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FRI · 2026-04-10 · 14:16 GMTBRIEF NSR-2026-0410-62261
News/Armut sieht anders aus
NSR-2026-0410-62261Opinion·DE·Economic Impact

Armut sieht anders aus

Der Artikel "Armut sieht anders aus" in der WELT AM SONNTAG kommentiert die Reaktion der Deutschen auf steigende Spritpreise. Der Autor kritisiert, dass nach jedem Preisanstieg sofort nach staatlicher Hilfe gerufen wird.

Jacques SchusterDie WeltFiled 2026-04-10 · 14:16 GMTLean · Center-RightRead · 2 min
Armut sieht anders aus
Die WeltFIG 01
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Der Artikel "Armut sieht anders aus" in der WELT AM SONNTAG kommentiert die Reaktion der Deutschen auf steigende Spritpreise. Der Autor kritisiert, dass nach jedem Preisanstieg sofort nach staatlicher Hilfe gerufen wird. Er argumentiert, dass die Verantwortung für die hohen Preise im Nahen Osten liegt und nicht bei der deutschen Politik. Statt direkter finanzieller Unterstützung schlägt er temporäre Maßnahmen wie eine Geschwindigkeitsbegrenzung oder eine Erhöhung der Pendlerpauschale vor. Der Autor stellt die Behauptung von Armut in Frage, da die Deutschen im vergangenen Jahr 90 Milliarden Euro für Urlaubsreisen ausgegeben haben.

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Article analysis

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Die Schuld an hohen Spritpreisen wird bei deutschen Politikern gesucht, dabei sitzt der Verantwortliche im Nahen Osten.

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Die Corona-Jahre haben die pubertären Wesenszüge der Deutschen verstärkt.

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Die Deutschen gaben im vergangenen Jahr rund 90 Milliarden Euro für ihren Urlaub aus.

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Der Ölpreis sinkt, sobald der Krieg vorüber ist.

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PfadnavigationHomeDebatteArtikeltyp:MeinungSpritpreiseArmut sieht anders ausStand: 16:16 UhrLesedauer: 2 MinutenJacques Schuster, Chefredakteur WELT AM SONNTAGQuelle: Marlene Gawrisch/WELTWie üblich wird auch nach dem jüngsten Preisanstieg nach Geld gerufen. Aber aus welchem Grund muss die Bundesregierung den Deutschen in sämtlichen außenpolitischen Krisen finanziell unter die Arme greifen?Die Corona-Jahre haben die pubertären Wesenszüge der Deutschen verstärkt, einerseits ewig über Vater Staat und sein vermeintliches oder tatsächliches Versagen zu meckern, andererseits sofort die Hand aufzuhalten, wenn Geld verteilt wird. Wo es ausbleibt, weil der Staat es nicht mehr so dicke hat, wird es empört gefordert und „Staatsversagen“ geschrien, wenn die Hilfe ausbleibt.Man kann es dieser Tage bei der Diskussion über die hohen Spritpreise erleben. Die Schuld wird sofort bei den deutschen Politikern gesucht, dabei sitzt der Verantwortliche im Nahen Osten. Der Regierung wird jählings unterstellt, unfähig zu sein, weil sie das Problem nicht in den Griff bekommt, obgleich es in keinem anderen europäischen Land überzeugend gelungen ist, die Benzinpreise dauerhaft niedrig zu halten.Wie üblich wird nach Geld gerufen, ohne sich zu fragen: Aus welchem Grund muss die Bundesregierung den Deutschen in sämtlichen außenpolitischen Krisen finanziell unter die Arme greifen? Der Ölpreis sinkt, sobald der Krieg vorüber ist.Lesen Sie auchBis dahin kann über eine Geschwindigkeitsbegrenzung nachgedacht werden, vielleicht auch über eine zeitweilige Erhöhung der Pendlerpauschale. Sie würde im nächsten Jahr diejenigen besser stellen, die viel mit ihrem Wagen unterwegs sein müssen, aber eben nicht die, die auf Fahrten verzichten könnten.Wie kann er es wagen, diejenigen zu übergehen, die nur wenig Lohn bekommen, wird sich nun mancher Leser fragen. Eine Antwort darauf lautet: Die Deutschen gaben im vergangenen Jahr rund 90 Milliarden Euro für ihren Urlaub aus. Armut sieht anders aus.
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