Am 28. Februar begannen die USA und
Israel, den
Iran anzugreifen. Führungsfiguren des Regimes in Teheran wurden ausgeschaltet. An der Staatsspitze folgte Modschtaba Chamenei auf seinen getöteten Vater Ajatollah Ali Chamenei. Die iranischen Streitkräfte und Revolutionsgarden nahmen
Israel und die Golfstaaten unter Beschuss und blockierten weitgehend die Straße von Hormus, durch die rund ein Fünftel des weltweiten Öl- und Flüssiggastransports verläuft. Nun einigten sich die USA und der
Iran auf eine zweiwöchige Waffenruhe.Alle Ereignisse rund um den Krieg in Nahost im Liveticker:09:11 Uhr – Trump feiert Tanker, die auf Kurs in die USA sindDonald Trump freut sich auf seiner Plattform „Truth Social“ über eine „Welle an leeren Tankern“, die sich auf dem Weg in die USA befinden würden, um dort Rohöl zu beschaffen. Einen entsprechenden Post kommentierte er als „großartig“. 8:28 Uhr – US-Vizepräsident J.D. Vance in
Pakistan gelandetDie US-Delegation um US-Vizepräsident J.D. Vance ist zu den Gesprächen über eine dauerhafte Friedenslösung im
Iran-Krieg in
Pakistan angekommen. Sie sei auf einem Luftwaffenstützpunkt nahe der Hauptstadt
Islamabad gelandet und werde zum Hotel eskortiert, hieß es aus pakistanischen Sicherheitskreisen. Die iranische Delegation war bereits zuvor in
Islamabad eingetroffen und wird nach Angaben der Nachrichtenagentur Fars von Parlamentspräsident
Mohammad Bagher Ghalibaf angeführt.06:40 Uhr –
China plant Lieferung von Luftabwehrsystemen an IranKurz vor den in
Pakistan geplanten Gesprächen zwischen den USA und dem
Iran über eine Beendigung des Krieges bereitet
China US-Geheimdienstinformationen zufolge die Lieferung von Luftabwehrsystemen an die Islamische Republik vor. Darauf deuteten Einschätzungen der US-Geheimdienste hin, berichtet der US-Nachrichtensender
CNN unter Berufung auf drei Insider. Demnach plane
China die Lieferung von schultergestützten Flugabwehrraketen, sogenannten Manpads. Es gebe zudem Anzeichen dafür, dass
China versuche, die Lieferungen über Drittländer zu leiten, um ihre Herkunft zu verschleiern. Das US-Außenministerium, das US-Präsidialamt und die chinesische Botschaft in Washington reagieren zunächst nicht auf Anfragen.04:25 Uhr – Iraner seit 1000 Stunden vom Internet abgeschnittenDie Iraner sind inzwischen seit 1000 Stunden vom Zugang zum globalen Internet ausgeschlossen. Das teilte die auf Netzsperren spezialisierte Organisation
Netblocks in der Nacht auf der Plattform X mit. Es handelt sich demnach um die bislang längste landesweite Internetsperre weltweit. Ein kleiner Teil des Militär- und Machtapparats dagegen nutzt das Internet weiter ohne Einschränkungen. Auch iranische Medien publizieren ihre Nachrichten auf Telegram und X – also auf Portalen, die eigentlich gesperrt sind.02:52 Uhr – UN-Chef vor Gesprächen: USA und
Iran sollten Chance nutzenKurz vor den geplanten Verhandlungen zwischen den USA und dem
Iran hat UN-Generalsekretär António Guterres beide Kriegsparteien aufgefordert, sich ernsthaft um eine dauerhafte Beilegung des Konflikts zu bemühen. Sie müssten die Gespräche in
Pakistan als Chance nutzen, „um sich in gutem Glauben um eine dauerhafte und umfassende Einigung zu bemühen, mit dem Ziel, die Lage zu deeskalieren und eine Rückkehr zu Feindseligkeiten zu verhindern“, sagte UN-Sprecher Stéphane Dujarric. 01:49 Uhr –
Iran: Gespräche zwischen den USA und dem
Iran könnten Samstagnachmittag beginnenDer
Iran und die USA könnten einem Medienbericht zufolge bereits am Samstag in
Pakistan direkte Verhandlungen aufnehmen. Voraussetzung sei, dass die USA die Vorbedingungen des Irans akzeptierten, meldet die halbamtliche iranische Nachrichtenagentur Tasnim. Zuvor werde sich die iranische Delegation am Samstagmorgen mit dem pakistanischen Ministerpräsidenten Shehbaz Sharif treffen. Der
Iran sei zu einer Einigung bereit, wenn Washington ein echtes Abkommen anbiete und dem
Iran seine Rechte zugestehe, sagte der iranische Delegationsleiter Mohammed Baqer Qalibaf. US-Präsident
Donald Trump reagiert auf sozialen Medien scharf. „Die Iraner scheinen nicht zu begreifen, dass sie keine Karten haben, außer der kurzfristigen Erpressung der Welt durch die Nutzung internationaler Wasserstraßen. Der einzige Grund, warum sie heute noch leben, ist, um zu verhandeln!“, schreibt er.01:20 Uhr – Trumps Friedensrat dementiert FinanzierungsproblemeDer von US-Präsident
Donald Trump initiierte Friedensrat weist Berichte über Finanzierungsprobleme zurück. „Der Friedensrat ist eine schlank aufgestellte, umsetzungsorientierte Organisation, die bei Bedarf Kapital abruft. Es gibt keine Finanzierungsengpässe. Alle Kapitalanforderungen sind bisher sofort und in vollem Umfang erfüllt worden“, heißt es in einer Erklärung der Organisation auf sozialen Medien. Laut einem Bericht der Nachrichtenagentur Reuters vom Freitag hat der Friedensrat bisher nur einen Bruchteil der zugesagten 17 Milliarden Dollar erhalten. Damit fehlten die finanziellen Mittel für den Wiederaufbau des Gazastreifens, berichtete Reuters unter Berufung auf mehrere mit der Angelegenheit vertraute Personen. Von zehn Ländern, die Geld versprochen hatten, hätten nur drei – die Vereinigten Arabischen Emirate, Marokko und die USA selbst – tatsächlich Mittel bereitgestellt.00:43 Uhr – Trump: Straße von Hormus wird „ziemlich bald“ geöffnetUS-Präsident
Donald Trump geht nach eigenen Angaben von einer baldigen Öffnung der Straße von Hormus aus. „Wir werden den Golf mit oder ohne sie (die Iraner) öffnen“, sagte Trump am Freitag vor Journalisten. „Ich denke, es wird ziemlich schnell passieren, und wenn nicht, werden wir es zu Ende bringen.“ Trump fügte hinzu: „Wir werden das ziemlich bald offen haben.“Auf die Frage, was eine gute Vereinbarung mit dem
Iran wäre, legte Trump den Schwerpunkt aber auf Atomwaffen. „Keine Atomwaffe“ für den
Iran sei „99 Prozent“ der Angelegenheit. Der US-Präsident hat das iranische Atomprogramm als einen der Gründe für den Beginn der US-israelischen Angriffe auf den
Iran Ende Februar genannt.00:09 Uhr – Bericht: Libanon und USA bitten
Israel um Angriffspause vor GesprächenDie libanesische Regierung und die US-Regierung haben laut einem Medienbericht
Israel um eine „Pause“ bei seinen Angriffen auf die Hisbollah gebeten. Dies solle vor den für kommende Woche geplanten direkten Verhandlungen zwischen
Israel und dem Libanon geschehen, berichtet das Nachrichtenportal Axios unter Berufung auf zwei Insider. Freitag, 10. April 22:55 Uhr – Aoun:
Israel und Libanon wollen ab Dienstag in Washington verhandelnIsrael und der Libanon wollen am kommenden Dienstag direkte Gespräche aufnehmen. Das teilte das Büro des libanesischen Präsidenten Joseph Aoun am Freitag mit, nachdem die Botschafter beider Länder in den USA mit dem US-Botschafter im Libanon telefoniert hatten. In dem Gespräch ging es um die Bedingungen der Verhandlungen, die in Washington stattfinden sollen. Das US-Außenministerium soll dabei vermitteln. Die Regierung in Beirut will mit den direkten Gesprächen ein Ende des Krieges zwischen
Israel und der Hisbollah-Miliz erreichen.
Israel stimmte solchen Gesprächen zu, veröffentlichte aber im Anschluss an das Telefonat zunächst keine Stellungnahme. Die Hisbollah äußerte sich ebenfalls nicht, hat allerdings direkte Gespräche mit
Israel abgelehnt. Während des
Iran-Kriegs wurden laut libanesischen Regierungsangaben im Libanon mehr als 1900 Menschen bei israelischen Angriffen getötet und über eine Million weitere vertrieben.22:33 Uhr – Libanon bestätigt Verhandlungen mit
Israel für kommenden DienstagDer Libanon hat am Freitag Verhandlungen mit
Israel über eine Waffenruhe für kommenden Dienstag in Washington bestätigt. Dies hätten die Botschafter Libanons und Israels in Washington und der US-Botschafter im Libanon vereinbart, erklärte das Präsidialbüro in Beirut. Gegenstand dieses „ersten Treffens“ sei die mögliche „Bekanntgabe einer Waffenruhe“ und des „Beginns von Verhandlungen zwischen dem Libanon und
Israel unter Federführung der USA“.22:15 Uhr – Irans Delegation trifft zu Verhandlungen mit USA in
Pakistan einDie iranische Delegation ist zu den Verhandlungen mit den USA in der pakistanischen Hauptstadt
Islamabad eingetroffen. Nach Angaben der Nachrichtenagentur Fars wird sie von Parlamentspräsident
Mohammad Bagher Ghalibaf angeführt. Zur Delegation gehören auch Außenminister Abbas Araghtschi, der Sekretär des Verteidigungsrates, Ali-Akbar Ahmadian, und der Gouverneur der Zentralbank, Abdol-Naser Hemmati.Unter Vermittlung Pakistans sollen am Samstag Verhandlungen zur dauerhaften Beilegung des
Iran‑Konflikts beginnen. Die US-Delegation wird von Vizepräsident
JD Vance angeführt. Der
Iran hatte zuvor seine Teilnahme an ein Ende der israelischen Angriffe auf die mit Teheran verbundene Hisbollah-Miliz im Libanon geknüpft. Ghalibaf forderte außerdem eine Freigabe der eingefrorenen iranischen Vermögenswerte vor Beginn der Verhandlungen. Unklar ist, ob diese Forderungen erfüllt wurden oder ob es entsprechende Zusicherungen gibt.20:35 Uhr – Pakistans Regierungschef wertet Gespräche als entscheidend für NahostDer pakistanische Ministerpräsident Shehbaz Sharif bezeichnet die in
Islamabad anstehenden Gespräche zwischen den USA und dem
Iran als entscheidend für einen dauerhaften Waffenstillstand im Nahost-Konflikt. Dies sagt er in einer Rede am späten Abend.19:28 Uhr – Trump warnt: Iraner sind nur noch am Leben, um zu verhandelnVor den geplanten Verhandlungen in
Pakistan richtet US-Präsident Trump eine martialische Drohung an Teheran. Die Iraner schienen nicht zu begreifen, dass sie „abgesehen von der kurzzeitigen Erpressung der Welt“ mit der Straße von Hormus keinerlei Druckmittel hätten, schrieb er auf der Plattform Truth Social. „Der einzige Grund, warum sie heute noch am Leben sind, ist, um zu verhandeln!“Kurz zuvor hatte Trump bereits in einem anderen Post gehöhnt, dass die Iraner „im Umgang mit Fake-News-Medien und ‚Öffentlichkeitsarbeit‘ besser als im Kämpfen“ seien.17:24 Uhr – Kuwait meldet iranischen AngriffKuwait meldet einen iranischen Angriff. Ziel seien mehrere Einrichtungen der Nationalgarde gewesen, teilt die Armee mit. Mehrere Militärangehörige seien verletzt worden. Außerdem sei erheblicher Sachschaden entstanden.17:16 Uhr – Iranischer Parlamentspräsident pocht auf Voraussetzungen für VerhandlungenDer iranische Parlamentspräsident
Mohammad Bagher Ghalibaf macht eine Waffenruhe im Libanon und die Freigabe blockierter iranischer Vermögenswerte zur Bedingung für den Beginn von Verhandlungen mit den USA. Diese beiden zuvor vereinbarten Maßnahmen müssten zunächst umgesetzt werden, teilt Ghalibaf auf X mit. Sie seien Teil der Zusagen zwischen den Parteien. Die Gespräche dürften erst beginnen, wenn diese erfüllt seien.16:28 Uhr – Israels Armee: Mehr als 4300 Hisbollah-Stellungen seit Anfang März „zerstört“Die israelische Armee hat nach eigenen Angaben mehr als 4300 Stellungen der pro-iranischen Hisbollah-Miliz im Libanon „zerstört“, seit sich der
Iran-Krieg Anfang März auf das Land ausweitete. Zudem seien in dieser Zeit „mehr als 1400 Hisbollah-Terroristen eliminiert“ worden, teilte die israelische Armee am Freitag mit. 15:52 Uhr – Europäer fordern Teheran zu konstruktiven Verhandlungen mit den USA aufEuropäische Staaten rufen die Führung in Teheran auf, die ab Freitag im pakistanischen
Islamabad geplanten Verhandlungen des Irans mit den USA konstruktiv anzugehen. Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) erklärte im Onlinedienst X, er habe mit dem iranischen Außenminister Abbas Araghtschi gesprochen und ihn aufgefordert, die mit den USA vereinbarte Waffenruhe einzuhalten.Ferner habe er in dem Gespräch von Teheran verlangt, sich „auf konstruktive Verhandlungen einzulassen sowie freie und sichere Schifffahrt durch die Straße von Hormus zu ermöglichen“, erklärte Wadephul. Bundeskanzler Merz (CDU) hatte zuvor die Wiederaufnahme der Gespräche der Bundesregierung mit dem
Iran bekannt gegeben. Ziel sei es, damit einen Beitrag zum Erfolg der Verhandlungen über ein Ende des
Iran-Krieges zu leisten.Die Bundesregierung habe „seit der brutalen Niederschlagung der friedlichen Proteste Anfang des Jahres nicht mehr hochrangig mit dem
Iran gesprochen“, sagte Vize-Regierungssprecher Sebastian Hille am Freitag in Berlin. Ein letztes Gespräch auf Ebene des Bundeskanzlers führte demnach Mitte 2024 der damalige Kanzler Olaf Scholz (SPD). Außenminister Johann Wadephul (CDU) war laut Hille zuletzt im September 2025 mit dem
Iran in Kontakt.15:20 Uhr – Vance warnt
Iran vor Tricksereien bei Gesprächen in IslamabadJ.D. Vance warnt Teheran davor, bei Gesprächen über eine Beendigung des
Iran-Krieges zu taktieren. Die Islamische Republik solle nicht versuchen, die USA auszutricksen, erklärte er vor seiner Abreise nach
Pakistan.„Wir freuen uns auf die Verhandlungen“, sagte der 41-Jährige. Er rechne mit einem positiven Verlauf, schränkte aber ein: „Wir werden sehen.“ Wenn die Iraner bereit seien, in gutem Glauben zu verhandeln, „sind wir selbstverständlich bereit, ihnen die Hand zu reichen“. Aber wenn die iranischen Unterhändler versuchten, die US-Seite auszutricksen, so würden sie feststellen, dass das Verhandlungsteam nicht sonderlich zugänglich sei.