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MON · 2026-04-06 · 12:22 GMTBRIEF NSR-2026-0406-54713
News/Krieg in Nahost: Israel spricht von inte/Krieg in Nahost: Israel spricht von intensiven Angriffen auf…
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Krieg in Nahost: Israel spricht von intensiven Angriffen auf Irans Gasindustrie

Im Zuge des Konflikts im Nahen Osten hat Israel nach eigenen Angaben intensive Angriffe auf die iranische Gasindustrie durchgeführt. Ziel war demnach die petrochemische Anlage in Asalujeh, einem Zentrum der iranischen Gasindustrie, sowie eine weitere Anlage, wodurch laut Israel rund 85 Prozent der iranischen petrochemischen Exporte außer Betrieb gesetzt wurden.

Alle Entwicklungen im LiveblogSueddeutsche ZeitungFiled 2026-04-06 · 12:22 GMTLean · Center-LeftRead · 10 min
Krieg in Nahost: Israel spricht von intensiven Angriffen auf Irans Gasindustrie
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Im Zuge des Konflikts im Nahen Osten hat Israel nach eigenen Angaben intensive Angriffe auf die iranische Gasindustrie durchgeführt. Ziel war demnach die petrochemische Anlage in Asalujeh, einem Zentrum der iranischen Gasindustrie, sowie eine weitere Anlage, wodurch laut Israel rund 85 Prozent der iranischen petrochemischen Exporte außer Betrieb gesetzt wurden. Iran meldete Explosionen nahe einer Raffinerie in Asalujeh und Bombardierungen eines petrochemischen Komplexes in Marwdascht. Zudem gab Iran den Tod von Generalmajor Majid Khademi, dem Leiter der Geheimdienstabteilung der Revolutionsgarde, bekannt, was vom israelischen Verteidigungsminister bestätigt wurde. Das Gasfeld „South Pars“, welches Iran und Katar ausbeuten, ist die weltweit größte bekannte Gasreserve und liefert rund 70 Prozent der iranischen Gasversorgung.

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Israel Katz said Israel attacked the largest petrochemical plant in Iran with great intensity.

quoteIsrael Katz (Israeli Defense Minister)
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Generalmajor Majid Khademi, Leiter der Geheimdienstabteilung der Revolutionsgarde, wurde getötet.

factualRevolutionsgarde
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Iran reported several explosions near a refinery in Asalujeh, Buschehr province, the heart of Iran's gas industry.

factualFars (Iranian news agency)
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Two Iranian plants, responsible for 85% of Iran's petrochemical exports, are out of operation.

factualIsrael Katz (Israeli Defense Minister)
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Iran used cluster munitions in a rocket attack on the Tel Aviv area.

factualynet (Israeli news portal)
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Viele Angaben stammen von Konfliktparteien und lassen sich teilweise nicht unabhängig überprüfen. Für unseren Liveblog verwenden wir neben eigenen Recherchen Material der Nachrichtenagenturen dpa, Reuters, epd, KNA und Bloomberg.Wichtige UpdatesIsrael: Geheimdienstchef der Revolutionsgarde getötetInsider: Pakistan legt USA und Iran Plan für Kriegsende vorBericht: 13 Tote bei Angriff nahe Teheran - Vermittler drängen auf WaffenruheIran: Straße von Hormus öffnet erst nach KriegsentschädigungTrump scheint Ultimatum erneut zu verschiebenIsrael spricht von intensiven Angriffen auf Irans GasindustrieIran hat einen neuen Angriff auf die Gasindustrie am Persischen Golf gemeldet. Die Nachrichtenagentur Fars berichtete von mehreren Explosionen nahe einer Raffinerie in der Küstenstadt Asalujeh in der Provinz Buschehr. Diese gilt als Herz der iranischen Gasindustrie. Bereits Mitte März war sie Ziel israelisch-amerikanischer Luftangriffe.Der israelische Verteidigungsminister Israel-katz" class="entity-link entity-person" data-entity-id="4249" data-entity-type="person">Israel Katz teilte mit, die israelische Armee habe in Asalujeh „mit großer Intensität die größte petrochemische Anlage in Iran“ angegriffen. Dies sei geschehen, nachdem bereits in der vergangenen Woche die zweite zentrale Anlage angegriffen worden sei. „Nun sind beide Anlagen, die zusammen für rund 85 Prozent der petrochemischen Exporte Irans verantwortlich sind, außer Betrieb gesetzt und funktionieren nicht mehr“, hieß es weiter in der Mitteilung. Es handele sich um einen schweren wirtschaftlichen Schlag für den iranischen Machtapparat.Das Gasfeld „South Pars“, das Iran und Katar ausbeuten, ist die weltweit größte bekannte Gasreserve und liefert rund 70 Prozent der iranischen Gasversorgung. Israel hatte bereits während des Zwölftageskrieges im Juni 2025 Anlagen auf dem Gasfeld angriffen. Auch weitere Bombardierungen im Landeszentrum wurden seitens Irans gemeldet. Ziel sei ein petrochemischer Komplex in der Stadt Marwdascht rund 45 Kilometer nordöstlich der Metropole Schiras gewesen, berichtete die Nachrichtenagentur Tasnim. Israel: Geheimdienstchef der Revolutionsgarde getötetIran hat im Krieg gegen Israel und die USA den Tod eines ranghohen Generals verkündet. In einer Mitteilung erklärte die Revolutionsgarde, dass der Leiter ihrer Geheimdienstabteilung, Generalmajor Majid ⁠Khademi, in den früheren Morgenstunden getötet worden sei. Weitere Details nannten die Revolutionsgarde nicht.Den Tod Khademis bestätigte der israelische Verteidigungsminister Israel-katz" class="entity-link entity-person" data-entity-id="4249" data-entity-type="person">Israel Katz laut Times of Israel. Er sei vom Generalstabschef darüber informiert worden, dass die israelische Armee den Geheimdienstchef „ausgeschaltet“ habe, so Katz. Dieser sei unmittelbar verantwortlich für tödliche Raketenangriffe auf israelische Zivilisten.Medien: Iran greift Großraum Tel Aviv mit Streumunition an Bei einem neuen Raketenangriff auf den Großraum Tel Aviv am Montagmorgen (Ortszeit) hat der Iran nach israelischen Medienberichten offenbar Streumunition eingesetzt. Das israelische Nachrichtenportal ynet berichtete von rund 20 Einschlagsorten im Umkreis von Tel Aviv. Nach Angaben des Rettungsdienstes Magen David Adom wurden mehrere Menschen verletzt, darunter eine Frau schwer. In der Stadt Tel Aviv sei eine Schule getroffen worden. Auch ein Armeesprecher sagte, es handele sich mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit um Streumunition.Auch im Norden habe es im Umkreis der Hafenstadt Haifa nach einem iranischen Angriff mit Streumunition rund zehn Einschlagsorte gegeben, berichtete ynet. Mehrere Autos seien in Brand geraten. In der Nacht waren in Haifa zwei Menschen tot aus einem Gebäude geborgen worden. Dieses war bei einem früheren Angriff von einer iranischen Rakete getroffen worden.Die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch hatte die iranischen Angriffe mit Streumunition auf israelische Städte zuletzt verurteilt. Diese könnten auch Kriegsverbrechen darstellen, hieß es in dem Bericht. „Der Einsatz von Streumunition durch den Iran in dicht besiedelten Gebieten in Israel stellt eine vorhersehbare und langfristige Gefahr für Zivilisten dar“, sagte Patrick Thompson, Forscher für Krisen, Konflikte und Waffen bei Human Rights Watch. „Die Submunitionen von Streubomben werden über ein weites Gebiet verstreut, wodurch sie rechtswidrig unterschiedslos wirken und gegen das Kriegsvölkerrecht verstoßen.“VAE: Abkommen für Iran muss freie Fahrt durch Straße von Hormus garantierenEin Friedensabkommen im Krieg zwischen den USA und Iran muss nach Ansicht der Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) die freie Durchfahrt durch die Straße von Hormus garantieren. Die wichtigste Ölroute der Welt dürfe von keinem Land ​als Geisel genommen werden, sagt Anwar Gargasch, diplomatischer Berater des VAE-Präsidenten. Ein Abkommen, das das iranische Atomprogramm sowie den Einsatz von Raketen und Drohnen ⁠nicht eindämme, bereite den Weg für einen noch gefährlicheren Nahen Osten, warnt er. Die VAE wollten zwar ein Ende des Krieges, lehnten aber einen Waffenstillstand ab, der die eigentlichen Ursachen der Instabilität ​ungelöst lasse, erklärt ​Gargasch weiter. Bericht: 13 Tote bei Angriff nahe Teheran - Vermittler drängen auf WaffenruheBei einem Angriff auf ein Wohngebiet südöstlich von Teheran wurden mindestens 13 Menschen getötet. Dies meldet die iranische Nachrichtenagentur Fars. Unterdessen diskutieren die USA, Iran und regionale Vermittler weiter über eine mögliche 45-tägige Waffenruhe, die zu einem dauerhaften Ende des Krieges führen könnte. Dies berichtet das Nachrichtenportal Axios unter Berufung auf Insider aus den USA, Israel und der Region.Iran: Straße von Hormus öffnet erst nach KriegsentschädigungIran hat nach dem jüngsten Ultimatum von US-Präsident Donald Trump zur Öffnung der Straße von Hormus mit eigenen Drohungen reagiert. Die für den globalen Öl- und Gasmarkt wichtige Meerenge werde erst dann wieder geöffnet, "wenn im Rahmen einer neuen Rechtsordnung die Schäden des aufgezwungenen Krieges vollständig aus einem Teil der Transitgebühren kompensiert werden", schrieb Mehdi Tabatabaei, für Kommunikation zuständiger Beamter im Büro des iranischen Präsidenten.Das Marinekommando der Revolutionsgarden, Irans Elitestreitmacht, wurde von iranischen Medien mit den Worten zitiert, die Straße von Hormus werde "niemals wieder in ihren früheren Zustand zurückkehren, insbesondere nicht für die USA und Israel". Iran beansprucht die Kontrolle über die gesamte Passage und plant ein Mautsystem für die Durchfahrt.Trump hatte der Führung in Teheran zuvor erneut mit Angriffen auf Kraftwerke und Brücken gedroht, sollte diese bis zum Dienstagabend US-Ostküstenzeit nicht einlenken. Tabatabaei entgegnete anschließend auf X, Trump habe aus "purer Verzweiflung und Wut" zu ordinären Beschimpfungen gegriffen. "Dieser Bastard-Narr hat in seinem Wahnsinn einen totalen Krieg in der Region entfacht" und prahle damit.Die iranische UN-Mission schrieb auf X, Trump drohe erneut "offen damit, die für das Überleben der Zivilbevölkerung im Iran essenzielle Infrastruktur zu zerstören". Die internationale Gemeinschaft und alle Staaten seien "verpflichtet, solche grausamen Kriegsverbrechen zu verhindern. Sie müssen jetzt handeln. Morgen ist es zu spät", heißt es in dem Post der UN-Mission.Trump droht Iran: Ölpreise klettern weiterDie Ölpreise sind nach den jüngsten Drohungen von US-Präsident Donald Trump mit weiteren Aufschlägen in die Woche gestartet. Der Preis für Rohöl der Nordseesorte Brent mit Lieferung im Juni stieg auf über 111 US-Dollar je Barrel (159 Liter). Das sind fast 40 Dollar mehr als vor Beginn des Krieges. Auch die US-Sorte West Texas Intermediate legte zu.Trump hatte der iranischen Führung zuvor erneut mit heftigen Angriffen gedroht, sollte sie bis Dienstagabend 20.00 Uhr US-Ostküstenzeit (2.00 Uhr MESZ am Mittwoch) nicht einlenken. Damit scheint die US-Regierung ihr Ultimatum an Teheran zur Öffnung der Straße von Hormus zwar zum dritten Mal zu verschieben. Doch die Drohungen werden schärfer."Wenn sie bis Dienstagabend nichts unternehmen, bleibt kein Kraftwerk und keine Brücke stehen", sagte Trump dem Wall Street Journal. Auf seiner Plattform Truth Social hatte der Präsident seiner Forderung an Iran auch mit Beleidigungen Nachdruck verliehen. "Öffnet die verdammte Straße (von Hormus), ihr verrückten Mistkerle, oder ihr werdet in der Hölle landen", schrieb er in einem Post am Ostersonntag.Bericht: Fünf Tote bei US-israelischem Angriff in IranBei einem Angriff in der iranischen Stadt Ghom südlich von Teheran sind einem Agenturbericht zufolge mindestens fünf Menschen ums Leben gekommen. Dies berichtet die halbstaatliche Nachrichtenagentur SNN unter Berufung auf den stellvertretenden Gouverneur der Region.Trump scheint Ultimatum erneut zu verschiebenUS-Präsident Donald Trump hat der iranischen Führung mit heftigen Angriffen gedroht, sollte sie bis Dienstagabend nicht einlenken. Damit scheint die US-Regierung ihr Ultimatum an Teheran zur Öffnung der Straße von Hormus bereits zum dritten Mal zu verschieben. „Wenn sie bis Dienstagabend nichts unternehmen, bleibt kein Kraftwerk und keine Brücke stehen“, sagte Trump dem Wall Street Journal.In einem fast zur gleichen Zeit mit dem Interview veröffentlichten Post auf der Online-Plattform Truth Social nannte Trump die Angabe Dienstagabend, 20.00 Uhr US-Ostküstenzeit, lieferte jedoch keinen Kontext. Es liegt nahe, dass er sich damit auf die Frist an Teheran bezieht – diese würde damit nach deutscher Zeit um 2.00 Uhr in der Nacht zu Mittwoch ablaufen. Sein voriges Ultimatum wäre genau 24 Stunden früher abgelaufen.Trump droht seit Längerem damit, iranische Kraftwerke sowie die iranische Infrastruktur anzugreifen, sollte Teheran nicht die Straße von Hormus für den Schiffsverkehr öffnen oder einem Abkommen zustimmen. Vor rund eineinhalb Wochen hatte Trump noch von sehr guten und produktiven Gesprächen gesprochen und das Ultimatum deshalb zum zweiten Mal verschoben.In den vergangenen Tagen wurde der Ton aber wieder rauer: Trump drohte in einer Ansprache an die Nation, Iran zurück in die „Steinzeit“ zu befördern. Kürzlich bombardierten die USA zudem die höchste Brücke des Landes, die „B1“ nahe Teheran. Trump: In Iran vermisster US-Soldat gerettet und in SicherheitDas in Iran vermisste Besatzungsmitglied des abgeschossenen US-Kampfjets ist laut Präsident Donald Trump gerettet und in Sicherheit. „Wir haben ihn“, schrieb er auf seiner Plattform Truth Social. In den vergangenen Stunden habe das Militär „eine der gewagtesten Such- und Rettungsaktionen in der Geschichte der Vereinigten Staaten ausgeführt“. Der vermisste Soldat sei „wohlbehalten“. In einem späteren Post teilte Trump dann mit, der Soldat sei schwer verwundet. Er dankte alle an dem Spezialeinsatz Beteiligten und kündigte für Montag eine Pressekonferenz mit dem Militär im Weißen Haus an.Zuvor hatte es Medienberichte über Kämpfe in der Region gegeben. Der Kampfjet war in der Nacht zum Freitag über iranischem Territorium abgeschossen worden. Ein Besatzungsmitglied wurde rasch gefunden, das zweite war seither gesucht worden. Iran hatte ein Kopfgeld auf den Mann ausgesetzt und iranische Bürger aufgerufen, ihn lebend gefangenzunehmen. Es wäre ein symbolischer Sieg für Iran gewesen – und eine peinliche Niederlage für Trump. Der hatte zuletzt immer wieder großspurig behauptet, dass Iran praktisch kaum noch Militärkapazitäten habe. Auf Truth Social ließ er verlauten: Der „tapfere Krieger“ habe sich hinter den feindlichen Linien in den tückischen Bergen Irans befunden und sei „von unseren Feinden gejagt“ worden. Diese seien ihm von Stunde zu Stunde nähergekommen. Alleine sei er allerdings nie gewesen: Die US-Armee hätte seinen Aufenthaltsort rund um die Uhr überwacht und seine Rettung geplant. Der Soldat habe Verletzungen davongetragen, aber es werde ihm wieder gut gehen. Dies sei das erste Mal in der Geschichte des Militärs, dass zwei US-Piloten getrennt voneinander tief im feindlichen Gebiet gerettet worden seien.Kuwait meldet starke Schäden durch iranischen Drohnenangriff Der Golfstaat Kuwait meldet nach Beschuss aus Iran schwere Schäden an Infrastruktur und Regierungsgebäuden. Nach Angaben des Energieministeriums wurden zwei Strom- und Entsalzungsanlagen durch iranische Drohnen erheblich beschädigt. Als Folge seien zwei Stromgeneratoren ausgefallen. Verletzte habe es nicht gegeben, hieß es.Beim Einschlag einer weiteren Drohne in ein Gebäude des Finanzministeriums sei ebenfalls erheblicher Sachschaden entstanden, meldete die staatliche Nachrichtenagentur Kuna unter Berufung auf das Ministerium. Verletzte habe es auch dort nicht gegeben, hieß es. Nach Angaben des Informationsministeriums traf eine Drohne zudem eine Anlage des Ölkonzerns Kuwait Petroleum Corporation. Dabei habe es ebenfalls keine Verletzten gegeben.Die Armee des Landes hatte zuvor einen erneuten Beschuss durch Raketen und Drohnen gemeldet. Die Luftabwehr war im Einsatz. Seit Beginn der amerikanisch-israelischen Angriffe vor fünf Wochen feuert Iran im Gegenzug Raketen und Drohnen auf Kuwait und andere Golfstaaten, die US-Militärbasen beherbergen.USA greifen Suchort von vermisstem US-Soldaten anIn Iran gibt es einem Bericht zufolge Luftangriffe in einem Gebiet, in dem sich das vermisste Besatzungsmitglied des abgeschossenen US-Kampfjets befinden soll. Die der Revolutionsgarde nahestehende Nachrichtenagentur Tasnim zitierte in der Nacht einen örtlichen Gouverneur, wonach bei Angriffen, die er den USA und Israel zuschrieb, drei Menschen getötet worden seien. Die New York Times zitierte indes einen israelischen Beamten, Israels Militär teile Geheimdienstinformationen mit den USA und habe Angriffe in dem Gebiet, in dem der Pilot vermisst werde, ausgesetzt.Keine der Angaben ließ sich bisher unabhängig überprüfen. Das US-Militär hat Medienberichten zufolge Spezialkräfte in den Süden Irans geschickt – auch um eine Gefangennahme des vermissten Waffenoffiziers der am Freitag abgeschossenen F-15E durch Iran zu verhindern. Iranische Medien berichten von hohen Geldsummen, die für seine Ergreifung versprochen worden sein sollen. Tasnim zitierte nun eine nicht genannte Militärquelle, wonach die USA angeblich die Hoffnung aufgegeben hätten, den Piloten zu retten. Sie bombardierten nun Orte, an denen er sich vermutlich aufhalte, um ihn zu töten, schrieb Tasnim.Sollte Iran das Besatzungsmitglied zuerst finden, wäre das „ein großer Gewinn“ für Teheran, hatte Laurel Rapp, Direktorin des Nordamerika-Programms der Denkfabrik Chatham House, dem britischen Sender BBC gesagt. Iran hätte dann „ein sehr starkes Druckmittel“. Rapp sprach deshalb von einer „kritischen Mission“ für die US-Streitkräfte. Der Pilot des Kampfjets konnte laut übereinstimmenden Medienberichten gerettet werden.Iran macht für Irak Ausnahme bei Hormus-SperrungIran hat den Irak von den Schifffahrtsbeschränkungen in der Straße von Hormus ausgenommen. „Das brüderliche Irak ist von allen Beschränkungen befreit, die wir in der Straße von Hormus verhängt haben“, erklärte ein iranischer Militärsprecher in einer arabischsprachigen Videobotschaft, die von der staatlichen Nachrichtenagentur IRNA verbreitet wurde. Die Ausnahme könnte den Weg für bis zu drei Millionen Barrel irakisches Öl täglich freimachen – der irakische Ölexport war im März um rund 97 Prozent eingebrochen, nachdem Iran die wichtigste Exportroute der Region faktisch gesperrt hatte.Die Ankündigung kommt zu einem Zeitpunkt, an dem der Schiffsverkehr durch die Meerenge nach wochenlangem Stillstand leicht zunimmt. Zuletzt passierten offenbar ein französisches Containerschiff und ein japanischer Tanker die Straße – die ersten Durchfahrten von Schiffen aus westlich orientierten Ländern seit Beginn des Konflikts. Unklar bleibt, ob Teheran diese Passagen nach diplomatischen Verhandlungen oder Absprachen mit einzelnen Reedereien genehmigt hat.Durch die Straße von Hormus fließt normalerweise ein Fünftel des weltweiten Öl- und Flüssiggashandels. Trotz der leichten Entspannung ist das Verkehrsaufkommen noch weit vom Vorkriegsniveau entfernt – und es bleibt offen, wann und in welchem Umfang die irakischen Ölfelder die Förderung wieder hochfahren können.USA drängen auf Sperrung von Satellitenbildern über Iran und den Nahen OstenDer führende Satellitenbild-Anbieter Planet Labs hat am Samstag angekündigt, Aufnahmen über Iran und dem weiteren Konfliktgebiet im Nahen Osten auf unbestimmte Zeit zurückzuhalten. Laut einer E-Mail des Unternehmens an seine Kunden habe die US-Regierung „alle Satellitenbild-Anbieter“ dazu aufgefordert – aus „Sicherheits- und operativen Geheimhaltungsgründen“, wie es hieß. Das berichtet die New York Times. Das Pentagon wollte sich dazu nicht äußern.Planet Labs wird Bilder demnach künftig nur noch in Ausnahmefällen freigeben – etwa bei „dringenden, missionskritischen Anforderungen oder im öffentlichen Interesse“. Für den gesamten Iran, die Golfstaaten und bestehende Konfliktgebiete gilt zudem eine verlängerte Veröffentlichungsverzögerung. Die neue Regelung gilt rückwirkend für alle seit dem 9. März gesammelten Daten.Der Schritt hat weitreichende Folgen für die unabhängige Berichterstattung: Journalisten und Forscher weltweit – auch von deutschen Medien – nutzen Satellitendaten, um Militärschläge zu dokumentieren, Truppenbewegungen zu verfolgen oder Kriegsschäden zu erfassen.Mehr ladenTickarooLive Blog Software
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