Ungarn: Neue Eskalationsstufe in Viktor Orbans Wahlkampf
Im Vorfeld der ungarischen Wahlen am 12. April verschärft Ministerpräsident Viktor Orban seine Wahlkampfrhetorik, indem er fiktive Bedrohungen wie eine "Mafia-Ukraine" und ein "kriegstreiberisches Brüssel" konstruiert, um von innenpolitischen Problemen abzulenken. Trotz dieser Strategie sehen Umfragen die Oppositionspartei Tisza im Aufwind. Jüngst beschuldigte Orban die Ukraine eines "anti-ungarischen Angriffs" im Zusammenhang mit einer angeblichen Ölblockade, nachdem ein Knotenpunkt der Druschba-Pipeline in der Ukraine bombardiert wurde und die Öllieferungen nach Ungarn unterbrach. Es gibt Vorwürfe, dass russische "Polittechnologen" Orban im Wahlkampf unterstützen. Die EU hat bisher erfolglos versucht, in dem Konflikt zwischen Ungarn und der Ukraine zu vermitteln.