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SUN · 2026-04-12 · 19:47 GMTBRIEF NSR-2026-0412-64876
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Ungarn: Magyar steuert auf Sieg zu - Orban räumt Niederlage ein

Bei der Wahl in Ungarn deutet sich ein Regierungswechsel an, nachdem die Tisza-Partei des Oppositionsführers Peter Magyar nach Auszählung von über 65% der Stimmen deutlich vor der Fidesz-Partei von Ministerpräsident Viktor Orban liegt. Orban räumte seine Niederlage ein und gratulierte Magyar zum Sieg.

tagesschau.deTagesschau (ARD)Filed 2026-04-12 · 19:47 GMTLean · CenterRead · 2 min
Ungarn: Magyar steuert auf Sieg zu - Orban räumt Niederlage ein
Tagesschau (ARD)FIG 01
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Bei der Wahl in Ungarn deutet sich ein Regierungswechsel an, nachdem die Tisza-Partei des Oppositionsführers Peter Magyar nach Auszählung von über 65% der Stimmen deutlich vor der Fidesz-Partei von Ministerpräsident Viktor Orban liegt. Orban räumte seine Niederlage ein und gratulierte Magyar zum Sieg. Die Tisza-Partei könnte mit voraussichtlich 137 von 199 Sitzen im Parlament sogar eine Zweidrittelmehrheit erreichen, die für weitreichende Reformen notwendig wäre. Die Wahlbeteiligung war mit 77,8% eine halbe Stunde vor Schließung der Wahllokale außergewöhnlich hoch. Magyar hat angekündigt, einen pro-westlichen Kurs zu verfolgen und Ungarn zu einem verlässlichen NATO- und EU-Partner zu machen, im Gegensatz zu Orbans bisherigem Kurs der Konfrontation mit der EU und guten Beziehungen zu Russland.

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Political Strategy
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CalmNeutralAlarmist
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Limited
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Key claims

5 extracted
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Peter Magyar stated that Viktor Orban called to congratulate him on the victory.

quotePeter Magyar
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Viktor Orban described the election result as 'painful'.

quoteViktor Orban
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The Tisza party currently holds 137 seats in the 199-seat parliament.

statisticWahlkommission
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Viktor Orban conceded defeat in the election.

factualArticle
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The Tisza party of Peter Magyar is leading the Fidesz party of Viktor Orban after 65% of the votes are counted.

factualArticle
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Full report

2 min read · 331 words
eilmeldung Stand: 12.04.2026 • 21:47 Uhr Bei der Wahl in Ungarn zeichnet sich eine Niederlage der regierenden Fidesz-Partei ab. Nach Auszählung von mehr als 65 Prozent der Stimmen liegt die Partei des Oppositionsführers Magyar deutlich vorn. Orban gestand bereits seine Niederlage ein. In Ungarn zeichnet sich ein Regierungswechsel ab: Nach Auszählung von mehr als 65 Prozent der Stimmen liegt die Tisza-Partei des Oppositionsführers Peter Magyar deutlich vor der Fidesz-Partei von Ministerpräsident Viktor Orban. Wie die Wahlkommission mitteilte, liegt die pro-europäische Tisza derzeit bei 137 Mandaten im 199 Sitzen umfassenden Parlament. Sollten sich die Zahlen bestätigen, hätte sie damit auch knapp eine Zweidrittelmehrheit sicher, die bei 133 Mandaten liegt. Nur mit einer Zweidrittelmehrheit könnte Magyar weitreichende Reformen durchsetzen. Denn viele Gesetze lassen sich nicht mit einfacher Mehrheit ändern. Das gilt etwa für das Wahlrecht, Regeln zur Staatsbürgerschaft, für Kernaspekte des Rentensystems, der Steuergesetzgebung und die Wahl des Präsidenten. Anhänger der Opposition freuen sich, dass die Ära Orban zu Ende geht. Ungarns Ministerpräsident Viktor Orban gestand die Niederlage seiner Partei bereits ein. Es sei ein "schmerzhaftes" Wahlergebnis, erklärte Orban, dessen Amtszeit nach 16 Jahren endet. "Uns ist nicht die Verantwortung und die Chance zum Regieren anvertraut worden. Ich habe der siegreichen Partei gratuliert", sagte er weiter. Sein Herausforderer Magyar schrieb auf Facebook: "Ministerpräsident Viktor Orban hat mich gerade angerufen, um uns zu unserem Sieg zu gratulieren." Die Abstimmung galt als wichtigste Wählerentscheidung seit der demokratischen Wende 1989/90. Der Sonntag war durch eine Rekord-Wahlbeteiligung gekennzeichnet. Eine halbe Stunde vor Schließung der Wahllokale hatten 77,8 Prozent der Berechtigten ihre Stimme abgegeben, wie die Wahlkommission in Budapest mitteilte. Vier Jahre zuvor hatte die Beteiligung zur selben Zeit bei 67,8 Prozent gelegen. Während sich Orban seit Jahren auf Konfrontationskurs zur EU befindet und trotz des Ukraine-Krieges gute Kontakte zum russischen Präsidenten Wladimir Putin unterhält, hat Magyar angekündigt, einen pro-westlichen Kurs zu verfolgen und Ungarn zu einem verlässlichen NATO- und EU-Partner zu machen. Muss seinen Posten wohl bald räumen: Ungarns Ministerpräsident Orban tritt am Abend vor seine Anhänger.
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