Bürgerkrieg unter Schimpansen: Forschende dokumentieren jahrelangen Konflikt in Uganda
Forschende dokumentierten im Kibale-Nationalpark in Uganda einen jahrelangen Bürgerkrieg unter Schimpansen. Die ursprünglich verbundene Gruppe spaltete sich in eine westliche und eine zentrale Gruppe, woraufhin Patrouillen und Kämpfe begannen. Die kleinere westliche Gruppe griff die zentrale Gruppe an, tötete sieben Männchen und später 17 Jungtiere innerhalb von vier Jahren. Als möglicher Grund wird die Größe der ursprünglichen Gemeinschaft von 200 Tieren vermutet, welche die Fähigkeit zur Aufrechterhaltung von Beziehungen überdehnt haben könnte. Der Tod eines Männchens mit Kontakten zur anderen Gruppe beschleunigte möglicherweise die Eskalation. Die Forschenden betonen die Bedeutung persönlicher Verbindungen und sehen Parallelen zu sozialen Prozessen, die sowohl Menschen als auch Schimpansen prägen.