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TUE · 2026-04-14 · 09:53 GMTBRIEF NSR-2026-0414-67355
News/Spanisches Gericht: Fall Fernandes gegen/Spanien: Gericht auf Mallorca gibt den Fall Ulmen nach Deuts…
NSR-2026-0414-67355News Report·DE·Legal & Judicial

Spanien: Gericht auf Mallorca gibt den Fall Ulmen nach Deutschland ab

Das Gericht auf Mallorca hat die Anzeige von Collien Fernandes gegen ihren Ex-Mann Christian Ulmen an die deutsche Staatsanwaltschaft abgegeben, da es sich für nicht zuständig erklärt. Fernandes wirft Ulmen vor, unter ihrem Namen Fake-Profile erstellt und pornografisches Material versendet zu haben.

Von Patrick IllingerSueddeutsche ZeitungFiled 2026-04-14 · 09:53 GMTLean · Center-LeftRead · 3 min
Spanien: Gericht auf Mallorca gibt den Fall Ulmen nach Deutschland ab
Sueddeutsche ZeitungFIG 01
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§ 01

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Das Gericht auf Mallorca hat die Anzeige von Collien Fernandes gegen ihren Ex-Mann Christian Ulmen an die deutsche Staatsanwaltschaft abgegeben, da es sich für nicht zuständig erklärt. Fernandes wirft Ulmen vor, unter ihrem Namen Fake-Profile erstellt und pornografisches Material versendet zu haben. Die Richterin auf Mallorca begründet die Abgabe damit, dass die mutmaßlichen Taten hauptsächlich in Deutschland begangen wurden oder sich dort auswirken, da Fernandes dort eine öffentliche Person ist. Die Staatsanwaltschaft Itzehoe, wo bereits eine Anzeige von Fernandes vorliegt, will die Ermittlungen an die Staatsanwaltschaft Potsdam abgeben, die derzeit prüft, ob sie den Fall übernimmt. Ulmens Anwalt weist die Vorwürfe zurück und bestreitet die Herstellung oder Verbreitung von Deepfake-Videos.

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The public prosecutor's office in Mallorca also advocated transferring the case to the German judiciary.

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Ulmen's lawyer denies the accusations, stating that his client never created or spread deepfake videos of Fernandes.

quoteChristian Schertz (Ulmen's lawyer)
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Fernandes filed a complaint against Ulmen, accusing him of creating fake profiles and sending pornographic material under her name.

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The court in Palma de Mallorca declares itself not responsible for the case.

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A court in Mallorca has decided to transfer the case of Collien Fernandes against Christian Ulmen to Germany.

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Full report

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Die Anzeige der Moderatorin Collien Fernandes gegen ihren Ex-Mann, den Schauspieler Christian Ulmen, wird von spanischen Gerichten nicht weiter verfolgt. Stattdessen wird der Fall nach Deutschland abgegeben. Wie eine Sprecherin am Dienstag der SZ mitteilte, erklärt sich das Gericht in Mallorca" class="entity-link entity-location" data-entity-id="18115" data-entity-type="location">Palma de Mallorca für nicht zuständig.Die Vorsitzende Richterin des dritten Spruchkörpers der Abteilung für Gewalt gegen Frauen hat demnach die Abgabe und vollständige Übermittlung der Akten an die deutsche Staatsanwaltschaft angeordnet. Gemeint ist die Staatsanwaltschaft Itzehoe. Dort liegt bereits eine Anzeige von Fernandes gegen unbekannt vor, die sie 2024 erstattet hat. Itzehoe will die Ermittlungen hierzu allerdings an die Staatsanwaltschaft Potsdam abgeben. Diese prüft derzeit, ob sie das Verfahren übernimmt. In Potsdam haben Fernandes und Ulmen vor ihrem Umzug nach Mallorca 2023 gelebt.Laut dem Beschluss der Richterin auf Mallorca ist „die Verbindung, die der Fall zu Deutschland aufweist, offensichtlich, wodurch die deutsche Gerichtsbarkeit in eine vorrangige Position versetzt wird, die bereits eingeleiteten Ermittlungen fortzuführen“. Die Richterin lässt wissen, dass „die wesentlichen Tatsachen, die zur Einreichung der Anzeige geführt haben, mutmaßlich auf deutschem Hoheitsgebiet begangen wurden oder über digitale Plattformen, die auf Deutsch veröffentlichen“. Zudem seien die benannten Zeugen deutsche Staatsangehörige, in Deutschland ansässig und deutschsprachig.Ferner weist die Richterin darauf hin, dass „hinsichtlich mutmaßlicher Deepfakes“ sowie der Offenlegung von Geheimnissen und des Identitätsdiebstahls, die Fernandes anzeigt hat, „sich die Auswirkungen mutmaßlich vor allem auf deutschem Hoheitsgebiet entfaltet hätten“, da die Anzeigestellerin dort eine öffentliche Figur sei und folglich dort „Ruf, Ehre und Ansehen durch den Inhalt, der mutmaßlich verbreitet worden sein soll, beeinträchtigt werden könnten“.Fernandes hatte ihrem Ex-Mann Ulmen öffentlich vorgeworfen, unter ihrem Namen Fake-Profile erstellt und darüber pornografisches Material an Männer versendet zu haben. Der Anwalt von Christian Ulmen, Christian Schertz, schrieb dazu in zwei presserechtlichen Mitteilungen, es würden „unwahre Tatsachen aufgrund einer einseitigen Schilderung“ verbreitet. Sein Mandant habe außerdem „zu keinem Zeitpunkt Deepfake-Videos von Frau Fernandes oder anderen Personen hergestellt und/oder verbreitet“.Die Entscheidung des Gerichts auf Mallorca folgt damit sowohl dem Antrag des spanischen Anwaltsteams von Christian Ulmen als auch der Staatsanwaltschaft von Mallorca" class="entity-link entity-location" data-entity-id="18115" data-entity-type="location">Palma de Mallorca. Letztere hatte ebenso dafür plädiert, den Fall an die deutsche Justiz zu übertragen. „Nach eingehender Prüfung gelangt die Staatsanwaltschaft zu dem Ergebnis, dass die spanischen Gerichte nicht zuständig sind und die Sache an die deutschen Strafverfolgungsbehörden abzugeben ist“ – so lautete das Fazit der Staatsanwaltschaft auf Mallorca in einem Schreiben, das der SZ vorliegt.Nach Ansicht des spanischen Verteidigerteams von Christian Ulmen sprechen starke Gründe dafür, das Verfahren an die deutsche Justiz zu übergeben. Als Argument führen die Anwälte unter anderem die Anzeige gegen unbekannt von Fernandes in Deutschland von 2024 an. Damals seien jedoch relevante Unterlagen nicht eingereicht worden. In der TV-Talkshow „Caren Miosga“ hatte Fernandes gesagt, dass „es anscheinend einen Brief“ gegeben habe, „der mich nicht erreicht hat“.Dass der 2024 zum Erliegen gekommene Fall nun wiederaufgenommen wurde, blockiere nach Ansicht der Anwälte von Ulmen die Ermittlungen in Spanien. Das „primär zuständige deutsche Verfahren“ sei nicht abgeschlossen, hatten diese argumentiert. Dieser Sichtweise hat sich nun die zuständige Richterin in Mallorca" class="entity-link entity-location" data-entity-id="18115" data-entity-type="location">Palma de Mallorca angeschlossen.Die Entscheidung ist noch nicht rechtskräftig, gegen sie können Rechtsmittel eingelegt werden.
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Entities

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gerichtsverfahren
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anzeige
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