Frankreich und England haben zu Gesprächen eingeladen +++ Trump: Denke nicht über Verlängerung der Waffenruhe nach +++ Medienbericht: Weitere US-Soldaten sollen nach Nahost verlegt werden +++ alle Entwicklungen im LiveblogMerz reist am Freitag zu Hormus-Beratungen nach ParisBundeskanzler Friedrich Merz (CDU) reist nach F.A.Z.-Informationen am Freitag zu Beratungen über einen möglichen internationalen Einsatz zur Sicherung der Schifffahrt in der Straße von Hormus nach Paris. Zu den Gesprächen haben Frankreichs Präsident Emmanuel Macron und der britische Premierminister Keir Starmer eingeladen. Die Bundesregierung bekräftigte ihre Bereitschaft zur Teilnahme an einem Hormus-Einsatz unter bestimmten Bedingungen.Macron wirbt bereits seit Anfang März für einen internationalen Einsatz an der Straße von Hormus nach dem Ende der Kampfhandlungen in der Region. Die Gespräche in Paris sollen am Freitagnachmittag beginnen. Macron und Starmer wollen sie gemeinsam von Paris aus leiten, die meisten Teilnehmer sollten per Videokonferenz zugeschaltet werden. Das französische Präsidialamt hatte am Dienstag erklärt, an den Gesprächen würden Staaten teilnehmen, „die sich an unserer Seite an einer multilateralen und rein defensiven Mission beteiligen wollen“. Ziel sei es, die freie Schifffahrt durch die Meerenge wiederherzustellen, „sobald die Sicherheitsbedingungen dies erlauben“. Ein Sprecher Starmers sagte am Dienstag, das Treffen solle „die Arbeiten an einem koordinierten, unabhängigen und multinationalen Plan zum Schutz der internationalen Schifffahrt nach Beendigung des Konflikts vorantreiben“. Der britische Premier hatte am Montag gesagt, zu den Gesprächen seien mehr als 40 Staaten eingeladen worden. Frankreichs Außenminister Jean-Noël Barrot sagte, an vorbereitenden Beratungen hätten „mehrere Dutzend Länder“ teilgenommen.Robert PutzbachFinanzminister rechnen mit anhaltender Belastung durch Krieg in Nahost Der Nahostkonflikt wird den Finanzministern von mehr als zehn Ländern zufolge das weltweite Wachstum, die Inflation und die Finanzmärkte auch nach einer dauerhaften Beilegung weiterhin belasten. „Erneute Feindseligkeiten, eine Ausweitung des Konflikts oder anhaltende Störungen in der Straße von Hormus würden ernsthafte zusätzliche Risiken für die globale Energiesicherheit, die Lieferketten sowie die wirtschaftliche und finanzielle Stabilität darstellen“, heißt es in einer gemeinsamen Erklärung, die die britische Regierung während der Frühjahrstagung des IWF und der Weltbank in Washington veröffentlicht. „Selbst bei einer dauerhaften Lösung des Konflikts werden die Auswirkungen auf Wachstum, Inflation und Märkte anhalten.“ Die Erklärung wurde von den Finanzministern aus Großbritannien, Australien, Japan, Schweden, den Niederlanden, Finnland, Spanien, Norwegen, Irland, Polen und Neuseeland unterzeichnet.Sebastian ReuterGegenseitige Angriffe zwischen Israel und Hizbullah gehen weiter Nach den ersten direkten Gesprächen zwischen Vertretern Israels und Libanons seit Jahrzehnten gehen die gegenseitigen Angriffe zwischen der israelischen Armee und der libanesischen Hizbullah-Miliz weiter. Die Hizbullah feuerte nach Angaben der israelischen Armee am Mittwochmorgen Dutzende Raketen auf den Norden Israels ab. Israel beschoss laut der libanesischen Nachrichtenagentur NNA zwei Fahrzeuge südlich von Beirut. Auch weitere Ziele in Libanon wurden laut NNA angegriffen.Erstmals seit mehr als drei Jahrzehnten hatten Vertreter Israels und Libanons am Dienstag in Washington direkte Gespräche geführt. Das Treffen endete ohne konkrete Ergebnisse. Nach Angaben der US-Regierung ist jedoch eine Fortsetzung geplant. Israel und Libanon unterhalten bisher keine offiziellen diplomatischen Beziehungen und befinden sich formell seit 1948 im Kriegszustand.Sebastian ReuterUSA verlegen womöglich weitere Truppen nach NahostDie USA bereiten einem Medienbericht zufolge die Verlegung Tausender weiterer Soldaten in den Nahen Osten vor. Dies solle in den kommenden Tagen geschehen, berichtet die „Washington Post“ unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute US-Regierungsvertreter. Die Regierung von US-Präsident Donald Trump wolle so den Druck auf Iran erhöhen, einem Abkommen zuzustimmen. Der Bericht ließ sich zunächst nicht bestätigen. Theresa WeißMedienbericht: Iran nutzte chinesischen Spionagesatelliten Iran hat einem Zeitungsbericht zufolge heimlich einen chinesischen Spionagesatelliten erworben und damit während des Krieges im Nahen Osten US-Militärstützpunkte in der Region ins Visier genommen. Die Zeitung „Financial Times“ berichtete am Mittwoch unter Berufung auf durchgestochene iranische Militärdokumente, die Luft- und Raumfahrtkräfte der iranischen Revolutionsgarde hätten den Satelliten TEE-01B Ende 2024 übernommen. Dieser sei von dem chinesischen Unternehmen Earth Eye gebaut und ins All gebracht worden. Die iranischen Kommandeure hätten mit dem Satelliten US-Militäranlagen beobachtet. Die Zeitung berief sich dabei auf mit Zeitangaben versehene Koordinatenlisten, Satellitenbilder und Orbitalanalysen. Vanessa AngermannDeutsche sehen wenig Einfluss von Berlin im Nahen OstenMehr als drei von vier Deutschen glauben nicht, dass die Bundesregierung aktuell einen substanziellen Beitrag zur Befriedung der explosiven Lage im Nahen Osten leistet. Das zeigen die Ergebnisse einer repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Yougov im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur. Auf die Frage „Wie stark, wenn überhaupt, ist Ihrer Meinung nach der Einfluss der deutschen Bundesregierung auf die internationalen Bemühungen zu Friedensgesprächen im Krieg zwischen den USA und dem Iran im Nahen Osten?“ antworteten 42 Prozent der Teilnehmer mit „überhaupt nicht stark“. 35 Prozent der Wahlberechtigten schätzen den Einfluss laut Umfrage „eher nicht stark“ ein. Lediglich sieben Prozent der erwachsenen Bundesbürger halten den Einfluss der Regierung von Kanzler Friedrich Merz (CDU) auf die Verhandlungen für eher stark. Einen sehr starken Einfluss sehen sogar nur zwei Prozent der Menschen, die sich zwischen Freitag und Montag an der Umfrage beteiligten. 14 Prozent der Befragten trauten sich hier kein Urteil zu. Vanessa AngermannUS-Militär: Blockade iranischer Häfen umgesetztIm Konflikt mit Iran hat das US-Militär nach eigenen Angaben seine Sperre für die Schifffahrt erfolgreich umgesetzt. „Die Blockade iranischer Häfen ist vollständig ausgeführt worden“, teilte der Kommandeur des US-Regionalkommandos Centcom, Admiral Brad Cooper, auf der Onlineplattform X mit.Die US-Streitkräfte hätten ihre Überlegenheit auf dem Meer im Nahen Osten behauptet, erklärte Cooper. In weniger als 36 Stunden seit Beginn der Blockade hätten US-Streitkräfte den Handel in Iran und aus Iran über das Meer vollständig zum Erliegen gebracht, hieß es weiter.Parallel erklärte Centcom in einem weiteren X-Beitrag, dass Zerstörer mit Lenkflugkörpern der Marine an der Blockademission beteiligt seien. „Die Blockade wird unvoreingenommen gegen Schiffe aller Nationen durchgesetzt, die in die Küstengebiete oder Häfen Irans einlaufen oder diese verlassen“, hieß es darin.Vanessa AngermannWeltbank stellt bis zu 100 Milliarden Dollar bereitDie Weltbank stellt vom Nahostkrieg schwer getroffenen Staaten in den kommenden 15 Monaten Finanzhilfen von 80 bis 100 Milliarden Dollar in Aussicht. Dies kündigte Weltbank-Präsident Ajay Banga am Dienstag am Rande der Frühjahrstagung von Weltbank und Internationalem Währungsfonds (IWF) an. Das mögliche Hilfspaket wäre umfangreicher als die 70 Milliarden Dollar, die während der Corona-Pandemie bereitgestellt wurden. In den kommenden Monaten könnten zunächst 20 bis 25 Milliarden Dollar fließen, erklärte Banga. Weitere 30 bis 40 Milliarden Dollar könnten in etwa sechs Monaten durch die Umschichtung bestehender Programme folgen.Vanessa AngermannMehrere Staaten verurteilen Tötung von UN-Soldaten in LibanonKanada, Großbritannien und weitere Staaten verurteilen die Tötung von UN-Blauhelmsoldaten in Libanon und fordern ein Ende der Feindseligkeiten zwischen Israel und der Hizbullah. In einer gemeinsamen Erklärung zeigen sich die Länder, darunter auch Australien und Japan, zudem besorgt über die sich verschlechternde humanitäre Lage. Hintergrund ist der Tod von drei Blauhelmsoldaten im Vormonat. Nach vorläufigen UN-Erkenntnissen wurden sie durch ein israelisches Panzergeschoss sowie einen mutmaßlich von der Hizbullah platzierten Sprengsatz getötet.Vanessa AngermannTrump stellt rasches Kriegsende in AussichtUS-Präsident Donald Trump sieht den Krieg in Iran kurz vor dem Ende. „Ich glaube, er ist fast vorbei“, sagte er dem US-Fernsehsender Fox News. Er ergänzte: „Ich meine, ich sehe es so, dass er fast vorbei ist.“ Auszüge aus dem Interview wurden bereits im Vorfeld von Fox-Moderatorin Maria Bartiromo auf der Plattform X verbreitet.Sollten die USA sich nun zurückziehen, würde Iran 20 Jahre brauchen, um das Land wiederaufzubauen, sagte Trump. „Und wir sind noch nicht fertig. Wir werden sehen, was passiert“, sagte er. Er glaube, Iran wolle unbedingt einen Deal eingehen, betonte der US-Präsident.Gegenüber dem Sender ABC News sagte Trump, er denke gegenwärtig nicht über eine Verlängerung der noch eine Woche laufenden Waffenruhe mit Iran nach. Es könne so oder so ausgehen, sagte Trump. Ein Abkommen sei jedoch vorzuziehen, da das Land dann den Wiederaufbau angehen könne.Vanessa AngermannVance: Waffenruhe im Irankrieg hältNach Angaben von US-Vizepräsident J. D. Vance ist die Feuerpause im Krieg der USA und Israels gegen Iran stabil. „Derzeit hält die Waffenruhe“, sagte der Republikaner bei einer Veranstaltung in Athens im US-Bundesstaat Georgia. Präsident Donald Trump wolle nicht nur keinen kleinen Deal, er wolle ein großes Abkommen, erklärte er. Laut Vance wurden bei den Verhandlungen zwischen den USA und Iran in Pakistan am vergangenen Wochenende enorme Fortschritte erzielt. „Aber der Grund, warum noch kein Deal zustande gekommen ist, ist, dass der Präsident wirklich einen Deal will, bei dem Iran keine Atomwaffen besitzt“, sagte der US-Vize. Iran dürfe Terrorismus nicht staatlich fördern. Zudem müsse laut Trump auch „das iranische Volk gedeihen und wachsen und an der Weltwirtschaft teilnehmen“ können.Unterdessen berichtete der US-Sender CNN unter Berufung auf mit den Gesprächen vertraute Personen, dass Vance auch in einer möglichen zweiten Verhandlungsrunde mit Iran die US-Delegation anführen dürfte, sollte es vor Ablauf der zweiwöchigen Waffenruhe zu einem weiteren Treffen kommen. Zudem könnten demnach auch der US-Sondergesandte Steve Witkoff und der Trump-Schwiegersohn Jared Kushner an den Gesprächen teilnehmen. Magdalena TröndleMehr als 10.000 Soldaten an US-Blockade beteiligt An der Blockade iranischer Häfen sind nach Angaben des US-Militärs mehr als 10.000 Soldaten, über ein Dutzend Kriegsschiffe und Dutzende Flugzeuge beteiligt. In den ersten 24 Stunden nach Inkrafttreten der von Präsident Donald Trump angeordneten Maßnahme habe kein Schiff die Blockade passiert, teilte das US-Zentralkommando mit. Sechs Handelsschiffe seien der Anweisung der US-Streitkräfte gefolgt und in einen iranischen Hafen am Golf von Oman zurückgekehrt. Die Blockade werde gegenüber Schiffen aller Nationen ausnahmslos durchgesetzt, sollten sie iranische Häfen nutzen. Magdalena TröndleRubio nennt Israel-Libanon-Gespräche „historische Chance“Im amerikanischen Außenministerium in Washington haben die Gespräche zwischen Israel und Libanon begonnen. US-Außenminister Marco Rubio sprach von einer „historischen Chance“. Es gehe darum, den seit zwei bis drei Jahrzehnten bestehenden Einfluss der radikalislamischen Hizbullah-Miliz in der Region dauerhaft zu beenden, sagte er. Zwar ließen sich die komplexen Probleme nicht in den nächsten sechs Stunden lösen. Doch könne man einen Rahmen für das weitere Vorgehen schaffen. Mehr ladenTickarooLive Blog Software