Israel greift Ziele in
Teheran an –
Iran meldet Angriffe auf Golfstaaten und
Israel +++ Thailändisches Frachtschiff läuft wohl vor iranischer Insel auf Grund +++ Selenskyj trifft wohl saudischen Kronprinzen in Dschidda +++ alle Entwicklungen im LiveblogSabrina FrangosIsrael greift Ziele in
Teheran an –
Iran meldet Angriffe auf Golfstaaten und IsraelDie israelische Armee hat nach eigenen Angaben erneut Ziele in der iranischen Hauptstadt
Teheran attackiert. Bei den „großangelegten“ Angriffen sei „Infrastruktur des iranischen Terrorregimes im Herzen Teherans“ anvisiert worden, erklärte die israelische Armee am Freitagmorgen.Die iranischen Revolutionsgarden erklärten derweil, am Donnerstag Ziele in
Israel sowie von der US-Armee genutzte Stützpunkte in mehreren Golfstaaten mit Raketen und Drohnen angegriffen zu haben. Bei den Angriffen seien Lang- und Mittelstreckenraketen sowie „zerstörerische und umherstreifende Drohnen“ eingesetzt worden, hieß es in einer von den iranischen staatlichen Nachrichtenagenturen Irna und Fars verbreiteten Erklärung der Revolutionsgarden. Die Attacken hätten sich gegen Ziele in
Israel, den Vereinigten Arabischen Emiraten, Katar,
Kuwait und
Bahrain gerichtet. In
Bahrain sei eine Wartungsanlage für das US-Luftverteidigungssystem Patriot ins Visier genommen worden.Sabrina FrangosAgentur: Thailändisches Frachtschiff läuft vor iranischer Insel auf GrundEin unter thailändischer Flagge fahrendes Frachtschiff ist nach Angaben der iranischen Nachrichtenagentur Tasnim vor der Insel Keschm auf Grund gelaufen. Die „Mayuree Naree“ war Anfang des Monats in der Straße von Hormus bereits von unbekannten Geschossen getroffen worden. Thailändischen Angaben zufolge hatte die omanische Marine 20 Besatzungsmitglieder gerettet, nachdem eine Explosion im Heck des Frachters ein Feuer im Maschinenraum ausgelöst hatte.Sabrina FrangosAgentur: Selenskyj trifft saudischen Kronprinzen in DschiddaDer saudische Kronprinz
Mohammed bin Salman und der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj beraten nach Angaben der staatlichen saudischen Nachrichtenagentur in Dschidda über die regionale Eskalation und den Krieg in der Ukraine. Weitere Einzelheiten wurden zunächst nicht genannt. Selenskyj hatte Anfang des Monats nach einem Gespräch mit dem Kronprinzen das Angebot Kiews erneuert, bei der Abwehr iranischer Drohnen zu helfen.Hannah SturmTrump empfindet Deutschlands Äußerung zum Irankrieg als „unangemessen“US-Präsident Donald Trump hat Deutschland wegen der ausbleibenden Hilfe bei der Sicherung der Straße von Hormus kritisiert. Er habe es als „unangemessen“ empfunden, dass von deutscher Seite geäußert worden sei: „Das ist nicht unser Krieg“, sagte der Republikaner während einer Kabinettssitzung im Weißen Haus. Trump nannte keinen konkreten Namen, schrieb die Äußerung aber der Spitze zu („the head of Germany“).So oder so ähnlich hatten sich jüngst mehrere führende deutsche Politiker geäußert. Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) sagte bei einem Besuch in Norwegen: „Deutschland ist nicht Teil dieses Krieges, und wir wollen es auch nicht werden.“Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) sagte: „Es ist nicht unser Krieg.“ Vize-Kanzler Lars Klingbeil (SPD) äußerte sich in einem Interview des Redaktionsnetzwerks Deutschland: „Ich sage sehr klar: Das ist nicht unser Krieg.“Trump schilderte als seine Reaktion auf die von ihm zitierte Haltung, er habe gesagt: „Nun, die Ukraine ist nicht unser Krieg.“Der US-Präsident hatte die Nato-Verbündeten um Hilfe bei der militärischen Absicherung der durch den Irankrieg quasi blockierten Schifffahrt durch die Straße von Hormus gebeten. Die Meerenge ist wichtig für den weltweiten Ölhandel. Weil die Nato-Partner der Aufforderung nicht nachkamen, hat er sie wiederholt mit scharfen Worten kritisiert. Hannah SturmIsrael droht mit Tötung iranischer Führungsfiguren Israels Armee hat nach der Tötung des Marine-Kommandeurs der iranischen Revolutionsgarden, Admiral Aliresa Tangsiri, damit gedroht, weitere wichtige Führungsfiguren in
Iran ins Visier zu nehmen. Die Tötungen würden nicht aufhören, sagte Militärsprecher Effie Defrin am Abend. „Wir werden weiterhin jeden verfolgen, der
Israel bedroht.“ Aus
Iran gab es zunächst keine Bestätigung für den Tod des Marine-Kommandeurs.Israels Armee teilte am Abend außerdem mit, die israelische Luftwaffe habe am Mittwoch in Kermanschah und Desful Waffenlager, Raketenabschussrampen sowie dort tätige Iraner ins Visier genommen. Zudem habe das israelische Militär am Mittwoch sowie in der Nacht zu Donnerstag in
Teheran und im Zentrum des Irans Waffenproduktionsstätten angegriffen.„Bislang haben wir mehr als 1.000 Ziele der iranischen Rüstungsindustrie angegriffen“, sagte Defrin weiter. Ziel sei es, die Bedrohung durch Drohnen und Raketen langfristig zu beseitigen.
Iran feuerte im Laufe des Tages derweil in zehn Wellen Raketen auf
Israel. Allein in der Küstenmetropole Tel Aviv mussten die Einwohner etliche Male Schutz suchen. Defrin betonte am Abend, dass die Zahl der von
Iran abgeschossenen Raketen seit dem ersten Kriegstag vor fast einem Monat jedoch kontinuierlich abgenommen habe. Rebecca BoucseinUSA setzen Zerstörung von Kraftwerken in
Iran für zehn Tage aus US-Präsident Donald Trump hat sein Ultimatum an
Iran zur Freigabe der Straße von Hormus abermals verlängert. Er setzt nach eigenen Angaben die angekündigte Zerstörung von Energieanlagen in
Iran für zehn Tage aus. Die Frist laufe nun bis zum 6. April, 20.00 Uhr (US-Ostküstenzeit, 7. April 2.00 Uhr deutscher Zeit), erklärt Trump. Die Gespräche mit
Iran liefen „sehr gut“. Eine iranische Stellungnahme liegt zunächst nicht vor. Trump begründete die Fristverlängerung mit den Verhandlungen mit
Iran, die „sehr gut“ vorankämen. Der US-Präsident hatte
Iran damit gedroht, Kraftwerke zu zerstören, sollte
Teheran die Straße von Hormus nicht vollständig und "ohne Drohungen" für den Schiffsverkehr öffnen. Ursprünglich hatte er dafür ein Ultimatum gesetzt, das in der Nacht zum Dienstag deutscher Zeit ausgelaufen wäre. Am Montag hatte er dann angekündigt, wegen "sehr guter und produktiver Gespräche über eine vollständige und endgültige Beilegung unserer Feindseligkeiten" für weitere fünf Tage auf solche Angriffe zu verzichten. Rebecca BoucseinLagarde: Energieengpässe durch Nahost-Krieg könnten Jahre andauern EZB-Präsidentin Christine Lagarde warnt vor langjährigen Störungen der Energieversorgung durch den Krieg im Nahen Osten. Die Erwartung einer raschen Rückkehr zur Normalität sei möglicherweise zu optimistisch, sagt sie in einem Interview mit dem Magazin "The Economist". Es sei bereits zu viel Energieinfrastruktur beschädigt worden. Der Schock für die Weltwirtschaft falle womöglich größer aus als von Experten derzeit angenommen, die Folgen dürften sich jedoch erst nach und nach zeigen. Hannah SturmIran lässt sich kein US-Ultimatum stellen
Iran wird sich laut Parlamentspräsident Mohammed Bagher Ghalibaf keinem Ultimatum von US-Präsident Donald Trump beugen. „Niemand kann
Iran und den Iranern ein Ultimatum stellen“, erklärte er auf der Plattform X. Die Kinder Irans würden den Kampf bis zum endgültigen Sieg fortsetzen und diesen Teufelskreis von Krieg, Waffenruhe und wieder Krieg durchbrechen.Trump hatte
Iran damit gedroht, Kraftwerke und Energieanlagen zu zerstören, sollte
Teheran die Straße von Hormus nicht vollständig und „ohne Drohungen“ für den Schiffsverkehr öffnen. Ursprünglich hatte er dafür ein Ultimatum gesetzt, das in der Nacht zum Dienstag deutscher Zeit ausgelaufen wäre. Am Montag hatte er dann angekündigt, wegen „sehr guter und produktiver Gespräche“ für weitere fünf Tage auf solche Angriffe zu verzichten.
Iran hatte gedroht, dass er im Gegenzug Energieanlagen anderer Länder in der Golfregion angreifen würde. Außerdem beharrt die Führung in
Teheran darauf, die alleinige Kontrolle über die für den globalen Energiehandel zentrale Passage zu haben. Zuletzt blieb Trump jedoch vage, ob er an der Frist festhält. Während einer Kabinettssitzung sagte er, seine Entscheidung hänge von Einschätzungen seines Teams ab – darunter Vizepräsident JD Vance, der Sondergesandte Steve Witkoff und sein Schwiegersohn Jared Kushner. Rebecca BoucseinNorwegen senkt Steuern auf Kraftstoffe Das norwegische Parlament verabschiedet ein Gesetz zur vorübergehenden Senkung der Steuern auf Benzin und Diesel. Damit sollen die infolge des Krieges im Nahen Osten stark gestiegenen Kraftstoffkosten abgefedert werden. Die von April bis September befristete Maßnahme führt nach Angaben von Finanzminister Jens Stoltenberg zu Mindereinnahmen von mindestens 3,3 Milliarden norwegischen Kronen (etwa 295 Millionen Dollar). Zudem billigen die Abgeordneten eine Reduzierung der CO2-Steuer. Dies bedeutet weitere Einnahmeausfälle in Milliardenhöhe Michaela Wiegel, KorrespondentinBarrot: Moskau hilft
Iran, US-Ziele ins Visier zu nehmen Beim G7-Außenministertreffen nahe Paris haben die Außenminister die aktive russische Militärhilfe für
Iran angeprangert. Der gastgebende französische Außenminister Jean-Noel Barrot sagte, Moskau helfe dabei, US-amerikanische Ziele in der Region ins Visier zu nehmen. Die Außenminister haben darüber beraten, wie sie die Straße von Hormus absichern können. Deutschland erwartet beim G7-Außenministertreffen in Vaux-de-Cernay Einblicke in die Ziele der Vereinigten Staaten in
Iran. „Für die Bundesregierung ist es von großer Bedeutung, dass wir genau wissen, was unsere amerikanischen Partner beabsichtigen“, sagte Außenminister Wadephul. Er sprach sich für eine „abgestimmte Politik“ aus. Er sei zuversichtlich, dass eine „gemeinsame Position“ mit Washington definiert werden könne. Für die USA nimmt Außenminister Marco Rubio an dem Treffen teil, das am Freitag fortgesetzt wird. Hannah Sturm35 Staaten wollen Koalition für Sicherungsmission in der Straße von Hormus bilden Die Generalstabschefs aus 35 Staaten haben am Donnerstag über den Aufbau einer Koalition zur Sicherstellung der Schifffahrt durch die Straße von Hormus beraten. Wie das französische Verteidigungsministerium erklärte, war das Ziel der Gespräche eine „koordinierte Initiative“, um eine sichere Durchfahrt zu gewährleisten. Das Vorgehen sei „losgelöst von den laufenden Militäreinsätzen“ in der Region. Das britische Verteidigungsministerium hatte das Treffen am Mittwoch gegenüber der Nachrichtenagentur AFP angekündigt. Demnach sollten die Armeechefs derjenigen Länder daran teilnehmen, die in der vergangenen Woche einen vorläufigen Stopp der Angriffe gegen Einrichtungen der Öl- und Gasindustrie in der Golfregion gefordert und ihre Bereitschaft zur Sicherung der Straße von Hormus erklärt hatten. Neben Deutschland hatten Frankreich, Großbritannien, Italien, die Niederlande und Japan die Erklärung unterzeichnet. Später schlossen sich rund 30 weitere Staaten an - darunter die seit Wochen von
Iran attackierten Golfstaaten Vereinigte Arabische Emirate und
Bahrain. Berichten mehrerer britischer Medien zufolge hat Großbritannien eine internationale Konferenz in der Hafenstadt Portsmouth vorgeschlagen, um dort eine Koalition für eine Sicherungsmission in der Straße von Hormus zu schmieden. Hannah SturmTrump: Kontrolle über Irans Öl sei eine „Option“US-Präsident Donald Trump hat es als Option bezeichnet, die Kontrolle über das iranische Öl zu übernehmen. Während einer Kabinettsitzung im Weißen Haus von einem Journalisten darauf angesprochen, sagte er: „Ich würde nicht darüber sprechen. Aber es ist eine Option.“Die USA hatten kürzlich iranische Militärstandorte auf der für den iranischen Ölexport wichtigen Insel Charg im Persischen Golf angegriffen. Am vergangenen Montag ordnete Trump wegen laufender Gespräche mit
Iran dann an, die Energieinfrastruktur des Landes für fünf Tage nicht anzugreifen. Hannah SturmGolf-Staaten kritisieren iranische AngriffeDie Golf-Staaten haben die iranischen Angriffe auf arabische Länder am Golf stark kritisiert. Irans Verhalten sei destabilisierend und habe roten Linien überschritten, sagte der Generalsekretär des Golf-Kooperationsrats, Dschasim al-Budaiwi, einem Bericht des saudischen Fernsehsenders Al-Arabija zufolge vor Diplomaten. Dazu gehöre, die Straße von Hormus zu schließen und Gebühren für deren Passage zu verlangen.Im laufenden Krieg habe
Iran 85 Prozent seiner Raketen auf Golf-Staaten abgefeuert, sagte al-Budaiwi den Angaben zufolge. Seine Region übe „größtmögliche Zurückhaltung gegenüber der iranischen Aggression“. Die Staaten hätten entschieden, nicht zu reagieren, um den Konflikt nicht auszuweiten.Der Golf-Kooperationsrat vertritt seit 1981 die gemeinsamen Interessen von
Kuwait,
Qatar, Oman, Saudi-Arabien,
Bahrain und den Vereinigten Arabischen Emiraten. Hannah SturmIran antwortet angeblich mit Gegenvorschlag auf den 15-Punkte-PlanIran hat laut einem Medienbericht mit einem Gegenvorschlag auf den von der US-Regierung vorgelegten 15-Punkte-Plan zur Beendigung des Krieges am Golf geantwortet. Die iranische Reaktion auf den US-Plan sei Washington am Mittwochabend über Vermittler übersandt worden, berichtete die iranische Nachrichtenagentur Tasnim am Donnerstag unter Berufung auf eingeweihte Kreise.Dem Bericht zufolge legte die iranische Regierung einen fünf Punkte umfassenden Gegenvorschlag vor. Dieser fordere ein Ende der „Aggression“ gegen
Iran, die Schaffung eines Mechanismus, der die USA und
Israel von einem erneuten Krieg abhalten soll, finanzielle Wiedergutmachung für die Kriegsschäden und ein Ende der Kämpfe an allen Fronten. Dies würde heißen, dass
Israel auch den Kampf gegen die pro-iranische Hisbollah im Libanon und möglicherweise auch gegen die Hamas im Gazastreifen einstellen soll. Zudem fordere die iranische Führung, dass ihr die Aufsichtshoheit über die für den internationalen Schiffsverkehr wichtige Straße von Hormus zuerkannt wird.Mehr ladenTickarooLive Blog Software