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WED · 2026-04-08 · 07:14 GMTBRIEF NSR-2026-0408-57899
News/Waffenruhe im iran: Der Dax springt um 5 Prozent nach oben
NSR-2026-0408-57899News Report·DE·Economic Impact

Waffenruhe im iran: Der Dax springt um 5 Prozent nach oben

Eine vorläufige, zweiwöchige Waffenruhe zwischen den USA und dem Iran hat weltweit für Erleichterung an den Finanzmärkten gesorgt. Der deutsche Aktienindex DAX stieg zum Handelsstart um fast 5 Prozent.

Ilka Kopplin, Tim Kanning, Tokio, Gustav Theile, Shanghai, Hendrik Ankenbrand, SingapurFAZFiled 2026-04-08 · 07:14 GMTLean · Center-RightRead · 4 min
Waffenruhe im iran: Der Dax springt um 5 Prozent nach oben
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Eine vorläufige, zweiwöchige Waffenruhe zwischen den USA und dem Iran hat weltweit für Erleichterung an den Finanzmärkten gesorgt. Der deutsche Aktienindex DAX stieg zum Handelsstart um fast 5 Prozent. Auch in Asien legten die Kurse deutlich zu, beispielsweise der Nikkei 225 in Japan und der Kospi in Südkorea. Die Rohölpreise fielen, blieben aber über dem Niveau vor dem Kriegsausbruch. Die Waffenruhe wurde durch eine Vereinbarung erzielt, wonach der Iran die Straße von Hormus öffnet. Besonders asiatische Volkswirtschaften, die stark auf Energieimporte aus dem Nahen Osten angewiesen sind, profitierten von der Nachricht.

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Trump wrote on Truth Social that he would suspend attacks on Iran for two weeks if Tehran agreed to open the Strait of Hormuz.

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Japan's Nikkei 225 index rose by 4.8 percent.

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Oil prices fell significantly, with West Texas Intermediate and Brent crude both down by 15 percent.

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The German DAX index rose by 4.9 percent to 24,033 points at the start of trading on Wednesday.

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A two-week ceasefire in Iran is causing global stock markets to rise.

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Die vorerst zweiwöchige Waffenruhe in Iran lässt Anleger rund um den Globus aufatmen. In Asien zogen die Kurse bereits kräftig an, Europa zieht nun nach.Die Einigung zwischen den USA und dem Iran auf eine vorerst zweiwöchige Waffenruhe sorgt bei den Anlegern am Mittwoch global für große Erleichterung. Der deutsche Leitindex legte zum Handelsstart am Mittwoch um 4,9 Prozent auf 24.033 Punkte zu.Die Rohölpreise fielen deutlich. Die Terminkontrakte für die amerikanische Sorte West Texas Intermediate gaben um 15 Prozent nach, die Nordsee-Sorte Brent fiel ebenfalls um 15 Prozent in Richtung 90 Dollar pro Barrel. Damit liegen die Preise allerdings weiterhin ein gutes Stück über den Niveaus von vor dem Ausbruch des Krieges am 28. Februar.An den Aktienmärkten in Asien sorgte die Aussicht auf einen zweiwöchigen Waffenstillstand zwischen den Vereinigten Staaten und Iran ebenfalls für heftige Kurssprünge. Japans Leitindex Nikkei 225 legte zeitweise um 2.500 Punkte zu, ein Plus von 4,8 Prozent. An der Börse in Seoul sprang das südkoreanische Börsenbarometer Kospi im frühen Handel um fast 6 Prozent nach oben.Die großen Volkswirtschaften in Asien sind in besonderem Maße von der Blockade der Straße von Hormus betroffen, weil sie ihre Energie zu einem großen Teil durch diese Meerenge aus dem Nahen Osten beziehen. Japan, die drittgrößte Volkswirtschaft der Welt, erhält fast 90 Prozent seiner Ölimporte aus dieser Region und hat, wie viele andere Industrienationen, bereits damit begonnen, seine Notreserven zu öffnen. In Südkorea haben mehrere Konzerne wie die Hyundai Motor Group und Korean Air Notfall- und Energiesparprogramme eingeleitet, um Engpässen in der Energieversorgung vorzubeugen.Zweistellige KurssprüngeDort legten die Aktienkurse durch die Bank kräftig zu. Die Schwergewichte Samsung Electronics und Hyundai verteuerten sich um jeweils mehr als 7 Prozent. Der Kurs der Korea Electric Power Company sprang sogar um 11 Prozent nach oben. Die beiden größten Konzerne aus Taiwan, wo wegen der Energiekrise schon Stromengpässe drohten, konnten ebenfalls stark zulegen: die Kurse von TSMC und Foxconn stiegen um jeweils 5 Prozent.In einem Beitrag auf seinem Portal Truth Social hatte Trump geschrieben, er werde die Angriffe auf den Iran für zwei Wochen aussetzen, sofern Teheran der „vollständigen, unverzüglichen und sicheren Öffnung“ der Straße von Hormus zustimme.Aktien, Gold und australischer Dollar im AufwärtskursIn Australien titelte die „Financial Review“ mit „Kaufen, kaufen, kaufen“. Nach Verkündung der Waffenruhe waren die Investoren zurück an den Finanzmärkten und schickten Aktien, Gold und den australischen Dollar auf Aufwärtskurs. Am Morgen gewann der Börsenindex ASX 200 im Vergleich zum Vortag 2,5 Prozent. Trump habe mal wieder einen „ultimativen TACO“ hingelegt, eine der 180-Grad-Kehrtwenden, für die der amerikanische Präsident berüchtigt ist: „Und die Märkte fressen ihn“. Die Börsianer hätten den „Bluff“ Trumps erkannt, schreibt die „Financial Review“. Der Präsident belle mehr, als dass er beiße. Wenn Trump das nächste Mal auf „Truth Social“ zu fluchen anfange, würden die Händler wissen: „Er ist auf dem Rückzug, und das Schlimmste ist vorbei.“ Ein Verhandler müsse irgendwann auch einmal liefern. Und genau das sei bei Trump nicht ausgemacht.Ein Regierungssprecher in Tokio nannte die Einigung zwischen Trump und Iran am Mittwoch eine „gute Bewegung“ und sagte, Japan rechne mit einer baldigen dauerhaften Lösung des Konflikts. Die Regierung um Ministerpräsidentin Sanae Takaichi war eine der wenigen, die im Laufe des Kriegs direkt mit der iranischen Führung gesprochen hatte, um eine Öffnung der Meerenge auf diplomatischem Wege zu erreichen. Noch am Dienstag hatte Takaichi im Parlament bekräftigt, dass sie zwischen Trump und dem iranischen Präsidenten vermitteln wolle.Die chinesischen Aktienmärkte hatten durch die Irankrise weniger stark eingebüßt als andere asiatische Märkte. Darum verbuchten sie am Mittwochmorgen zunächst auch ein geringeres Plus. Der Hang-Seng-Index in Hongkong und der CSI 300, der die wichtigsten Titel in Shenzhen und Shanghai bündelt, lagen jeweils etwas mehr als zwei Prozent im Plus.Weniger Schwankungen in ChinaDie Reaktionen fielen weitgehend spiegelbildlich zu den vorherigen Rückgängen durch die Eskalation aus. Zu den größten Profiteuren zählten die staatlichen chinesischen Fluglinien, die zuvor stark eingebüßt hatten. Die Aktien von Air China, China Eastern und China Southern lagen um sechs bis zehn Prozent im Plus. Chinesische Ölkonzerne wie Petrochina und China National Offshore Oil Corporation büßten dagegen um zwei bis drei Prozent ein. Für die Fluglinien treibt ein hoher Ölpreis die Treibstoffkosten, die sie aufgrund von Überkapazitäten und Konkurrenz durch die chinesische Bahn schlecht an Kunden weitergeben konnten. Die chinesischen Ölkonzerne profitierten dagegen von höheren Preisen für ihre Produkte.China war in dem Konflikt als Vermittler aufgetreten und soll kurz vor Auslaufen der von Trump gesetzten Frist in letzter Minute interveniert haben. Daraufhin habe Iran dem pakistanischen Vorschlag für einen Waffenstillstand zugestimmt, berichtete die „New York Times“ unter Berufung auf drei iranische Regierungsvertreter.In Südostasien reagierten die Börsen unterschiedlich auf die Nachrichten. Der Singapurer Aktienindex STI lag zwar am Vormittag leicht im Plus, doch von Euphorie über den Waffenstillstand war im Finanzzentrum wenig zu spüren. Singapurs Außenminister Vivian Balakrishnan hatte die Märkte am Vortag gewarnt, sie hätten „das Worst-Case-Szenario noch nicht eingepreist“, sprich seien zu naiv angesichts der realen Bedrohung durch die Kriegslust Trumps.In Indonesien ist die Stimmung schon positiver, wo der Jakarta Composite Index am Vormittag um 2,5 Prozent stieg. In Thailand, das Anfang der Woche damit Schlagzeilen gemacht hatte, dass die Polizei für die Fahrt zum Tatort vorab Benzingeld verlangt, stieg der SET-Index leicht um 0,7 Prozent.Deutliche Freude über die Waffenruhe herrscht hingegen an Indiens Märkten. Der Mumbaier Aktienindex Sensex stieg in den ersten Handelsstunden um fast vier Prozent. Da konnte auch die Stimmung nicht trüben, dass die Zentralbank gerade ihre Wachstumsprognose für Indiens Wirtschaft gesenkt hatte - und vor höherer Inflation gewarnt.
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