Viele Angaben stammen von Konfliktparteien und lassen sich teilweise nicht unabhängig überprüfen. Für unseren Liveblog verwenden wir neben eigenen Recherchen Material der Nachrichtenagenturen dpa, Reuters, epd, KNA und Bloomberg.Wichtige UpdatesG-7-Treffen: Ringen mit Rubio um gemeinsame
Iran-Linie Trump spricht davon, Ultimatum an
Iran zu verschiebenIsrael schickt weitere Soldaten nach LibanonIsrael: Iranischer Marine-Kommandeur getötetPistorius: bereit zur Absicherung einer WaffenruheMedien:
Pentagon könnte 10 000 weitere Soldaten sendenDas
Pentagon erwägt Medienberichten zufolge die Entsendung von bis zu 10 000 weiteren Soldaten in den Nahen Osten. Dies würde US-Präsident
Donald Trump zusätzliche Flexibilität in den Gesprächen mit Teheran einräumen, berichtete das
Wall Street Journal unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen. Das Portal Axios schrieb unter Berufung auf einen ranghohen Verteidigungsbeamten, die Entscheidung werde nächste Woche getroffen. Die Soldaten würden aus anderen Kampfeinheiten stammen als diejenigen, die bereits in die Region entsandt worden seien.Laut
Wall Street Journal dürfte die Einsatztruppe aus Infanteristen bestehen, die zu den rund 5000 Soldaten vor Ort und Tausenden Fallschirmjägern der 82. Luftlandedivision hinzukämen. Diese seien bereits in die Region beordert worden. Zunächst war dem Bericht zufolge unklar, wohin genau in den Nahen Osten die Truppen hingeschickt werden sollen. Das
Wall Street Journal hielt es für wahrscheinlich, dass die Kräfte in der Nähe zu
Iran und der für den Ölhandel strategisch wichtigen Insel Charg stationiert werden dürften.Laut Axios entwickelt das
Pentagon militärische Optionen für einen „endgültigen Schlag“ gegen
Iran, der den Einsatz von Bodentruppen und massive Bombardierungen beinhalten könnte. Quellen zufolge habe US-Präsident
Donald Trump aber noch keine Entscheidung dazu getroffen. Er sei aber bereit zu eskalieren, falls die Gespräche mit
Iran nicht bald Ergebnisse brächten. Krieg im Nahen Osten: Wo wird angegriffen?Iranische Miliz stoppt drei ContainerschiffeDie paramilitärische
Basidsch-Miliz in
Iran hat drei Containerschiffen die Fahrt durch die Straße von Hormus verwehrt. Nach Angaben der Nachrichtenagentur Tasnim begründete die Miliz ihr Vorgehen mit angeblichen Äußerungen von US-Präsident
Donald Trump, wonach die Meerenge für die Schifffahrt offen sei. Die Miliz wies auf die offizielle iranische Haltung hin, dass für Schiffe mit Verbindungen zu
Israel, den USA und deren Verbündete die Passage verboten sei.Amelie SchmidtBehörden: 15 Tote bei Luftangriff im iranischen GhomBei einem Luftangriff auf Ziele in der iranischen Stadt Ghom sind nach Angaben der örtlichen Behörden mindestens 15 Menschen getötet worden. Weitere zehn Personen seien verletzt, sagte der stellvertretende Gouverneur der gleichnamigen Provinz, Mortesa Heidari, der staatlichen Nachrichtenagentur Isna. Die Rettungskräfte suchten im Stadtviertel Pardisan weiterhin nach Verschütteten. Die Zahl der Todesopfer könne daher noch steigen.Welche Ziele genau getroffen wurden, ist bisher nicht bekannt. Der Angriff wurde zudem bisher nicht unabhängig bestätigt. Ghom gilt als religiöses Zentrum in
Iran und zählt zu den wichtigsten schiitischen Wallfahrtsorten weltweit. Die Region ist zudem wegen Industrie- und Atomanlagen von strategischer Bedeutung. Amelie SchmidtIran fordert zu Evakuierung von Gebieten rund um US-Stützpunkte aufIrans Revolutionsgarden fordern laut iranischen Medien die Zivilbevölkerung in der Nahost-Region auf, Gebiete, in denen US-Streitkräfte stationiert sind, zu verlassen. Eine solche Warnung könnte ein Hinweis auf bevorstehende Angriffe sein - oder auch Propaganda-Drohungen, um Angst und Unsicherheit zu verbreiten.
Israel greift Raketenproduktionsstätten in
Iran an Israels Armee hat eigenen Angaben zufolge in der Nacht erneut Ziele in
Iran angegriffen. Ins Visier seien dabei unter anderem Produktionsstätten für ballistische Raketen, Raketenlager und Raketenabschussrampen genommen worden, teilte das israelische Militär am Morgen mit. Angriffe habe es unter anderem in der iranischen Hauptstadt Teheran gegeben. Ziel sei es, den iranischen Beschuss auf
Israel einzuschränken. Dennoch heulten wegen Angriffen aus
Iran in der Nacht erneut die Sirenen in
Israel, darunter in der Küstenmetropole Tel Aviv. Berichte über Opfer gab es zunächst nicht.Israelischen Medienberichten zufolge liegt der Fokus der israelischen Angriffe in
Iran derzeit nicht mehr so sehr auf dem iranischen Machtapparat wie zuvor, sondern vor allem auf militärischen Zielen wie der Rüstungsindustrie. Hintergrund dürfte demnach sein, dass
Israel sich darauf vorbereitet, dass US-Präsident
Donald Trump schon bald eine Waffenruhe mit
Iran verkünden könnte.
Iran pocht auf Recht zur Blockade der Straße von Hormus
Iran bezeichnet es als sein legitimes Recht, Schiffe des "Feindes und seiner Verbündeten" an der Durchfahrt durch die Straße von Hormus zu hindern. Dies erklärt der iranische Außenminister in einem Telefonat mit UN-Generalsekretär António Guterres, wie der iranische Sender Press TV berichtet.
G-7-Treffen: Ringen mit Rubio um gemeinsame
Iran-Linie Die
G-7-Partner wirtschaftsstarker Demokratien ringen heute mit ihrem US-Kollegen Marco Rubio um eine gemeinsame Linie für ein Ende des
Iran-Krieges. Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) forderte vor den Beratungen in Frankreich von den USA, Europa in ihre Planungen einzubeziehen. Rubio stellte sich vor seinem Abflug hinter die Kritik von US-Präsident
Donald Trump, die Nato-Verbündeten hätten im Krieg mit
Iran nicht geholfen, als die USA sie darum gebeten hätten.Trump habe festgestellt, dass die USA ständig um Hilfe in Kriegen gebeten worden seien und geholfen hätten, sagte Rubio. Doch als man selbst um Unterstützung gebeten habe, habe man von der Nato keine positive Antwort bekommen. Die Bedrohungen der globalen Schifffahrt durch
Iran seien ein Verstoß gegen das Völkerrecht. All jene Länder, denen das Völkerrecht am Herzen liege, sollten etwas dagegen unternehmen.Zur Allianz der „Gruppe der Sieben“ gehören neben Deutschland auch Frankreich, Großbritannien, Italien, Japan, Kanada und die USA. Das Treffen in einer früheren Abtei im Pariser Umland ist das erste förmliche Treffen der
G-7-Außenminister seit Beginn des
Iran-Kriegs vor einem Monat.Der Bundesaußenminister forderte im TV-Sender RTL: „Wir als Europäer müssen natürlich einbezogen werden jetzt in die Gedankenwelt der USA, wie dieser Krieg beendet werden kann.“ Der Krieg beeinflusse die Wirtschaft und die Energiepreise in Deutschland und Europa sehr stark. „Deswegen müssen wir natürlich wissen, wann und unter welchen Bedingungen dieser Krieg beendet werden kann, wann die Ziele erreicht werden können.“ Diese Dringlichkeit wolle er bei dem
G-7-Treffen im französischen Vaux-de-Cernay deutlich machen, sagte Wadephul mit Blick auf Rubio. Am Ende des Tages stehe Deutschland Seite an Seite mit den USA und
Israel, „weil wir ein gemeinsames Interesse haben, dass keine Gefahr mehr vom
Iran ausgeht“.Bericht: Chinesischer Chipbauer beliefert Irans MilitärDer größte chinesische Chip-Hersteller SMIC hat nach Angaben von Insidern aus der US-Regierung Ausrüstung zur Halbleiterproduktion an das iranische Militär geliefert. Die Lieferungen hätten vor etwa einem Jahr begonnen und dauerten an, sagten zwei mit der Angelegenheit vertraute Personen aus US-Regierungskreisen am Donnerstag (Ortszeit) der Nachrichtenagentur Reuters. Die Zusammenarbeit umfasse höchstwahrscheinlich auch technische Schulungen.Es sei unklar, ob die Ausrüstung aus den USA stamme, was einen Verstoß gegen US-Sanktionen darstellen würde. Stellungnahmen von SMIC, der chinesischen Botschaft in Washington und der iranischen UN-Vertretung lagen zunächst nicht vor. Die Vorwürfe werfen Fragen zur Haltung der Regierung in Peking in dem seit einem Monat andauernden Konflikt zwischen den USA,
Israel und
Iran auf. China hat in dem Krieg bislang nicht öffentlich Partei ergriffen. Außenminister Wang Yi rief in dieser Woche zu raschen Friedensgesprächen auf. Allerdings hatte Reuters im vergangenen Monat berichtet, dass
Iran kurz vor dem Abschluss eines Abkommens mit China über den Kauf von Anti-Schiffs-Raketen stehe.Die chinesische Regierung behauptet, dass sie normale Handelsbeziehungen mit
Iran unterhält. Die US-Regierung geht bereits seit Jahren gegen die chinesische Halbleiterindustrie vor. SMIC wurde 2020 wegen mutmaßlicher Verbindungen zum chinesischen Militär auf eine schwarze Liste gesetzt, die den Zugang zu US-Exporten einschränkt. Das Unternehmen weist diese Vorwürfe zurück. Die Regierung unter Trumps Vorgänger Joe Biden hatte die Restriktionen gegen SMIC im Jahr 2024 weiter verschärft. EU-Außenbeauftragte: Russland hilft
Iran dabei, Amerikaner zu tötenDie EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas hat Russland schwer belastet: Moskau unterstütze
Iran mit Geheimdienstinformationen, um Amerikaner und US-Verbündete ins Visier zu nehmen, sagte sie am Rande eines
G-7-Außenministertreffens bei Paris. „Russland hilft
Iran mit Geheimdienstinformationen, um Amerikaner zu töten", so Kallas wörtlich. Zudem liefere Moskau Drohnen an Teheran, mit denen Nachbarländer und US-Militärbasen angegriffen würden.Kallas betonte, beide Kriege seien eng miteinander verknüpft. Wer wolle, dass der Nahost-Konflikt ende und
Iran aufhöre, US-Streitkräfte anzugreifen, müsse auch den Druck auf Russland erhöhen – und die Ukraine stärker unterstützen. Eine klare Botschaft an Washington, das bislang zögert, Moskau härter anzugehen.Russland profitiert dem Bericht zufolge massiv vom gestiegenen Ölpreis infolge des gemeinsamen US-israelischen Angriffs auf
Iran Ende Februar: Moskaus tägliche Öleinnahmen haben sich in den vergangenen drei Wochen auf durchschnittlich 270 Millionen Dollar verdoppelt – verglichen mit 135 Millionen Dollar im Januar. „Es ist sehr klar, auf welcher Seite Russland steht – und es ist nicht die Seite Amerikas", sagte Kallas.Trump kritisiert Deutschland für
Iran-Absage: „unangebracht“ US-Präsident
Donald Trump hat Deutschland wegen der ausbleibenden Hilfe bei der Sicherung der Straße von Hormus kritisiert. Er habe es als „unangemessen“ empfunden, dass von deutscher Seite geäußert worden sei: „Das ist nicht unser Krieg“, sagte der Republikaner während einer Kabinettssitzung im Weißen Haus. Trump nannte keinen konkreten Namen, schrieb die Äußerung aber der Spitze zu („the head of Germany“).So oder so ähnlich hatten sich jüngst mehrere führende deutsche Politiker geäußert. Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) sagte bei einem Besuch in Norwegen: „Deutschland ist nicht Teil dieses Krieges, und wir wollen es auch nicht werden.“ Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) sagte: „Es ist nicht unser Krieg.“ Vize-Kanzler Lars Klingbeil (SPD) äußerte sich in einem Interview des Redaktionsnetzwerks Deutschland: „Ich sage sehr klar: Das ist nicht unser Krieg.“ Trump spricht davon, Ultimatum an
Iran zu verschiebenUS-Präsident
Donald Trump setzt nach eigenen Angaben die angekündigte Zerstörung von Energieanlagen in
Iran für zehn Tage aus. Die Frist laufe nun bis zum 6. April, erklärt Trump. Die Gespräche mit
Iran liefen "sehr gut". Ursprünglich lief die Frist bis zum Ende dieser Woche. Trump hatte
Iran damit gedroht, Kraftwerke zu zerstören, sollte Teheran die Straße von Hormus nicht vollständig und „ohne Drohungen“ für den Schiffsverkehr öffnen. Ursprünglich hatte er dafür ein Ultimatum gesetzt, das in der Nacht zum Dienstag deutscher Zeit ausgelaufen wäre. Am Montag hatte er dann angekündigt, wegen „sehr guter und produktiver Gespräche über eine vollständige und endgültige Beilegung unserer Feindseligkeiten“ für weitere fünf Tage auf solche Angriffe zu verzichten.Unterdessen hieß es aus
Iran, man werde sich von Trump nicht einschüchtern lassen. „Niemand kann
Iran und den Iranern ein Ultimatum stellen“, schrieb Parlamentspräsident Mohammed Bagher Ghalibaf auf der Plattform X. Die Kinder Irans würden den Kampf bis zum endgültigen Sieg fortsetzen und diesen Teufelskreis von Krieg, Waffenruhe und wieder Krieg durchbrechen. Freie Fahrt für zehn Tanker: Trump lüftet Geheimnis um „riesiges Geschenk“ IransIran hat nach Angaben von US-Präsident
Donald Trump zehn Öltankern die Durchfahrt durch die Straße von Hormus gewährt. Die iranische Seite habe das angeboten, um in den Verhandlungen mit den USA ihre Zuverlässigkeit zu untermauern, sagte Trump bei einer Kabinettssitzung in Washington. „Wir haben es wohl mit den richtigen Leuten zu tun“, sagte Trump.Am Dienstag hatte er in kryptischen Worten von einem „riesigen Geschenk“ der Iraner gesprochen, ohne Details zu nennen. Dieses Geschenk sei „unglaublich viel Geld“ wert gewesen. Bevor er die Nachricht von den Tankern verkündete, fragte Trump seinen Sondergesandten Steve Witkoff am Kabinettstisch, ob er die Informationen teilen dürfe - offenbar weil es sich um vertrauliche Angaben handelt. „Ich hoffe, ich habe deine Verhandlungen nicht vermasselt“, sagte Trump in Richtung Witkoff.
Israel schickt weitere Soldaten nach LibanonIsraels Armee hat eigenen Angaben zufolge weitere Soldaten in den Süden des Nachbarlandes Libanon geschickt. Soldaten einer weiteren Division hätten sich in den vergangenen Tagen den „gezielten Bodenoperationen im Südlibanon“ angeschlossen, um dort die sogenannte Sicherheitszone auszuweiten, teilte das israelische Militär mit. Sie seien zuvor im Gaza-Krieg im Einsatz gewesen. Um wie viele Soldaten es sich konkret handelte, wollte die Armee auf Anfrage nicht sagen. Israels Verteidigungsminister
Israel Katz hatte kürzlich gesagt,
Israel wolle bis auf weiteres das Gebiet bis zum Litani-Fluss im Südlibanon kontrollieren. Der Fluss liegt etwa 30 Kilometer nördlich der israelisch-libanesischen Grenze. Außenminister Gideon Saar warf der libanesischen Regierung und Armee vor, nicht ausreichend gegen die Hisbollah-Miliz vorzugehen. „Daher muss
Israel in Libanon handeln, um seine Bürger und Gemeinden zu schützen.“ Aus libanesische Sicherheitskreisen hieß es, Israels Soldaten drängen immer tiefer nach Libanon ein. Insgesamt sei das Militär aus dem südlichen Nachbarland bereits acht bis neun Kilometer tief in Libanon vorgerückt.
Israel teilt die Positionen seinen Truppen grundsätzlich nicht mit.Mann stirbt bei Hisbollah-Raketenangriff in NordisraelBei einem Raketenangriff der Hisbollah ist in der israelischen Küstenstadt Naharijah ein Mann getötet worden. Zudem habe es 14 Verletzte gegeben, darunter einen Schwerverletzten, teilte der israelische Rettungsdienst Magen David Adom mit. Ein Sanitäter berichtete von beschädigten Gebäuden und massiver Zerstörung nach einem Raketeneinschlag. Israelischen Medien zufolge wurde der Parkplatz eines Wohnhauses getroffen. Mehr ladenTickarooLive Blog Software