Ein schwebendes Nutella-Glas, eine Stimme aus dem Jenseits und Tränen im Weltraum:
Artemis 2 ist die viralste Mondmission der Geschichte. Die besten Szenen.
Christina Koch,
Jeremy Hansen,
Reid Wiseman und
Victor Glover: Astronauten gehen viral Dieser Artikel gehört zum Angebot von SPIEGEL+. Sie können ihn auch ohne Abonnement lesen, weil er Ihnen geschenkt wurde. Automatisch erstellt mit KI. Mehr Informationen dazu hier. Die vier Astronauten der Artemis-2-Mission haben ihr Ziel erreicht: Nie waren Menschen weiter von der Erde entfernt. Sie knackten den Rekord von rund 400.171 Kilometern aus dem Jahr 1970. Nun sind sie auf dem Weg nach Hause. Ihre Kapsel »Orion« habe den Punkt passiert, an dem die Schwerkraft der Erde wieder stärker auf das Raumschiff wirke als die des Mondes, teilt die US-Raumfahrtbehörde
NASA mit. Neben dem Rekord und wissenschaftlichen Tests ist den Astronauten und der
NASA – teilweise absichtlich, teilweise unbewusst – noch etwas gelungen: die wahrscheinlich viralste Mondmission der Geschichte. Einige Artemis-Momente wurden in den sozialen Medien massenhaft geteilt, gefeiert und sogar beweint. Die schönsten Szenen:Amaze! Amaze! Amaze!Vor der Mondmission mussten die vier Astronauten mit ihren Familien in Quarantäne. Der beste Zeitvertreib: Filme schauen. Und welchen Film schauen Astronauten? Na klar,
Christina Koch,
Victor Glover,
Reid Wiseman und
Jeremy Hansen sahen sich gemeinsam »Der Astronaut – Project Hail Mary« an. Hollywoodstar
Ryan Gosling spielt darin einen aufdringlich gut gelaunten Weltraumreisenden, der von einer Wissenschaftlerin, gespielt von
Sandra Hüller, losgeschickt wird. Die
NASA konnte es sich nicht nehmen lassen, darauf Bezug zu nehmen. »Wir haben gerade festgestellt, dass wir die Erde am Fenster vier und den Mond am Fenster drei sehen, und das vermittelt den besten Eindruck von den Größenverhältnissen, den wir bisher hatten«, gab Astronaut Wiseman zur Erde durch. »Der Mond ist etwa drei- bis viermal so groß wie die Erde, und er ist fast voll, während die Erde dort draußen nur eine kleine Sichel ist. Es ist großartig – ich habe ein Foto davon mit dem Weitwinkelobjektiv gemacht. Was für ein majestätischer Anblick hier draußen.« Und die Missionskontrolle antwortete mit einem Zitat aus »Project Hail Mary«: »Amaze! Amaze! Amaze!« An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt von X.com, der den Artikel ergänzt und von der Redaktion empfohlen wird. Sie können Ihre Zustimmung jederzeit wieder zurücknehmen. Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. VollmondfreudeStaunen. Dieses eine Wort fasst wahrscheinlich ganz gut zusammen, was die Astronauten dort oben tun. Natürlich arbeiten sie in ihrer »Orion«-Kapsel, führen wissenschaftliche Experimente durch, aber den Blick für die Schönheit des Mondes bewahren sie sich – und teilen ihn mit der Erde. Dafür gibt es nun einen neuen Begriff: »Full
Moon Joy«, übersetzt etwa »Vollmondfreude«.Das geflügelte Wort entspringt aus der Kommunikation zwischen »Orion« und Erde. Astronaut Wiseman zählte per Funk mehrere bekannte Mondkrater auf, die er nun mit eigenen Augen aus der Nähe sah. »Ich sehe gerade Tycho, im Norden sind Berge. Man sieht Copernicus, Reiner Gamma. Es ist einfach alles dreidimensional und absolut unglaublich. Das ist unglaublich«, sagte Wiseman. Und das Team auf der Erde antwortete: »Copy,
Moon joy.« Übersetzt, etwa: Verstanden, Mondfreude«. Mitglieder der Artemis-2-Mission denken laut »Nature« schon darüber nach, ob sie sich nicht Shirts mit dem Spruch bedrucken lassen. Mond-Foto der »Artemis«-Crew: Blick für die Schönheit Das fliegende Nutella-GlasDas große Ziel dieser Artemis-Mission war die Mondumrundung und dabei Menschen so weit ins Weltall zu schicken wie nie zuvor. Kurzzeitig waren aber nicht die Astronauten Koch, Glover, Wiseman und Hansen die Stars – sondern ein Glas Nutella. Denn unmittelbar vor dem historischen Moment schwebte das Glas schwerelos durch die Raumkapsel. Die Nusscreme hatte sich offensichtlich aus einem Fach gelöst, drehte sich vor Abermillionen Zuschauern des Livestreams um die eigene Achse, flog dann von den Betrachtern fort und wurde schließlich eingefangen.Vier Minuten später erreichten die vier Astronauten der
Artemis 2 die größte Entfernung von der Erde, die Menschen je gelungen ist. Und die
NASA stellte klar: »Das war keine Produktplatzierung.« An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt von X.com, der den Artikel ergänzt und von der Redaktion empfohlen wird. Sie können Ihre Zustimmung jederzeit wieder zurücknehmen. Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. »Willkommen in meiner alten Nachbarschaft«Das Bodenteam weckt die Astronauten morgens mit besonderen Nachrichten. An einem Morgen kam diese Nachricht aus dem Jenseits. Jim Lovell, der 1968 zur Besatzung des ersten bemannten Raumflugs zum Mond gehört hatte, meldete sich aus dem Off. »Hallo
Artemis 2! Hier spricht der Apollo-Astronaut Jim Lovell«, sagt er in der Botschaft. »Willkommen in meiner alten Nachbarschaft.« Lovell ist am 7. August 2025 gestorben, die Nachricht hatte der 97-Jährige kurz vor seinem Tod aufgenommen.»Als Frank Borman, Bill Andrews und ich mit Apollo 8 den Mond umkreisten, ermöglichten wir der Menschheit den ersten genauen Blick auf den Mond und boten einen Anblick unseres Heimatplaneten, der Menschen auf der ganzen Welt inspirierte und vereinte«, sagt Lovell in der Aufnahme: »Es ist ein historischer Tag, und ich weiß, wie beschäftigt ihr sein werdet, aber vergesst nicht, die Aussicht zu genießen.« An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt von X.com, der den Artikel ergänzt und von der Redaktion empfohlen wird. Sie können Ihre Zustimmung jederzeit wieder zurücknehmen. Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Tränen im WeltraumWissenschaftlerinnen und Ingenieure müssen eine Mondmission kühl durchrechnen, ein Rädchen muss ins andere greifen, alles perfekt funktionieren. Trotzdem schaffen es die
NASA und ihre Astronauten, der Schönheit und den Gefühlen im Weltraum Raum zu verschaffen. Einen dieser Momente teilte
Jeremy Hansen an Bord von »Orion«: Die Crew habe beschlossen, einem bislang unbenannten Krater auf dem Mond einen Namen zu geben.»Wir möchten ihn Carroll nennen«, sagte Hansen. Seine Stimme brach. Carroll, so hieß die Frau von Astronaut
Reid Wiseman. Vor sechs Jahren war sie im Alter von 44 Jahren an Krebs gestorben. »Vor einigen Jahren haben wir diese Reise begonnen; in unserer eng verbundenen Astronautenfamilie haben wir einen geliebten Menschen verloren«, sagte Hansen zur Missionskontrolle in Houston. Carrolls Krater liege nun »an einer wirklich tollen Stelle auf dem Mond«, an einem hellen Ort, der auch von der Erde aus zu sehen sei. Sein Kollege Wiseman wischte sich durch die Augen und umarmte seine Kollegen. An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt von Instagram, der den Artikel ergänzt und von der Redaktion empfohlen wird. Sie können Ihre Zustimmung jederzeit wieder zurücknehmen. Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. WeltraumweckerIm Weltraum werden
Christina Koch,
Victor Glover,
Reid Wiseman und
Jeremy Hansen nicht von einem stinklangweiligen piependen Wecker aus dem Schlaf gerissen, sondern von sehr erdigen Klängen. Die
NASA wählt jeden Morgen einen neuen Aufstehsong aus, der dann in der Kapsel zu hören ist. Die Playlist bislang:Tag 1: »Sleepyhead« von Young & SickTag 2: »Green Light« von John Legend (feat. André 3000)Tag 3: »In a Daydream« von der Freddy Jones BandTag 4: »Pink Pony Club« von Chappell RoanTag 5: »Working Class Heroes (Work)« von CeeLo GreenTag 6: »Good Morning« von Mandisa und TobyMacTag 7: »Tokyo Drifting« von Denzel Curry und Glass AnimalsPapa ist der CoolsteKlar, der eigene Papa ist der Coolste (auch wenn man das nicht immer zugeben möchte). Aber Maya Glover ist gerade ganz besonders stolz auf ihren Vater:
Victor Glover ist nämlich der Pilot der Mondmission. Maya Glover postete nun ein Video bei TikTok, zu dem sie schrieb: »Wenn dein Vater
Artemis 2 erfolgreich auf halbem Weg zum Mond steuert …« Unter das Video schrieb sie: »Supra astra, ad lunam«, das ist Latein für »Über den Sternen, zum Mond«. Bald kann sie ihren Vater wieder in die Arme schließen. An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt von TikTok, der den Artikel ergänzt und von der Redaktion empfohlen wird. Sie können Ihre Zustimmung jederzeit wieder zurücknehmen. Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden.