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MON · 2026-03-23 · 15:39 GMTBRIEF NSR-2026-0323-30946
News/Italien: Die Anti-Meloni sieht ihre Stun/Referendum in Italien: Melonis Justizreform wohl gescheitert…
NSR-2026-0323-30946News Report·DE·Political Strategy

Referendum in Italien: Melonis Justizreform wohl gescheitert

Italiens Ministerpräsidentin Giorgia Melonis geplante Justizreform ist offenbar durch ein Referendum gescheitert. Hochrechnungen und Daten des Innenministeriums zufolge stimmten etwa 54 Prozent der italienischen Bürger gegen die Reform.

Tagesschau (ARD)Filed 2026-03-23 · 15:39 GMTLean · CenterRead · 2 min
Referendum in Italien: Melonis Justizreform wohl gescheitert
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Italiens Ministerpräsidentin Giorgia Melonis geplante Justizreform ist offenbar durch ein Referendum gescheitert. Hochrechnungen und Daten des Innenministeriums zufolge stimmten etwa 54 Prozent der italienischen Bürger gegen die Reform. Kernpunkte der Reform waren die Trennung der Laufbahnen von Richtern und Staatsanwälten sowie die Beteiligung des Parlaments an der Besetzung von Selbstverwaltungsorganen. Meloni argumentierte, die Reform würde die Unabhängigkeit der Justiz stärken, während die Opposition vor einem Eingriff in diese Unabhängigkeit warnte und Meloni vorwarf, ihren Einfluss auf die Justiz vergrößern zu wollen. Das Ergebnis des Referendums gilt als schwere Niederlage für Meloni, da es als Stimmungstest für die Parlamentswahl 2027 angesehen wurde. Die Wahlbeteiligung lag bei etwa 58 Prozent.

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Political Strategy
Legal & Judicial
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The referendum is seen as a test of public sentiment before the 2027 election.

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Meloni and her allies believed the reform would make judges and prosecutors independent.

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Opponents warned the reform would interfere with the independence of the judiciary.

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The reform aimed to separate the careers of judges and public prosecutors.

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About 54 percent of Italians voted against Meloni's planned justice reform in a referendum.

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Die geplante Justizreform von Italiens Ministerpräsidentin Meloni ist offenbar gescheitert. Bei einem Referendum stimmten laut ersten Hochrechnungen etwa 54 Prozent der Italiener dagegen. Italiens Ministerpräsidentin Giorgia Meloni steht mit ihren Plänen für eine Justizreform vor dem Scheitern. Nach einer ersten Hochrechnung des Senders Rai sprachen sich in einer Volksabstimmung 53,9 Prozent der Italienerinnen und Italiener dagegen aus. Für das Vorhaben der rechtsgerichteten Dreier-Koalition stimmten demnach 46,1 Prozent. Auch laut Daten des Innenministeriums waren mehr als 54 Prozent der Teilnehmer gegen das Vorhaben. Selbstverwaltung von Richtern sollte eingeschränkt werden Die Reform war ein zentrales Vorhaben der Regierung und hätte Änderungen an mehreren Artikeln der italienischen Verfassung vorgesehen. Ein Kernpunkt des Vorhabens war die Trennung der Laufbahnen von Richtern und Staatsanwälten, so wie das in den meisten europäischen Ländern üblich ist. Zudem sollte es neue Selbstverwaltungsorgane für Richter und Staatsanwälte geben. An deren Besetzung sollte das Parlament beteiligt werden - damit hätte die Politik mehr Einfluss auf Personalentscheidungen bekommen. Meloni und ihre Verbündeten sahen darin einen Schritt, um Richter und Staatsanwälte vom Einfluss politischer Strömungen unabhängig und das Justizwesen insgesamt effizienter zu machen. Italiens Rechte klagt seit Jahrzehnten darüber, dass große Teile der Justiz angeblich aufseiten der Linken stünden. Die Gegner - der Großteil der italienischen Opposition - warnten vor einem Eingriff in die Unabhängigkeit der Justiz insgesamt. Sie warfen Meloni vor, sie wolle ihren Einfluss auf die Justiz vergrößern. Sie argumentierten, vor allem die Staatsanwaltschaft hätte stärker politischem Einfluss unterliegen können, während strukturelle Probleme wie lange Verfahrensdauern und überfüllte Gefängnisse ungelöst blieben. Für Meloni ist das Ergebnis anderthalb Jahre vor der nächsten regulären Parlamentswahl eine schwere Niederlage. Denn das Referendum galt auch als Stimmungstest für die Wahl, die für Herbst 2027 geplant ist. Die Wahlbeteiligung war mit etwa 58 Prozent für eine Volksabstimmung sehr hoch. Wahlberechtigt waren mehr als 46 Millionen Bürger.
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