Michaela Wiegel, KorrespondentinIran lässt zwei französische Geiseln freiMitten im Krieg hat das iranische Regime zwei französische Geiseln freigelassen. Wie Präsident
Emmanuel Macron ankündigte, sind die aus Colmar stammende
Cécile Kohler und ihr Lebensgefährte
Jacques Paris auf dem Weg nach Frankreich. Wegen der Bombardierungen wurden sie über Aserbaidschan außer Landes gebracht. Die beiden Lehrer waren im Mai 2022 bei einer Urlaubsreise festgenommen und wegen angeblicher Spionage in Teheran inhaftiert worden. Die Freilassung ist laut Macron auf Vermittlung durch Oman zurückzuführen.Antea ObinjaItaliens Verteidigungsminister warnt vor EskalationItaliens Verteidigungsminister
Guido Crosetto hat vor einer weiteren Eskalation im Irankrieg gewarnt. Die aktuelle Weltlage bezeichnete er in einem Interview der italienischen Zeitung „Corriere della Sera“ als „beispiellos in den vergangenen Jahrzehnten“. Crosetto sagte weiter: „Ich fürchte, dass das, was ohnehin schon tragisch ist, noch schlimmer werden könnte.“ Mehrere Krisen überlagerten und verstärkten sich gegenseitig.Auf die Frage nach Einflussmöglichkeiten auf US-Präsident
Donald Trump erklärte Crosetto, dieser sei als Staatschef eines souveränen Landes von außen nicht zu beeinflussen. „Ich glaube einfach, dass er mutigere Berater haben sollte“, sagte der Minister im Kabinett von Regierungschefin
Giorgia Meloni, der ein guter Draht zu Trump nachgesagt wird. „Eines der Probleme dieser Präsidentschaft ist, dass niemand es wagt, dem Chef zu widersprechen.“ Antea ObinjaIsrael zerstört weitere wichtige Brücke in Libanon Das israelische Militär hat nach eigenen Angaben eine weitere strategisch wichtige Brücke über den Litani-Fluss im Süden Libanons zerstört. Die israelische Armee warf der
Hizbullah vor, darüber Waffen in den Süden des Landes geschmuggelt zu haben. Der Angriff fand demnach bereits am Montag statt. Nach israelischen Militärangaben wurden in den vergangenen Wochen sieben Brücken und Übergänge im Süden des Landes zerstört. Sie gehören zur zivilen Infrastruktur des Landes und verbinden den Süden mit dem restlichen Teil des Landes. Libanesische Sicherheitskreise bestätigten die Angriffe. Zugangs- und Transportwege zum Süden seien damit erheblich eingeschränkt. Othmara GlasRevolutionsgarde droht mit Angriffen außerhalb der Golfregion Irans Revolutionsgarde droht mit Angriffen außerhalb der Golfregion, sollten die USA rote Linien überschreiten. In einer Mitteilung kündigten sie zudem an, die Infrastruktur der USA und deren Partner in der Region ins Visier zu nehmen. Die Öl- und Erdgasversorgung aus der Region könnte jahrelang unterbrochen werden, heißt es weiter. Man gebe die Zurückhaltung auf. US-Präsident
Donald Trump hat
Iran eine Frist bis Mittwoch, 2.00 Uhr gesetzt, um die Straße von Hormus wieder freizugeben. Anderenfalls will er Brücken und Kraftwerke in der Islamischen Republik zerstören lassen. Antea ObinjaIran meldet Explosionen auf Ölinsel Kharg
Iran hat neue Explosionen auf der Insel Kharg im Persischen Golf gemeldet. Die Nachrichtenagentur Mehr berichtete, die Insel werde angegriffen. Dort hatte das amerikanische Militär bereits Mitte März Luftangriffe ausgeführt. Details zu den möglichen Zielen waren zunächst nicht bekannt. Die Insel Kharg ist das wichtigste Exportterminal für iranisches Erdöl im Persischen Golf. Ein großer Teil der Ölproduktion wird von dort verschifft.Othmara GlasIranischer Bericht: Drei Kinder bei Luftangriff nahe Teheran getötetBei einem Luftangriff nahe der iranischen Hauptstadt Teheran sind einem Bericht zufolge drei Kinder ums Leben gekommen. Bei der Attacke am frühen Morgen sei ein Wohnhaus in der Pendlerstadt Pardis getroffen worden, berichtete ein Reporter der Nachrichtenagentur Mehr. Insgesamt seien aus den Trümmern bislang sechs Leichen geborgen worden. Seit mehr als fünf Wochen führen
Israel und die USA Krieg gegen
Iran.Augenzeugen in Teheran berichteten ebenfalls von schweren Bombardierungen in der vergangenen Nacht. In Pardis östlich der Millionenmetropole wurden in den vergangenen 15 Jahren riesige Neubausiedlungen für Teherans wachsende Bevölkerung errichtet. Viele Menschen in der Mittelschicht erwarben dort in den Hochhäusern Eigentum, oft in der Hoffnung auf erschwinglichen Wohnraum und einen sozialen Aufstieg am Rande der Hauptstadt.Nutzer in den sozialen Medien berichteten über mehrere Raketeneinschläge in Pardis, davon mutmaßlich auch mit bunkerbrechenden Bomben. „Fenster und Häuser haben gezittert“, zitierte der bekannte Netzaktivist Vahid auf seinem Telegram-Kanal einen Bewohner aus der Stadt. Othmara GlasWieder iranischer Angriff mit Streumunition Bei einem neuen Raketenangriff auf den Großraum Tel Aviv hat
Iran nach israelischen Militärangaben abermals international geächtete Streumunition eingesetzt. Am Morgen heulten auch im Stadtzentrum der Küstenmetropole die Warnsirenen, die Bürger liefen in Schutzräume. Es waren Explosionen zu hören. Ein israelischer Fernsehsender berichtete, es habe etwa zehn Einschlagsorte gegeben. Dabei seien Schäden an Gebäuden und Fahrzeugen verursacht worden. Berichte zu Verletzten gab es zunächst nicht. Auch die Hafenstadt Eilat im Süden Israels wurde nach Medienberichten mit Streumunition angegriffen. Othmara GlasBericht:
Iran fordert Sicherheitsgarantien und Gebühren für Hormus-PassageIran fordert für eine Feuerpause mit
Israel und den USA laut einem Medienbericht Sicherheitsgarantien und ein Ende israelischer Angriffe auf die Hisbollah-Miliz im Südlibanon. Die „New York Times“ schrieb unter Berufung auf zwei nicht namentlich genannte iranische Regierungsvertreter, Teheran wolle zudem Zusicherungen, künftig nicht Ziel weiterer Angriffe zu werden.Dem Bericht zufolge sieht ein von Teheran vorgeschlagener Plan vor, die Straße von Hormus wieder für den Schiffsverkehr zu öffnen.
Iran wolle jedoch eine Gebühr von rund zwei Millionen Dollar (1,7 Millionen Euro) pro Schiff erheben. Die Einnahmen würden demnach mit Oman geteilt, das an die Wasserstraße angrenzt.
Iran wolle seinen Anteil an den Einnahmen für den Wiederaufbau von Infrastruktur verwenden, die bei US-israelischen Angriffen beschädigt worden sei, berichtete die „New York Times“ weiter. Auf direkte Entschädigungsforderungen würde Teheran demnach verzichten. Sebastian ReuterIsraelisches Militär warnt Iraner vor Reisen mit ZugDas israelische Militär hat die Bevölkerung in
Iran davor gewarnt, mit dem Zug zu reisen oder sich in der Nähe von Bahnstrecken aufzuhalten. Wer sich dort aufhalte, gefährde sein Leben, hieß es in einem auf Farsi formulierten Post auf der Plattform X. Die Warnung gelte ab sofort bis 21 Uhr Ortszeit (19.30 Uhr MESZ). Hintergrund sind die Drohungen von US-Präsident
Donald Trump mit Angriffen auf Infrastruktur, die auch zivil genutzt wird oder zivilen Nutzen hat. Er hat dem
Iran ein Ultimatum gestellt, die für den Öl- und Gashandel wichtige Straße von Hormus zu öffnen, das kommende Nacht ausläuft. Derzeit ist keine Einigung in Sicht. Sebastian ReuterÖlpreis steigt nach neuen Trump-DrohungenDie Ölpreise ziehen weiter an, nachdem US-Präsident
Donald Trump im Irankrieg sein Ultimatum an die Regierung in Teheran bekräftigt hat. Ein Barrel der Nordseesorte Brent verteuert sich um bis zu 1,8 Prozent auf 111,80 Dollar. Der Preis für ein Fass der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) steigt in der Spitze um 3,7 Prozent auf 116,56 Dollar. Trump fordert bis Dienstagabend amerikanischer Zeit die Öffnung der Straße von Hormus. Sollte es bis dahin keine Einigung geben, droht er damit, dass die US-Armee sämtliche Kraftwerke und Brücken des Landes zerstören werde. Vanessa AngermannIsraelische Armee gibt neue Angriffswelle gegen
Iran bekanntDie israelische Armee hat eine neue Angriffswelle gegen
Iran bekanntgegeben. Dabei sei „Infrastruktur des iranischen Terrorregimes in Teheran und in zusätzlichen Gebieten in
Iran“ anvisiert worden, teilte die Armee am Dienstag im Onlinedienst X mit. Zugleich erklärte sie, die israelische Luftabwehr reagiere derzeit auf Raketenangriffe aus
Iran.Iranische Staatsmedien meldeten derweil Explosionen in Teheran und der nahegelegenen Stadt Karadsch. Die iranischen staatlichen Nachrichtenagenturen Fars und Mehr gaben keine weiteren Details bekannt.Mehr ladenTickarooLive Blog Software