Afrika-bambaataa" class="entity-link entity-person" data-entity-id="106377" data-entity-type="person">
Afrika Bambaataa ist im Alter von 68 Jahren an Krebs gestorben. Der „Godfather of Hip Hop" geriet zuletzt wegen Missbrauchsvorwürfen in die Schlagzeilen.Der Musiker
Afrika-bambaataa" class="entity-link entity-person" data-entity-id="106377" data-entity-type="person">
Afrika Bambaataa, einer der wichtigsten Mitbegründer der Hip-Hop-Kultur, ist im Alter von 68 Jahren gestorben. Wie amerikanische Medien berichten, starb
Lance Taylor, wie der Rapper und DJ mit bürgerlichem Namen hieß, an den Folgen einer Krebserkrankung.
Afrika-bambaataa" class="entity-link entity-person" data-entity-id="106377" data-entity-type="person">
Afrika Bambaataa wurde 1957 in der
Bronx geboren, als Sohn jamaikanischer und barbadischer Einwanderer. Der New Yorker Stadtbezirk galt bis in die Neunzigerjahre vielen als städtischer Slum. Insbesondere sein südlicher Abschnitt war geprägt von Straßenkriminalität und den Folgen des Drogenhandels. So geriet auch Taylor, der als kleiner Junge Science-Fiction liebte und von fremden Welten träumte, in den Sog der Bandengewalt und schloss sich der Straßengang „
Black Spades“ an.
Afrika-bambaataa" class="entity-link entity-person" data-entity-id="106377" data-entity-type="person">
Afrika Bambaataa hinterlässt ein „komplexes Vermächtnis“Doch anstatt im Sumpf der Gewalt zu versinken, versuchte Taylor der Aussichtslosigkeit, die viele junge und durch Rassismus benachteiligte Afroamerikaner in der
Bronx hoffnungslos stimmte, etwas entgegenzusetzen: Anfang der Siebzigerjahre gründete er die Aktivistengruppe „
Universal Zulu Nation“, die kurz darauf ihre ersten Blockpartys veranstaltete. Diese Straßenfeiern bildeten ein wichtiges Fundament für die Entstehung der „Culture“. Hier trafen sich die Künstler und Tänzer der vier Elemente, die später die Grunddisziplinen des Hip-Hops werden sollten: DJing, Breakdance, Rap und Graffiti. Anstoß für den Sinneswandel war neben der Liebe zur Musik wohl auch eine Reise nach
Afrika in den Siebzigern, die ihn mit der Geschichte des Kontinents in Berührung brachte. Zu sehen, wie schwarze Menschen ihr Schicksal selbst in die Hand nahmen, habe ihn inspiriert, sagte
Afrika-bambaataa" class="entity-link entity-person" data-entity-id="106377" data-entity-type="person">
Afrika Bambaataa – dessen Name an den Häuptling eines Zulu-Stammes angelehnt ist – später in einem Interview.Ab Anfang der Achtzigerjahre hatte
Afrika-bambaataa" class="entity-link entity-person" data-entity-id="106377" data-entity-type="person">
Afrika Bambaataa auch kommerzielle Erfolge mit seiner Musik. Als er in einer Plattenkiste wühlte, stieß er auf die deutsche Elektro-Popband
Kraftwerk. Diese Typen kamen ihm zwar ein wenig „seltsam“ vor, aber den Sound der Düsseldorfer fand er „ganz schön funky“. Von den Elektrosounds inspiriert, landete er mit „Planet Rock“ (1982) einen Welterfolg. Der „Godfather of Hip-Hop“ wurde zwar vor allem mit Rap in Verbindung gebracht, prägte als DJ mit seinem Pioniergeist aber auch andere Genres wie Electro Funk und House. Er arbeitete mit Musikgrößen wie Johnny Rotten von den Sex Pistols und Soullegende James Brown zusammen.In einer Stellungnahme nahm auch die „Hip-Hop Alliance“ um Rap-Pionier Kurtis Blow Abschied von
Afrika-bambaataa" class="entity-link entity-person" data-entity-id="106377" data-entity-type="person">
Afrika Bambaataa. Man würdigte den Musiker als „einen der maßgeblichen Architekten der Hip-Hop-Kultur“, wies aber auch auf sein „komplexes Vermächtnis“ hin. Damit gemeint sind Missbrauchsvorwürfe gegen den Musiker. 2016 beschuldigten mehrere Männer
Lance Taylor sexueller Übergriffe. Im Jahr 2021 wurde er wegen sexuellen Missbrauchs und Sexhandels mit Minderjährigen angeklagt. Sein Opfer soll ein zwölf Jahre alter Junge gewesen sein. Den Zivilprozess verlor Taylor 2025, nachdem er nicht vor Gericht erschienen war.