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Frühjahrsgutachten: Deutschland verliert aus zwei Gründen seine Wachstumskraft

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Updated 1.4.2026
Key Topics & People
Timo Wollmershäuser *Ifo-Institut Germany Ifo Institute Irankrieg

Coverage Framing

3
Economic Impact(3)
Avg Factuality:70%
Avg Sensationalism:Low

Story Timeline

Apr 1 Evening

2 articles|2 sources
energiepreisefrühjahrsgutachtennullwachstumwachstumskraftkonjunkturprognose
Economic Impact(2)
FAZApr 1

Frühjahrsgutachten: Deutschland verliert aus zwei Gründen seine Wachstumskraft

Deutsche Wirtschaftsforschungsinstitute warnen im Frühjahrsgutachten vor einem Verlust der Wachstumskraft Deutschlands. Sie halbieren die Wachstumserwartungen für dieses Jahr auf 0,6 Prozent und prognostizieren einen Stillstand des Produktionspotenzials bis 2030. Hauptgründe sind gestiegene Energiepreise infolge des Ukraine-Kriegs und eine sinkende Wettbewerbsfähigkeit der Industrie, was zu niedrigeren Unternehmensinvestitionen und stagnierenden Exporten führt. Die Institute sehen den einstigen Produktivitätskern, die Industrie, schrumpfen und bemängeln, dass Investitionen der Bundesregierung größtenteils nicht-investive Ausgaben finanzieren. Zudem führt die alternde Gesellschaft zu einem Rückgang der Arbeitskräfte und Arbeitsstunden.

MeasuredFactual3 sources
Negative
Die WeltApr 1

„Wir müssen uns an Wachstumsraten von null Prozent gewöhnen“

Ökonomen des Ifo-Instituts prognostizieren für die deutsche Wirtschaft ein Nullwachstum. Laut Timo Wollmershäuser, Leiter der Konjunkturforschung am Ifo-Institut, stößt Deutschland an seine Grenzen. Hauptgrund dafür ist der Mangel an Arbeitskräften in einer alternden Gesellschaft. Die Experten raten von kurzfristigen Entlastungsmaßnahmen aufgrund hoher Energiepreise ab. Die düstere Einschätzung der Wirtschaftslage basiert auf der Gemeinschaftsdiagnose des Ifo-Instituts. Die Konjunkturforscher sehen das Wachstumspotenzial der deutschen Wirtschaft pessimistisch.

MeasuredFactual1 source
Negative

Key Claims

statistic

The institutes halved their growth expectations for this year from 1.3 to 0.6 percent.

— Economic research institutes

factual

Equipment investments by companies will decline for the fourth time in a row this year.

— Economic research institutes

quote

We must get used to growth rates of zero percent.

— Timo Wollmershäuser

prediction

Germany's production potential growth will come to a standstill by 2030.

— Economic research institutes

factual

The potential of the German economy is viewed more pessimistically than ever by economists.

— Article's own claim

Apr 1 Morning

1 articles|1 sources
wachstumsprognosewirtschaftswachstumenergiepreiseirankrieginflation
Economic Impact(1)
FAZApr 1

Gemeinschaftsgutachten: Wirtschaftsforscher halbieren Wachstumsprognose

Deutsche Wirtschaftsforschungsinstitute haben ihre Wachstumsprognose für Deutschland für das laufende Jahr halbiert, von 1,3 Prozent auf 0,6 Prozent. Als Hauptgrund nennen sie den Irankrieg und die daraus resultierende Unsicherheit und den Anstieg der Energiepreise. Die Institute erwarten zudem einen Anstieg der Inflationsrate auf knapp unter drei Prozent. Sie warnen vor staatlichen Eingriffen zur kurzfristigen Senkung der Energiepreise, befürworten aber gezielte soziale Ausgleichsmaßnahmen. Unabhängig von den aktuellen Energiepreisschocks prognostizieren die Institute ein vollständiges Erliegen des Wachstums des Produktionspotentials in Deutschland bis zum Ende des Jahrzehnts, bedingt durch Bevölkerungsrückgang und sinkende Arbeitszeit.

MeasuredFactual1 source
Negative

Key Claims

factual

Economic research institutes have significantly lowered their growth forecasts for this and next year.

— null

statistic

Economists now expect GDP growth of only 0.6 percent this year, compared to 1.3 percent last fall.

— null

factual

German economic growth is expected to be significantly slower this year due to the Iran war and rising energy prices.

— null

quote

The energy price shock due to the Iran war is hitting the recovery hard.

— Timo Wollmershäuser, Ifo-Institut

prediction

The institutes predict that growth of Germany's production potential will completely cease by the end of the decade.

— null