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MON · 2026-04-13 · 14:31 GMTBRIEF NSR-2026-0413-66139
News/Zahl der Hinrichtungen in Iran laut Menschenrechtlern deutli…
NSR-2026-0413-66139News Report·DE·Human Rights

Zahl der Hinrichtungen in Iran laut Menschenrechtlern deutlich gestiegen

Laut Menschenrechtsorganisationen ist die Zahl der Hinrichtungen im Iran im vergangenen Jahr deutlich gestiegen. Iran Human Rights (IHR) und Together Against the Death Penalty (ECPM) gaben bekannt, dass 2025 mindestens 1.639 Menschen hingerichtet wurden, ein Anstieg von 68 Prozent im Vergleich zum Vorjahr und der höchste Wert seit 35 Jahren.

Tagesschau (ARD)Filed 2026-04-13 · 14:31 GMTLean · CenterRead · 2 min
Zahl der Hinrichtungen in Iran laut Menschenrechtlern deutlich gestiegen
Tagesschau (ARD)FIG 01
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§ 01

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Laut Menschenrechtsorganisationen ist die Zahl der Hinrichtungen im Iran im vergangenen Jahr deutlich gestiegen. Iran Human Rights (IHR) und Together Against the Death Penalty (ECPM) gaben bekannt, dass 2025 mindestens 1.639 Menschen hingerichtet wurden, ein Anstieg von 68 Prozent im Vergleich zum Vorjahr und der höchste Wert seit 35 Jahren. Die Organisationen sehen die Todesstrafe als politisches Instrument zur Unterdrückung, insbesondere nach den Protesten von 2022, um Angst zu schüren und neue Proteste zu verhindern. Viele Hinrichtungen, darunter mindestens 795 wegen Drogendelikten, erfolgten nach unfairen Verfahren. Die Menschenrechtsorganisationen fordern, dass Menschenrechte bei Verhandlungen mit dem Iran im Zentrum stehen und die Todesstrafe abgeschafft wird.

Confidence 0.90Sources 3Claims 5Entities 9
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Article analysis

Model · rule-based
Framing
Human Rights
Political Strategy
Tone
Mixed Tone
AI-assessed
CalmNeutralAlarmist
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Factual
LowHigh
Sources cited
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Well sourced
FewMany
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Key claims

5 extracted
01

The death penalty is used in Iran as a political instrument of oppression and repression.

quoteGeschäftsführer von ECPM, Raphaël Chenuil-Hazan
Confidence
0.90
02

Executions in Iran have increased by 68 percent compared to the previous year.

statisticIHRNGO-Direktor Mahmood Amiry-Moghaddam
Confidence
0.90
03

At least 1,639 people were executed in Iran last year.

statisticIran Human Rights (IHRNGO)
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04

In 2025, at least 795 people were executed for drug offenses.

statisticGeschäftsführer von ECPM, Raphaël Chenuil-Hazan
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05

Approximately 3,000 critics have been arrested since the beginning of the year.

statisticnull
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Full report

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Laut Menschenrechtsorganisationen Zahl der Hinrichtungen in Iran deutlich gestiegen Stand: 13.04.2026 • 16:31 Uhr Irans Regime nutzt die Todesstrafe gezielt, um Ängste zu schüren und Proteste zu unterbinden - davon sind Menschenrechtler überzeugt. Zwei Organisationen präsentierten nun aktuelle Zahlen und verbanden diese mit einem Appell. In Iran sind vergangenes Jahr nach Angaben der Organisation Iran Human Rights (IHRNGO) mindestens 1.639 Menschen hingerichtet worden - so viele wie seit 35 Jahren nicht mehr. Das erklärten die Menschenrechtsorganisationen Iran Human Rights (IHR) mit Sitz in Norwegen und die französische Organisation Together Against the Death Penalty (ECPM) in einer gemeinsamen Pressekonferenz. Im Vergleich zum Vorjahr sei dies ein Anstieg um 68 Prozent, sagte IHRNGO-Direktor Mahmood Amiry-Moghaddam in Paris. Dabei gehen die Menschenrechtler von einem "absoluten Minimum" aus, weil von den meisten Hinrichtungen nicht in offiziellen Medien berichtet werde. Der nach den landesweiten Protesten unter dem Motto "Frau, Leben, Freiheit" im Jahr 2022 begonnene Anstieg der Hinrichtungen setze sich damit fort, so die Organisation weiter. Die Entwicklung verdeutliche, dass die Behörden weiterhin auf die Todesstrafe als Mittel setzten, um Angst zu schüren und von neuen Protesten abzuschrecken. Auch angesichts des Kriegs mit den USA und Israel hielten die Machthaber in Teheran an Hinrichtungen als letztem Repressionsmittel fest, um Angst und Terror unter der Bevölkerung zu verbreiten, die für sie die größte existenzielle Gefahr darstelle, sagte Amiry-Moghaddam. Seit den Protesten zu Jahresbeginn seien etwa 3.000 Kritiker festgenommen worden und Hunderten von ihnen drohe die Verurteilung zu einer Todesstrafe. Die seit Wochen andauernde Internet-Blockade in Iran verhindere, dass die Außenwelt mitbekomme, was im Land passiert. "Die Todesstrafe wird in Iran als politisches Instrument der Unterdrückung und Repression eingesetzt, und ethnische Minderheiten sowie marginalisierte Gruppen sind unter den Hingerichteten überproportional vertreten", sagte der Geschäftsführer von ECPM, Raphaël Chenuil-Hazan. Alleine 2025 seien mindestens 795 Menschen wegen Drogendelikten hingerichtet worden. Viele von ihnen seien von Revolutionsgerichten nach grob unfairen Verfahren und ohne ein ordnungsgemäßes Gerichtsverfahren verurteilt worden. Bei Verhandlungen mit Iran müssten die Menschenrechte im Zentrum stehen, forderten beide Organisationen. Die Abschaffung der Todesstrafe in Iran müssten sämtliche Oppositionsbewegungen umsetzen, die die Macht in Teheran übernehmen wollten, so die Forderung. Die Menschenrechte dürften nicht für einen niedrigen Benzinpreis an den Tankstellen geopfert werden.
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Entities

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Keywords & salience

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hinrichtungen
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todesstrafe
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iran
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