Bill Ackman bietet rund 56 Milliarden Euro für
Universal Music +++ Chemieindustrie warnt vor Risiken durch Wahlausgang im Osten +++ Pharmabranche fürchtet um europäische Standorte +++ Neuigkeiten im Unternehmen-Liveblog.Moderates Auftragsplus in der IndustrieDie Unternehmen des verarbeitenden Gewerbes haben nach Angaben des Statistischen Bundesamts im Februar 0,9 Prozent mehr Aufträge erhalten als zuvor. Die moderate Erholung der Auftragslage, die derzeit stark durch Großaufträge auch im militärischen Bereich beeinflusst wird, dauert damit an. Im weniger schwankungsanfälligen Dreimonatsvergleich lag der Auftragseingang von Dezember bis Februar um zwei Prozent höher als in den drei Monaten zuvor. Ohne Großaufträge gerechnet sank er im gleichen Zeitraum um 0,8 Prozent. Die Daten deuten darauf hin, dass die moderate Erholung die deutsche Wirtschaft nicht in der Breite erfasst hat. Im Februar sanken die Inlandsaufträge um 4,4 Prozent gegenüber Januar, während die Auslandsaufträge um 4,7 Prozent zulegten.Die Statistiker berichteten von einer guten Entwicklung in der Automobilindustrie (plus 3,8 Prozent) und in der Metallerzeugung und -verarbeitung (plus 3,7 Prozent). Im Segment sonstiger Fahrzeugbau, in dem auch Militärfahrzeuge erfasst werden, gingen die Aufträge dagegen gegenüber Januar um 25,9 Prozent zurück. Das deutet auf fehlende Großaufträge im Februar hin. In der Textilindustrie stiegen die Bestellungen demgegenüber um 45,2 Prozent.Hanna DeckerItalienischer Schnellzug für Tests in
Deutschland unterwegsDer italienische Schnellzug Frecciarossa 1000 wird ab Mai für Probefahrten in
Deutschland unterwegs sein. Die Testfahrten sind Teil eines Zulassungsprozesses der Hersteller
Hitachi und
Alstom. Denn zum Fahrplanwechsel im Dezember soll der Zugtyp auf den neuen Direktverbindungen
München –
Mailand und
München –
Rom eingesetzt werden.„Nach ersten Probefahrten im italienischen Netz im Jahr 2025 wurde kürzlich der erste umgerüstete Frecciarossa 1000 über den Brenner nach
Deutschland überführt“, sagte ein Bahnsprecher auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur. „Dort erfolgen zahlreiche technische Tests an den Fahrzeugen. Im Mai 2026 starten wir dann mit umfangreichen Probefahrten in
Deutschland und Österreich.“ Genauere Angaben, wo Probefahrten stattfinden, machte die DB zunächst nicht. Zunächst soll es je eine Verbindung pro Tag geben. Die Strecke
München-
Mailand wird rund sechseinhalb Stunden, die Strecke
München-
Rom etwa achteinhalb Stunden lang dauern. Damit würden Reisende im Vergleich zur aktuellen Fahrtzeit samt Umstiegen auf dem Weg nach
Mailand nach früheren Angaben der Bahn gut 75 Minuten sparen. Nach
Rom werde die Fahrt 45 Minuten kürzer. Am Ende sollen täglich fünf Hin- und Rückfahrten zwischen
Deutschland, Österreich und
Italien angeboten werden. Perspektivisch soll das Angebot schrittweise bis nach Berlin beziehungsweise Neapel ausgeweitet werden. Mit der für Ende 2032 geplanten Eröffnung des Brenner-Basistunnels werden sich die Fahrtzeiten voraussichtlich noch mal um etwa eine Stunde verkürzen.Der Frecciarossa 1000 (dt.: roter Pfeil) kann theoretisch bis zu 400 Kilometer pro Stunde erreichen. Zumindest in
Italien gibt es zudem nicht nur zwei Klassen, dort können Fahrgäste zwischen Standard, Premium, Business und Executive wählen.Dominik JägerZu teuer: Verbraucher trinken weniger OrangensaftWegen hoher Preise sind in
Deutschland im vergangenen Jahr deutlich weniger Fruchtsäfte getrunken worden. Der Pro-Kopf-Verbrauch sei um rund acht Prozent auf 20,3 Liter gesunken, teilte der Verband der deutschen Fruchtsaft-Industrie in Bonn mit – es waren 1,7 Liter weniger als 2024. Verbandshauptgeschäftsführer Klaus Heitlinger begründete diese Entwicklung mit gestiegenen Preisen. Es geht vor allem um Orangen- und Apfelsaft. Während der Preis für Orangensaft anzog, blieb der Durchschnittspreis für Apfelsaft dem Verband zufolge in etwa gleich.Die Nachfrage nach Gemüsesäften – etwa aus Karotten und Roter Bete – stieg hingegen um zehn Prozent, der Verbrauch erhöhte sich um 0,2 auf 2,2 Liter pro Kopf. Gemüsesäfte enthalten weniger Zucker als Fruchtsäfte, ihnen werden positive gesundheitliche Effekte wie Blutdrucksenkung bei Roter Bete zugeschrieben. Dominik JägerEvotec rechnet mit Erlösen von 100 Millionen Euro durch Tubulis-ÜbernahmeDer Pharmawirkstoff-Entwickler Evotec erwartet durch die Übernahme des Münchener Krebsforschungsunternehmens Tubulis durch den US-Pharmariesen Gilead einen finanziellen Vorteil. Evotec werde bei Abschluss der Transaktion Voraberlöse von etwa 100 Millionen Euro erhalten, teilte das Hamburger Unternehmen am Dienstag mit. Zudem rechnet das Unternehmen mit zusätzlich bedingten Zahlungen von bis zu 58 Millionen US-Dollar, sofern bestimmte Meilensteine erreicht werden.Evotec ist im Mai 2022 als Investor bei Tubulis eingestiegen und hält 3,14 Prozent an der Münchener Biotechfirma. Tubulis entwickelt den Angaben zufolge derzeit zwei klinische Programme zur Behandlung solider Tumore. Die Übernahme von Tubulis durch Gilead soll voraussichtlich im zweiten Quartal abgeschlossen sein, hieß es weiter. Dominik JägerDieselpreis übersteigt im Schnitt 2,50 EuroDiesel hat erstmals im bundesweiten Durchschnitt mehr als 2,50 Euro gekostet. Direkt nach der mittäglichen Erhöhung ermittelte der ADAC für 12.15 Uhr einen Preis von 2,502 Euro pro Liter. Das waren 9 Cent mehr als noch eine halbe Stunde zuvor. Superbenzin der Sorte E10 verteuerte sich um 7,6 Cent auf 2,235 pro Liter. Sowohl die Anstiege als auch die Preise waren etwas höher als am Montag.Die Spritpreise eilen derzeit von Rekord zu Rekord. Im bundesweiten Tagesdurchschnitt des Montags hatte Diesel mit 2,443 Euro das sechste Allzeithoch in Folge aufgestellt. Superbenzin der günstigsten gängigen Sorte E10 kratzte mit 2,192 Euro am Allzeithoch für den Durchschnittspreis eines ganzen Tages. Zum Rekord aus dem März 2022 fehlten nur noch 1,1 Cent.Verglichen mit dem letzten Tag vor Einführung der 12-Uhr-Regel am 1. April, hat sich E10 im bundesweiten Tagesdurchschnitt um weitere 8,5 Cent pro Liter verteuert, Diesel um 12,7 Cent. Im Vergleich zum letzten Tag vor Kriegsausbruch ist es noch deutlich mehr: gut 41 Cent bei E10 und fast 70 Cent bei Diesel. Felix SchwarzChemieindustrie warnt vor Risiken durch Wahlausgang im OstenDie Chemieindustrie warnt mit Blick auf die Landtagswahlen in Ostdeutschland vor politischen Risiken für den Standort. Neben Sachsen-Anhalt wird im September auch in Mecklenburg-Vorpommern und Berlin gewählt. In Umfragen liegt die AfD sowohl in Sachsen-Anhalt als auch in Mecklenburg-Vorpommern derzeit vorn. „Was ich bei unseren Unternehmen sehe, ist schon eine gewisse Sorge über den Wahlausgang“, sagte die Hauptgeschäftsführerin der Nordostchemie-Verbände, Nora Schmidt-Kesseler.Einen Austausch mit der AfD gebe es derzeit nicht. Die Partei verfüge aus Sicht der Branche in einer „sehr, sehr schwierigen und anspruchsvollen wirtschaftlichen Lage“ nicht über ausreichende Erfahrung. Die Unternehmen stehen bereits unter Druck, durch hohe Energie- und Rohstoffkosten, eine schwache Nachfrage aus wichtigen Abnehmerbranchen sowie geopolitische Unsicherheiten. Das zeigt sich etwa an angekündigten Stilllegungen großer Anlagen wie beim US-Konzern Dow oder an Krisenfällen wie Domo in Leuna.Schmidt-Kesseler verweist auf die Bedeutung europäischer Zusammenarbeit für die Industrie. Die Wirtschaft sei darauf angewiesen, „dass man in Europa bestimmte Dinge richtig einhält“. Wie die Wahl ausgehe, sei offen. Schmidt-Kesseler rechnet damit, dass viele Wähler ihre Entscheidung kurzfristig treffen. Es werde eine „sehr, sehr herausfordernde Wahl“. Hanna MasaMusk soll Teilnahme an SpaceX-Börsengang an Kauf von KI-Chatbot anknüpfenElon Musk verlangt einem Medienbericht zufolge von Banken, die den geplanten Börsengang seines Raumfahrtunternehmens SpaceX begleiten wollen, den Kauf von Abonnements für seinen KI-Chatbot Grok. Dies berichtete die Zeitung „New York Times“ am Freitag unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen. Einige der Banken hätten bereits zugestimmt, jährlich zweistellige Millionenbeträge für den Chatbot auszugeben und hätten mit der Integration in ihre IT-Systeme begonnen, hieß es in dem Bericht weiter. Hanna MasaRaumfahrtfirma soll Börsenbewertung von mehr als zwei Billionen Dollar anstrebenDie US-Raumfahrtfirma SpaceX des Unternehmers Elon Musk strebt nach einem Medienbericht eine Börsenbewertung von mehr als zwei Billionen Dollar an. Mit dieser Größenordnung gingen die Emissionsbanken in die anstehenden Gespräche mit potentiellen Investoren. Das berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen. Eine offizielle Bestätigung dafür gab es nicht.Der angepeilte Emissionserlös aus der Aktienplatzierung belaufe sich auf rund 75 Milliarden Dollar (65 Milliarden Euro), hieß es. Damit würde nur ein geringer Teil des Aktienkapitals an die Börse gebracht werden. Es wäre aber der mit Abstand größte Börsengang in der Geschichte. Bisher hält der saudi-arabische Ölkonzern Aramco mit knapp 30 Milliarden Dollar den Rekord.Am Mittwoch hatten Bloomberg und das „Wall Street Journal“ berichtet, dass SpaceX einen Antrag für eine Aktienplatzierung bei der US-Börsenaufsicht SEC eingereicht hat. Auch dazu hatte sich das Unternehmen nicht offiziell geäußert. Als Termin für die Aktienplatzierung werde der Juni angepeilt. Derzeit sind lediglich Nvidia (4,3 Billionen), Apple (3,8), Alphabet (3,6), Microsoft (2,7) und Amazon (2,3) mehr als zwei Billionen Dollar wert. Nicolas KurzawaDIHK: Industrie sieht wachsende Chance in Rüstung Die deutsche Industrie orientiert sich nach Erkenntnissen der Deutschen Industrie- und Handelskammer (DIHK) zunehmend in Richtung Rüstungsproduktion. Nach einer Umfrage, die der „Wirtschaftswoche“ vorliegt, sieht fast ein Drittel der befragten Industrieunternehmen Chancen für das eigene Geschäftsmodell in der Sicherheits- und Verteidigungsindustrie.„Die Befragung spiegelt die guten Perspektiven in der Verteidigungsindustrie wider – als Folge der geopolitischen Konflikte“, sagte DIHK-Experte Rainer Kambeck dem Bericht zufolge. Die allgemeine Wirtschaftslage bleibe hingegen angespannt.Der Sonderauswertung der DIHK zufolge ist bereits jeder sechste Industriebetrieb in
Deutschland in die Wertschöpfungskette der Rüstungsindustrie eingebunden. Spitzenreiter sei der Fahrzeugbau, wo 36 Prozent der Unternehmen direkt oder indirekt in der Verteidigungswirtschaft aktiv seien.Allerdings produzierten lediglich 2,5 Prozent aller Industriebetriebe explizit militärische Güter, 6,9 Prozent fertigten Güter, die sowohl zivil als auch militärisch genutzt werden könnten. Weitere 7,6 Prozent sähen sich als Zulieferer. Mit Blick auf die Zukunft planten über die aktuell 17 Prozent hinaus weitere 12,3 Prozent der Industriebetriebe ein Engagement im Verteidigungssektor. Nicolas KurzawaUS-Zölle: Pharmabranche fürchtet um europäische Standorte Arzneimittelhersteller in
Deutschland und der Schweiz sehen in den neu angekündigten US-Zöllen auf Pharmaprodukte eine Bedrohung für europäische Produktionsstandorte. „Mittelfristig besteht die Gefahr, dass Teile der Produktion und Forschung in die USA abwandern“, wo regulatorische und finanzielle Anreize lockten, hieß es vom Verband Forschender Arzneimittelhersteller (VFA) in Berlin. Der Schweizer Verband Interpharma warnte vor negativen Auswirkungen auf Patientinnen und Patienten.Die US-Regierung will Pharmakonzerne mit einem Aufschlag von 100 Prozent dazu bewegen, sich in den USA anzusiedeln.
Deutschland und alle anderen EU-Staaten sowie die Schweiz, Japan und Südkorea sind jedoch wegen separater Abkommen davon ausgenommen. Für sie gelten Zollsätze von bis zu 15 Prozent.Dennoch bewerten die Pharmaverbände die angekündigten Maßnahmen als massiven Eingriff in den Medikamentenmarkt. Die Zölle „gefährden die globalen Produktions- und Lieferketten für Arzneimittel, behindern Forschung und Entwicklung und schaden letztlich Patientinnen und Patienten weltweit“, warnte Interpharma in Bern.„Mittelfristig besteht die Gefahr, dass Teile der Produktion und Forschung in die USA abwandern “Verband Forschender Arzneimittelhersteller (VFA)Einzelne Hersteller können Zölle vermeiden, indem sie verstärkt in den Vereinigten Staaten investieren und produzieren und indem sie dort ihre Preise senken. Unter anderem haben die Schweizer Branchenriesen Novartis und Roche im Dezember entsprechende Vereinbarungen mit der US-Regierung abgeschlossen. Wegen des Drucks aus den USA stehen nun auch Investitionen am deutschen Standort auf dem Prüfstand, wie VFA-Präsident Han Steutel sagte. Umso wichtiger sei es, auch in Europa einen bedeutenden Markt zu entwickeln. Der Branchenvertreter forderte niedrigere Ansiedlungskosten, schnellere Verfahren und Innovationsförderungen. „Ich würde mir wünschen, dass die Bundesregierung entschieden die Belange des Wirtschaftsstandorts
Deutschland in den Blick nimmt“, sagte er. Nicolas KurzawaOhne Whiskey kein Whiskey-LabelEin Start-up bot alkoholfreie Alternativen zu klassischen Spirituosen an. Beworben wurden sie mit anspielungsreichen Slogans: „This is not Whiskey“. Die Spirituosenindustrie ging dagegen vor. Und bekam recht:Nicolas KurzawaBMW-Absatz auf US-Markt geht zurückDer Autohersteller BMW hat auf dem wichtigen US-Markt im ersten Quartal weniger Autos verkauft. Der Absatz der Stammmarke BMW sank im Jahresvergleich um 3,9 Prozent auf 84.231 Autos, wie das Unternehmen am Donnerstag in Woodcliff Lake (New Jersey) mitteilte. Bei der Kleinwagenmarke Mini gab es ein Minus von 10,2 Prozent auf 6.261 Pkw. Die Ergebnisse hätten die Trends am Markt widergespiegelt, sagte US-Chef Sebastian Mackensen laut Mitteilung. Gemessen daran habe sich BMW im Vergleich mit dem Gesamtmarkt gut geschlagen.Vor allem Elektroautos und Mischantriebe gerieten bei BMW unter Druck. Die Verkäufe von elektrifizierten Autos – also Batteriebetriebene (BEV) und Plug-in-Hybride (PHEV) sackten um die Hälfte auf weniger als 10.000 Fahrzeuge ab. Auf dem US-Markt haben Elektroautos derzeit einen schweren Stand. US-Präsident Donald Trump hatte Subventionen für elektrische Antriebe gestrichen und Abgasregeln geändert. Das ließ die Nachfrage einbrechen.Die stark in den USA vertretenen Autoriesen Stellantis , Ford und General Motors steuerten daraufhin in ihrer Elektroautostrategie um und wurden von milliardenschweren Abschreibungen belastet.Nicolas KurzawaDGB fordert Flexibilität bei Homeoffice-Regelungen für BeschäftigteMit Blick auf die hohen Spritpreise hat der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) die Unternehmen aufgerufen, bei Homeoffice-Regelungen flexibel zu sein. „Jeder gesparte Tropfen Sprit hilft: Auch die Arbeitgeber müssen ihren Teil dazu beitragen“, sagte DGB-Vorstandsmitglied Stefan Körzell den Zeitungen des Redaktionsnetzwerks
Deutschland (RND). „Sie sollten Beschäftigten die Wahl geben, ob sie im Büro oder im Homeoffice arbeiten. Das kann Pendelstrecken einsparen und die Geldbeutel schonen.“Körzell erklärte zugleich, dass nicht alle Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer von zuhause arbeiten könnten. „Wenn die Krise anhält, muss über weitere Entlastungen für Beschäftigte gesprochen werden“, sagte der Gewerkschafter und brachte ein Mobilitätsgeld oder eine Energiepreispauschale ins Spiel. „Eine Übergewinnsteuer muss verhindern, dass Konzerne in der Krise Kasse machen“, fügte er hinzu.Nicolas KurzawaStimmung in Chemiebranche bricht ein – Stellenabbau drohtMit dem Irankrieg hat sich das Geschäftsklima in der Chemieindustrie deutlich verschlechtert. Der Branchenindikator des Münchner Ifo-Instituts fiel im März auf minus 25,0 Punkte, nach minus 16,7 Punkten im Februar. Die Unternehmen beurteilten ihre aktuelle Geschäftslage erheblich schlechter, auch die Erwartungen trübten sich deutlich ein. „Die Folgen der Kriegshandlungen im Nahen Osten treffen die ohnehin angeschlagene Chemiebranche mit voller Wucht“, sagte Ifo-Branchenexpertin Anna Wolf.Die Chemieindustrie litt schon vor dem Irankrieg unter Auftragsmangel, der sich im März weiter verschärfte. Hinzu kommen nun die stark gestiegenen Kosten für Rohöl, Rohstoffe und Energie. Die Chemiebranche verbraucht viel Öl und Gas, zugleich spielen die Rohstoffe eine zentrale Rolle als Ausgangsstoffe etwa für Kunststoffe, Dünger, Medikamente, Lösungsmittel und Kosmetika.Um den Kostendruck aufzufangen, planen die Unternehmen mit deutlich höheren Preisen, schreibt das Ifo-Institut. Zugleich seien die Beschäftigungserwartungen mit minus 32,1 Punkten auf ein historisches Tief gesunken. „Die Unternehmen können die schwierigen Rahmenbedingungen kaum beeinflussen; ihnen bleibt daher nur der Abbau von Arbeitsplätzen als Handlungsspielraum“, sagt Wolf.Mehr ladenTickarooLive Blog Software