampf gegen IranDas israelische Militär stellt sich auf andauernde Gefechte gegen den
Iran ein. Generalstabschef Ejal Zamir habe bereits Schlachtpläne für die kommenden drei Wochen gebilligt, falls es keine Feuerpause gebe, berichtete Militärsprecher Effie Defrin vor Reportern. „Mit jedem Tag, der vergeht, treffen wir sie immer stärker. Wir haben bereits sehr gute Erfolge erzielt und wollen hervorragende Ergebnisse erreichen.“ 19:52 Uhr –
Iran kann „in einer Nacht ausgelöscht werden, und diese Nacht könnte morgen sein“, droht TrumpUS-Präsident Donald Trump hat dem
Iran erneut mit massiven und verheerenden Luftangriffen gedroht. „Das ganze Land könnte in einer Nacht ausgelöscht werden, und diese Nacht könnte morgen sein“, sagte Trump am Abend bei einer Pressekonferenz zum
Iran-Krieg im Weißen Haus.Lesen Sie auch18:28 Uhr – Trump nennt iranische Führung „Tiere“Donald Trump hat auf die Frage, warum ein Angriff auf die Infrastruktur des Landes kein Kriegsverbrechen sein soll, geantwortet: weil die iranische Führung „Tiere“ seien. Trump behauptete zudem, die USA hätten einen Regimewechsel im
Iran hin zu einer moderateren Führung im Land erreicht. Beobachter haben indes darauf verwiesen, dass nach der Tötung des iranischen geistlichen Oberhaupts,
Ajatollah Ali Chamenei, kurz nach Ausbruch des Kriegs, nun wohl die Revolutionsgarden größeren Einfluss hätten und diese radikaler seien.17:26 Uhr – Trump bekräftigt DeadlineDonald Trump bezeichnet die von ihm gesetzte Frist für ein Abkommen mit dem
Iran bis Dienstagabend als endgültig. Der iranische Vorschlag zur Beendigung der Kämpfe sei zwar bedeutsam, aber nicht gut genug, fügt er hinzu.17:09 – Staatsagentur:
Teheran weist Waffenruhe-Vorschlag zurückDer
Iran hat Pakistan seine Antwort auf den US-Vorschlag zur Beendigung des Kriegs übermittelt und lehnt darin einen Waffenstillstand ab. Stattdessen betonte die Regierung in
Teheran die Notwendigkeit eines dauerhaften Kriegsendes, meldete die staatliche Nachrichtenagentur IRNA. Die Antwort bestehe aus zehn Punkten. Dazu zählten ein Ende der Konflikte in der Region, ein Protokoll für die sichere Durchfahrt durch die Straße von Hormus, die Aufhebung von Sanktionen sowie der Wiederaufbau, hieß es weiter.dpa/AFP/AP/jmr/sebe/säd/lay/doli/ceb/nw/krott