NEWSAR
Multi-perspective news intelligence
SRCFAZ
LANGDE
LEANCenter-Right
WORDS401
ENT4
WED · 2026-04-01 · 08:00 GMTBRIEF NSR-2026-0401-47025
News/Gemeinschaftsgutachten: Wirtschaftsforscher halbieren Wachst…
NSR-2026-0401-47025News Report·DE·Economic Impact

Gemeinschaftsgutachten: Wirtschaftsforscher halbieren Wachstumsprognose

Deutsche Wirtschaftsforschungsinstitute haben ihre Wachstumsprognose für Deutschland für das laufende Jahr halbiert, von 1,3 Prozent auf 0,6 Prozent. Als Hauptgrund nennen sie den Irankrieg und die damit verbundenen gestiegenen Energiepreise, die sowohl private Konsumenten als auch Unternehmen belasten.

Patrick WelterFAZFiled 2026-04-01 · 08:00 GMTLean · Center-RightRead · 2 min
Gemeinschaftsgutachten: Wirtschaftsforscher halbieren Wachstumsprognose
FAZFIG 01
Reading time
2min
Word count
401words
Sources cited
1cited
Entities identified
4entities
Quality score
100%
§ 01

Briefing Summary

AI-generated
NEWSAR · AI

Deutsche Wirtschaftsforschungsinstitute haben ihre Wachstumsprognose für Deutschland für das laufende Jahr halbiert, von 1,3 Prozent auf 0,6 Prozent. Als Hauptgrund nennen sie den Irankrieg und die damit verbundenen gestiegenen Energiepreise, die sowohl private Konsumenten als auch Unternehmen belasten. Die Institute erwarten zudem einen Anstieg der Inflationsrate auf knapp unter drei Prozent. Sie sprechen sich gegen staatliche Eingriffe zur kurzfristigen Senkung der Energiepreise aus, befürworten aber gezielte soziale Ausgleichsmaßnahmen. Unabhängig von den aktuellen Energiepreisen prognostizieren die Institute ein vollständiges Erliegen des Wachstums des Produktionspotentials in Deutschland bis zum Ende des Jahrzehnts, hauptsächlich aufgrund des Bevölkerungsrückgangs und sinkender Arbeitszeiten.

Confidence 0.90Sources 1Claims 5Entities 4
§ 02

Article analysis

Model · rule-based
Framing
Economic Impact
Conflict
Tone
Measured
AI-assessed
CalmNeutralAlarmist
Factuality
0.70 / 1.00
Factual
LowHigh
Sources cited
1
Limited
FewMany
§ 03

Key claims

5 extracted
01

The institutes plead against state interventions that would lower energy prices in the short term.

factualArticle
Confidence
1.00
02

Economic research institutes have halved their growth forecast for this year to 0.6 percent.

statisticArticle
Confidence
1.00
03

The energy price shock due to the Iran war is hitting the recovery hard.

quoteTimo Wollmershäuser, Ifo-Institut
Confidence
0.90
04

German economic growth is expected to slow down significantly this year due to the Iran war and rising energy prices.

factualArticle
Confidence
0.90
05

Economists predict an increase in the inflation rate to just under three percent this year and next.

predictionArticle
Confidence
0.80
§ 04

Full report

2 min read · 401 words
Wegen des Irankriegs und der gestiegenen Energiepreise wird die deutsche Wirtschaft dieses Jahr erheblich langsamer wachsen als erwartet. Die generelle Erholung dauere aber an, vermuten die großen Wirtschaftsforschungsinstitute.Die großen Wirtschaftsforschungsinstitute haben ihre Wachstumsaussichten für das laufende und das nächste Jahr deutlich gesenkt. Für dieses Jahr erwarten die Ökonomen nur noch ein Wachstum des Bruttoinlandsprodukts preisbereinigt von 0,6 Prozent, nachdem sie im vergangenen Herbst noch von 1,3 Prozent ausgegangen waren. Damit haben die Institute die Prognose halbiert. Grund für die schlechteren Aussichten sind der andauernde Irankrieg und die damit verbundene Unsicherheit über die zuletzt stark gestiegenen Energiepreise.Zugleich prognostizieren die Ökonomen einen Anstieg der Inflationsrate in diesem und im kommenden Jahr auf knapp unter drei Prozent. „Der Energiepreisschock im Zuge des Irankriegs trifft die Erholung hart“, erklärte Timo Wollmershäuser, der Konjunkturchef des Ifo-Instituts. Zugleich aber stütze die expansive Fiskalpolitik die Binnenwirtschaft und verhindere ein stärkeres Abrutschen der Wirtschaft.Die stark gestiegenen Energiepreise belasten nicht nur den privaten Konsum, sondern auch die Unternehmen. Hinzu kommt, dass durch die Verteuerung und die Verknappung des Energieangebots zum Beispiel chemische Vorprodukte teurer werden.Angesichts der gestiegenen Energiekosten plädieren die Institute in dem Gutachten gegen staatliche Eingriffe, die kurzfristig die Energiepreise senken. Damit würden wichtige Marktsignale für sparsameren Umgang mit Energie außer Kraft gesetzt. Sie plädieren gleichwohl für zielgerichtete soziale Ausgleichsmaßnahmen.Kürzere Arbeitszeit drückt ProduktionspotentialUnabhängig von den kurzfristigen Verwerfungen durch den Energiepreisschock rechnen die Institute damit, dass das Wachstum des Produktionspotentials in Deutschland von derzeit 0,2 Prozent bis Ende des Jahrzehnts vollständig zum Erliegen kommen wird. Mit dieser Prognose sind die Institute noch pessimistischer als etwa der Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, die sogenannten Wirtschaftsweisen.Für den Abwärtstrend trägt nach Einschätzung der Ökonomen der Rückgang der Bevölkerung in Deutschland bei, aber auch die sinkende Arbeitszeit je Erwerbstätigen. Das liegt unter anderem daran, dass mit der Alterung der Gesellschaft zunehmend ältere Arbeitnehmer mit einer unterdurchschnittlichen Wochenarbeitszeit berufstätig sind.Anfang März hatten die Institute in einer Umfrage der F.A.Z. die wirtschaftlichen Folgen des Irankriegs noch weitaus weniger dramatisch eingeschätzt. Damals gingen sie von Wachstumseinbußen von etwa 0,2 oder 0,3 Prozentpunkten aus, während sie nun in der Gemeinschaftsdiagnose einen Abschlag für das Jahr 2026 von 0,7 Prozentpunkten erwarten. Entscheidend für diesen Unterschied ist, dass an den Finanzmärkten die künftig erwarteten Öl- und Gaspreise seither viel stärker gestiegen sind.Die Gemeinschaftsdiagnose der fünf großen Wirtschaftsforschungsinstitute in Kiel, Berlin, Essen, Halle und München ist Basis für die neue Wachstumsprojektion der Bundesregierung, die ihrerseits Grundlage für die Steuerschätzung darstellt.
§ 05

Entities

4 identified
§ 06

Keywords & salience

9 terms
wachstumsprognose
0.90
energiepreise
0.80
wirtschaftswachstum
0.80
irankrieg
0.70
bruttoinlandsprodukt
0.60
inflation
0.60
produktionspotential
0.50
fiskalpolitik
0.50
arbeitszeit
0.40
§ 07

Topic connections

Interactive graph
Network visualization showing 51 related topics
View Full Graph
Person Organization Location Event|Click node to navigate|Edge numbers = shared articles