Seeblockade der Straße von Hormus hat begonnen +++ Vance: Haben in
Iran-Gesprächen echte Fortschritte gemacht +++ Russland bietet Vermittlung im Nahen Osten an +++ alle Entwicklungen im LiveblogOthmara GlasTeheran: US-Blockade verletzt Souveränität IransDie US-Blockade iranischer Häfen in der Straße von Hormus stellt nach den Worten des iranischen Botschafters an die Vereinten Nationen eine „schwere Verletzung“ der „Souveränität und territorialen Integrität“ Irans dar. Die „rechtswidrige“ Blockade sei außerdem „eine schwerwiegende Verletzung der grundlegenden Prinzipien des internationalen Seerechts“, schrieb Irans
UN-Botschafter
Amir Saeid Iravani in einem an
UN-Generalsekretär
António Guterres adressierten Brief, der der Nachrichtenagentur AFP am Montag (Ortszeit) vorlag.Iravani schrieb weiter, die US-Teilblockade „stellt eine ernste Bedrohung für den Weltfrieden und die internationale Sicherheit dar und verschärft offensichtlich das Eskalationsrisiko in einer bereits hochgradig instabilen Region.“ In einem zweiten Brief rief er zudem die Länder der Region, die US-Militärstützpunkte beherbergen, dazu auf, „ihre völkerrechtswidrigen Handlungen einzustellen“. Bahrain, Saudi-Arabien, Qatar, die Vereinigten Arabischen Emirate und Jordanien sollten „Entschädigung für alle materiellen und moralischen Schäden leisten“, schrieb Irans
UN-Botschafter. Othmara GlasMit Sanktionen belegter Tanker passiert Straße von HormusEin von den USA mit Sanktionen belegter chinesischer Tanker hat Schiffsdaten zufolge trotz einer US-Blockade die Straße von Hormus durchquert. Laut den Daten der Anbieter LSEG, MarineTraffic und Kpler ist es das erste Schiff, dem die Durchfahrt aus dem Persischen Golf seit Beginn der US-Blockade am Montag gelungen ist. Der Tanker mittlerer Größe hat den Angaben zufolge rund 250.000 Barrel Methanol an Bord, die er im Hafen von Hamrija in den Vereinigten Arabischen Emiraten geladen habe. Das Schiff und seine Eignergesellschaft
Shanghai Xuanrun Shipping wurden von den USA wegen Geschäften mit dem
Iran auf eine Sanktionsliste gesetzt. Ein weiterer von den USA mit Sanktionen belegter Tanker nahm den LSEG-Daten zufolge ebenfalls Kurs auf die Meerenge. Der leere Tanker soll laut den Daten von Kpler im Irak Heizöl laden. Das Schiff hat bereits russisches und iranisches Öl transportiert. Die USA wollen den gesamten Schiffsverkehr zu und von iranischen Häfen in der Straße von Hormus blockieren und auch Schiffen die Durchfahrt verweigern, die vom
Iran geforderte Transitgebühren an Teheran bezahlen. Sabrina FrangosVance: Haben in
Iran-Gesprächen echte Fortschritte gemachtDie Gespräche zwischen den USA und
Iran haben nach der Darstellung von US-Vizepräsident JD Vance zu echten Fortschritten geführt – jetzt liege der Ball aber bei den Iranern. Trotz bestehender Differenzen sei vieles in die richtige Richtung gelaufen, sagte Vance dem Sender Fox News. „Wir haben große Fortschritte gemacht.“ Jetzt sei allerdings Teheran am Zug, bei dem wichtigsten Punkt aus US-Sicht Zugeständnisse zu machen – nämlich deren Atomprogramm.Mehr dazu lesen Sie hier: Sabrina FrangosRussland bietet Vermittlung im Nahen Osten anRusslands Außenminister Sergej Lawrow sieht es als wichtig an, eine Wiederaufnahme der Kampfhandlungen im Nahen Osten zu verhindern. Dies sagt er seinem iranischen Amtskollegen Abbas Araqchi in einem Telefonat am Montag, wie das russische Außenministerium mitteilt. Lawrow bekräftigt zudem Russlands Bereitschaft, bei einer Lösung der Krise zu helfen. Diese habe keine militärische Lösung. Araqchi informiert Lawrow den Angaben zufolge über die am Wochenende gescheiterten amerikanisch-iranischen Gespräche in Pakistan.Trump: Iraner wollen einen Deal machenNach den vorerst gescheiterten diplomatischen Verhandlungen zwischen Washington und Teheran haben sich die Iraner nach Darstellung von US-Präsident Donald Trump bei den USA gemeldet. „Ich kann Ihnen sagen, dass wir von der anderen Seite angerufen wurden“, sagte Trump am Mittag (Ortszeit) in der US-Hauptstadt Washington. „Sie wollen einen Deal machen“ – und zwar unbedingt, sagte er. Eine entsprechende öffentliche Äußerung aus
Iran gab es zunächst nicht.Trump sagt weiter, er werde keiner Vereinbarung zustimmen, die es Teheran ermögliche, Atomwaffen zu besitzen. Die jüngsten Gespräche in Pakistan seien in Bezug auf Nuklearfragen ins Stocken geraten, und eine Blockade von Schiffen, die die Straße von Hormus passieren, habe begonnen. Die direkten Verhandlungen zwischen den USA und
Iran waren am frühen Sonntagmorgen ohne Einigung zu Ende gegangen. In Pakistan, Schauplatz der Verhandlungen am Wochenende, mehrten sich zuletzt wieder Gerüchte über neue Gespräche zwischen
Iran und den Vereinigten Staaten. „Die Diplomatie ist noch nicht tot“, sagte ein pakistanischer Regierungsbeamter der Deutschen Presse-Agentur. Wo und wann die Gespräche weitergehen könnten, sei jedoch noch unklar. Jonas WagnerBlockade der Straße von Hormus beginntDie von den USA geplante Blockade der Straße von Hormus soll früheren Ankündigungen zufolge am Nachmittag in Kraft getreten sein. Unklar blieb zunächst, ob das US-Regionalkommando für den Nahen Osten (Centcom) tatsächlich seit 16 Uhr MESZ bestimmte Schiffe an der Durchfahrt durch die Meerenge hinderte.Angekündigt war zuvor eine Blockade von Schiffen, die einen iranischen Hafen als Start oder Ziel hatten. Dies schließe iranische Häfen am Persischen Golf und am Golf von Oman ein, hatte Centcom am Sonntag (Ortszeit) mitgeteilt. Zugleich hatte das US-Militär erläutert, dass die Durchfahrt von Schiffen durch die Straße von Hormus ohne iranischen Ziel- oder Startpunkt nicht beeinträchtigt werden solle.Irans Justiz weiter im Kriegszustand Trotz der zweiwöchigen Waffenruhe will die iranische Justiz wie im Krieg gegen mutmaßliche Kollaborateure ihrer Feinde vorgehen. „Die Justizbehörde befindet sich bis auf Weiteres bei der Bearbeitung der Fälle von Kollaborateuren des Feindes in einer kriegsorientierten Aufstellung“, sagte Justizchef Gholam-Hussein Mohseni-Edschehi der Nachrichtenagentur Misan zufolge. Fälle werden demnach „entschlossen und beschleunigt“ bearbeitet.Konkret heißt die Ankündigung des Justizchefs, dass Urteile im Schnellverfahren gesprochen werden können. Seit Beginn des Kriegs hat die Justiz bereits zahlreiche Todesurteile vollstrecken lassen. Menschenrechtler kritisieren die Prozesse teils als unfair und werfen der iranischen Justiz vor, Geständnisse auch unter Einsatz von Folter zu erzwingen. Bundesregierung erwartet keine Blockade der Straße von HormusDie Bundesregierung erwartet keine vollständige Sperrung der Straße von Hormus durch die USA. „Die vermeintliche Blockade … ist kein Ende dieses diplomatischen Prozesses“, sagte Regierungssprecher Stefan Kornelius am Montag in Berlin mit Blick auf eine Ankündigung von US-Präsident Donald Trump. „Wir interpretieren sie als Bewegung, um den Druck zu erhöhen.“ Er verwies zudem auf eine Ankündigung des militärischen US-Oberkommandos, das nicht von der Blockade der Straße von Hormus, „sondern von der Blockade iranischer Häfen“ spreche. „Das ist eine andere Herangehensweise.“ Die Blockade soll nach US-Angaben am Montagnachmittag beginnen.Der Regierungssprecher ließ offen, ob Deutschland an der von Frankreich organisierten Konferenz zur Sicherung der Schifffahrt in der Straße von Hormus teilnehmen wird. „Deutschland hat vorsorgliche Planungen getroffen“, sagte der Regierungssprecher. Aber die Sequenz für die Bundesregierung sei eindeutig. Für einen Einsatz brauche es ein internationales Mandat und ein Mandat des Bundestages. „Es gibt im Rahmen der vorläufigen Planung Überlegungen, was Deutschland beitragen könnte“, sagte der Regierungssprecher. Diese Überlegungen werde man sicherlich auf dem geeigneten Weg auch mit Frankreich teilen, sagte er auf die Nachfrage einer Teilnehmerin. Kanzler Friedrich Merz hatte angekündigt, dass Deutschland etwa einen Minenräumverband zur Verfügung stellen könnte – aber erst nach Ende des Krieges. Oberstes Ziel sei derzeit, „auf diplomatischem Weg ein dauerhaftes Ende dieses Krieges auszuhandeln“, betonte der Sprecher. Rebecca BoucseinIrans Militär bezeichnet Seeblockade als „Akt der Piraterie“Irans Streitkräfte haben die von US-Präsident Donald Trump angekündigte Seeblockade in der Straße von Hormus als „Akt der Piraterie“ bezeichnet. Einschränkungen für den Schiffsverkehr in internationalen Gewässern seien eine illegale Maßnahme, sagte ein Sprecher der iranischen Militärführung laut der Nachrichtenagentur Tasnim. „Die Sicherheit der Häfen im Persischen Golf und im Golf von Oman ist entweder für alle oder für niemanden“, sagte der Sprecher weiter.Tim NiendorfUS-Militär beginnt Seeblockade IransDie von US-Präsident Donald Trump angekündigte Seeblockade der Straße von Hormus durch das US-Militär sollte am Montag beginnen. Jedoch handelt es sich offenbar nicht um eine Seeblockade der Straße von Hormus, sondern um eine Seeblockade Irans.Von 16 Uhr (MESZ) an werde der Seeverkehr für Schiffe blockiert, die iranische Häfen anlaufen oder verlassen, kündigte das US-Regionalkommando für den Nahen Osten (Centcom) auf der Plattform X an. Dies schließe iranische Häfen am Persischen Golf und am Golf von Oman ein. Die Blockade werde gegenüber Schiffen aller Nationen durchgesetzt, hieß es weiter.Zugleich erläuterte Centcom, dass die Durchfahrt von Schiffen durch die Straße von Hormus, deren Ziel oder Startpunkt nicht ein iranischer Hafen ist, durch das US-Militär nicht beeinträchtigt werde.Mehr ladenTickarooLive Blog Software