Für unseren Liveticker verwenden wir neben eigenen Recherchen Material der Nachrichtenagentur dpa.Wichtige UpdatesWahlbeteiligung bleibt weiter niedrigDominik Krause gibt Stimme in
Giesing abWann mit einem Ergebnis zu rechnen istDie Wahllokale sind geöffnetWahlbeteiligung bleibt weiter niedrigAuch mehr als sieben Stunden nach der Öffnung der Wahllokale bleibt die Wahlbeteiligung niedriger als noch vor zwei Wochen. Im ersten Wahlgang am 8. März hatten um 15.30 Uhr bereits 46,2 Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimme abgegeben. Bei der Stichwahl um das Amt des Oberbürgermeisters am heutigen Sonntag zwischen Amtsinhaber
Dieter Reiter (
SPD) und Herausforderer
Dominik Krause (
Grüne) waren es zum gleichen Zeitpunkt lediglich 39,8 Prozent.Damit liegt die Wahlbeteiligung nicht nur niedriger als bei der Kommunalwahl vor zwei Wochen, sondern bleibt auch deutlich hinter der Beteiligung der vergangenen Wahlen zurück. Bei der Bundestagswahl 2025 hatten um 15.30 Uhr bereits 76,2 Prozent der wahlberechtigten Münchnerinnen und Münchnern ihre Stimmen abgegeben, wie aus einer Statistik der Stadt hervorgeht. Bei der Europawahl 2024 waren es zum gleichen Zeitpunkt 59,9 Prozent, bei der Landtagswahl 2023 waren es 61,3 Prozent.Die Quote zur Wahlbeteiligung, die die Stadt
München auf ihrer Internetseite jede halbe Stunde aktualisiert, wird auf Basis der ausgestellten Wahlscheine sowie der Erhebung in den Wahlräumen ermittelt. Diese Stichwahlen gab es bisher in MünchenErst zum vierten Mal, seit der Oberbürgermeister in
München direkt gewählt wird, müssen sich die Kandidaten einer Stichwahl stellen. Historisch ist diese schon jetzt, denn zum ersten Mal hat mit
Dominik Krause ein Kandidat der Grünen den Einzug in das finale Duell geschafft. Bisher traten bei dem Zweikampf immer Bewerber von
SPD und
CSU gegeneinander an - für
Dieter Reiter ist es bereits die dritte Stichwahl hintereinander: 2014 konnte er sich am Ende gegen den
CSU-Bewerber
Josef Schmid durchsetzen, sechs Jahre später siegte er klar gegen
Kristina Frank.Der einzige andere
SPD-Politiker, der es über eine Stichwahl ins Rathaus-Chefbüro schaffte, war übrigens
Georg Kronawitter. Er erreichte im Jahr 1984 gegen den
CSU-Oberbürgermeister
Erich Kiesl (
CSU) 58,1 Prozent - und übernahm zum zweiten Mal nach sechsjähriger Unterbrechung das Amt des Oberbürgermeisters. So hat
München vor zwei Wochen gewähltWen werden die Münchnerinnen und Münchner zum Oberbürgermeister machen? Die Kommunalwahl vor zwei Wochen verlief durchaus überraschend.
Dieter Reiter erzielte im ersten Wahlgang nur 35,6 Prozent der Stimmen,
Dominik Krause dagegen kam auf 29,5 Prozent. Wohl auch wegen seines nicht genehmigten Engagements beim FC Bayern schnitt Reiter schlechter ab als erwartet. Denn nur 30,8 Prozent der Wählerinnen und Wähler, die im Wahllokal abstimmten, votierten für Reiter. Bei den Briefwählerinnen und -wählern, die Großteils ihre Stimmzettel schon abgeschickt hatten, ehe die Causa FC Bayern aufkam, kam er auf 39,1 Prozent. Mittlerweile hat Reiter seine Ämter beim Fußballverein niedergelegt, und angekündigt, das Geld, das er bekommen hat, zu spenden. Im Stadtrat wurden die Grünen wie vor sechs Jahren stärkste Kraft: Die Partei erzielte 26,5 Prozent der Stimmen, die
CSU kam auf 24,9 Prozent und die
SPD auf 19,1 Prozent. Eine detaillierte Analyse der Ergebnisse vom 8. März finden Sie hier:Emily Joy NeumannDominik Krause gibt Stimme in
Giesing abGegen 10.30 Uhr erscheint
Dominik Krause, Spitzenkandidat der Grünen, in einem Wahllokal in
Giesing, um seine Stimme in der Stichwahl um das Oberbürgermeisteramt abzugeben.Das sei nun der "schöne Abschluss" von zwei Wochen Wahlkampf, auf die Krause positiv zurückblickt. In seinen 15 Jahren Parteipolitik habe ihm kein Wahlkampf so Spaß gemacht wie dieser: "In der Stadt war eine Aufbruchstimmung, wie ich sie noch nie erlebt habe." Dieser "Rückenwind" habe die Zeit "nicht wahnsinnig anstrengend, sondern sehr schön" gemacht. Und wie zuversichtlich ist er, als neuer Münchner Oberbürgermeister aus der Stichwahl hervorzugehen? "Ich glaube, es wird sehr knapp, aber ich glaube und hoffe, dass es sehr knapp für mich wird."Wie nach der Wahl vor zwei Wochen wird Krause auch heute mit seinem Partner brunchen und später zur Wahlparty der Grünen in die Muffathalle gehen.Krauses Kontrahent, der amtierende Oberbürgermeister
Dieter Reiter (
SPD), wird derweil heute nicht öffentlich wählen, sondern seine Stimme ohne extra Fototermin abgeben. Wie die Münchner
SPD mitteilt, werde er die Auszählung anschließend privat verfolgen und voraussichtlich gegen 19.30 Uhr, wenn erste aussagekräftige Ergebnisse erwartet werden, zur
SPD-Wahlparty im Oberangertheater eintreffen.Zwei Kandidaten im WahlkampfendspurtDer eine warb mit roten Rosen um die Gunst der Wählerinnen und Wähler, der andere verteilte Brezn und legte im Club auf. Nach der OB-Wahl am 8. März, die knapper ausfiel als von vielen erwartet, haben beide Kandidaten die vergangenen 14 Tage intensiv genutzt, um möglichst viele Menschen noch einmal persönlich anzusprechen. Amtsinhaber
Dieter Reiter (
SPD), der lange kein großer Freund von Wahlkampf war, nahm sich sogar extra Urlaub, um auf der Straße verlorenes Vertrauen zurückzugewinnen. Um die 30 Termine hatte er sich bis zur Stichwahl vorgenommen.
Dominik Krause startete schon am Dienstag nach der Kommunalwahl wieder mit dem Wahlkampf, um die Aufbruchstimmung und die Euphorie durch das Ergebnis vom 8. März möglichst gut zu nutzen. Wie weit dieses Momentum ihn tragen kann, wird sich an diesem Sonntagabend nach 18 Uhr zeigen. Wofür die beiden Kandidaten stehenViel ging es im Wahlkampf zuletzt vor allem um Dieter Reiters ungenehmigte Nebentätigkeiten beim FC Bayern. Doch welche inhaltlichen politischen Ziele wollen die beiden OB-Bewerber eigentlich umsetzen, wenn sie in den kommenden sechs Jahren auf dem Chefsessel im Münchner Rathaus sitzen? Und worin unterscheiden sie sich, immerhin arbeiten
Grüne und Rote seit sechs Jahren in einer Koalition im Stadtrat zusammen?Die SZ hat
Dieter Reiter und
Dominik Krause 14 konkrete Fragen zu wichtigen Münchner Themen gestellt: Wie wollen die Kandidaten im Münchner Nordosten und Norden schnell möglichst viele Wohnungen bauen? Welche Brauereien sollen auf dem Oktoberfest Bier ausschenken? Und wo kann die klamme Stadt sparen?Lesen Sie hier die Antworten der beiden KandidatenWahlbeteiligung niedriger als vor zwei WochenSeit 8 Uhr haben die Wahllokale für die OB-Stichwahl geöffnet und die Münchnerinnen und Münchner können ihre Stimme für Amtsinhaber
Dieter Reiter (
SPD) oder Herausforderer
Dominik Krause (
Grüne) abgeben. Ersten Hochrechnungen zufolge ist die Wahlbeteiligung dabei etwas niedriger als noch im ersten Wahlgang vor zwei Wochen. Wie die Stadt
München vermeldet, hatten um 8.30 Uhr 27,8 Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimme abgegeben, um 9.30 Uhr waren es 28,6 Prozent. Zwei Wochen zuvor lagen die Werte zu den gleichen Uhrzeiten bei 31,2 beziehungsweise 32,4 Prozent.Die über den Wahltag veröffentlichte Wahlbeteiligung werde auf Basis der ausgestellten Wahlscheine (Briefwahlunterlagen) sowie der Erhebung in den Wahlräumen ermittelt, teilt die Stadt
München mit.Das waren die Münchner Oberbürgermeister seit 1945Karl Scharnagl (
CSU), 4. Mai 1945 - 30. Juni 1948Thomas Wimmer (
SPD), 1. Juli 1948 - 3. Mai 1960Hans-Jochen Vogel (
SPD), 3. Mai 1960 - 10. Juni 1972:
Georg Kronawitter (
SPD), 11. Juni 1972 - 4. März 1978Erich Kiesl (
CSU), 5. März 1978 - 17. März 1984Georg Kronawitter (
SPD), 18. März 1984 - 30. Juni 1993Christian Ude (
SPD), 12. September 1993 - 30. April 2014Dieter Reiter (
SPD), ab 1. Mai 2014Wann mit einem Ergebnis zu rechnen istEtwa 6500 Ehrenamtliche sind an diesem Sonntag als Wahlhelfende im Einsatz. Das sind nur knapp halb so viele wie vor zwei Wochen, als auch noch die Stadtrats- und Bezirksausschusswahlen ausgezählt werden mussten. Nach dem Schließen der Wahllokale um 18 Uhr werden die Ergebnisse dennoch zügig erwartet - es gibt schließlich nur zwei Ankreuzmöglichkeiten. Die Briefwahlstimmen werden im Messezentrum MOC in Freimann und in der Städtischen Berufsfachschule an der Ruppertstraße ausgezählt, die anderen Stimmen direkt in den Wahllokalen.Spätestens um 19.30 Uhr werden die ersten Ergebnisse erwartet. Womöglich auch schon früher. In diesem Liveticker auf SZ.de informieren wir Sie sofort, sobald die Zahlen bekannt sind.So funktioniert die StichwahlGrundsätzlich gilt: Wer am 8. März wahlberechtigt war, ist das auch am 22. März. Wer allerdings in der Zwischenzeit aus
München weggezogen ist, verliert seine Wahlberechtigung. Und wer in den vergangenen zwei Wochen 18 Jahre alt geworden ist, darf bei der Stichwahl noch nicht mitmachen, teilte das KVR mit.Viele Münchnerinnen und Münchner haben sich auch diesmal für die Briefwahl entschieden. Wer seine Unterlagen noch nicht abgeschickt hat, kann am Sonntag den Umschlag noch in die Behördenbriefkästen am Kreisverwaltungsreferat oder am Rathaus einwerfen. Zudem gibt es "Sonderabgabestellen", die das Wahlamt im Internet veröffentlicht.Weitere Dinge, die Sie zur Stichwahl wissen müssen, hat mein Kollege Sebastian Krass hier notiert:Die Wahllokale sind geöffnetDie 686 Wahlräume an 240 Orten in der Stadt sind nun geöffnet. Bis 18 Uhr können die Münchnerinnen und Münchner abstimmen, wer ihr Oberbürgermeister werden soll. Im Gegensatz zur Wahl vor zwei Wochen ist der Stimmzettel nun deutlich übersichtlicher. Es gibt nur einen Wahlzettel mit lediglich zwei Namen. Panaschieren und Kumulieren ist also diesmal nicht möglich.In welchem Wahllokal Sie wählen dürfen, steht oben rechts auf der Wahlbenachrichtigung, die Sie für die Kommunalwahl am 8. März erhalten haben. Falls Sie diese verloren oder weggeworfen haben, können Sie trotzdem abstimmen. Wo sich Ihr Wahllokal befindet, lässt sich auch online herausfinden. Wer keine Wahlberechtigung mehr hat, kann Personalausweis oder Reisepass im Wahllokal vorzeigen.Warum in
München eine ganz besondere Wahl stattfindetDie Konstellation bei der Stichwahl in
München sei ungewöhnlich, sagt Ursula Münch, Professorin für Politikwissenschaft und Direktorin der Akademie für Politische Bildung in Tutzing: Rot tritt gegen Grün an, das gebe es bei einer Stichwahl nicht oft. Der eine Kandidat ist Amtsinhaber, der andere sein Stellvertreter. Der eine ist 67 Jahre alt, der andere fast halb so alt. "Ich würde schon sagen, dass in
München eine besondere Wahl stattfindet, für die sich auch die ganze Republik zumindest kurzzeitig interessiert", sagt Ursula Münch. Lesen Sie hier das ganze Interview, das Ressortleiterin Ulrike Heidenreich mit der Politikwissenschaftlerin kurz vor der Wahl geführt hat:Willkommen beim Liveticker zur OB-StichwahlGuten Morgen an diesem zweiten Wahlsonntag innerhalb von zwei Wochen. Am 8. März haben die Münchnerinnen und Münchner einen neuen Stadtrat und neue Bezirksausschüsse gewählt, doch die endgültige Entscheidung, wer künftig als Oberbürgermeister die Stadt regiert, fällt erst heute. Denn keiner der zwölf OB-Kandidaten schaffte im ersten Wahlgang eine absolute Mehrheit. Zur Wahl stehen nun nur noch zwei Kandidaten:
Dieter Reiter von der
SPD ist seit zwölf Jahren als Oberbürgermeister im Amt. Reiter erhielt bei der OB-Wahl vor zwei Wochen 35,6 Prozent der Stimmen und lag damit in Führung. Das Ergebnis fiel jedoch, nicht zuletzt wohl wegen der Affäre um Nebentätigkeiten beim FC Bayern, deutlich schlechter aus als bei der vergangenen Wahl im Jahr 2020.
Dominik Krause von den Grünen ist seit 2023 Zweiter Bürgermeister der Stadt. Krause bekam vor zwei Wochen 29,5 Prozent der Stimmen und ließ damit den dritten aussichtsreichen Kandidaten, Clemens Baumgärtner von der
CSU, überraschend klar hinter sich.Aufgerufen zur Wahl sind 1,1 Millionen Münchnerinnen und Münchner. Für alle, die nicht schon per Briefwahl abgestimmt haben, öffnen um 8 Uhr die Wahllokale.TickarooLive Blog Software