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MON · 2026-04-13 · 05:52 GMTBRIEF NSR-2026-0413-65315
News/Kriminalität: Kameras bekämpfen nur die /Orban in Ungarn abgewählt: Budapest feiert Wahlsieger Magyar
NSR-2026-0413-65315News Report·DE·Political Strategy

Orban in Ungarn abgewählt: Budapest feiert Wahlsieger Magyar

Bei den Wahlen in Ungarn hat die Tisza-Partei unter Führung von Peter Magyar eine Zweidrittelmehrheit im Parlament errungen und damit Ministerpräsident Viktor Orban geschlagen. Anhänger der Tisza feierten den Wahlsieg am Donauufer in Budapest, während die Stimmung bei Orbans Fidesz-Partei gedrückt war.

Leon Wohlleben, ARD-Studio WienTagesschau (ARD)Filed 2026-04-13 · 05:52 GMTLean · CenterRead · 2 min
Orban in Ungarn abgewählt: Budapest feiert Wahlsieger Magyar
Tagesschau (ARD)FIG 01
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Bei den Wahlen in Ungarn hat die Tisza-Partei unter Führung von Peter Magyar eine Zweidrittelmehrheit im Parlament errungen und damit Ministerpräsident Viktor Orban geschlagen. Anhänger der Tisza feierten den Wahlsieg am Donauufer in Budapest, während die Stimmung bei Orbans Fidesz-Partei gedrückt war. Orban erkannte seine Niederlage an und gratulierte der siegreichen Partei. Die Tisza-Partei erhielt 138 von 199 Parlamentssitzen, Fidesz 55 und die rechtsextreme Partei "Unsere Heimat" sechs. Die Zweidrittelmehrheit ermöglicht es der Tisza, politische Reformen durchzuführen und Blockaden durch Fidesz-loyale Personen im Haushaltsausschuss aufzuheben.

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Oppositionsführer Magyar feierte seine Zweidrittelmehrheit am Donauufer zu Frank Sinatras "My Way" - Orban-Anhänger zeigten sich enttäuscht. Budapest erlebte einen historischen Wahlabend. Auch die größten Tisza-Fans trauten erst im Laufe des Abends so richtig ihren Augen, als die Zwischenstände bei der Ungarn-Wahl immer mehr für einen Sieg ihrer Partei sprachen. Um kurz nach 21 Uhr zeigten die Bildschirme bei der Wahlparty am Donauufer das erste Mal an: Die Tisza erreicht die Zweidrittelmehrheit im Parlament. Einer der Feiernden war der gebürtige Ungar Atilla, der mittlerweile in Österreich lebt. Er war für den Wahlsonntag nach Budapest gereist, um dort seine Stimme abzugeben. Außerdem wollte er die Tisza-Wahlparty von Spitzenkandidat Peter Magyar - dem Herausforderer von Ministerpräsident Viktor Orban - ganz nah an der Bühne verfolgen. Denn Magyar beeindrucke ihn durch seinen Charakter und seine Ausdauer: "Er hat in den letzten zwei Jahren eine Tour gemacht und sechs Dörfer oder Städte pro Tag besucht", sagte Attila über Magyar. Bis dann das Ergebnis sich abzeichnete, war die Zweidrittelmehrheit von Tisza im Parlament für Atilla Wunschdenken. Aber diese Mehrheit ist entscheidend. Mit ihr kann Magyar erst politisch gestalten. Denn Orban hat selbst in den vergangenen Jahren eine Zweidrittelmehrheit im Parlament genutzt, um das politische System auf sich auszurichten - zum Beispiel durch den Haushaltsausschuss. Dort sitzen Fidesz-loyale Personen, die die Haushaltsvorschläge von Tisza blockieren könnten. Erst mit einer Zweidrittelmehrheit könnte die Tisza selbst die Verfassung ändern und solche Blockaden aufheben. Am Budapester Donauufer feierten die Anhänger der Tisza-Partei den Wahlsieg. Während die Menschen bei Tisza am Donauufer jubelten, war die Stimmung bei der Fidesz-Veranstaltung genau das Gegenteil. Es waren nur wenige Anhänger erschienen, und auch die Politiker zeigten sich kaum. Die Anspannung war spürbar, und niemand wirkte selbstbewusst. Eine Frau erzählt, wie traurig sie sei. Ein anderer Besucher sprach davon, dass er sich wie gelähmt fühlt. Schon früh am Abend erkannte Viktor Orban seine Niederlage an. Er sagte: "Ich habe der siegreichen Partei gratuliert. Ich danke euch allen für die enorme Arbeit. Auch aus der Opposition heraus werden wir unserem Land und dem ungarischen Volk dienen." Am Ende holte sich die Tisza-Partei 138 von 199 Parlamentssitze. Orbans Fidesz kommt auf 55 Sitze und die rechtsextreme Partei "Unsere Heimat" auf sechs. Der Wahlsieger Magyar betrat die Bühne zu Frank Sinatras "My Way", hinter ihm auf der anderen Seite des Flusses leuchtete das Parlament Ungarns. In seiner Siegesrede drohte Magyar: "Die Zeit in unserem Land ist vorbei, in der diejenigen, die uns bestohlen haben, einfach so davonkommen. Wir nehmen sie in Verantwortung." Diese Drohung hatte Magyar schon häufig im Wahlkampf gebracht. Er wolle die Korruption seines Vorgängers beseitigen. Welche Verfahren auf Orban und dessen Regierung zukommen, werden die nächsten Wochen zeigen.
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