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WED · 2026-04-08 · 15:14 GMTBRIEF NSR-2026-0408-58875
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NSR-2026-0408-58875News Report·DE·Economic Impact

„Wir werden die Folgen viele Monate spüren – wenn nicht Jahre“, warnt der Chef der Energieagentur

Fatih Birol, Chef der Internationalen Energieagentur (IEA), begrüßt die Waffenruhe im Nahen Osten und die Wiederaufnahme des Handels durch die Straße von Hormus. Er warnt jedoch, dass die energiepolitischen Folgen des Konflikts noch lange spürbar sein werden, möglicherweise Monate oder sogar Jahre.

Die WeltFiled 2026-04-08 · 15:14 GMTLean · Center-RightRead · 2 min
„Wir werden die Folgen viele Monate spüren – wenn nicht Jahre“, warnt der Chef der Energieagentur
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Fatih Birol, Chef der Internationalen Energieagentur (IEA), begrüßt die Waffenruhe im Nahen Osten und die Wiederaufnahme des Handels durch die Straße von Hormus. Er warnt jedoch, dass die energiepolitischen Folgen des Konflikts noch lange spürbar sein werden, möglicherweise Monate oder sogar Jahre. Die Wiederinbetriebnahme stillgelegter Anlagen und die langen Transportwege der Tanker verzögern die Normalisierung. Besonders Europa könnte ab Mitte Mai Probleme mit der Versorgung von Diesel und Kerosin bekommen, wenn die Straße von Hormus nicht vollständig geöffnet ist. Birol spricht sich gegen eine generelle Deckelung des Benzinpreises aus und empfiehlt stattdessen gezielte finanzielle Unterstützung für einkommensschwache Bevölkerungsgruppen.

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It will take time to safely restart the shut down facilities.

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The reopening of trade through the Strait of Hormuz is the most important way to reduce pressure on energy supply and prices.

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We will feel the consequences for many months, if not years.

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Europe can get through April without major problems, but a few weeks later it will be much more difficult, especially with diesel and kerosene.

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If the situation remains tense, there will be measures such as a speed limit on German autobahns.

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PfadnavigationHomePolitikAuslandHandel durch Straße von Hormus„Wir werden die Folgen viele Monate spüren – wenn nicht Jahre“, warnt der Chef der EnergieagenturStand: 17:14 UhrLesedauer: 2 MinutenUS-Präsident Donald Trump hat im Iran-Krieg eine abrupte Kehrtwende vollzogen – nachdem er zuvor mit drastischen Warnungen für Aufsehen gesorgt hatte.Die für die Weltwirtschaft kritische Straße von Hormus ist wieder geöffnet – vorerst. Für den IEA-Chefökonom Birol eine „erfreuliche Nachricht“, wenngleich die Folgen womöglich noch Jahre spürbar sein werden. Gerade Europa drohe eine Energiekrise.Der Chef der Internationalen Energieagentur (IEA), Fatih Birol, bezeichnet die Ankündigung einer zweiwöchigen Waffenruhe im Konflikt im Nahen Osten als „eine sehr erfreuliche Nachricht“. Im Interview mit der „SZ“ sagte er, die Wiederaufnahme des Handels durch die Straße von Hormus sei der wichtigste Weg, den Druck auf Energieversorgung und -preise sowie auf die Weltwirtschaft zu verringern. Er rechne allerdings nicht damit, „dass sich die energiepolitischen Folgen schnell lösen lassen“. Birol prognostiziert: „Es wird Zeit brauchen, die stillgelegten Anlagen sicher wieder in Betrieb zu nehmen. Auch die Tanker, die die Golfregion verlassen, benötigen Zeit, um ihre Zielmärkte zu erreichen. Für Südasien dauert dies nur wenige Tage, für weiter entfernte Märkte in Asien und Europa jedoch mehrere Wochen.“ Sollte die Straße von Hormus nicht vollständig geöffnet sein, „kann Europa im April noch ohne große Probleme durchkommen. Aber ein paar Wochen danach wird es viel schwieriger, vor allem bei Diesel und Kerosin“. Er rechnet damit, dass es in dem Fall ab Mitte Mai zu Einschränkungen etwa im Flugverkehr komme. Lesen Sie auch„Ich hoffe, dass die Straße von Hormus bis Ende April wieder vollständig geöffnet ist. Je länger sie geschlossen bleibt, desto schmerzhafter wird es, und desto schwieriger wird die Rückkehr zum Vorkriegszustand. Viele Energieinfrastrukturen sind beschädigt – das braucht Zeit.“ Auf die Energieversorgung bezogen, rechnet Birol damit: „Wir werden die Folgen viele Monate spüren, wenn nicht Jahre.“Birol spricht sich gegen eine Deckelung des Benzinpreises aus: „Für mich ist der beste Weg, die verletzlichen Gruppen der Bevölkerung finanziell zu unterstützen – nicht alle. Wenn man die Preise drückt, kaufen reiche und arme Menschen das gleiche Benzin, den gleichen Strom. Aber wenn man gezielt die unteren Einkommen unterstützt, ist das zielgerichtet. Und es sollte temporär sein.“Lesen Sie auchSollte die Energiekrise länger andauern, rechnet Birol auch in Deutschland mit einem Tempolimit auf Autobahnen. „Ich weiß, in Deutschland sind Autos wie eine Art Gott, aber wir müssen realistisch sein, wenn die Lage so angespannt bleibt, werden Maßnahmen kommen.“ Als „historischen Fehler“ bezeichnet er den Atomausstieg in Deutschland: „Es war schlecht für die Wirtschaft, schlecht für die Emissionen, schlecht für die Souveränität. Hätte die Regierung die Kernkraftwerke nicht abgeschaltet, wäre Deutschlands Verwundbarkeit heute geringer.“doli
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