Viele Angaben stammen von Konfliktparteien und lassen sich teilweise nicht unabhängig überprüfen. Für unseren Liveblog verwenden wir neben eigenen Recherchen Material der Nachrichtenagenturen dpa, Reuters, epd, KNA und Bloomberg.Wichtige UpdatesPakistan ruft dazu auf, die Waffenruhe weiterhin einzuhaltenKeine Einigung zwischen USA und
Iran – Vance: „Schlechte Nachrichten für
Iran“USA: Zwei Kriegsschiffe durchqueren Straße von HormusProtest in Libanon gegen Gespräche mit IsraelTrump: US-Militär beginnt mit Räumung der
Straße von Hormus Iran gibt USA Schuld für Ende der Gespräche Der Verhandlungsleiter der iranischen Delegation hat den USA die Schuld dafür gegeben, dass die Friedensverhandlungen in
Islamabad keine Einigung brachten. „Meine Kollegen in der iranischen Delegation brachten zukunftsorientierte Initiativen vor, doch letztendlich gelang es der Gegenseite nicht, in dieser Verhandlungsrunde das Vertrauen der iranischen Delegation zu gewinnen“, schrieb der iranische Parlamentspräsident und Verhandlungsführer seines Landes,
Mohammed Bagher Ghalibaf, auf der Plattform X.Er habe bereits vor den Gesprächen betont, dass
Iran über den nötigen guten Willen und Entschlossenheit verfüge, aber aufgrund der Erfahrungen aus vorangegangenen Kriegen kein Vertrauen in die Gegenseite habe. Ghalibaf dankte
Pakistan zudem für die Vermittlungsbemühungen.NewsdeskDie Lage vor OrtPakistan ruft dazu auf, die Waffenruhe weiterhin einzuhaltenUS-Vizepräsident
J. D. Vance und seine Delegation sitzen schon im Flugzeug zurück von den erfolglosen Verhandlungen in
Islamabad, als sich auch die Ausrichter der Gespräche äußern. Der pakistanische Außenminister
Ishaq Dar warnt die USA und
Iran eindringlich, an ihrer Verpflichtung zur Waffenruhe festzuhalten, um einen „dauerhaften Frieden“ zu erreichen. Dar dankte den Delegationen, dass sie dem Aufruf des Landes zu Friedensgesprächen gefolgt seien.Das Außenministerium in Teheran bestätigt, man habe sich mit der US-Delegation in einigen Punkten verständigt. Nur in zwei Fragen habe es unterschiedliche Ansichten gegeben. Ein Sprecher des Ministeriums berichtet zudem von einer „Atmosphäre des Misstrauens“ bei den Verhandlungen. Dass beide Seiten in nur einer Gesprächsrunde zu einer Einigung hätten kommen können, sei deshalb gar nicht zu erwarten gewesen. Auch im iranischen Staatsfernsehen war am Sonntagmorgen die Rede davon, die Friedensverhandlungen mit den USA würden in einer Woche fortgesetzt.
J. D. Vance ließ weitere Gespräche vor seiner Abreise unerwähnt. Er sprach vom „besten und letzten Angebot“ der USA. Wie es nun weitergehe, liege in den Händen der Iraner. Keine Einigung zwischen USA und
Iran – Vance: „Schlechte Nachrichten für
Iran“Nach einem 21-stündigen Treffen in
Islamabad erklärt US-Vizepräsident
J. D. Vance, die iranische Delegation habe die amerikanischen Bedingungen zur Beendigung des Krieges nicht akzeptiert. Beide Seiten sprechen von „überzogenen Forderungen“. In einem Pressestatement erklärt Vance: „Wir haben eine Reihe substanzieller Gespräche mit den Iranern geführt. Das sind die guten Nachrichten. Die schlechten Nachrichten sind, dass wir keine Einigung erzielt haben – und ich denke, das sind schlechte Nachrichten für
Iran weit mehr als für die Vereinigten Staaten von Amerika.“ Es habe mangelnde Fortschritte bei den Gesprächen gegeben und die Führung in Teheran habe die US-Bedingungen nicht akzeptiert, zu denen der Verzicht auf den Bau von Atomwaffen gehöre. Während der Verhandlungen habe er ein halbes Dutzend Mal mit US-Präsident Donald Trump telefoniert, fügte der Vizepräsident hinzu. Auf dem Tisch liege ein letztes und bestes Angebot.
Iran müsse entscheiden, ob sie es annehmen würden, erklärt Vance. Die Delegation kehrt nun in die USA zurück. Auch iranische Nachrichtenagenturen berichten von ernsthaften Meinungsverschiedenheiten zwischen den Delegationen. Die Agentur Fars schreibt, dass beide Seiten ihre Differenzen in der jüngsten Runde nicht beilegen konnten. Als zentraler Streitpunkt gilt weiterhin die
Straße von Hormus. Iranische Medien berichten von großen Differenzen bei Verhandlungen mit USAIranische Medien haben über große Differenzen bei den Verhandlungen mit den USA in
Pakistan berichtet. Die Nachrichtenagenturen Tasnim und Fars sprachen von „überzogenen Forderungen“ der US-Seite. Konkret wurde die
Straße von Hormus als zentraler Streitpunkt genannt. Der Fortschritt der Verhandlungen sei damit aus iranischer Sicht behindert worden.Tasnim zufolge besteht die iranische Delegation auf der „Wahrung der militärischen Errungenschaften“, eine mögliche Anspielung auf das Raketenprogramm der Islamischen Republik. Den größten Streit soll es beiden Berichten zufolge jedoch bei Fragen rund um die
Straße von Hormus geben. USA: Zwei Kriegsschiffe durchqueren Straße von HormusDas US-Militär teilt mit, zwei seiner Kriegsschiffe hätten die
Straße von Hormus durchfahren. Das sei Teil des Vorhabens, mit der Minenräumung in der Passage zu beginnen, erklärt das US-Zentralkommando auf X.
Iran hatte die US-Marine am Nachmittag vor einem Durchfahren der Meerenge gewarnt und mit einem Angriff auf Schiffe gedroht, die dies versuchten. Die Revolutionsgarden wurden von iranischen Medien zitiert, auf jeden Versuch, die Wasserstraße mit einem Kriegsschiff zu durchfahren, werde
Iran eine "starke Antwort" geben. Berichte des Portals Axios, US-Schiffe hätten die Hormus-Straße durchquert, hatte das iranische Militär zurückgewiesen. Protest in Libanon gegen Gespräche mit IsraelHunderte Anhänger der proiranischen Hisbollah haben in Beirut gegen die Entscheidung der Regierung protestiert, Verhandlungen mit Israel aufzunehmen. Ein Fotograf der Deutschen Presse-Agentur vor Ort berichtete von starken Sicherheitsvorkehrungen. Protestierende riefen „Nieder mit Nawaf“ mit Bezug auf den aktuellen Ministerpräsidenten Nawaf Salam. Andere riefen „Gott segne Nasrallah“ und meinten damit den von Israel getöteten Hisbollah-Chef Hassan Nasrallah. Viele schwenkten die iranische Fahne oder Hisbollah-Flaggen. Ein Mann rief: „Sie werden uns nicht dazu bringen, uns zu ergeben.“Die libanesische Regierung und Israel werden kommende Woche zum ersten Mal seit Jahrzehnten direkte Gespräche auf politischer Ebene führen. Libanons Präsident Joseph Aoun hatte in der Vergangenheit und seit Ausbruch des jüngsten Krieges zwischen Israel und der Hisbollah mehrfach ein Interesse daran bekundet. Die Hisbollah hat sich bisher entschieden dagegengestellt. Neue Raketenangriffe aus Libanon treffen IsraelBei neuen Angriffen aus Libanon ist nach Angaben von Rettungskräften ein Haus in Nordisrael getroffen worden. Es gab jedoch zunächst keine Angaben zu Verletzten, wie der Rettungsdienst Magen David Adom am frühen Abend (Ortszeit) mitteilte. Nach israelischen Medienberichten feuerte die libanesische Hisbollah-Miliz rund zehn Raketen auf den Norden Israels. Bei zusätzlichen Drohnenangriffen sei ein Haus in dem Grenzort Schlomi beschädigt worden. Andere Geschosse seien von der Raketenabwehr abgefangen worden.Die Hisbollah teilte derweil mit, sie habe israelische Truppen im Süden Libanons mit einer Rakete angegriffen. Von Israels Armee hieß es, sie habe binnen 24 Stunden mehr als 200 Hisbollah-Ziele in Libanon beschossen.Erste Supertanker passieren
Straße von Hormus Erstmals seit der Feuerpause zwischen den USA und
Iran passieren Schifffahrtsdaten zufolge wieder drei Supertanker die
Straße von Hormus. LSEG-Daten zufolge umfahren die unter liberianischer Flagge fahrende "Serifos" sowie die chinesischen Schiffe "Cospearl Lake" und "He Rong Hai" dabei die iranische Insel Larak. Die Durchfahrt erfolgt parallel zu den beginnenden Friedensgesprächen in
Pakistan. Irans Marine warnt US-Kriegsschiff vor Eindringen in Straße von HormusIrans Marine hat mit Beginn der Friedensverhandlungen ein US-Kriegsschiff vor einer Durchquerung der
Straße von Hormus gewarnt. Die Streitkräfte der Islamischen Republik
Iran beobachteten den US-Zerstörer genau, hieß es in einem Bericht der Nachrichtenagentur Tasnim. Sollte das Schiff seinen Kurs fortsetzen, drohe ein Angriff. Irans Delegation, die in
Islamabad mit den USA Friedensgespräche aufgenommen hat, legte beim Vermittler
Pakistan Beschwerde ein und forderte, dass der US-Zerstörer die Meerenge wieder verlasse. „Wenn die Bewegung des Schiffs fortgesetzt wird, wird es innerhalb von 30 Minuten angegriffen“, ließ
Iran Tasnim zufolge den USA mitteilen.Axios-Reporter Barak Ravid hatte zuvor unter Berufung auf einen US-Regierungsvertreter berichtet, dass mehrere Schiffe der US-Marine die
Straße von Hormus durchquert hätten. Der Schritt sei nicht mit
Iran koordiniert worden. Daten des Trackingdienstes Vesselfinder zeigten ein Schiff der US-Regierung im Persischen Golf mit, wie beim Militär üblich, nicht näher genannter Typenbezeichnung. Trump: US-Militär beginnt mit Räumung der
Straße von Hormus Das US-Militär startet nach Angaben von Präsident Donald Trump die Öffnung der
Straße von Hormus. „Wir beginnen jetzt mit dem Prozess der Räumung der
Straße von Hormus“, schreibt er in sozialen Medien. Was er damit genau meint, bleibt zunächst offen. Weiter erklärt das amerikanische Staatsoberhaupt, alle iranischen Minenleger seien versenkt worden.
Iran hat die Meerenge während des Krieges mit den USA geschlossen.Ein Vertreter des iranischen Militärs weist unterdessen einen Bericht zurück, nach dem US-Schiffe die
Straße von Hormus passiert haben sollen. Zuvor hatte ein Reporter des Medienportals Axios auf X berichtet, mehrere Schiffe der US-Marine hätten die Meerenge durchquert. Friedensverhandlungen zwischen
Iran und USA begonnenBegleitet von hohen Erwartungen haben in der pakistanischen Hauptstadt
Islamabad Verhandlungen über eine dauerhafte Beilegung des
Iran-Konflikts begonnen. Das teilten pakistanische Regierungsvertreter mit, auch der iranische Staatssender Irib meldete den Beginn.Der Auftakt der Verhandlungen wurde begleitet von einander widersprechenden Aussagen beider Seiten. Ein Vertreter der US-Regierung dementierte Berichte, wonach die USA der Freigabe eingefrorener iranischer Vermögen zugestimmt hätten. Zuvor hatte ein hochrangiger iranischer Insider dies der Nachrichtenagentur Reuters gesagt. Die Freigabe der Mittel sei an die Gewährleistung einer sicheren Durchfahrt durch die
Straße von Hormus geknüpft, sagte der Insider. Die Meerenge ist von großer Bedeutung für den Transport von Öl und Gas der Golfstaaten an Abnehmer weltweit. Die US-Delegation leitet Vizepräsident
J. D. Vance, auf iranischer Seite führt Parlamentspräsident Mohammad Bagher Ghalibaf die Delegation an. Pakistans Premierminister Shehbaz Sharif und der Armeechef des Landes, Feldmarschall Asim Munir, übernehmen die Vermittlung.Der genaue Ablauf der Gespräche ist bislang nicht bekannt. Möglich sind direkte Gespräche beider Seiten unter pakistanischer Beteiligung. Bei indirekten Gesprächen würden beide Delegationen in unterschiedlichen Räumen sitzen und Vermittler Nachrichten überbringen. Nach iranischen Angaben sollen die Gespräche nur einen Tag dauern. Libanon meldet Tote nach israelischen AngriffenIn Libanon sind nach Behördenangaben erneut mehrere Menschen durch israelische Angriffe getötet worden. Bei verschiedenen Angriffen in der Gegend um Nabatija im Süden des Landes seien zehn Menschen getötet worden, teilte das Gesundheitsministerium in Beirut mit.Unter den Opfern waren demnach erneut auch Sanitäter. Auch ein Mitarbeiter des Zivilschutzes sei getötet worden. Das israelische Militär äußerte sich zunächst nicht. Es hatte der proiranischen Hisbollah-Miliz zuletzt jedoch vorgeworfen, Krankenwagen als Schutz vor Angriffen zu nutzen.Im Rahmen der Waffenruhe zwischen dem Israel, den USA und
Iran gab es auch in Libanon Hoffnung auf eine Deeskalation im Krieg zwischen der Hisbollah und Israel. Nach einem Großangriff des israelischen Militärs am Mittwoch ließ die Intensität der Angriffe vorerst nach. Für kommende Woche sind direkte Gespräche zwischen israelischen und libanesischen Vertretern in Washington geplant. Seit Anfang März wurden in Libanon rund 2000 Menschen getötet. NewsdeskSina-Maria SchweickleSchwer verletzte Kinder in Libanon: SPD-Politiker fordern humanitäres Evakuierungsprogramm Angesichts der dramatischen humanitären Lage in Libanon drängen der außenpolitische Sprecher der SPD, Adis Ahmetović, und der Berliner SPD-Spitzenkandidat Steffen Krach die Bundesregierung zum Handeln: Sie fordern die sofortige Einrichtung eines humanitären Evakuierungsprogramms für schwer verletzte Kinder aus dem Krisengebiet.„Die anhaltenden Angriffe seitens der israelischen Regierung auf den Libanon haben zu einer verheerenden Situation für die Zivilbevölkerung geführt", schreiben die beiden Politiker. Von den Folgen des Krieges seien besonders Kinder betroffen, die unter der Gewalt und dem Zusammenbruch der medizinischen Versorgung leiden. Ahmetović und Krach schlagen deshalb vor, kurzfristig ein Kontingent zur Evakuierung und medizinischen Behandlung schwer verletzter Kinder in Deutschland zu schaffen. Berlin verfüge ihrer Einschätzung nach über die medizinischen Kapazitäten, die logistischen Möglichkeiten und trage die humanitäre Verantwortung zu helfen. Die Maßnahmen müssten eng mit internationalen Partnern abgestimmt werden und eine Rückkehr der Kinder in ihre Heimat ermöglichen, sobald die Sicherheitslage dies zulasse.Ihr Appell richtet sich an Bundeskanzler Friedrich Merz und den Regierenden Bürgermeister Kai Wegner: Berlin und der Bund sollten gemeinsam ein Zeichen der Menschlichkeit setzen. "Die Fehler von Gaza dürfen nicht wiederholt werden". In diesem Fall hatte die Bundesregierung ein ähnliches Programm trotz entsprechender Forderungen aus Kommunen und Hilfsorganisationen abgelehnt. Pakistans Premierminister führt getrennte Vorgespräche mit Delegationen aus den USA und IranVor möglichen Friedensverhandlungen zwischen den USA und
Iran hat Pakistans Premierminister und Vermittler Shehbaz Sharif getrennte Vorgespräche mit beiden Delegationen geführt. Nach Angaben der pakistanischen Regierung traf er US‑Vizepräsident
J. D. Vance sowie den iranischen Parlamentspräsidenten Muhammad Bagher Ghalibaf.Der genaue Ablauf der Gespräche ist weiterhin nicht offiziell. Nach Informationen des arabischen Fernsehsenders Al Jazeera bemüht sich Sharif um direkte Gespräche beider Seiten unter pakistanischer Beteiligung. Bei indirekten Gesprächen würden beide Delegationen in unterschiedlichen Räumen sitzen und Vermittler Nachrichten überbringen.Der iranische Staatssender Irib zitierte Außenminister, Abbas Araghtschi. Er erklärte, man gehe mit „völligem Misstrauen“ in die Gespräche und werde mit aller Kraft dafür kämpfen, die Interessen und Rechte der iranischen Nation zu sichern. Der Staatssender bezog sich dabei auf ein Telefongespräch Araghtschis mit dem deutschen Außenminister Johann Wadephul (CDU) am Donnerstag.Mehr ladenTickarooLive Blog Software