Weitere Gespräche zwischen
Iran und USA für Samstagabend geplant +++
Iran droht mit Angriff auf US-Kriegsschiff +++ Seit Beginn der Feuerpause: Erste Tanker durchfahren Straße von Hormus +++ alle Entwicklungen im LiveblogMedien: Große Differenzen bei
Iran-Verhandlungen – weitere Zusammenkunft noch am SamstagabendIranische Medien berichten über große Differenzen bei den Verhandlungen zwischen
Iran und den USA in Pakistan. Die staatlichen Nachrichtenagenturen Tasnim und Fars sprachen von „überzogenen Forderungen“ der US-Seite. Auch die „
Financial Times“ berichtet, die Verhandlungen seien bei der Frage der Straße von Hormus in eine Sackgasse geraten.Der Fortschritt der Verhandlungen sei aus iranischer Sicht behindert worden, so die iranischen Nachrichtenagenturen.Tasnim zufolge besteht die iranische Delegation auf der „Wahrung der militärischen Errungenschaften“, eine mögliche Anspielung auf das Raketenprogramm der Islamischen Republik. Den größten Streit soll es beiden Berichten zufolge jedoch bei Fragen rund um die Straße von Hormus geben.Das iranische Staatsfernsehen berichtet zudem, dass es eine dritte Zusammenkunft zu den Verhandlungen zwischen
Iran und USA noch am Samstagabend geben werde.Simon HüsgenNetanjahu: Wollen „echtes Friedensabkommen“ mit Libanon
Israel strebt nach den Worten des Ministerpräsidenten
Benjamin Netanjahu ein „echtes Friedensabkommen“ mit Libanon an. Dieses solle „über Generationen halten“, sagte er in einer Videobotschaft mit Blick auf anstehende Verhandlungen in Washington am Dienstag. Ein solcher Ausgang der Gespräche gilt allerdings als ungewiss. Netanjahu bekräftigte gleichzeitig,
Israel kämpfe weiter gegen die libanesische Hizbullah-Miliz, bis die Sicherheit der Ortschaften im Norden Israels gewährleistet sei. Seit Wiederaufflammen des Konflikts Anfang März habe
Israel mehrere Hundert Hizbullah-Kämpfer getötet.„Als Ergebnis der Stärke, die wir demonstriert haben, hat sich Libanon innerhalb des vergangenen Monats mehrmals an uns gewandt“, sagte Netanjahu. Anliegen sei dabei gewesen, „direkte Friedensgespräche aufzunehmen“. Er habe dies gebilligt, unter zwei Bedingungen: Die Entwaffnung der Hizbullah und die Vereinbarung eines echten Friedensabkommens, das Bestand haben werde. Auch weitere Länder innerhalb und außerhalb der Region hätten sich an
Israel gewandt, „weil sie unsere Stärke sehen“. Die libanesische Regierung und
Israel werden kommende Woche zum ersten Mal seit Jahrzehnten direkte Gespräche auf politischer Ebene führen. Die libanesische Botschafterin in den USA, Nada Hamadeh Moawad, und der israelische Botschafter in Washington, Jechiel Leiter, sollen diese am Dienstag aufnehmen. Franca WittenbrinkIran droht mit Angriff wegen US-KriegsschiffIrans Marine hat mit Beginn der Friedensverhandlungen ein US-Kriegsschiff vor einer Durchquerung der Straße von Hormus gewarnt. Die Streitkräfte der Islamischen Republik
Iran beobachteten den US-Zerstörer genau, hieß es in einem Bericht der Nachrichtenagentur Tasnim. Sollte das Schiff seinen Kurs fortsetzen, drohe ein Angriff.Irans Delegation, die in Islamabad mit den USA Friedensgespräche aufgenommen hat, legte beim Vermittler Pakistan Beschwerde ein und forderte, dass der US-Zerstörer die Meerenge wieder verlasse. „Wenn die Bewegung des Schiffs fortgesetzt wird, wird es innerhalb von 30 Minuten angegriffen“, ließ der
Iran Tasnim zufolge den USA mitteilten. Das US-Regionalkommando für den Nahen Osten (Centcom) erklärte am Abend, einen Marineeinsatz zur Räumung von Seeminen begonnen zu haben. Zwei Zerstörer hätten dazu die Straße von Hormus passiert und im Arabischen Golf operiert, hieß es in einer Mitteilung von Centcom auf X. Die iranischen Revolutionsgarden hatten vor wenigen Tagen einen Bereich der Meerenge als Gefahrenzone deklariert und vor Minen in den Schifffahrtsrouten gewarnt. Franca WittenbrinkNeue Raketenangriffe aus Libanon auf
Israel Bei neuen Angriffen aus Libanon ist nach Angaben von Rettungskräften ein Haus in Nordisrael getroffen worden. Es gab jedoch zunächst keine Angaben zu Verletzten, wie der Rettungsdienst Magen David Adom am frühen Abend (Ortszeit) mitteilte. Nach israelischen Medienberichten feuerte die libanesische Hizbullah-Miliz rund zehn Raketen auf den Norden Israels. Bei zusätzlichen Drohnenangriffen sei ein Haus in dem Grenzort Schlomi beschädigt worden. Andere Geschosse seien von der Raketenabwehr abgefangen worden. Die Hizbullah teilte derweil mit, sie habe israelische Truppen im Süden Libanons mit einer Rakete angegriffen. Von Israels Armee hieß es, sie habe binnen 24 Stunden mehr als 200 Hizbullah-Ziele im Libanon beschossen. Franca WittenbrinkProtest in Libanon gegen Gespräche mit
Israel Hunderte Anhänger der von
Iran gelenkten Hizbullah haben in Beirut gegen die Entscheidung der Regierung protestiert, Verhandlungen mit
Israel aufzunehmen. Ein Fotograf der Deutschen Presse-Agentur vor Ort berichtete von starken Sicherheitsvorkehrungen. Protestierende riefen „Nieder mit Nawaf“ mit Bezug auf den aktuellen Ministerpräsidenten Nawaf Salam. Andere riefen „Gott segne Nasrallah“ und meinten damit den von
Israel getöteten Hizbullah-Chef Hassan Nasrallah. Viele schwenkten die iranische Fahne oder Hizbullah-Flaggen. Ein Mann rief: „Sie werden uns nicht dazu bringen, uns zu ergeben.“ Franca WittenbrinkBericht:
Israel hat 18.000 Bomben über
Iran abgeworfen Die israelische Luftwaffe hat nach Militärangaben binnen gut fünf Wochen des Kriegs rund 18.000 Bomben über
Iran abgeworfen. Ein israelischer Armeesprecher bestätigte Zahlen der „Times of
Israel“ zum Kriegsverlauf. Genauere Informationen zu Art und Größe der Bomben gab es zunächst nicht. Demnach gab es mehr als 1.000 Angriffswellen Israels.
Iran feuerte den Angaben zufolge rund 650 ballistische Raketen auf
Israel ab. Nach Angaben des Militärs trug mehr als die Hälfte dieser Raketen Streubomben-Sprengköpfe, die zahlreiche kleinere Sprengkörper ungezielt über große Gebiete verteilen. Bei den Angriffen seien in
Israel 20 Zivilisten getötet worden, darüber hinaus vier Palästinenser im Westjordanland. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums wurden in
Israel mehr als 7.000 Menschen verletzt. Franca WittenbrinkErste Tanker durchfahren Straße von HormusErstmals seit der Feuerpause zwischen den USA und
Iran passieren Schifffahrtsdaten zufolge wieder drei Supertanker die Straße von Hormus. LSEG-Daten zufolge umfahren die unter liberianischer Flagge fahrende „Serifos“ sowie die chinesischen Schiffe „Cospearl Lake“ und „He Rong Hai“ dabei die iranische Insel Larak. Die Durchfahrt erfolgt parallel zu den beginnenden Friedensgesprächen in Pakistan. Die Blockade der Meerenge durch die Regierung in Teheran seit Beginn des
Iran-Kriegs Ende Februar stört die weltweite Energieversorgung und treibt die Ölpreise in die Höhe. Franca WittenbrinkIran: Verhandlungen mit den USA auch auf Expertenebene Die Friedensverhandlungen zwischen den USA und
Iran werden nach Angaben aus Teheran in Kürze auch auf Expertenebene geführt. Irans Mitglieder der Fachausschüsse nähmen am Verhandlungsort ihre Arbeit auf, berichteten der staatliche iranische Rundfunk und die Nachrichtenagentur Tasnim. Franca WittenbrinkTrump: Beginnen mit Räumung der Straße von Hormus Das US-Militär startet nach Angaben von Präsident Donald Trump die Öffnung der Straße von Hormus. „Wir beginnen jetzt mit dem Prozess der Räumung der Straße von Hormus“, schreibt er in sozialen Medien. Was er damit genau meint, bleibt zunächst offen. Weiter erklärt das amerikanische Staatsoberhaupt, alle iranischen Minenleger seien versenkt worden.
Iran hat die Meerenge während des Krieges mit den USA geschlossen. Franca WittenbrinkTrump: Zahlreiche leere Öltanker nehmen Kurs auf die USAUS-Präsident Donald Trump zufolge nehmen derzeit zahlreiche leere Öltanker Kurs auf die USA, um dort Öl und Gas zu tanken. „Eine riesige Anzahl völlig leerer Öltanker, darunter einige der größten der Welt, ist genau jetzt auf dem Weg in die USA, um das beste und 'süßeste' Öl und Gas der Welt zu laden“, schreibt Trump auf der Plattform Truth Social. Die USA verfügten über mehr Öl als die beiden nächstgrößten Öl-Nationen zusammen und böten zudem eine höhere Qualität. Die Äußerungen fallen in eine Zeit, in der hochrangige Vertreter der USA und des
Iran in Islamabad über pakistanische Vermittler indirekte Gespräche zur Beendigung ihres sechswöchigen Krieges führen. Eine entscheidende Frage dabei ist die Öffnung der Straße von Hormus für Öltransporte. Franca WittenbrinkMacron und saudischer Kronprinz beraten über WaffenruheDer französische Präsident Emmanuel Macron berät nach eigenen Angaben mit dem saudischen Kronprinzen Mohammed bin Salman über die Gespräche in Islamabad. Beide seien sich einig, in engem Kontakt zu bleiben, teilt Macron auf X mit. Er bekräftigt seine Unterstützung für die Feuerpause, die unverzüglich auf Libanon ausgeweitet werden müsse. Zudem müsse die freie und sichere Schifffahrt in der Straße von Hormus so schnell wie möglich wiederhergestellt werden. Franca WittenbrinkWeitere Tote in LibanonIn Libanon sind nach Behördenangaben abermals mehrere Menschen durch israelische Angriffe getötet worden. Bei verschiedenen Angriffen in der Gegend um Nabatija im Süden des Landes seien zehn Menschen getötet worden, teilte das Gesundheitsministerium in Beirut mit.Unter den Opfern waren demnach abermals auch Sanitäter. Auch ein Mitarbeiter des Zivilschutzes sei getötet worden. Das israelische Militär äußerte sich zunächst nicht. Es hatte der von
Iran gelenkten Hizbullah-Miliz zuletzt vorgeworfen, Krankenwagen als Schutz vor Angriffen zu nutzen. Sara WagenerUSA: Keine Zustimmung zur Freigabe eingefrorener iranischer VermögenEin Vertreter der US-Regierung hat am Samstag Berichte dementiert, wonach die USA der Freigabe eingefrorener iranischer Vermögen zugestimmt hätten. Zuvor hatte ein ranghoher iranischer Insider dies der Nachrichtenagentur Reuters gesagt. Die Freigabe der Mittel sei an die Gewährleistung einer sicheren Durchfahrt durch die Straße von Hormus geknüpft, sagte der Insider. Die Meerenge ist von großer Bedeutung für den Transport von Öl und Gas der Golfstaaten an Abnehmer weltweit.Ein zweiter iranischer Insider bezifferte die Summe der in Qatar gehaltenen Gelder der Islamischen Republik auf sechs Milliarden Dollar. Die Mittel stammen aus iranischen Ölverkäufen an Südkorea.
Iran hat neben der Freigabe der eingefrorenen Mittel eine weitere Voraussetzung für die Aufnahme der Gespräche in Islamabad gestellt. Demnach muss Libanon in die derzeitige Feuerpause mit einbezogen werden. Auch am Samstag hielten dort Kämpfe zwischen der israelischen Armee und der mit
Iran verbündeten Hizbullah-Miliz an. Sara WagenerVance, Witkoff und Kuschner treffen pakistanischen MinisterpräsidentenUS-Vizepräsident J.D. Vance ist in der pakistanischen Hauptstadt Islamabad mit Ministerpräsident Shehbaz Sharif zusammengetroffen. Sharif habe die Hoffnung geäußert, dass die anstehenden Gespräche mit
Iran als Sprungbrett für einen dauerhaften Frieden in der Region dienen, teilt das Büro des Ministerpräsidenten mit. An dem Treffen nahmen dem US-Präsidialamt zufolge auch der Sondergesandte Steve Witkoff und der Schwiegersohn von US-Präsident Donald Trump, Jared Kushner, teil.Mehr ladenTickarooLive Blog Software