Der US-Präsident wies Kritik zurück, Angriffe auf die zivile Infrastruktur könnten Kriegsverbrechen darstellen. Die Menschen in
Iran bezeichnete er als »verrückte Bastarde« und »Tiere« – eine selbst für Trump-Verhältnisse unglaubliche Entgleisung.Die Antwort ließ nicht lange auf sich warten. Irans Militärführung stufte Trumps Aussagen als »arrogante Rhetorik und haltlose Drohungen« ein. Trump sei »wahnhaft«, sagte der Sprecher der
Khatam-al-Anbiya-Kommandozentrale,
Ebrahim Zolfaqari, laut Staatsmedien. Die »rüde, arrogante Rhetorik und haltlosen Drohungen des wahnhaften US-Präsidenten« würden die Angriffe gegen die »amerikanischen und zionistischen Feinde« nicht stoppen, wurde der Militärsprecher zitiert. Uno-Chef warnt vor Angriffen auf zivile InfrastrukturUno-Generalsekretär
António Guterres hat die USA und
Israel aufgefordert, Irans Kraftwerke und andere zivile Infrastruktur nicht anzugreifen. Solche Angriffe würden gegen internationales Recht verstoßen, sagte sein Sprecher
Stéphane Dujarric in New York. »Selbst wenn bestimmte zivile Infrastruktur als militärisches Ziel eingestuft werden könnte, würde das humanitäre Völkerrecht Angriffe darauf dennoch verbieten«, wenn »übermäßige« Schäden für Zivilisten zu erwarten seien. Es sei »höchste Zeit, dass die Parteien diesen Konflikt beenden«, sagte Guterres laut dem Sprecher. Das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (ICRC) erklärte: »Staaten müssen die Regeln des Krieges sowohl in ihren Worten als auch in ihren Taten respektieren und deren Einhaltung sicherstellen.« Gezielte Drohungen, sei es in Wort oder Tat, gegen wichtige zivile Infrastruktur und Nuklearanlagen, dürften nicht zur neuen Norm der Kriegsführung werden.Trump hatte Ultimatum bereits verlängertDas ablaufende Ultimatum gegen
Iran hatte der US-Präsident ursprünglich im März gestellt. Es wäre bereits Ende März ausgelaufen – doch Trump verschob das Ablaufdatum. Auf Bitten der iranischen Regierung setze er »die Frist zur Zerstörung von Energieanlagen um zehn Tage bis Montag, den 6. April 2026« aus, schrieb er damals auf Truth Social. Es war nicht das erste Mal, dass Trump innerhalb von ihm selbst gesetzten Fristen offenbar nicht die geforderten Zugeständnisse bekam und neue Fristen setzte. Auch bei seinen Zolldrohungen verlängerte Trump immer wieder Fristen. »Taco« wird Trumps Vor und Zurück seither genannt: Das Kürzel steht für »Trump always chickens out«, frei übersetzt: »Trump macht immer einen Rückzieher.«Was heute noch zu erwarten istDer Uno-Sicherheitsrat soll an diesem Dienstag (17 Uhr MESZ) voraussichtlich über einen Resolutionsentwurf von Bahrain zum Schutz der Handelsschifffahrt in der Straße von Hormus abstimmen. In dem Entwurf werden betroffene Staaten dazu aufgefordert, ihre defensiven Maßnahmen zu koordinieren, um zur Sicherheit der Schifffahrt beizutragen, wie es von Diplomaten hieß. Dafür soll
Iran seine Angriffe auf Handels- und Frachtschiffe einstellen. Um den Resolutionstext war tagelang im Hintergrund gerungen worden. In einer vorangegangenen Version des Dokuments wurde etwa explizit auf Kapitel 7 der Charta der Vereinten Nationen verwiesen, das dem Sicherheitsrat die Befugnis einräumt, Maßnahmen von Sanktionen bis zu militärischer Gewalt zu ergreifen. Dagegen hätten sich etwa die Vertreter Russlands und Chinas gewehrt, hieß es.Nachdem die USA und
Israel Ende Februar angegriffen hatten, brachte Teheran mit Attacken und Drohungen die Schifffahrt durch die Straße von Hormus nahezu zum Erliegen. Die Meerenge ist wichtig für den weltweiten Handel mit Öl und Gas.Krieg? Welcher Krieg? Melania Trump ignoriert die Iranoperation ihres Mannes einfach. Stattdessen bewirbt sie lieber eigene Produkte