liveblog Krieg in Nahost ++
Paris und
London planen Hormus-Konferenz ++ Stand: 13.04.2026 • 14:24 Uhr Frankreich und
Großbritannien wollen in den kommenden Tagen eine Konferenz für eine mögliche Mission in der
Straße von Hormus abhalten.
Großbritannien wird Premierminister Starmer zufolge eine US-Blockade der
Straße von Hormus nicht unterstützen.
Paris und
London planen Konferenz für Hormus-Mission Starmer: Keine Unterstützung für Blockade UN: Krieg könnte Millionen Menschen in die Armut treiben Trump attackiert Papst Leo USA kündigen Sperrung iranischer Häfen an Ölpreise steigen nach Seeblockade-Ankündigung 14:24 Uhr Netanjahu unterstützt geplante Blockade gegen
Iran Der israelische Premierminister
Benjamin Netanjahu unterstützt die geplante Blockade iranischer Häfen durch die USA.
Israel stehe hinter dem "starken Standpunkt" von US-Präsident
Donald Trump, wonach eine Seeblockade eingeführt werden solle, sagte Netanjahu. Die israelische Regierung unterstütze die Haltung der USA, dass
Iran sämtliches angereichertes Atommaterial entfernen und mehrere Jahrzehnte lang auf eine Urananreicherung innerhalb des Landes verzichten müsse. 14:22 Uhr
Rotes Kreuz zutiefst besorgt über Angriffe auf Sanitäter im Libanon Nach einem Angriff auf ein Zentrum des Libanesischen Roten Kreuzes im Süden des Landes sowie der Tötung eines freiwilligen Helfers zeigt sich das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) zutiefst besorgt über Attacken auf medizinisches Personal im Libanon. Der Verlust von Menschen, die ihr Leben der Rettung anderer widmeten, sei angesichts der Auswirkungen auf die Zivilbevölkerung, die auf ihre Hilfe angewiesen sei, äußerst besorgniserregend, sagte die Leiterin der IKRK-Delegation in dem Land, Agnes Dhur, in Genf. 13:50 Uhr Expertin erwartet unberechenbaren Ölpreis über das ganze Jahr Experten erwarten angesichts des
Iran-Kriegs, dass der Ölpreis über längere Zeit instabil bleibt. "Wir müssen uns darauf einstellen, dass die Lage sehr volatil bleibt, dass wir immer wieder Preissteigerungen sehen können", sagte Samina Sultan vom Institut der Deutschen Wirtschaft Köln im ARD-Mittagsmagazin. Sie erwarte, dass der Ölpreis dieses Jahr sehr kompliziert und unberechenbar bleibe. 13:41 Uhr Irans Justiz bearbeitet Fälle wie im Kriegszustand Trotz der zweiwöchigen Waffenruhe will die iranische Justiz wie im Krieg gegen mutmaßliche Kollaborateure ihrer Feinde vorgehen. "Die Justizbehörde befindet sich bis auf weiteres bei der Bearbeitung der Fälle von Kollaborateuren des Feindes in einer kriegsorientierten Aufstellung", sagte Justizchef Gholam-Hussein Mohseni-Edschehi der Nachrichtenagentur Misan zufolge. Fälle werden demnach "entschlossen und beschleunigt" bearbeitet. Konkret heißt die Ankündigung des Justizchefs, dass Urteile im Schnellverfahren gesprochen werden können. Seit Beginn des Kriegs hat die Justiz bereits zahlreiche Todesurteile vollstrecken lassen. Menschenrechtler kritisieren die Prozesse teils als unfair und werfen der iranischen Justiz vor, Geständnisse auch unter Einsatz von Folter zu erzwingen. 13:06 Uhr Bundesregierung erwartet keine US-Blockade der
Straße von Hormus Die Bundesregierung erwartet keine vollständige Sperrung der
Straße von Hormus durch die USA. "Die vermeintliche Blockade ... ist kein Ende dieses diplomatischen Prozesses", sagte Regierungssprecher Stefan Kornelius mit Blick auf eine Ankündigung von US-Präsident
Donald Trump. "Wir interpretieren sie als Bewegung, um den Druck zu erhöhen." Er verwies zudem auf eine Ankündigung des militärischen US-Oberkommandos, das nicht von der Blockade der
Straße von Hormus, "sondern von der Blockade iranischer Häfen" spreche. "Das ist eine andere Herangehensweise." Die Blockade soll nach US-Angaben am Nachmittag beginnen. 12:20 Uhr Russland: US-Blockade iranischer Häfen schadet Weltmärkten Der Kreml hat die Ankündigung von US-Präsident
Donald Trump, die
Straße von Hormus durch eine Blockade iranischer Häfen abzuriegeln, kritisiert. "Solche Maßnahmen werden sich wahrscheinlich weiterhin negativ auf die internationalen Märkte auswirken", sagte Kreml-Sprecher Dmitri Peskow. 11:54 Uhr
Israel: Armee übernimmt im Südlibanon Kontrolle über Bint Dschubail Die israelische Armee wird nach eigenen Angaben in den kommenden Tagen die vollständige Kontrolle über die südlibanesische Stadt Bint Dschubail übernehmen. Die Fähigkeit der vom
Iran unterstützten Hisbollah-Miliz, von dort aus den Norden Israels anzugreifen, sei eingeschränkt, teilte ein israelischer Militärvertreter mit. "Nur eine kleine Anzahl von Terroristen hält sich noch in der Gegend von Bint Dschubail auf", heißt es weiter. Das Militär habe zudem Extremisten beim Verlassen des örtlichen Krankenhauses getötet sowie zahlreiche Raketenwerfer und Waffen gefunden. Frankreich und
Großbritannien wollen in den kommenden Tagen eine Konferenz für eine mögliche Mission in der
Straße von Hormus abhalten. Man wolle sich gemeinsam mit weiteren Ländern absprechen, wie man eine freie Schifffahrt durch die Meerenge gewährleisten könne, teilte Frankreichs Präsident Emmanuel Macron auf der Plattform X mit. "Diese strikt defensive Mission, die von den Kriegsparteien getrennt ist, soll durchgeführt werden, sobald die Situation es ermöglicht", so Macron weiter. 11:24 Uhr Papst Leo will an Trump-Kritik festhalten Papst Leo XIV. hat Kritik von US-Präsident
Donald Trump an seinem Appell für ein Ende der verschiedenen Kriege auf der Welt zurückgewiesen. "Was ich sage, ist keineswegs als Angriff auf irgendjemanden gemeint", sagte das Oberhaupt der katholischen Kirche auf dem Flug nach Algerien. "Ich bin kein Politiker. Ich lade alle Menschen dazu ein, Brücken für Frieden und Versöhnung zu bauen und nach Wegen zu suchen, um Krieg zu vermeiden." Zugleich betonte Leo: "Ich habe keine Angst vor der Trump-Regierung." Zuvor hatte Trump als Reaktion auf Leos Kritik an seiner Kriegsführung den Papst hart angegriffen. 10:41 Uhr Merz kritisiert
Iran-Verhandlungen - nicht gut vorbereitet Kanzler Friedrich Merz hat die Vorbereitungen der vorangegangenen Gespräche zwischen den USA und
Iran kritisiert. "Ich bin von der Entscheidung, die Gespräche in Islamabad abzubrechen, nicht überrascht gewesen", sagte Merz in Berlin. "Ich hatte von Anfang an nicht den Eindruck, dass sie wirklich gut vorbereitet waren", fügte der CDU-Politiker hinzu. Wen er mit dieser Kritik meinte, konkretisierte Merz nicht. 10:37 Uhr Australien:
Straße von Hormus muss für alle offen sein Der australische Premierminister Anthony Albanese hat sich für die komplette Öffnung der
Straße von Hormus ausgesprochen. Seine Regierung sei von den USA nicht vorab darüber informiert worden, dass die US-Marine eine eigene Blockade der für den Öltransport wichtigen Meerenge plane, sagte Albanese dem Fernsehsender Nine Network. Australien sei auch nicht gebeten worden, sich zu beteiligen. 10:25 Uhr
Iran droht mit Angriffen auf Häfen
Iran hat mit Angriffen auf Häfen im Persischen Golf und im Golf von Oman gedroht. "Sicherheit im Persischen Golf und im Meer von Oman gibt es entweder für alle oder für niemanden", hieß es in einem Bericht des iranischen Senders Irib am Montag. Kein Hafen in der Region werde sicher sein, hieß es weiter. 10:17 Uhr Starmer: Keine Unterstützung für Blockade
Großbritannien wird eine Blockade der
Straße von Hormus nicht unterstützen, sagte der britische Premierminister
Keir Starmer im BBC Radio 5 Live. Sein Land werde sich ungeachtet des Drucks nicht in den Krieg hineinziehen lassen, so Starmer weiter. Man konzentriere weiterhin alle Anstrengungen darauf, die Öffnung der Meerenge zu erwirken. 10:09 Uhr China ruft alle Seiten zur Zurückhaltung auf China ruft im Nahen Osten alle Seiten zur Ruhe und Zurückhaltung auf. Die Sicherheit, Stabilität und die ungehinderte Passage durch die
Straße von Hormus liege im gemeinsamen Interesse der internationalen Gemeinschaft, erklärt ein Sprecher des Außenministeriums. China sei bereit, mit allen Seiten zusammenzuarbeiten, um die Energiesicherheit und -versorgung zu gewährleisten, sagte er. 10:06 Uhr
Iran bezeichnet US-Blockade als "Piraterie" Irans Streitkräfte haben die von US-Präsident
Donald Trump angekündigte Seeblockade in der
Straße von Hormus als "Akt der Piraterie" bezeichnet. Einschränkungen für den Schiffsverkehr in internationalen Gewässern seien eine illegale Maßnahme, sagte ein Sprecher der iranischen Militärführung laut der Nachrichtenagentur Tasnim. "Die Sicherheit der Häfen im Persischen Golf und im Golf von Oman ist entweder für alle oder für niemanden", hieß es weiter. 10:04 Uhr UN: Krieg könnte Millionen Menschen in die Armut treiben Eine Eskalation im Nahen Osten könnte nach Angaben des Entwicklungsprogramms der Vereinten Nationen Millionen Menschen weltweit in die Armut treiben. Im schlimmsten Fall könnte das zusätzlich 32 Millionen Menschen treffen, hieß es in einer Mitteilung der Organisation. Die Auswirkungen der Krise reichten weit über die direkt betroffenen Länder hinaus und würden die Armen und Schwächsten am härtesten treffen. Besonders anfällig seien demnach Länder in der Golfregion, in Asien, in Subsahara-Afrika sowie kleine Inselentwicklungsstaaten. US-Präsident
Donald Trump hat Papst Leo nach dessen Kritik an Trumps Umgang mit
Iran scharf angegriffen. Der Pontifex sei "schwach" bei der Kriminalitätsbekämpfung und "schrecklich" für die Außenpolitik, schrieb Trump auf seiner Online-Plattform Truth Social. "Wäre ich nicht im Weißen Haus, wäre Leo nicht im Vatikan," behauptete Trump. Er sei kein großer Fan des Pontifex, betonte er auch vor Reportern. Leo XIV. hatte Trump in den vergangenen Tagen mehrfach für dessen Kriegskurs gegen
Iran kritisiert. Trumps Drohung, eine ganze Zivilisation auszulöschen, nannte er "inakzeptabel". 03:58 Uhr Trump: Egal, ob
Iran an Verhandlungstisch zurückkehrt Eine Rückkehr Teherans zu Verhandlungen über eine dauerhafte Beendigung des
Iran-Krieges würde US-Präsident
Donald Trump zufolge keine Rolle spielen. "Es ist mir egal, ob sie zurückkommen oder nicht", sagte Trump vor Journalisten auf dem Luftwaffenstützpunkt Joint Base Andrews vor den Toren der US-Hauptstadt Washington. "Wenn sie nicht zurückkommen, ist das für mich in Ordnung", fügte er hinzu. 03:24 Uhr Öltanker meiden
Straße von Hormus vor US-Blockade Vor Beginn der angekündigten US-Blockade iranischer Häfen meiden viele Öltanker Schifffahrtsdaten zufolge die
Straße von Hormus. Ein unter der Flagge Maltas fahrendes Schiff hat demnach an der Meerenge bereits kehrtgemacht. Andere Tanker mit Ziel arabische Nachbarstaaten passieren die wichtige Wasserstraße jedoch weiterhin. Die US-Streitkräfte wollen ab 16.00 Uhr (MESZ) den Schiffsverkehr zu und von iranischen Häfen blockieren, nachdem die Friedensgespräche gescheitert waren. Die iranischen Revolutionsgarden drohen im Gegenzug mit einem harten Vorgehen gegen US-Militärschiffe. 02:39 Uhr Irans Außenminister: USA ließen konstruktive Gespräche scheitern Der iranische Außenminister Abbas Araghtschi hat den USA vorgeworfen, die Gespräche in Pakistan trotz vielversprechender Aussichten zum Scheitern gebracht zu haben. Sein Land habe "in gutem Glauben" mit den Vereinigten Staaten über ein Kriegsende verhandelt, schrieb Araghtschi auf der Online-Plattform X. Doch sei
Iran "nur wenige Zentimeter" vor einer "Islamabad-MoU" auf Maximalforderungen, wechselnde Zielvorgaben und Blockade gestoßen, ergänzte er. Mit "MoU" meinte er die Abkürzung für "Memorandum of Understanding", also eine Absichtserklärung. Araghtschi bekräftigte zudem mit Blick auf die vorerst gescheiterten Verhandlungen mit den USA vorangegangene Drohungen anderer iranischer Regierungsvertreter: "Guter Wille erzeugt guten Willen. Feindschaft erzeugt Feindschaft." 02:39 Uhr Bericht: Trump erwägt begrenzte Militärschläge in
Iran US-Präsident
Donald Trump und seine Berater erwägen einem Zeitungsbericht zufolge die Wiederaufnahme begrenzter Militärschläge in
Iran. Diese Maßnahme sei zusätzlich zur US-Blockade der
Straße von Hormus im Gespräch, berichtet das Wall Street Journal unter Berufung auf Insider. Damit solle der Stillstand bei den Friedensgesprächen überwunden werden. 02:39 Uhr Ölpreise steigen nach Seeblockade-Ankündigung Die Ölpreise sind nach den vorerst gescheiterten Verhandlungen zwischen den USA und
Iran wieder gestiegen. In der Nacht lag der Preis für ein Barrel (159 Liter) Rohöl der Nordseesorte Brent mit Lieferung im Juni zur Eröffnung bei 102,50 US-Dollar. Vor dem Start der Verhandlungen zwischen den USA und
Iran in der pakistanischen Hauptstadt Islamabad am Samstag hatte der Preis pro Barrel noch bei 95,20 Dollar gelegen. Auch der Preis der US-Sorte WTI zur Lieferung im Mai legte wieder zu. Die Ölpreise bleiben derzeit der wichtigste Gradmesser für die Inflations- und Konjunktursorgen am Markt. 02:39 Uhr
Iran nennt Blockade-Drohung "lächerlich" Die Ankündigung von US-Präsident
Donald Trump, die
Straße von Hormus zu blockieren, ist vom Chef der iranischen Marine als "lächerlich" zurückgewiesen worden. Schahram Irani sagte nach Angaben des Staatsfernsehens: "Die Drohungen des US-Präsidenten,
Iran auf See zu blockieren, sind lächerlich und absurd." Die iranische Marine "überwacht und kontrolliert alle Bewegungen der aggressiven US-Armee in der Region". Zuvor hatte Trump nach dem Scheitern von direkten Verhandlungen mit Teheran neue Drohungen ausgestoßen und erklärt, dass die USA nun die
Straße von Hormus blockieren wollten. Die US-Marine werde "mit sofortiger Wirkung damit beginnen, alle Schiffe zu blockieren, die versuchen, in die
Straße von Hormus einzufahren oder sie zu verlassen", erklärte Trump in seinem Onlinedienst Truth Social. Als Grund nannte er Teherans Weigerung, beim Atomprogramm Zugeständnisse zu machen. 02:39 Uhr USA kündigen Sperrung iranischer Häfen an Das US-Militär will heute um 16.00 Uhr (MESZ) mit der Sperrung iranischer Häfen beginnen. Die Blockade werde "unparteiisch gegen Schiffe aller Nationen" durchgesetzt, die iranische Häfen und Küstengebiete ansteuerten oder verließen, teilte das für den Nahen Osten zuständige US-Regionalkommando mit. 02:39 Uhr Der Liveblog von Sonntag zum Nachlesen US-Präsident Trump rechnet damit, dass der Öl- und Benzinpreis noch bis zu den Zwischenwahlen im November hoch bleiben wird. Irans Revolutionsgarde will auf jede Annäherung von Militärschiffen an die
Straße von Hormus "hart" reagieren.