Außenminister Araghchi:
Iran befindet sich nicht in Verhandlungen mit den USA +++ Fernsehsender berichtet von „negativer“ Reaktion +++ USA verlegen offenbar 2000 Fallschirmjäger in den Nahen Osten +++ alle Entwicklungen im LiveblogIran weist amerikanischen Vorschlag abIran hat nach Angaben des staatlichen Fernsehens den von den USA vorgelegten Plan für ein Ende des Krieges zurückgewiesen. „
Iran hat negativ auf den US-Vorschlag reagiert“, hieß es am Mittwoch im staatlichen Sender
Press TV. Zugleich wurde ein Regierungsvertreter mit den Worten zitiert, dass „der Krieg endet, wenn
Iran beschließt, ihn zu beenden – und nicht, wenn (US-Präsident Donald) Trump es will“.Der Plan aus
Washington war laut pakistanischen Regierungsvertretern über
Islamabad an
Iran übermittelt worden. Er umfasst laut Medienberichten 15 Punkte.Unter anderem sieht er laut „
New York Times“ die Wiederöffnung der Straße von Hormus sowie strikte Beschränkungen für das iranische Atomprogramm vor. Im Gegenzug sollen laut dem israelischen Sender
Channel 12 die Sanktionen gegen
Iran aufgehoben werden. Beide Seiten würden demnach eine einmonatige Waffenruhe ausrufen, während der sie auf Grundlage des Vorschlags aus
Washington verhandeln würden. Ein Regierungswechsel in
Iran werde in dem Plan nicht gefordert, berichtete der Sender.Martin FrankeBen MenglerIran: Oberste Führung prüft Vorschläge der USAIran führt nach Angaben von Außenminister
Abbas Araghchi keine direkten Verhandlungen mit den USA. Zwar sende
Washington über verschiedene Vermittler Botschaften, dies bedeute jedoch keine Verhandlungen, sagt Araghchi. Die oberste Führung in Teheran prüfe derzeit die vorliegenden Vorschläge.
Iran strebe keinen Krieg an, fordere aber ein dauerhaftes Ende des Konflikts sowie Entschädigungen für die Zerstörungen, erklärt der Minister weiter. Die USA haben nach seinen Worten ihre Kriegsziele wie einen schnellen Sieg und einen Regimewechsel verfehlt. Araghchi ruft zudem die Nachbarstaaten auf, auf Distanz zu den USA zu gehen. Ben MenglerSelenskyj: Russland versucht USA im Irankrieg zu erpressenRussland versucht nach Angaben des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj, die USA zu erpressen. Die Regierung in Moskau biete an, den Austausch von militärischen Geheimdienstinformationen mit
Iran zu stoppen, sagt Selenskyj der Nachrichtenagentur Reuters. Im Gegenzug solle
Washington der Ukraine keine Geheimdienstdaten mehr zur Verfügung stellen. Dies gehe aus Berichten der ukrainischen Geheimdienste hervor, erklärt er weiter. Zudem enthalten Selenskyj zufolge einige iranische Drohnen, die bei Angriffen auf US-Ziele im Nahen Osten eingesetzt werden, russische Bauteile. Russland weist eine Unterstützung Irans im Krieg gegen die USA und Israel zurück. Martin FrankeKretschmer: Irankrieg völkerrechtswidrigCDU-Parteivize Michael Kretschmer hat Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier den Rücken gestärkt für dessen Analyse, dass der Irankrieg völkerrechtswidrig sei. „Der Bundespräsident hat total Recht: Das ist ein völkerrechtswidriger Krieg“, sagte der sächsische Ministerpräsident beim Talk „Ostdeutschland zum Mitreden“ von „Sächsischer Zeitung“, „Leipziger Volkszeitung“, „Ostsee-Zeitung“ und „Märkischer Allgemeiner Zeitung“ am Mittwochabend in Berlin. „Und die Reaktion vom
Iran ist auch unsäglich und ist auch völkerrechtswidrig. Jetzt muss damit Schluss sein.“Ben MenglerIran droht ungenanntem Land in der Region mit AngriffenGeheimdienstinformationen deuten nach den Worten des iranischen Parlamentspräsidenten Mohammad Bagher Ghalibaf darauf hin, dass „Feinde“ die Besetzung einer iranischen Insel planen. Dies solle mit Unterstützung eines namentlich nicht genannten Landes aus der Region geschehen, teilt Ghalibaf auf X mit. „Die iranischen Streitkräfte beobachten die Bewegungen des Feindes“, schreibt er weiter. Sollten diese aktiv werden, werde
Iran die lebenswichtige Infrastruktur in dem unterstützenden Land mit ständigen und unerbittlichen Angriffen überziehen. Ben MenglerTrump warnt
Iran droht mit „beispiellosen Angriffen“US-Präsident
Donald Trump warnt
Iran mit Blick auf das US-Verhandlungsangebot davor, sich nicht wieder zu verkalkulieren, und droht mit beispielloser Härte. Falls
Iran seine Niederlage nicht anerkenne, sei Trump bereit,
Iran „härter als jemals zuvor“ zu treffen, sagt die Sprecherin des Weißen Hauses, Karoline Leavitt, vor Journalisten. Ben MenglerArabische Staaten fordern von Irak Stopp von AngriffenKuwait, die Vereinigten Arabischen Emirate, Bahrain, Saudi-Arabien, Qatar und Jordanien fordern den Irak auf, umgehend Maßnahmen gegen Angriffe von seinem Staatsgebiet auf Nachbarländer zu ergreifen. Der Aufruf diene dem Erhalt der „brüderlichen Beziehungen“ und solle eine weitere Eskalation vermeiden, heißt es in einer gemeinsamen Erklärung der sechs arabischen Staaten. Seit Beginn des Krieges der USA und Israels gegen
Iran bekennen sich von
Iran unterstützte irakische Milizen zu Angriffen auf mehrere US-Stützpunkte in der Region. Ben MenglerIran pocht auf Kontrolle der Straße von HormusIran beharrt auf einer vollständigen Kontrolle über die Schifffahrt in der Straße von Hormus. Ein Sprecher des Zentralkommandos der Streitkräfte erklärte laut Nachrichtenagentur Tasnim, die Lage in der Meerenge werde nicht zum vorherigen Zustand zurückkehren: „Es wird geschehen, was wir wollen.“ Allen Schiffen mit Verbindungen zu den USA oder Israel bleibe die Passage untersagt, so der Sprecher. „Die Entscheidung über die Erteilung einer Transitgenehmigung liegt bei uns.“Der Sprecher betonte die Bedeutung der Straße von Hormus für den globalen Energiehandel: „Das Feuer unter dem Ölpreis lodert seit einiger Zeit; wie hoch die Flammen schlagen, liegt in unserer Hand.“ Durch die Straße von Hormus verlaufen in Friedenszeiten rund 20 Prozent der weltweiten Öl- und Flüssigerdgastransporte.Laut der iranischen UN-Vertretung dürfen Schiffe, die nicht als feindlich gelten und keine militärischen Aktionen gegen
Iran unterstützen, den Seeweg nutzen ‒ sofern sie sich an alle iranischen Sicherheitsvorschriften halten und die Passage mit den zuständigen Behörden abstimmen. Ben MenglerIsraels Außenminister fordert von UN die Einstufung der Hizbullah als TerrororganisationIsraels Außenminister Gideon Saar hat in einem Schreiben an den UN-Sicherheitsrat gefordert, die Angriffe der Hizbullah gegen sein Land zu verurteilen und die proiranische Miliz als Terrororganisation einzustufen. Seit dem 2. März habe die Hizbullah mehr als 3500 Raketen und Drohnen auf Israel abgefeuert, schrieb Saar auf der Plattform X. Der UN-Sicherheitsrat solle von der libanesischen Regierung die Entwaffnung der Hizbullah und anderer bewaffneter Gruppen verlangen, schrieb Saar weiter. Außerdem solle er die Rolle Irans als Bedrohung für Frieden und Sicherheit in der Region thematisieren. In Libanon wurden bisher nach Angaben der Katastrophenschutzeinheit der Regierung 3646 israelische Angriffe gemeldet. Mehr als 1000 Menschen wurden nach Behördenangaben seit Ausbruch der jüngsten Eskalation im Land bereits getötet. Oliver KühnGuterres sieht größeren Krieg heraufziehenUN-Generalsekretär António Guterres hat den französischen Diplomaten Jean Arnault zu seinem persönlichen Gesandten für den Konflikt im Nahen Osten ernannt. Der Konflikt sei außer Kontrolle geraten. Die „Welt steht vor einem größeren Krieg“, sagt Guterres gegenüber der Presse. Er stehe in engem Kontakt mit vielen Akteuren in der Region und weltweit. Es gebe eine Reihe von Initiativen für Dialog und Frieden. Majd El-SafadiÄgypten bietet sich als Gastgeber für Verhandlungen an Ägypten hat sich als Austragungsort für jegliche Gespräche zu
Iran angeboten, solange sie der Deeskalation dienten. Ägypten unterstütze die Bemühungen von US-Präsident
Donald Trump, Verhandlungen mit dem
Iran aufzunehmen, sagte Außenminister Badr Abdelatty. Zu der Reaktion Irans auf den US-Plan fügte er hinzu: „Wir müssen unsere Bemühungen fortsetzen, es kommt ganz auf Diplomatie und Verhandlungen an.“ Majd El-SafadiWadephul: Hoffentlich wird Gesprächen Chance auf Erfolg zugestandenAußenminister Johann Wadephul begrüßt das Bestreben von US-Präsident
Donald Trump, Verhandlungen zur Beendigung des Krieges mit
Iran aufzunehmen. Er hoffe, dass den Gesprächen eine Chance auf Erfolg eingeräumt werde, sagt Wadephul bei einem Besuch seines tunesischen Amtskollegen Mohamed Ali Nafti in Berlin. „Es ist lobenswert, dass der US-Präsident sein Ultimatum an das iranische Regime um einige Tage verschoben hat und nun Verhandlungen anstrebt“, sagt Wadephul. „Das iranische Regime wäre gut beraten, jetzt darauf zu reagieren. Wenn es also eine Chance für Diplomatie gibt, sollten wir den Gesprächen auf jeden Fall eine Chance geben.“ Majd El-SafadiLibanons Armee: Iranische Raketenteile im Libanon abgestürzt In Libanon sind nach ersten Militärangaben Teile einer iranischen Rakete abgestürzt. Die libanesische Armee teilte auf der Plattform X mit, dass das eigentliche Ziel außerhalb des libanesischen Territoriums gelegen haben müsse. Die Rakete sei in großer Höhe explodiert. Als mögliche Ursachen würden eine technische Fehlfunktion oder der Abschuss durch eine Abfangrakete in Betracht gezogen, hieß es weiter. Der Vorfall ereignete sich am gestrigen Dienstagnachmittag.Mehr ladenTickarooLive Blog Software