Putin verkündet Oster-Waffenruhe Der russische Präsident Wladimir Putin kündigt nach Angaben des Kreml eine zweitägige Feuerpause zum orthodoxen Osterfest an. Er erwarte von der ukrainischen Seite einen ähnlichen Schritt, teilt die Regierung in Moskau mit. „Im Zusammenhang mit dem bevorstehenden orthodoxen Osterfest wird vom 11. April um 16.00 Uhr bis zum Ende des 12. April eine Waffenruhe ausgerufen“, heißt es in der Erklärung. Man gehe davon aus, dass die
Ukraine dem russischen Beispiel folgen werde. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hatte zuletzt mehrfach eine Waffenruhe über die Osterfeiertage gefordert. Philipp von ReinersdorffRussland übergibt 1000 Soldatenleichen an UkraineRussland und die
Ukraine haben in ihrem Krieg erstmals seit Februar wieder die Leichen von Soldaten ausgetauscht. Die ukrainische Seite habe 1000 getötete Soldaten erhalten, Russland dagegen 41 Leichen, sagte der Parlamentsabgeordnete
Schamsail Saralijew dem russischen Nachrichtenportal rbc.ru. Zuletzt hatten beide Seiten im Februar Überreste von Toten ausgetauscht.Der Koordinationsstab für Kriegsgefangenenbelange in Kiew bestätigte bei Telegram, dass die
Ukraine 1000 Leichname erhalten habe, die nach russischen Angaben ukrainischen Verteidigern gehören können. Die Behörde dankte dem Internationalen Roten Kreuz für Unterstützung.Gerichtsmediziner würden die Toten nun untersuchen, hieß es. So soll etwa ausgeschlossen werden, dass fälschlicherweise Leichen von russischen Soldaten übergeben wurden. „Nach der Identifizierung der Verstorbenen werden die Leichen den Familien zur würdigen Bestattung übergeben“, teilte der Stab weiter mit.
Theresa WeißBriten verfolgen russische U-Boote im NordatlantikDie Briten haben nach Angaben von Verteidigungsminister
John Healey in den vergangenen Wochen „verstärkte russische Aktivitäten“ im Nordatlantik beobachtet. Gemeinsam mit Verbündeten, darunter Norwegen, habe Großbritannien ein russisches Angriffs-U-Boot und zwei Spionage-U-Boote einen Monat lang verfolgt und beobachtet, sagte Healey bei einer Pressekonferenz in Westminster. Die drei U-Boote, die den Angaben nach in der Nähe von Unterseekabeln kreisten, hätten sich inzwischen wieder zurückgezogen. Die Operation der Briten sei beendet. Die U-Boote seien verfolgt worden, um „jegliche böswillige Aktivität ihrerseits zu verhindern“, erklärte Healey. Ein Kriegsschiff der Royal Navy und ein Flugzeug der Royal Air Force hätten die russischen U-Boote gemeinsam mit Verbündeten „rund um die Uhr“ überwacht. Großbritannien beobachte die Aktivitäten „in der Nähe unserer Kabel und Pipelines“, sagte der Brite an den russischen Präsidenten Wladimir Putin gerichtet. Putin solle wissen, „dass jeder Versuch, diese zu beschädigen, nicht toleriert wird und schwerwiegende Konsequenzen haben wird“.Fabian DrahmouneUkraine: Toter und Verletzte bei russischen AngriffenBei russischen Angriffen auf die
Ukraine sind ukrainischen Angaben zufolge ein Mensch getötet und mindestens acht weitere verletzt worden. In der südlichen Region Odessa beschädigen russische Drohnen zudem ein Umspannwerk, wie die Behörden mitteilen. In der südöstlichen Region Saporischschja kam ein Mann bei einem Angriff mit Gleitbomben ums Leben. Weitere Verletzte wurden aus mehreren Regionen im Osten und Süden des Landes gemeldet.Sara WagenerUkraine könnten bald wichtige Teile für Drohnen fehlenDer
Ukraine könnten bald wichtige Mini-Turbojet-Triebwerke für ihre Drohnen fehlen. Das erfuhr die Nachrichtenagentur Reuters von Waffenexperten und Vertretern von Firmen und Behörden. Europäische Hersteller fahren deshalb ihre Produktion hoch. Gleichzeitig drängen neue Anbieter auf den Markt, darunter der deutsche Drohnenbauer Quantum Systems. Das Unternehmen hat im Februar eine jetangetriebene Drohne vorgestellt, die zusammen mit Airbus entwickelt wurde.Drohnen mit Turbojet-Antrieb sind für die
Ukraine essenziell, da sie Präzisionsschläge tief in von Russland kontrolliertem Gebiet ermöglichen. Sie sind dabei schneller als propellerbetriebene Maschinen und günstiger als klassische Marschflugkörper. Die kleinen Turbojet-Antriebe haben üblicherweise weniger als 30 Zentimeter Durchmesser und bestehen aus leichten Materialien wie Titanlegierungen. Teile der Antriebe können durch 3D-Druck erstellt werden. Sara WagenerVance: Europäer tun nicht genug für Ende des UkrainekriegsUS-Vizepräsident J. D. Vance hat europäischen Staats- und Regierungschefs vorgeworfen, nicht genug für ein Ende des Ukrainekriegs zu tun. „Wir sind von vielen politischen Entscheidungsträgern in Europa enttäuscht, da sie offenbar nicht sonderlich daran interessiert sind, diesen Konflikt zu lösen“, sagte Vance am Mittwoch bei seinem Besuch in Ungarn. Es gebe zwar „erhebliche Fortschritte“ bei den Bemühungen zur Lösung des Konflikts. Dieser Konflikt sei aber der „am schwersten zu lösende“.Die „Fortschritte“ führte Vance unter anderem darauf zurück, dass Washington die Kriegsparteien dazu gebracht habe, ihre jeweiligen Positionen darzulegen. Im Laufe der Zeit hätten sich die Positionen Moskaus und Kiews „immer weiter angenähert“. Das Ziel sei zwar „noch nicht erreicht“, er sei aber „optimistisch“, sagte Vance. „Denn der Krieg ergibt grundsätzlich keinen Sinn mehr.“Zum jetzigen Zeitpunkt werde „um ein paar Quadratkilometer Territorium in die eine oder andere Richtung gefeilscht“. Es sei aber fragwürdig, dass dafür „Hunderttausende weiterer junger russischer und ukrainischer Männer geopfert“ werden müssten. Auch sei es fraglich, ob „weitere Monate oder sogar Jahre mit höheren Energiepreisen und wirtschaftlichen Schäden in Kauf“ genommen werden müssten. Leonie FeuerbachTote in der
Ukraine bei russischen DrohnenangriffenBei russischen Angriffen sind mindestens zwei Menschen in der
Ukraine getötet worden. Im nordostukrainischen Gebiet Sumy kam Militärgouverneur Oleh Hryhorow zufolge ein 42-Jähriger in der Gemeinde Romny ums Leben. Russlands Militär habe ein Wohnhaus getroffen, vermutlich mit einer Drohne, schrieb Hryhorow bei Telegram. Die Familie des Mannes sei verletzt worden.Im Kreis Saporischschja im Südosten des Landes griff Russlands Armee laut Gouverneur Iwan Fedorow mit Gleitbomben an. Mehrere Wohnhäuser und andere Gebäude sind demnach im Dorf Balabyne zerstört worden. Unter den Trümmern eines der Häuser sei die Leiche einer Person gefunden worden, schrieb Fedorow. Eine 47-Jährige sei bei einem Angriff auf die Stadt Saporischschja verletzt worden.Antea ObinjaBundestagspräsidentin Klöckner reist ins BaltikumBundestagspräsidentin Julia Klöckner reist am Mittwoch vor dem Hintergrund des andauernden russischen Angriffskriegs auf die
Ukraine zu Antrittsbesuchen nach Estland und Litauen. Bei der dreitägigen Reise der CDU-Politikerin soll es nach Angaben des Bundestags vor allem um die bilateralen Beziehungen zu den beiden EU- und NATO-Ländern, die sicherheitspolitische Lage im Baltikum sowie Digitalisierung und Cyber-Sicherheit gehen. In der estnischen Hauptstadt Tallinn will Klöckner mit ihrem Kollegen Lauri Hussar zu einem Gespräch zusammenkommen und auch Ministerpräsident Kristen Michal treffen. Zudem will sie sich über die estnischen Lösungen im Bereich der digitalen Verwaltung informieren – der Baltenstaat gilt in Europa als Vorreiter im sogenannten E-Government. Für Donnerstag ist die Weiterreise nach Litauen geplant. In der Hauptstadt Vilnius will Klöckner eine Rede vor dem litauischen Parlament halten und ihren Kollegen Juozas Olekas treffen. Geplant sind zudem Gespräche mit Staatspräsident Gitanas Nauseda und Außenminister Kestutis Budrys. Zum Abschluss ihrer Reise will die Bundestagspräsidentin deutsche Soldaten auf dem Militärstützpunkt Rukla besuchen. Dabei soll es auch um die sich im Aufbau befindende Brigade „Litauen“ der Bundeswehr gehen, die dem Schutz der Nato-Ostflanke und der Abschreckung Russlands dienen soll. Antea ObinjaTote und Verletzte durch russischen Beschuss in ChersonIn der südukrainischen Großstadt Cherson sind mindestens vier Menschen durch russischen Artilleriebeschuss getötet worden. Fünf weitere seien durch russische Gleitbomben verletzt worden, teilte der Chef der Militärverwaltung von Cherson, Jaroslaw Schanko, bei Telegram mit. Es habe Schäden an Busoberleitungen gegeben. Er warnte zugleich vor dem Abwurf von Sprengsätzen.Othmara GlasMindestens sechs Menschen in der
Ukraine getötetBei einem russischen Drohnenangriff auf einen Bus in der ostukrainischen Stadt Nikopol sind Behörden zufolge mindestens drei Menschen getötet worden. Zwölf weitere Menschen seien verletzt worden, teilte der Chef der örtlichen Militärverwaltung, Oleksandr Ganscha, in Online-Netzwerken mit. Der „Feind“ habe den Bus mitten im Zentrum der Stadt im Gebiet Dnipropetrowsk getroffen, fügte Ganscha an. „Der Bus fuhr gerade in die Station ein – es waren Menschen im Bus und an der Haltestelle“, so Ganscha weiter. Auch aus der südukrainischen Stadt Cherson wurden am Dienstag drei Tote gemeldet. Drei ältere Einwohner im Alter von 60, 71 und 72 seien bei einem morgendlichen russischen Angriff in einem Wohngebiet getötet worden, teilte der Chef der Regionalverwaltung, Oleksandr Prokudin, im Onlinedienst Telegram mit. Sieben weitere Menschen wurden demnach bei dem Bombardement verletzt. Moskau meldete seinerseits am Dienstagmorgen einen Drohnenangriff auf die russische Region Wladimir mit drei Toten. Bei dem Angriff auf die nordöstlich von Moskau gelegene Region seien zwei Erwachsene und deren Sohn getötet worden - die fünfjährige Tochter wurde örtlichen Angaben zufolge verletzt und musste ins Krankenhaus eingeliefert werden. Vanessa AngermannTote und Verletzte durch Sprengkörper und russischen BeschussIm nordostukrainischen Gebiet Sumy sind mindestens zwei Zivilisten durch explosive Gegenstände getötet worden. Einer Mitteilung des Militärgouverneurs Oleh Hryhorow bei Telegram zufolge wurden ein Mann und eine Frau in der Gemeinde Swessa beim Löschen von brennendem Gras durch die Explosion eines Sprengkörpers tödlich verletzt. Ebenso in Swessa seien zwei weitere Männer bei der Fahrt mit einem Traktor auf einen explodierenden Sprengkörper geraten. Beide mussten demnach mit Splitterverletzungen in ein Krankenhaus eingeliefert werden. Hryhorow warnte vor Sprengkörpern, die von russischen Drohnen abgeworfen werden. Die Gemeinde Swessa liegt nur etwa zehn Kilometer von der russischen Grenze entfernt.Robert DikomeitSelenskyj schlägt Waffenruhe für Angriffe auf Energieanlagen vorDie
Ukraine hat Russland eine Teilwaffenruhe für Angriffe auf Energieanlagen angeboten. „Wenn Russland bereit ist, die Angriffe auf unsere Energieanlagen einzustellen, sind wir bereit, spiegelbildlich zu antworten“, sagte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj in einer Videobotschaft. Dieser Vorschlag sei bereits über die US-amerikanischen Vermittler an Moskau übermittelt worden. Zuvor hatte Selenskyj demnach neue Angriffe auf Objekte im russischen Hinterland mit dem Oberkommando besprochen.Die
Ukraine wehrt sich seit mehr als vier Jahren gegen eine russische Invasion. Russland greift dabei seit Jahren regelmäßig ukrainische Kraftwerke und Umspannwerke mit Raketen und Kampfdrohnen an, um die Stromversorgung zu stören. Das ukrainische Militär attackierte im Gegenzug vor allem mit Drohnen immer erfolgreicher russische Raffinerien und Hafenanlagen. Die russischen Exportkapazitäten für Erdöl wurden dadurch Medienberichten nach bereits empfindlich geschädigt.Mehr ladenTickarooLive Blog Software