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FRI · 2026-04-10 · 09:34 GMTBRIEF NSR-2026-0410-61671
News/Literaturkritik im TV: Heidenreich forde/Denis Scheck: ARD verteidigt ihn gegen Vorwurf der Frauenfei…
NSR-2026-0410-61671News Report·DE·Conflict

Denis Scheck: ARD verteidigt ihn gegen Vorwurf der Frauenfeindlichkeit von Ildikó von Kürthy und Elke Heidenreich

Der Literaturkritiker Denis Scheck sieht sich mit Vorwürfen der Frauenfeindlichkeit konfrontiert, nachdem er Bücher von Autorinnen wie Sophie Passmann und Ildikó von Kürthy in seiner ARD-Sendung "Top Ten" negativ bewertet hatte. Passmann warf Scheck Sexismus vor, da er Bücher von Frauen über "weibliche Lebensthemen" herablassend behandle.

DER SPIEGELDer SpiegelFiled 2026-04-10 · 09:34 GMTLean · Center-LeftRead · 2 min
Denis Scheck: ARD verteidigt ihn gegen Vorwurf der Frauenfeindlichkeit von Ildikó von Kürthy und Elke Heidenreich
Der SpiegelFIG 01
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Der Literaturkritiker Denis Scheck sieht sich mit Vorwürfen der Frauenfeindlichkeit konfrontiert, nachdem er Bücher von Autorinnen wie Sophie Passmann und Ildikó von Kürthy in seiner ARD-Sendung "Top Ten" negativ bewertet hatte. Passmann warf Scheck Sexismus vor, da er Bücher von Frauen über "weibliche Lebensthemen" herablassend behandle. Auch Elke Heidenreich kritisierte Schecks Besprechungsstil und die Finanzierung durch die ARD. Die ARD verteidigte Scheck, indem sie betonte, dass das Geschlecht der Autoren keine Rolle spiele und dass in der fraglichen Sendung mehr Autorinnen gelobt als kritisiert wurden. Scheck selbst wies die Vorwürfe zurück und erklärte, seine Kritik beziehe sich auf die Werke, nicht auf die Autoren.

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Scheck defends his reviews as evaluations of the works, not the authors.

quoteDenis Scheck
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Von Kürthy reacted to Scheck's negative review of her book.

quoteIldikó von Kürthy
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Heidenreich criticizes ARD for funding Scheck's review style.

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Passmann accused Scheck of sexism in his review of her book.

quotePassmann
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ARD states that gender plays no role in literary evaluations.

factualARD
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Passmann äußerte sich auf Instagram zu dem Verriss ihres Buches in der Sendung und warf Scheck Sexismus vor. »Dieser Verriss hat mich sehr beschäftigt, weil der sehr böse war, aber vor allem sehr sexistisch.« Die 32-Jährige sagte weiter, dass Scheck Bücher von Frauen, »die von weiblichen Lebensthemen« handelten, grundsätzlich mit Arroganz und Herablassung behandele.Die Bestsellerautorin Elke Heidenreich stellt Schecks Besprechungsstil in einem aktuellen Beitrag für die »Zeit« ebenfalls infrage und kritisiert dabei auch die ARD: »Um Mitternacht vom Teleprompter abgelesene Bosheiten bewirken gar nichts. Im Guten nicht, im Schlechten nicht; dass die ARD so was seit Jahren finanziert, ist so sinn- wie stillos. Kulturauftrag sieht anders aus.«Wenige Tage zuvor hatte sich bereits die Autorin Ildikó von Kürthy, ebenfalls in einem Beitrag für die »Zeit«, zu Wort gemeldet und direkt auf den Verriss ihres Buches reagiert. »Viele meiner Leserinnen haben mir geraten, diese bemüht bösartige Kritik zu ignorieren. Aber, ganz ehrlich? Das habe ich lange genug getan. Und jetzt bin ich endlich alt genug, um so eine Respektlosigkeit, so eine Verachtung der lesenden und schreibenden Frauen nicht mehr kommentarlos hinzunehmen«, schrieb die 58-Jährige.Die von Scheck knapp vorgetragenen Besprechungen sind Teil der Rubrik »Top Ten«. Diese ist ein fester Bestandteil der Sendung. Scheck bespricht dabei in wenigen Minuten die derzeit zehn meistverkauften Bücher der SPIEGEL-Bestsellerliste. Wenn er ein negatives Urteil über ein Buch fällt, wirft er es auf eine Rollenrutschbahn, die zu einer Müllkiste führt. So auch die beiden Bücher der Autorinnen Passmann und von Kürthy. Auf dpa-Nachfrage sagte der 61-Jährige, er bemühe sich seit 23 Jahren bei der Besprechung der Bestsellerlisten »auf engstem Raum um eine ebenso pointierte wie nachvollziehbare Bewertung höchst unterschiedlicher Texte.« Schecks Besprechungen gelten, so der Literaturkritiker, »den Werken, nicht ihren Urhebern oder Lesern. In der Liste der März-Sendung habe ich vier Bücher von Frauen teilweise enthusiastisch gelobt, drei negativ besprochen.«Die ARD teilte weiter mit, dass das Geschlecht der Autorinnen und Autoren in der literarischen Beurteilung keine Rolle spiele. »Rückblickend stellt die Redaktion fest, dass der Moderator bei der Liste der behandelten Bücher mehr Autorinnen gelobt als kritisiert hat. Die ARD steht für Gleichberechtigung und eine vielfältige Darstellung von Perspektiven im Programm.«
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