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TUE · 2026-04-14 · 09:10 GMTBRIEF NSR-2026-0414-67170
News/BBC will bis zu 2.000 Stellen streichen/Business-Ticker: „Weiß nicht, ob Europa ohne China überhaupt…
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Business-Ticker: „Weiß nicht, ob Europa ohne China überhaupt Zahnpaste herstellen könnte“

Der Artikel berichtet über mehrere wirtschaftliche Entwicklungen in Deutschland. Die Lufthansa sieht sich weiterhin mit Streiks von Flugbegleitern und Piloten konfrontiert, was zu Hunderten Flugausfällen führt.

Felix SchwarzFAZFiled 2026-04-14 · 09:10 GMTRead · 12 min
Business-Ticker: „Weiß nicht, ob Europa ohne China überhaupt Zahnpaste herstellen könnte“
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Der Artikel berichtet über mehrere wirtschaftliche Entwicklungen in Deutschland. Die Lufthansa sieht sich weiterhin mit Streiks von Flugbegleitern und Piloten konfrontiert, was zu Hunderten Flugausfällen führt. Die Gewerkschaften fordern bessere Arbeitsbedingungen und höhere Gehälter. Das Sensorunternehmen Sick plant den Abbau von zusätzlich 500 Stellen in Südbaden-Württemberg aufgrund eines turbulenten Marktumfelds. Betroffen sind die Standorte Waldkirch, Reute, Freiburg und Donaueschingen. Der Stellenabbau kommt zu bereits geplanten Reduktionen in Hamburg und Karlsruhe hinzu.

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Sensorunternehmen Sick will zusätzlich 500 Stellen streichen +++ Klingbeil: Energiepreisschock lässt sich nicht schnell überwinden +++ Renault streicht bis zu 2400 Ingenieursstellen +++ Neuigkeiten im Unternehmen-Liveblog.Streiks bei der Lufthansa gehen weiterMit unverändert heftigen Streiks begleiten die Crews der Lufthansa das Jubiläum ihres Unternehmens. Nur wenige Stunden nach dem Vorschlag einer Schlichtung haben sich das Unternehmen und die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit abermals entzweit und mit gegenseitigen Vorwürfen überzogen. Insbesondere konnte man sich nicht über den Umfang der zu schlichtenden Streitfragen einigen. Die bis einschließlich Freitag geplanten Streiks werden damit fortgesetzt. Am Mittwoch fielen wegen eines abermaligen Streiks der rund 20.000 Flugbegleiterinnen und Flugbegleiter der Lufthansa und ihrer Regionaltochter Cityline wieder Hunderte Flüge an deutschen Flughäfen aus. Allein am Drehkreuz Frankfurt wurden laut Flughafenbetreiber Fraport mehr als 580 Starts und Landungen abgesagt. Auch in München fehlten rund 380 Flugbewegungen im Plan. UFO will mit den Streiks bis einschließlich Donnerstag bessere Arbeitsbedingungen im Manteltarif erreichen. Die Vereinigung Cockpit hat bereits die nächsten Streiks bei Lufthansa angekündigt: Der Ausstand soll am Donnerstag und Freitag die Kerngesellschaft Lufthansa, die Frachtgesellschaft Cargo AG und die Regionalgesellschaft Cityline treffen. Der Ferienflieger Eurowings soll nur am Donnerstag bestreikt werden. Die Piloten verlangen höhere Betriebsrenten und bei der Cityline höhere Gehälter. Sensorunternehmen Sick will zusätzlich 500 Stellen streichenDer südbadische Sensorspezialist Sick will rund 500 Stellen abbauen. Im Süden Baden-Württembergs seien der Hauptsitz in Waldkirch sowie Reute, Freiburg und Donaueschingen betroffen. Der Vorstand hat der Belegschaft auf Mitarbeiterveranstaltungen am Dienstag und Mittwoch die Hintergründe erläutert, wie das Unternehmen auf Anfrage mitteilte. Zuvor hatte die „Badische Zeitung“ berichtet.Ende 2024 beschäftigte die Firma aus dem Landkreis Emmendingen rund 6500 Menschen hierzulande, wie aus dem aktuellsten Geschäftsbericht hervorgeht. In der Zahl enthalten sind noch Hunderte Mitarbeiter von Geschäftsbereichen, die zwischenzeitlich verkauft wurden. Die Reduktion ist demnach zusätzlich zum bereits bekannten Abbau von etwa 100 Stellen an den Standorten Hamburg und Karlsruhe geplant.Sick befinde sich „weiterhin in einem turbulenten Marktumfeld“, hieß es. Trotz einer Umsatzsteigerung im vergangenen Jahr und eines wettbewerbsfähigen Produktportfolios „reicht die aktuelle Geschäftsentwicklung nicht aus, um die seit Jahren niedrige Profitabilität nachhaltig auf ein für das Unternehmen gesundes Niveau zu bringen“. Deshalb arbeite man konsequent daran, die Kosten zu senken. Ziel sei es, den betroffenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern faire und sozialverträgliche Perspektiven zu bieten, wird Sick-Chef Mats Gökstorp in der Mitteilung zitiert.Zahlen für das Geschäftsjahr 2025 liegen noch nicht vor. Sie sollen Ende April veröffentlicht werden. 2024 hatte das Unternehmen gut 1,7 Milliarden Euro Umsatz erwirtschaftet. Der Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) lag damals bei 55 Millionen Euro. Das entspricht einem Minus von 63,5 Prozent im Vergleich zum Jahr 2023. Timo KotowskiMerz kündigt Luftfahrtstrategie anBundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat sich auf dem 100-Jahre-Festakt der Deutschen Lufthansa in Frankfurt gegen Flugbeschränkungen für den Klimaschutz ausgesprochen. "Weniger Fliegen ist keine Option für den Wirtschaftsstandort Deutschland", sagte Merz. Die Luftfahrt bleibe trotz aktueller Krisen eine Wachstumsbranche, Prognosen sähen eine Verdoppelung des Verkehrs bis 2050 vor, daran müsse auch Deutschland teilhaben, um international vernetzt zu bleiben. "Das Wichtigste ist, dass wir auch in Zukunft in einer freien, offenen, demokratischen Gesellschaft leben", sagte Merz. Der Bundeskanzler erklärte, dass sich die Bundesregierung für eine weitere Verbesserung der Rahmenbedingungen der deutschen Luftfahrt einsetzen wolle. Teil eines ersten Pakets sei, dass die 2024 erfolgte Erhöhung der Luftverkehrsteuer zum Sommer zurückgenommen werde. Zudem finanziere der Bund weiter die Flugsicherung an Regionalflughäfen, die für die deutsche Infrastruktur wichtig seien. Merz kündigte an, dass der Bund demnächst Leitlinien für die Luftfahrtpolitik schaffen wolle. "Zur Internationalen Luftfahrtausstellung in Berlin wollen wir eine Luftfahrtstrategie vorlegen", sagte Merz. Darin werde es auch um Synergien zwischen ziviler und militärischer Luftfahrt gehen. Er hob hervor, dass die Lufthansa schon jetzt Transportflugzeuge der Bundeswehr warte und somit einen Beitrag zur deutschen Verteidigungsfähigkeit leiste. Timo KotowskiLufthansa-Aufsichtsratschef fordert Prüfung des StreikrechtsWährend sich am Frankfurter Flughafen Flugbegleiter auf Aufruf der Gewerkschaft UFO zur Demonstration sammeln, hat weniger als hundert Meter weiter am Lufthansa-Konzernsitz der Festakt zur Gründung vor 100 Jahren begonnen. Die Tarifkonflikte spielen auch bei der Veranstaltung im neuen Hangar-One-Zentrum der Lufthansa eine Rolle. "Es ist geradezu paradox, dass in unserem Unternehmen Tarifkonflikte in Dauerschleife abgehalten werden", sagte Lufthansa-Aufsichtsratschef Karl-Ludwig Kley. Scharf kritisierte er die Gewerkschaften UFO und Vereinigung Cockpit, die in der Festwoche in Summe fünf Streiktage abhalten. Solidarität und Verantwortungsbewusstsein träten in den Hintergrund, Egoismen lösten Sozialpartnerschaft ab. Kley forderte Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU), der zum Festakt angereist war, auf, Anpassungen im Streikrecht zu prüfen. "Ich bitte Sie eindrücklich, eine Diskussion um die Quotifizierung von Streiks anzustoßen." Das Streikrecht weise mittlerweile Arbeitgebern nur noch einen Platz auf der Zuschauertribune zu.Der Vorstandsvorsitzende Carsten Spohr erklärte, dass Streiks deutscher Spartengewerkschaften Lufthansa nicht erschüttern könnten, da sich der Konzern zum größten Luftfahrtbetrieb der Welt, der nicht in den USA sitzt, entwickelt hat. "Anfang der 2000er Jahre mussten wir anerkennen, dass Lufthansa allein zu klein ist, um mit Konkurrenten aus den USA und China mitzuhalten." Durch Übernahmen sei der Konzern aber zu einem "europäischen Team" geworden. "Wenn in einem Land gestreikt wird, sind drei Viertel unserer Flugzeuge trotzdem unterwegs", sagte Spohr über den Konzern mit 14 Flugbetrieben in fünf Ländern. "Mit dieser Strategie tun sich zwei deutsche Spartengewerkschaften noch schwer, aber es gibt keine Alternative dazu."Hackergruppe veröffentlicht Finanzdaten von GTA-EntwicklerCyberkriminelle haben Daten des GTA-Entwicklers Rockstar Games im Darknet veröffentlicht. Daraus geht hervor, dass Rockstar 9,6 Millionen Dollar pro Woche durch GTA Online umsetze – also rund 1,3 Millionen Dollar täglich, wie das Portal Kotaku berichtet. Ein weiterer Aspekt: Rockstar Games setzt offenbar mit GTA Online mehr auf Konsolen als auf dem PC um. Für das neue Spiel GTA 6, das im November erscheinen soll, ist keine Fassung für den Computer angekündigt. Mit dem Leak machte die Hackergruppe Shinyhunters ihre Drohung ernst. Die Hacker hatten Rockstar Games erpressen wollen und drohten, Daten zu veröffentlichen – außer Rockstar Games zahle ein Lösegeld. Darauf ging Rockstar Games offenbar nicht ein. Die Entwickler des Erfolgsspiels GTA bestätigten gegenüber der F.A.Z. den Hack, betonten jedoch: „Dieser Vorfall hat keine Auswirkungen auf unser Unternehmen oder unsere Spieler.“ Ob die Hackergruppe alle Daten veröffentlicht hat oder welche zwecks einer möglichen weiteren Erpressung zurückhält, ist unklar. Kingbeil warnt vor langfristig hohen EnergiepreisenDie Belastungen durch die gestiegenen Energieträgerpreise ​werden laut Bundesfinanzminister Lars Klingbeil vermutlich nicht schnell überwunden werden können. "Wir ⁠müssen davon ausgehen, dass der Energiepreisschock durch den Iran-Krieg andauert und die Lage äußerst fragil bleibt", sagte der SPD-Chef vor seinem Abflug zur Frühjahrestagung des Internationalen Währungsfonds (IWF) in Washington. Er werde sich dort mit seinen Amtskollegen austauschen, welche Maßnahmen am besten geeignet seien, ‌um Wirtschaft und Märkte ‌zu stabilisieren. Außerdem müssten besonders stark betroffene Personen und Unternehmen gezielt unterstützt werden."Dass die Welt jetzt auf den Nahen Osten schaut, darf nicht dazu führen, dass ​die Ukraine in Vergessenheit gerät", ⁠ergänzte Klingbeil, der auch Vizekanzler ist. Die von Russland angegriffene Ukraine brauche langfristige Planungssicherheit und Perspektiven für ​den Wiederaufbau. "Deutschland ist und bleibt der größte Unterstützer der Ukraine in Europa." Die finanzielle Unterstützung ⁠müsse verlässlich ‌bleiben. "Mein norwegischer Amtskollege Jens Stoltenberg und ich haben daher die größten Geberländer zu einem Treffen in Washington eingeladen." Dies soll am Donnerstag stattfinden.Bundesentwicklungsministerin Reem Alabali ⁠Radovan (SPD) sagte, besonders Länder ⁠des "Globalen Süden" wie Sudan oder Somalia kämpften mit den Folgen des Nahost-Krieges. "Grundnahrungsmittel wie ⁠Weizen, ​Reis ⁠und pflanzliche Öle werden für viele ​dort unbezahlbar und fehlender Dünger gefährdet bereits die nächste ‌Ernte." Der Krieg hat die Energiepreise bereits sprunghaft nach oben getrieben. Experten ​erwarten auch bei Lebensmitteln deutliche Anstiege.Renault streicht bis zu 2400 IngenieursstellenDer französische Automobilhersteller Renault will die Zahl seiner Ingenieure weltweit in den nächsten zwei Jahren um 15 bis 20 Prozent reduzieren. Das sagte eine Sprecherin am ‌Dienstag. Damit müssten bis zu 2400 der aktuell 11.000 bis 12.000 Ingenieure den Konzern verlassen, ‌der wie ‌andere europäische Autobauer in seinen wichtigsten Märkten mit der Konkurrenz durch chinesische Marken zu kämpfen hat.Chinesische Hersteller sind für ihre niedrigen Kosten und kürzeren Entwicklungszeiten bekannt. Renault-Chef François Provost, der im vergangenen Monat einen tiefgreifenden Konzernumbau angekündigt hatte, will erklärtermaßen erreichen, dass ‌der Konzern sich an den chinesischen Arbeitsmethoden orientiert. Durch die Zusammenarbeit mit chinesischen Ingenieuren in seinem Forschungs- und Entwicklungszentrum in China konnte Renault die Entwicklungszeit für den neuen Twingo bereits auf 21 Monate verkürzen.Marcus JungKonfrontation im Audi-Prozess Im zweiten Strafprozess zum Dieselskandal bei Audi gehen die Verteidiger nach ​der Anklageverlesung zum Gegenangriff auf die Staatsanwaltschaft über. Diese sei von einem „gesetzeswidrigen einseitigen Ermittlungseifer“ getrieben und ⁠habe ihre Vorwürfe „konstruiert“, sagte die Verteidigerin des früheren Audi-Entwicklungsvorstands Ulrich Hackenberg, Sabine Stetter, am Dienstag vor dem Landgericht München laut Manuskript. Die Staatsanwaltschaft sei „ersichtlich nicht willens“ gewesen, „sich mit dem, was unser Mandant ‌zum Sachverhalt zu sagen hatte, auseinanderzusetzen“. Entgegen den Anklagevorwürfen habe Hackenberg von den Abgasmanipulationen bei Audi nichts gewusst.Ähnlich hatte sich am Vortag der Verteidiger des mitangeklagten früheren Chef-Motorenentwicklers von ‌Audi geäußert. Der Ingenieur Richard B. ‌habe von den Manipulationen ebenfalls nichts gewusst, sagte Rechtsanwalt Stephan Tschaidse. Bei den Ermittlungen gegen B. habe die Staatsanwaltschaft kein Interesse an dessen Stellungnahme zu den Betrugsvorwürfen gezeigt. Stattdessen seien die Ermittler kritiklos den ​Aussagen eines anderen Ingenieurs gefolgt, der nach einem ⁠Geständnis 2023 im ersten Audi-Strafprozess wegen Betrugs zu einer Bewährungsstrafe verurteilt worden war. Das Landgericht München hatte dessen umfassende Aussagen als ​strafmildernd angesehen.In dem ⁠ersten Münchner Prozess waren der frühere Audi-Chef Rupert Stadler und zwei Ingenieure wegen Betrugs zu Bewährungsstrafen und ⁠Geldauflagen verurteilt worden. ​Im ⁠Februar begann die Gerichtsverhandlung gegen die früheren Audi-Entwicklungsvorstände Hackenberg ​und Stefan Knirsch sowie zwei weitere leitende Ingenieure. Die Staatsanwaltschaft ‌wirft ihnen Betrug durch Abgas-Manipulationen an Hunderttausenden Autos der Marken Audi, Porsche und Volkswagen vor. Nachdem Gespräche über ​einen Deal zwischen Staatsanwaltschaft und Verteidigern scheiterten, könnte ​sich das Verfahren weitere Jahre hinziehen. Marcus JungVW-Abgasaffäre vor Gericht Zum dritten Mal kommt im Dieselskandal von Volkswagen zu einem Prozess mit mehreren Angeklagten vor einer Braunschweiger Strafkammer. Betroffen sind fünf zum Teil ehemalige Mitarbeiter von Volkswagen und einem Zulieferer, wie das Gericht vorab mitteilte. Ihnen wird unter anderem Beihilfe zum gewerbsmäßigen Betrug vorgeworfen, und es drohen mehrjährige Haftstrafen. Wie in den beiden vorherigen Prozessen geht es um die sogenannte Abschaltsoftware, mit der Millionen Fahrzeuge von Volkswagen-Marken auf Prüfständen bessere Abgaswerte anzeigten als im realen Betrieb. Für die Käufer soll ein Milliardenschaden entstanden sein. Die Angeklagten sollen zwischen November 2006 und September 2015 in teils unterschiedlichen Zeiträumen die Software mitentwickelt oder ihre Entwicklung anderweitig unterstützt haben. Ihnen wird vorgeworfen, dass sie dem Unternehmen möglichst hohe Gewinne verschaffen wollten, um davon über Gehalts- und Bonuszahlungen zu profitieren. Es gilt die Unschuldsvermutung. Im Mai 2025 war nach mehreren Jahren Verhandlung der erste Betrugsprozess in Braunschweig mit einem Urteil zu Ende gegangen. Zwei der vier Angeklagten erhielten Haft-, die anderen beiden Bewährungsstrafen. Die Verurteilten sehen sich aber als Bauernopfer und gingen in Revision. In diesem ersten Prozess war ursprünglich auch Ex-VW-Boss Martin Winterkorn angeklagt. Sein Verfahren wurde aber aus gesundheitlichen Gründen abgetrennt und ist inzwischen wegen Verhandlungsunfähigkeit vorläufig eingestellt. Vor Gericht hatte Winterkorn jegliche strafrechtliche Verantwortung zurückgewiesen. Heidelberger Druck steigt in Drohnenabwehr einDer Druckmaschinenhersteller Heidelberg steigt in das Geschäft mit Drohnenabwehrsystemen zum Schutz kritischer Infrastruktur ein. Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) will sich am Nachmittag über das Vorhaben am Standort Brandenburg an der Havel informieren. Es handelt sich um ein neues Gemeinschaftsunternehmen einer Tochter der Heidelberger Druckmaschinen AG mit dem US-amerikanisch-israelischen Technologie-Anbieter Ondas Autonomous Systems. Der Standort in Brandenburg an der Havel soll zum führenden Kompetenzzentrum für Drohnenabwehr und autonome Sicherheitssysteme ausgebaut werden, wie es vom Unternehmen Heidelberger Druckmaschinen hieß. Bei der Drohnenabwehr stehen unter anderem Flughäfen, Bundeswehr-Standorte und Energieversorger im Fokus. Nach Angaben der Bundesregierung haben Drohnensichtungen an wichtigen Einrichtungen in Deutschland seit Beginn des russischen Angriffskriegs in der Ukraine zugenommen. Zuletzt waren Drohnen in der Luft ein Sicherheitsrisiko etwa am Hauptstadtflughafen BER. Abwehrsysteme sollen unbemannte Fluggeräte, die unerlaubt etwa für Spionage- und Sabotagezwecke aufsteigen, unschädlich machen. Decathlon baut Filialnetz in Deutschland ausDer Sportartikelhändler Decathlon vergrößert sein Filialnetz in Deutschland merklich – und beschleunigt so auch sein Wachstum. In einem herausfordernden Marktumfeld habe das Unternehmen seinen Umsatz auf gut 1,27 Milliarden Euro steigern können, geht aus einer Mitteilung am Stammsitz in Plochingen nahe Stuttgart hervor. Dies entspricht demnach einem Plus von 8,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Im Jahr 2024 wuchst der Decathlon-Umsatz um gut zwei Prozent.Besonders gut sei es in den Segmenten Rad- und Laufsport gelaufen. Rund 74 Prozent des Umsatzes wurden den Angaben nach in den Filialen erwirtschaftet. Beim Gewinn mussten die Franzosen angesichts der hohen Investitionssummen für die Expansion weiter Abstriche machen: Das operative Ergebnis (Ebit) stieg zwar um gut 2,9 Prozent auf 28,1 Millionen Euro. Im Jahr 2023 hatten Decathlon aber noch einen Gewinn von mehr als 38 Millionen Euro ausgewiesen. Zum Netto-Ergebnis machte die Handelskette keine Angaben.Der Finanzchef von Decathlon Deutschland, Luca Guanella, teilte mit: "Unser Ergebnis reflektiert unsere konsequente Entscheidung, gezielt in unseren Ausbau des Filialnetzes, die Modernisierung bestehender Standorte und die Weiterentwicklung unserer Organisation zu investieren." Mit Investitionen von rund 67 Millionen Euro habe das Unternehmen im Jahr 2025 die Grundlage geschaffen, um das Ziel von 150 Geschäften bis Ende 2027 strukturiert umzusetzen.Decathlon hatte die Expansionspläne vor rund eineinhalb Jahren angekündigt. Im Jahr 2025 eröffnete die Kette 18 neue Läden in Deutschland – unter anderem in München, Stuttgart, Frankfurt und Berlin. Außerdem wurde rund ein Drittel aller bestehenden Filialen modernisiert. Die Zahl der Standorte betrug Ende 2025 genau 105. Im laufenden Jahr sind etwa 25 weitere Eröffnungen geplant, wie zum Beispiel in Oberhausen, Saarbrücken, Leverkusen und Trier.Marcus JungDeal im Audi-Prozess gescheitertIm zweiten Strafprozess zum Dieselskandal bei Audi steuert das Landgericht München auf eine ähnlich langwierige Beweisaufnahme wie im ersten Verfahren zu. Das berichtet die Nachrichtenagentur Reuters. Vom Gericht angeregte Gespräche über einen Deal seien aufgrund unvereinbarer Vorstellungen von Staatsanwaltschaft und Verteidigung gescheitert, sagte der Vorsitzende Richter Andreas Bayer in der Verhandlung am Montag. „Eine Einigung kam nicht zustande.“ Mehr als zehn Jahre nach dem Auffliegen des Dieselskandals bei Volkswagen hatte im Februar der Prozess gegen die früheren Audi-Entwicklungsvorstände Ulrich Hackenberg und Stefan Knirsch sowie zwei weitere leitende Ingenieure begonnen. Die Staatsanwaltschaft wirft ihnen Betrug durch Abgas-Manipulationen an Hunderttausenden Autos der Marken Audi, Porsche und Volkswagen vor. Die Angeklagten weisen die Vorwürfe zurück. Parallel zu den offiziellen Verhandlungsterminen hatten die beteiligten Juristen wochenlang hinter verschlossenen Türen um eine mögliche Verständigung gerungen. Das Gericht habe in diesem sogenannten Rechtsgespräch Bewährungsstrafen von sechs bis zwölf Monaten und von den Angeklagten zu zahlende Geldauflagen vorgeschlagen, sagte Richter Bayer. Er habe darauf hingewiesen, dass sich das Verfahren über mehrere Jahre hinziehen könne, wenn umfassend über die Tatvorwürfe verhandelt werde. Das Gericht habe dabei berücksichtigt, dass die Ingenieure durch Vorgaben des Autokonzerns in die Bedrängnis gebracht worden seien, Lösungen für nahezu unlösbare Probleme zu liefern, sagte der Richter. Er spielte damit auf das in früheren Prozessen genannte Argument an, das von Volkswagen und Audi gegebene Werbeversprechen abgastechnisch sauberer Dieselmotoren sei unter den vorgegebenen Parametern chemisch und physikalisch nicht realisierbar gewesen. In dem Rechtsgespräch hätten die Verteidiger erklärt, ihre Mandanten hätten von Manipulationen nichts gewusst und seien für den Skandal nicht verantwortlich, berichtete Bayer. Zudem seien mögliche Taten verjährt. Ein Verteidiger monierte am Montag, die Anklage sei unklar formuliert, weshalb das Verfahren eingestellt werden müsse. Dem Richter zufolge bestand die Staatsanwaltschaft in den Gesprächen auf Freiheitsstrafen, die allenfalls bei Geständnissen der Angeklagten zur Bewährung ausgesetzt werden könnten. R+V verdient deutlich mehr Die zur genossenschaftlichen Finanzgruppe gehörende R+V Versicherung hat ihren Gewinn 2025 im Vorjahresvergleich deutlich gesteigert. Nach internationalen Rechnungslegungsstandards (IFRS) betrug 2025 das Vorsteuerergebnis 2,2 Milliarden Euro, ein Jahr zuvor lag es bei 1,3 Milliarden Euro.Wie auch Wettbewerber profitierte die R+V-Versicherung von einem schadensarmen Jahr. Die Schaden- und Unfallversicherung verzeichnete 2025 Schadenleistungen in Höhe von insgesamt 5,2 Milliarden Euro, 4,3 Prozent weniger als die 5,5 Milliarden Euro im Jahr zuvor. Dabei lagen insbesondere die Elementarschadenaufwendungen entgegen dem Trend zunehmender Extremwetterereignisse deutlich unter dem Vorjahreswert. Sie beliefen sich auf 150 Millionen Euro, nach 442 Millionen Euro im Vorjahr.Das schlägt sich im versicherungstechnischen Ergebnis nieder, das von 1,4 Milliarden Euro im Jahr 2024 auf 2,6 Milliarden Euro im zurückliegenden Jahr stieg. Das Kapitalanlageergebnis ohne fondsgebundene Lebensversicherung fiel mit 2,2 Milliarden Euro um 500 Millionen Euro niedriger aus als 2024. Die positive Entwicklung der Aktienmärkte wurde in Teilen durch die Abwertung des Dollars geschmälert, hieß es zur Begründung.Wie die genossenschaftliche Versicherung weiter mitteilte, setzte sich das Wachstum auch im ersten Quartal des laufenden Jahres fort. So erzielte die inländische Erstversicherung ein Plus von 5,6 Prozent auf 6,8 Milliarden Euro. Alle Segmente trugen dazu bei: Die Beiträge in der Schaden- und Unfallversicherung stiegen um 5,1 Prozent auf 4,2 Milliarden Euro, die Lebens- und Pensionsversicherung wuchs um 5,1 Prozent auf 2,2 Milliarden Euro, und die Krankenversicherung erreichte 314 Millionen Euro und damit ein Plus von 12,7 Prozent. Ein konkretes Ergebnisziel für das laufende Jahr nannte die R+V Versicherung nicht, betonte aber, sie wolle mindestens so stark wachsen wie die Branche.Mehr ladenTickarooLive Blog Software
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