Streitkräfte präzisieren Trumps Ankündigung zur
Straße von Hormus +++ Ölpreise steigen +++ alle Entwicklungen im LiveblogUS-Militär beginnt Seeblockade IransDie von US-Präsident
Donald Trump angekündigte Seeblockade der
Straße von Hormus durch das
US-Militär sollte am Montag beginnen. Jedoch handelt es sich offenbar nicht um eine Seeblockade der
Straße von Hormus, sondern um eine Seeblockade Irans.Von 16 Uhr (MESZ) an werde der Seeverkehr für Schiffe blockiert, die iranische Häfen anlaufen oder verlassen, kündigte das US-Regionalkommando für den Nahen Osten (
Centcom) auf der Plattform X an. Dies schließe iranische Häfen am Persischen Golf und am
Golf von Oman ein. Die Blockade werde gegenüber Schiffen aller Nationen durchgesetzt, hieß es weiter.Zugleich erläuterte
Centcom, dass die Durchfahrt von Schiffen durch die
Straße von Hormus, deren Ziel oder Startpunkt nicht ein iranischer Hafen ist, durch das
US-Militär nicht beeinträchtigt werde.Rebecca BoucseinIrans Militär bezeichnet Seeblockade als „Akt der Piraterie“Irans Streitkräfte haben die von US-Präsident
Donald Trump angekündigte Seeblockade in der
Straße von Hormus als „Akt der Piraterie“ bezeichnet. Einschränkungen für den Schiffsverkehr in internationalen Gewässern seien eine illegale Maßnahme, sagte ein Sprecher der iranischen Militärführung laut der Nachrichtenagentur Tasnim. „Die Sicherheit der Häfen im Persischen Golf und im
Golf von Oman ist entweder für alle oder für niemanden“, sagte der Sprecher weiter.Sabrina FrangosMalaysia setzt Tanker wegen Treibstoffschmuggels festDie malaysische Küstenwache hat zwei Tanker wegen des Verdachts auf illegalen Treibstoffschmuggel festgesetzt. Das Land geht derzeit verstärkt gegen solche Aktivitäten vor, da der Krieg im Nahen Osten in der Region zu Engpässen und Lieferausfällen führt. Die beiden Schiffe sollen vor der Küste illegal rund 700.000 Liter Diesel umgepumpt haben, teilten die Behörden mit. 22 Besatzungsmitglieder seien festgenommen worden. Sabrina FrangosTrump: Rückkehr von
Iran an den Verhandlungstisch würde keine Rolle spielenEine Rückkehr Teherans zu Verhandlungen über eine dauerhafte Beendigung des Irankrieges würde US-Präsident
Donald Trump zufolge keine Rolle spielen. „Es ist mir egal, ob sie zurückkommen oder nicht“, sagte Trump am Sonntag (Ortszeit) vor Journalisten auf dem Luftwaffenstützpunkt Joint Base Andrews vor den Toren der US-Hauptstadt Washington. „Wenn sie nicht zurückkommen, ist das für mich in Ordnung“, fügte er hinzu.Sabrina FrangosSchifffahrtsdaten: Viele Öltanker meiden
Straße von Hormus vor US-BlockadeVor Beginn der angekündigten US-Blockade iranischer Häfen meiden viele Öltanker Schifffahrtsdaten zufolge die
Straße von Hormus. Ein unter der Flagge Maltas fahrendes Schiff hat demnach an der Meerenge bereits kehrtgemacht. Andere Tanker mit Ziel in arabischen Nachbarstaaten passieren die wichtige Wasserstraße jedoch weiterhin. Die US-Streitkräfte wollen von 16.00 Uhr (MESZ) an den Schiffsverkehr zu und von iranischen Häfen blockieren, nachdem die Friedensgespräche gescheitert waren. Die iranischen Revolutionsgarden drohen im Gegenzug mit einem harten Vorgehen gegen US-Militärschiffe. Sabrina FrangosIran: USA blockieren Einigung zur Beendigung des KriegesIran gibt den USA die Schuld am Scheitern einer Einigung zur Beendigung des Krieges. In den intensivsten Gesprächen auf höchster Ebene seit 47 Jahren habe sich
Iran in gutem Glauben engagiert, teilt der iranische Außenminister Abbas Araghchi mit. Kurz vor dem Abschluss der Gespräche in Islamabad sei man jedoch auf Maximalforderungen, immer neue Bedingungen und eine Blockade gestoßen. Es seien „null Lehren“ gezogen worden, kritisiert der Minister. Sabrina Frangos„Wall Street Journal“: Trump erwägt begrenzte Militärschläge in IranUS-Präsident
Donald Trump und seine Berater erwägen einem Zeitungsbericht zufolge die Wiederaufnahme begrenzter Militärschläge in
Iran. Diese Maßnahme sei zusätzlich zur US-Blockade der Straße von Hormus im Gespräch, berichtet das „Wall Street Journal“ unter Berufung auf Insider. Damit solle der Stillstand bei den Friedensgesprächen überwunden werden. Ben MenglerRevolutionsgarden warnen: Kein Militär in der Straße von HormusDie iranischen Revolutionsgarden haben abermals davor gewarnt, dass sich Militärschiffe der
Straße von Hormus nähern. Dies würde als „klarer Verstoß gegen die bestehende Waffenruhe betrachtet“, hieß es in einer Mitteilung am Abend (Ortszeit). Die Meeresenge sei ausschließlich für die friedliche Durchfahrt ziviler Schiffe geöffnet, nicht jedoch für Militärschiffe. Jegliche Annäherung, „unter welchem Vorwand auch immer“, werde von den Garden als Bruch der Waffenruhe gewertet und daher auch entschlossen und konsequent beantwortet.Simon HüsgenTrump räumt ein: Ölpreis könnte bis zu Zwischenwahlen hoch bleibenUS-Präsident
Donald Trump geht nach eigenen Worten davon aus, dass die Öl- und Benzinpreise bis zu den Zwischenwahlen in den USA im November hoch bleiben werden. Das ist ein seltenes Eingeständnis der möglichen politischen Folgen seiner Entscheidung von Ende Februar, den
Iran anzugreifen.„Es könnte so sein, oder gleich bleiben, oder vielleicht ein bisschen höher, aber es dürfte in etwa gleich bleiben“, sagte Trump am Sonntag dem Sender Fox auf die Frage, ob die Kosten für Öl und Benzin bis zum Herbst sinken würden. Seine Äußerungen folgen auf wochenlange Behauptungen, der Preisanstieg werde nur ein kurzfristiges Phänomen sein. Trump hatte kurz nach Beginn der Angriffe der USA und Israels auf den
Iran Ende Februar auch gesagt, der Krieg werde vier Wochen „oder kürzer“ dauern.Der Durchschnittspreis für Benzin an US-Tankstellen lag laut Daten des Dienstes GasBuddy den größten Teil des Aprils bei über vier Dollar pro Gallone (knapp 3,8 Liter). Das sind fast 30 Prozent mehr als üblich. Am Ölmarkt ist der Preis für ein Fass (159 Liter) Rohöl von knapp 73 Dollar von vor Beginn der Angriffe auf bis zu 114 Dollar gestiegen. Aktuell liegt er bei rund 96 Dollar, nachdem Trump eine Deeskalation im Irankrieg in Aussicht gestellt hatte. Gespräche darüber haben am Wochenende aber zu keiner Einigung geführt. In zahlreichen Ländern weltweit ist in Folge der Entwicklung der Benzinpreis gestiegen, was zu politischen Turbulenzen führt.Jonas WagnerIran bekräftigt „harte“ Reaktion gegen Militärschiffe in Straße von HormusDie iranische Revolutionsgarde hat erklärt, jeder Versuch von Militärschiffen, sich der
Straße von Hormus zu nähern, werde als Verstoß gegen den von den USA ausgerufenen Waffenstillstand gewertet.
Iran werde darauf „hart und entschlossen“ reagieren. Die Meerenge stehe unter der Kontrolle und dem „intelligenten Management“ der iranischen Marine. Sie sei für die „sichere Durchfahrt nichtmilitärischer Schiffe gemäß spezifischer Vorschriften“ offen. Fast wortgleich hatte sich
Iran bereits am Samstag geäußert.Jonas WagnerIrans Präsident wirft USA Doppelstandards vorDer iranische Präsident Massud Peseschkian hat die angeblichen Doppelstandards der USA als das größte Hindernis für eine Einigung im derzeitigen Konflikt bezeichnet. „Bei den Verhandlungen in Islamabad waren das anhaltende Festhalten der USA an Doppelstandards sowie ihr machtpolitischer Anspruch das größte Hindernis“, sagte Peseschkian in einem Telefonat mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin, wie das iranische Präsidialamt mitteilte. Nähere Erläuterungen machte er dazu demnach nicht.
Iran ist laut Peseschkian grundsätzlich zu einem fairen Abkommen bereit, um so einen dauerhaften Frieden in der Region zu ermöglichen. „Eine Einigung ist auch durchaus machbar, nur müssen sich die USA an die international anerkannten Vorschriften und das Völkerrecht halten“, so der Präsident laut der Mitteilung.Jonas WagnerIran: Einigung mit USA möglichIran ist iranischen Staatsmedien zufolge zu einem „ausgewogenen und fairen“ Abkommen bereit, das dauerhaften Frieden und Sicherheit gewährleistet. Eine Einigung sei nicht in weiter Ferne, sollten die USA „in den Rahmen des Völkerrechts zurückkehren“, sagte der iranische Präsident Massud Peseschkian nach dem Bericht in einem Telefonat mit seinem russischen Amtskollegen Wladimir Putin. Jonas WagnerOman sieht Notwendigkeit schmerzhafter Zugeständnisse im IrankriegFür einen Frieden im Irankrieg müssen sich die Konfliktparteien nach Ansicht von Omans Außenminister Badr al-Busaidi womöglich zu großen Zusagen durchringen. „Der Erfolg erfordert möglicherweise, dass alle schmerzhafte Zugeständnisse machen, aber das ist gar nichts im Vergleich zum Schmerz und Versagen des Krieges“, teilte al-Busaidi auf der Plattform X mit. Er drang darauf, dass die zuvor geltende Waffenruhe verlängert und die Gespräche fortgesetzt werden.Al-Busaidi äußerte sich bei X nach den direkten Friedensverhandlungen zwischen den USA und
Iran unter Vermittlung Pakistans, die zunächst ohne greifbares Ergebnis endeten. Ob und wann es zu weiteren Verhandlungen kommt, ist unklar. Der Minister erklärte, er habe US-Vizepräsident J. D. Vance nur „Stunden vor Kriegsbeginn“ am 28. Februar persönlich getroffen. Dabei habe er den Eindruck gewonnen, dass Vance und auch US-Präsident
Donald Trump die „Verstrickungen des Krieges“ unbedingt vermeiden wollten. Jonas WagnerRöttgen lobt Trumps Blockadeankündigung für die Straße von HormusDer CDU-Außenpolitiker Norbert Röttgen hält die von US-Präsident
Donald Trump angekündigte Seeblockade der
Straße von Hormus durch die amerikanische Marine für überfällig. „Für die USA und fast den ganzen Rest der Welt ist es unabdingbar, dass das iranische Regime nicht die Kontrolle über die
Straße von Hormus behält“, sagte Röttgen der „Rheinischen Post“. „Dass die USA dem Regime nun selber die Nutzung und die für das Regime unerlässlichen Einnahmen daraus abschneiden, ist überfällig“, betonte Röttgen. Nach dem vorläufigen Scheitern der Friedensverhandlungen zwischen den USA und
Iran hat Trump eine Seeblockade der
Straße von Hormus angekündigt. Die US-Marine werde alle Schiffe daran hindern, in die Meerenge einzufahren oder diese zu verlassen, teilte Trump auf seiner Plattform Truth Social mit. „Die Blockade wird in Kürze beginnen.“
Iran ist einer der größten Ölproduzenten der Welt, und dementsprechend ist die
Straße von Hormus auch für Teheran enorm wichtig, um seine Ölexporte an die internationalen Märkte zu bringen.Röttgen sieht nun auch China gefragt. Dorthin gehe im Wesentlichen das iranische Öl. „Für China besteht nun ein starkes Motiv, sich ebenfalls für eine freie Passage durch die
Straße von Hormus einzusetzen“, sagte der CDU-Politiker. Mehr ladenTickarooLive Blog Software