Collien Fernandes hat schwere Vorwürfe gegen ihren früheren Mann erhoben. Die spanischen Behörden geben den Fall nun nach Deutschland ab. Dort wandert er derweil zu einer anderen Behörde.Die
Potsdam" class="entity-link entity-organization" data-entity-id="112006" data-entity-type="organization">Staatsanwaltschaft
Potsdam ermittelt nach einer Anzeige von
Collien Fernandes gegen ihren früheren Mann
Christian Ulmen. „Wir sind zu dem Ergebnis gekommen, dass wir das Verfahren übernehmen“, sagte eine Sprecherin der F.A.Z. am Dienstag auf Anfrage. Grund sei, dass
Christian Ulmen im Zuständigkeitsbereich der Behörde gewohnt habe. Gehe es um mutmaßliche Straftaten im digitalen Raum, richte sich die Zuständigkeit in der Regel nach dem Wohnort der angezeigten Person. Vor ihrem Umzug 2023 nach
Mallorca hatten Fernandes und Ulmen in
Potsdam gewohnt.Zuvor hatte die
Itzehoe" class="entity-link entity-organization" data-entity-id="63240" data-entity-type="organization">Staatsanwaltschaft
Itzehoe in dem Fall ermittelt.
Collien Fernandes hatte Mitte März im „Spiegel“ und wiederholt auf Instagram schwere Vorwürfe gegen ihren früheren Mann
Christian Ulmen erhoben. Die Vierundvierzigjährige beschuldigt den Schauspieler unter anderem, gefälschte Social-Media-Profile in ihrem Namen erstellt und pornographische Fotos und Videos verschickt zu haben, die „privat anmuten und so wirken sollten, als habe ich mich selbst nackt fotografiert und heimlich beim Sex gefilmt“. Sein Anwalt sprach im Zusammenhang mit der „Spiegel“-Berichterstattung von „unwahren Tatsachen“ und geht rechtlich gegen mehrere Punkte vor, es gilt die Unschuldsvermutung.
Potsdam" class="entity-link entity-organization" data-entity-id="112006" data-entity-type="organization">Staatsanwaltschaft
Potsdam prüft weitere UnterlagenNach Angaben von Fernandes hat Ulmen ihr die Taten selbst gestanden. Vor dem mutmaßlichen Geständnis hatte Fernandes im Jahr 2024 Anzeige wegen der gefälschten Profile gegen unbekannt bei der Berliner Polizei erstattet. Die
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Itzehoe übernahm den Fall, „da die angezeigte Handlung möglicherweise innerhalb des örtlichen Zuständigkeitsbereiches durch die Anzeigende zur Kenntnis genommen worden ist“, wie ein Sprecher der F.A.Z sagte.Das Verfahren wurde im Juni 2025 eingestellt. Aufgrund der Berichterstattung des „Spiegels“ nahm die Behörde die Ermittlungen wieder auf, dieses Mal nicht mehr gegen unbekannt, sondern gegen
Christian Ulmen wegen des Vorwurfs der Nachstellung. Sie beschied einen Anfangsverdacht gegen den 50 Jahre alten Schauspieler.Die
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Potsdam prüft nun die von der Itzehoer Behörde übersandten Unterlagen. Wie die Sprecherin sagte, werde nochmals überprüft, „ob sich ein Anfangsverdacht begründen lässt“. Unter Umständen werde man zudem weitere Unterlagen von der Anzeigenerstatterin anfordern. Auch werde geprüft, ob eine Vernehmung nötig sei.Keine Ermittlungen mehr in SpanienFernandes hatte zudem auch auf
Mallorca Anzeige erstattet. Die spanische Justiz verfolgt die von ihr gegen den deutschen Schauspieler
Christian Ulmen erhobenen Vorwürfe aber nicht weiter. Die Justizbehörden in Palma de
Mallorca teilten am Dienstag mit, die zuständige Ermittlungsrichterin habe „die fehlende Zuständigkeit der spanischen Gerichte“ festgestellt. Sie habe angeordnet, das Verfahren und sämtliche Akten an die zuständige deutsche Staatsanwaltschaft in
Itzehoe abzugeben, heißt es in der Erklärung weiter, die der F.A.Z. vorliegt.Ob die spanischen Behörden von der Übernahme des Falls durch die
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Potsdam wussten, war zunächst unklar. Fernandes hatte große Hoffnungen auf die spanische Justiz gesetzt, die Fälle von Partnerschaftsgewalt schärfer verfolgt als die Behörden in Deutschland.„Die wesentlichen Tatsachen, die zur Erstattung der Anzeige geführt haben, wurden mutmaßlich auf deutschem Hoheitsgebiet begangen oder über digitale Plattformen, die auf Deutsch veröffentlichen“, lautet die Begründung in Spanien. Auch die benannten Zeugen seien deutsche Staatsangehörige, die in Deutschland wohnten und Deutsch sprächen. Sämtliche Gesprächsinhalte mussten demnach erst auf Spanisch übersetzt werden.Mit Blick auf die von
Collien Fernandes erhobenen Vorwürfe hätten sich die „wesentlichen Auswirkungen in Deutschland entfaltet“. Dort habe Fernandes den „Status einer öffentlichen Person“, in Deutschland könnte ihr Ruf und ihre Ehre beeinträchtigt sein. Laut der Mitteilung ist die Entscheidung noch nicht rechtskräftig und kann angefochten werden. Nach Informationen der „
Mallorca-Zeitung“ wollen die Anwälte von Fernandes das tun und vor das Oberlandesgericht ziehen.