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THU · 2026-04-09 · 18:15 GMTBRIEF NSR-2026-0409-60833
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Bürgerkrieg unter Schimpansen: Forschende dokumentieren jahrelangen Konflikt in Uganda

Forschende dokumentierten im Kibale-Nationalpark in Uganda einen jahrelangen Bürgerkrieg unter Schimpansen. Die ursprünglich verbundene Gruppe spaltete sich in eine westliche und eine zentrale Gruppe, woraufhin Patrouillen und Kämpfe begannen.

DER SPIEGELDer SpiegelFiled 2026-04-09 · 18:15 GMTLean · Center-LeftRead · 2 min
Bürgerkrieg unter Schimpansen: Forschende dokumentieren jahrelangen Konflikt in Uganda
Der SpiegelFIG 01
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Forschende dokumentierten im Kibale-Nationalpark in Uganda einen jahrelangen Bürgerkrieg unter Schimpansen. Die ursprünglich verbundene Gruppe spaltete sich in eine westliche und eine zentrale Gruppe, woraufhin Patrouillen und Kämpfe begannen. Die kleinere westliche Gruppe griff die zentrale Gruppe an, tötete sieben Männchen und später 17 Jungtiere innerhalb von vier Jahren. Als möglicher Grund wird die Größe der ursprünglichen Gemeinschaft von 200 Tieren vermutet, welche die Fähigkeit zur Aufrechterhaltung von Beziehungen überdehnt haben könnte. Der Tod eines Männchens mit Kontakten zur anderen Gruppe beschleunigte möglicherweise die Eskalation. Die Forschenden betonen die Bedeutung persönlicher Verbindungen und sehen Parallelen zu sozialen Prozessen, die sowohl Menschen als auch Schimpansen prägen.

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Within four years, 17 young chimpanzees died in attacks.

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In seven cases, the attacked male chimpanzee was killed.

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The western group consisted of 10 males and 22 females, the central group of 30 males and 39 females.

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Researchers documented a years-long conflict between chimpanzee groups in Uganda's Kibale National Park.

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The size of the chimpanzee group may have overextended their ability to maintain relationships.

quotethe Forschenden (researchers)
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Danach polarisierten sich die Gruppen weiter: Die Männchen der westlichen Gruppe starteten Patrouillengänge, woraufhin auch das andere Lager auf Patrouille ging. Erste Kämpfe folgten. Die Schimpansen teilten sich auf getrennte Gebiete auf, vermehrten sich nur noch innerhalb ihres Lagers.Junge Tiere als AngriffszielDrei Jahre später war die Spaltung besiegelt: Die westliche Gruppe bestand nun aus zehn Männchen und 22 Weibchen ab zwölf Jahren, die zentrale Gruppe aus 30 Männchen und 39 Weibchen. Dann eskalierte die Gewalt, wobei alle beobachteten Angriffe von der kleineren Gruppe ausgingen. In sieben Fällen wurde das angegriffene Männchen getötet. Später wurden auch junge Schimpansen zum Ziel der Angriffe, innerhalb von vier Jahren starben 17 Jungtiere. Die Entwicklung erinnert an einen Bericht der Primatenforscherin Jane Goodall aus den Siebzigerjahren aus Tansania: Dort hatten Schimpansen nach der Spaltung eines Verbands im Laufe von vier Jahren ein Weibchen und alle vier Männchen der konkurrierenden Gruppe getötet. Allerdings galt der Fall als Ausnahme: Die Affen waren teilweise mit Bananen gefüttert worden, was an der Futterstelle zu aggressiven Verteilungskämpfen führte.Folgenreicher TodEin Grund für den Gewaltausbruch im Kibale-Nationalpark könnte die Größe der Schimpansengruppe sein. Möglicherweise sei in der Gemeinschaft von rund 200 Tieren deren Fähigkeit überdehnt worden, Beziehungen aufrechtzuerhalten, vermuten die Forschenden. Das Team hebt hervor, wie wichtig persönliche Verbindungen zwischen den Lagern seien: Anfang 2017 starben zahlreiche Schimpansen in einer Epidemie. Eines der Männchen gehörte in der westlichen Gruppe zu den letzten Tieren, die noch Kontakte zur anderen Gruppe unterhielten. Sein Tod könnte die Eskalation beschleunigt haben, heißt es. Lassen sich die Erkenntnisse auf Menschen übertragen? Schließlich ist der Schimpanse unser engster lebender Verwandter.Gängige Theorien zu Ursachen von Kriegen bei Menschen heben auf Sprache, Religion, ethnische oder politische Zugehörigkeit ab. Wenn man sich auf solche kulturelle Faktoren konzentriere, übersehe man soziale Prozesse, die sowohl Menschen als auch Schimpansen prägen würden, schreiben die Forschenden. »Möglicherweise finden sich Gelegenheiten für Frieden in den kleinen, täglichen Handlungen von Versöhnung und Begegnung zwischen Individuen«, sagt Sandel.
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