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FRI · 2026-04-10 · 06:58 GMTBRIEF NSR-2026-0410-61449
News/Energiepreise sorgen für massiven Inflationsschub
NSR-2026-0410-61449News Report·DE·Economic Impact

Energiepreise sorgen für massiven Inflationsschub

In Deutschland treiben hohe Energiepreise die Inflation massiv an, insbesondere Heizöl und Kraftstoffe, trotz einer neuen Regelung zur Begrenzung täglicher Preiserhöhungen an Tankstellen. Obwohl Gas- und Strompreise für Neukunden gestiegen sind, liegen sie noch unter den Vorjahreswerten.

DER SPIEGELDer SpiegelFiled 2026-04-10 · 06:58 GMTLean · Center-LeftRead · 2 min
Energiepreise sorgen für massiven Inflationsschub
Der SpiegelFIG 01
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In Deutschland treiben hohe Energiepreise die Inflation massiv an, insbesondere Heizöl und Kraftstoffe, trotz einer neuen Regelung zur Begrenzung täglicher Preiserhöhungen an Tankstellen. Obwohl Gas- und Strompreise für Neukunden gestiegen sind, liegen sie noch unter den Vorjahreswerten. Eine Waffenruhe im Nahen Osten weckt Hoffnungen auf eine Entspannung, aber die Unsicherheit bleibt bestehen. Verbraucherpreise stiegen im März insgesamt um 1,1 Prozent, wobei Lebensmittel und Dienstleistungen ebenfalls teurer wurden. Die Inflation belastet die Bevölkerung, wobei viele Schwierigkeiten haben, ihre Lebenshaltungskosten zu decken.

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Restaurant visits were 3.2 percent more expensive compared to the same month last year.

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A YouGov survey found that 12.8 percent of adults struggle to afford daily living costs.

statisticYouGov
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Fuel prices increased by 20.0 percent year-on-year.

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Light heating oil prices increased by 44.4 percent year-on-year.

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Fuel prices are significantly higher, with liter prices above two euros at German gas stations.

factual
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Full report

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An der Spitze lagen die jahresbezogenen Preissteigerungen für leichtes Heizöl (+44,4 Prozent) und Kraftstoffe (+20,0 Prozent). Literpreise von mehr als zwei Euro sind seit Wochen die Regel an Deutschlands Tankstellen. Daran hat bisher auch die seit dem 1. April geltende 12-Uhr-Regel nichts geändert, die Tankstellen Preiserhöhungen nur noch einmal am Tag, um 12 Uhr mittags, erlaubt. Auch Gas und Strom haben sich für Neukunden zuletzt deutlich verteuert, blieben aber noch unter den hohen Vorjahreswerten. Waffenruhe weckt vage HoffnungenHoffnung, dass die höheren Energiekosten nicht in dem Maße wie befürchtet auf andere Preise hierzulande durchschlagen werden, macht die kurz nach Ostern verkündete Einigung zwischen den USA und Iran auf eine zweiwöchige Waffenruhe.In diesem Zuge hatte Iran auch ein Ende der Blockade der für den weltweiten Öl- und Gashandel wichtigen Meerenge Straße von Hormus angekündigt. Öl verbilligte sich in der Folge an den Weltmärkten deutlich. Solange der Konflikt im Nahen Osten nicht endgültig gelöst ist, bleibt jedoch Unsicherheit. Volkswirte hatten im März für April einen weiteren Anstieg der Verbraucherpreise in Deutschland vorhergesagt. Mit Beginn der Reisesaison könnten sich etwa Flugtickets und Pauschalreisen verteuern.Ökonomen hatten davor gewarnt, dass sich im Falle eines längeren Krieges der Energiepreisschock in der Breite der Wirtschaft niederschlagen dürfte: Steigende Produktions- und Transportkosten könnten unter anderem die Preise für Lebensmittel, Restaurantbesuche und Dienstleistungen steigen lassen.Im März schwächte sich der Preisauftrieb bei Lebensmitteln etwas ab. Nach Angaben des Bundesamtes mussten Verbraucherinnen und Verbraucher für Nahrungsmittel durchschnittlich 0,9 Prozent mehr zahlen als ein Jahr zuvor. Merklich teurer als vor einem Jahr waren aber zum Beispiel Schokolade (+9,6 Prozent) oder Eier (+14,8 Prozent). Dienstleistungen wie Restaurantbesuche, die in den vergangenen Monaten die größten Preistreiber waren, verteuerten sich im Vergleich zum Vorjahresmonat erneut um 3,2 Prozent. Von Februar auf März des laufenden Jahres stiegen die Verbraucherpreise insgesamt um 1,1 Prozent.Je höher die Inflationsrate, umso weniger können sich die Menschen für einen Euro leisten. In einer YouGov-Umfrage im Auftrag der Postbank gab im März jeder Achte (12,8 Prozent) der 2028 befragten Erwachsenen an, kaum noch die laufenden Kosten für das tägliche Leben aufbringen zu können. In Haushalten mit einem Nettoeinkommen unter 2500 Euro sagt dies sogar fast jeder vierte Befragte (23,5 Prozent). Die Sorge vor einer neuen Preiswelle ist groß.
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