NEWSAR
Multi-perspective news intelligence
SRCFAZ
LANGDE
LEANCenter-Right
WORDS553
ENT8
SAT · 2026-04-11 · 10:11 GMTBRIEF NSR-2026-0411-63245
News/Literaturkritik im TV: Heidenreich forde/Literaturkritik im TV: Heidenreich fordert Schecks Rauswurf …
NSR-2026-0411-63245News Report·DE·Conflict

Literaturkritik im TV: Heidenreich fordert Schecks Rauswurf bei der ARD

Die Autorin Elke Heidenreich fordert den Rauswurf des Literaturkritikers Denis Scheck aus der ARD-Sendung "druckfrisch". Sie wirft ihm "Verächtlichmachung von Literatur" und mangelnde Qualifikation vor, unabhängig von Geschlecht des Autors.

Michael HanfeldFAZFiled 2026-04-11 · 10:11 GMTLean · Center-RightRead · 3 min
Literaturkritik im TV: Heidenreich fordert Schecks Rauswurf bei der ARD
FAZFIG 01
Reading time
3min
Word count
553words
Sources cited
4cited
Entities identified
8entities
Quality score
100%
§ 01

Briefing Summary

AI-generated
NEWSAR · AI

Die Autorin Elke Heidenreich fordert den Rauswurf des Literaturkritikers Denis Scheck aus der ARD-Sendung "druckfrisch". Sie wirft ihm "Verächtlichmachung von Literatur" und mangelnde Qualifikation vor, unabhängig von Geschlecht des Autors. Heidenreichs Kritik folgt auf die Verteidigung Schecks durch die ARD gegen Vorwürfe der Frauenfeindlichkeit im Zusammenhang mit seiner Kritik an Ildikó von Kürthys Buch. Scheck und die ARD weisen die Vorwürfe zurück und betonen, dass seine Kritik sich auf die Werke selbst beziehe und nicht auf die Autoren oder Leser. Die ARD betont zudem, dass in "druckfrisch" kein Platz für Frauenfeindlichkeit sei. Scheck verteidigt seine Arbeit als pointierte und nachvollziehbare Bewertung unterschiedlicher Texte.

Confidence 0.90Sources 4Claims 5Entities 8
§ 02

Article analysis

Model · rule-based
Framing
Conflict
Political Strategy
Tone
Mixed Tone
AI-assessed
CalmNeutralAlarmist
Factuality
0.60 / 1.00
Mixed
LowHigh
Sources cited
4
Well sourced
FewMany
§ 03

Key claims

5 extracted
01

Scheck lobte in der März-Sendung vier Bücher von Frauen und kritisierte drei.

factualScheck
Confidence
1.00
02

Scheck sagt, seine Kritiken gälten den Werken, nicht den Urhebern oder Lesern.

quoteScheck
Confidence
1.00
03

Die ARD verteidigt Scheck gegen den Vorwurf der Frauenfeindlichkeit.

factualARD
Confidence
1.00
04

Heidenreich kritisiert Schecks 'Verächtlichmachung von Literatur'.

quoteHeidenreich
Confidence
1.00
05

Elke Heidenreich fordert den Rauswurf von Denis Scheck bei der ARD.

factualArticle Headline
Confidence
1.00
§ 04

Full report

3 min read · 553 words
Die Autorin Elke Heidenreich legt mit ihren Vorwürfen gegen den Literaturkritiker Denis Scheck und die ARD-Sendung „druckfrisch“ nach. „Damit muss Schluss sein“, sagt sie.Im Schlagabtausch um die Literaturkritik von Denis Scheck in der ARD legt die Autorin Elke Heidenreich noch einmal nach. Nachdem die ARD Scheck gegen den Vorwurf verteidigt hatte, er gebärde sich frauenfeindlich und habe die Autorin Ildikó von Kürthy, deren neues Buch „Alt genug“ er in die Müllkiste beförderte, herabgewürdigt, geht Heidenreich, die Kürthy zur Seite sprang und Scheck in der „Zeit“ heftig kritisierte, in die zweite Runde.„Verächtlichmachung von Literatur“„Die Reaktion der ARD greift zu kurz“, sagte Heidenreich dem Boulevardportal „Express.de“. „Leider“ habe auch ihr Text in der „Zeit“ aus Platzgründen sehr gekürzt werden müssen: „Es ging mir nicht nur um die Scheck’sche Frauenverachtung, die ist bekannt. Es geht um die ganze Verächtlichmachung von Literatur, die diesem Mann, der noch nie ein kluges Buch, noch nicht einen einzigen Essay, nichts, was ihn qualifizieren würde, geschrieben hat, nicht gefällt. Bestseller sind meistverkaufte Bücher. Es sind Menschen, die diese Bücher kaufen, brauchen, lesen, lieben. Das alles donnert ein Mann, der nicht mal Hochdeutsch sprechen kann, verächtlich in die Tonne, ob von Männern oder Frauen geschrieben. Seine Kriterien sind fragwürdig, er ist aufgebläht, eitel und durch nichts qualifiziert.“„Damit“, so zitiert Express.de Heidenreich, „muss Schluss sein. Wir brauchen Bücher und Leser, nicht solche kleinen Miesmacher. Wie schon mal durchgesagt: ‚Der kleine Denis möchte endlich aus dem Kritikerparadies abgeholt werden.‘“„Bei ‚druckfrisch‘ gibt es keinen Raum für Frauenfeindlichkeit“Scheck und die ARD hatten sich gegen den Vorwurf, Literatur, und insbesondere die von Autorinnen, mieszumachen, verteidigt. „In der Sendung ,druckfrisch‘ gibt es keinen Raum für Frauenfeindlichkeit. Der Redaktion ist der große Verdienst von Frauen für die Literatur sehr bewusst“, teilte die ARD der Deutschen Presse-Agentur auf Anfrage mit.Er bemühe sich seit 23 Jahren bei der Besprechung der Bestsellerlisten „auf engstem Raum um eine ebenso pointierte wie nachvollziehbare Bewertung höchst unterschiedlicher Texte“, sagte Scheck im Gespräch mit der dpa. Seine Kritiken gälten „den Werken, nicht ihren Urhebern oder Lesern. In der Liste der März-Sendung“ habe er „vier Bücher von Frauen teilweise enthusiastisch gelobt, drei negativ besprochen.“ Die ARD äußerte sich ähnlich: „Rückblickend stellt die Redaktion fest, dass der Moderator bei der Liste der behandelten Bücher mehr Autorinnen gelobt als kritisiert hat“. Die ARD stehe „für Gleichberechtigung und eine vielfältige Darstellung von Perspektiven im Programm“.Nicht gut weggekommen waren bei ihm die Neuerscheinungen von Sophie Passmann und Ildikó von Kürthy. Passmanns Buch qualifizierte Scheck als „Wasserstandsmeldungen aus den Seichtgebieten eines trüben Bewusstseins“ ab. Kürthy schrieb er „Nachrichten aus der Schnatterzone einer Damentoilette auf einer Hochzeit“ zu.Gegen die Kritik setzte sich zuerst Ildikó von Kürthy in der „Zeit“ zur Wehr („Jetzt bin ich endlich alt genug, um so eine Respektlosigkeit, so eine Verachtung der lesenden und schreibenden Frauen nicht mehr kommentarlos hinzunehmen“); ihr folgte Elke Heidenreich, Sophie Passmann äußerte sich auf Instagram und warf Scheck ebenfalls Sexismus vor.Der Vorgang erinnert der Mechanik nach an die gescheiterte Verpflichtung des Journalisten Thilo Mischke als Moderator des ARD-Kulturmagazins „ttt“. Zunächst hatte der Senderverbund ihn kurz vor Weihnachten 2024 als neuen Moderator vorgestellt. Nach einer von einigen Autorinnen losgetretenen Kampagne und Sexismus-Debatte, die auf eine Jahre zurückliegende Äußerung und auf einen noch länger zurückliegenden autofiktionalen Roman („In 80 Frauen um die Welt“, 2010) von Mischke rekurrierte, knickte die ARD ein und verzichtete darauf, den Journalisten anzuheuern.
§ 05

Entities

8 identified
§ 06

Keywords & salience

9 terms
literaturkritik
1.00
denis scheck
0.90
elke heidenreich
0.90
ard
0.80
druckfrisch
0.70
verächtlichmachung von literatur
0.60
frauenfeindlichkeit
0.60
bestseller
0.50
literarische bewertung
0.40
§ 07

Topic connections

Interactive graph
No topic relationship data available yet. This graph will appear once topic relationships have been computed.