PfadnavigationHomePolitikDeutschlandLandtagswahl Rheinland-PfalzCDU siegt deutlich –
SPD sackt immer weiter ab –
AfD mit RekordergebnisStand: 20:04 UhrLesedauer: 3 MinutenIn der ersten Hochrechnung zur Landtagswahl in
Rheinland-Pfalz liegt die
CDU mit 30,5 Prozent deutlich vor der
SPD, die 26,5 Prozent erreicht. Die
AfD kann sich mehr als verdoppeln und kommt auf 20 Prozent. Die
FDP scheitert an der Fünf-Prozent-Hürde.Laut den Hochrechnungen führt die
CDU bei der Landtagswahl klar. Die Sozialdemokraten erleiden eine historische Niederlage. Die
AfD kann ihren Stimmanteil mehr als verdoppeln. Die mitregierende
FDP verpasst den Einzug in den Landtag deutlich.Lange sah es laut den Umfrageergebnissen nach einem Kopf-an-Kopf-Rennen in
Rheinland-Pfalz aus. Mit Schließung der Wahllokale ist klar: Die
CDU gewinnt voraussichtlich die Wahl mit 30,5 bis 30,9 Prozent deutlich. Die
SPD erleidet mit 25,5 bis 25,9 Prozent eine historische Niederlage. In den Hochrechnungen wächst der Abstand zwischen beiden Parteien, die
SPD sackt weiter ab.Die
AfD gewinnt deutlich hinzu und erzielt laut Hochrechnungen ihr bestes Ergebnis bei einer Landtagswahl in Westdeutschland mit rund 20 Prozent. Die
Grünen müssen leichte Verluste hinnehmen, kommen auf rund 8,0 Prozent. Die
FDP rutscht unter die Fünf-Prozent-Hürde. Die Freien Wähler (rund 4 Prozent) und die
Linkspartei (rund 4 Prozent) schaffen es wohl auch nicht in den Landtag.Nach dem Rücktritt von Ministerpräsidentin
Malu Dreyer im Sommer 2024 stellte sich deren Nachfolger
Alexander Schweitzer nun erstmals dem Votum der Bürger. Er führt eine Ampel-Regierung mit
Grünen und
FDP an. Seit 1991 regierte die
SPD das Land allein oder mit wechselnden Koalitionspartnern. Mit deutlich unter 30 Prozent ist es das schlechteste Ergebnis der Sozialdemokraten bei einer Landtagswahl in
Rheinland-Pfalz.Schweitzers Herausforderer ist
CDU-Spitzenkandidat
Gordon Schnieder. Er war angetreten, die
CDU zum ersten Mal nach 35 Jahren wieder in die Staatskanzlei zu führen – offenbar mit Erfolg. „Es wird ohne uns in diesem Land nicht mehr regiert“, sagte er nach Verkündung der ersten Ergebnisse.Die Ampel-Regierung in
Mainz ist abgewählt. Da alle Parteien eine Koalition mit der
AfD ausschließen, läuft es wohl auf eine Große Koalition aus
CDU und
SPD hinaus. Schweitzer hat angekündigt, kein Ministeramt zu übernehmen, sollte seine Partei die Wahl verlieren.„Die Stärke, die wir gezeigt haben, wird auch dazu führen, dass wir als geschlossene Sozialdemokratie jetzt auch eine starke Rolle spielen, wenn es darum geht, eine Regierung der demokratischen Mitte in
Rheinland-Pfalz anzubieten“, sagte Schweitzer am Wahlabend. Die
SPD in
Rheinland-Pfalz könne stolz sein, auf das, was sie erreicht habe. „Wir spüren heute Abend Trends, die stark sind, und die ihre Ursache nicht in
Rheinland-Pfalz haben“, sagte er – und verwies auf die Bundes-
SPD.
AfD-Co-Chef Tino Chrupalla forderte die
CDU auf, nach dem Wahlergebnis seiner Partei umzudenken. „Da muss sich die
CDU überlegen, wie sie im Endeffekt jetzt auch wieder von der
SPD natürlich vom Nasenring durch die Manege gezogen wird“, sagte er im ZDF. „Sie muss erklären, wie sie überhaupt noch konservative bürgerliche Politik betreiben will.“ Hier finden Sie unsere Berichterstattung über die RLP-Wahl:Alle Entwicklungen im Überblick: Liveticker zur RLP-Wahl Alle Grafiken im Überblick: Ergebnisse der Landtagswahl Rheinland-Pfalzmit dpa