Der vor der Insel Poel gestrandete Wal beschäftigt viele Menschen. Im Internet kursieren Spendenaufrufe – doch das Umweltministerium warnt vor Betrügern.In sozialen Netzwerken kursieren im Zusammenhang mit dem vor der Insel Poel gestrandeten Wal nach Angaben des Umweltministeriums falsche Informationen und Spendenaufrufe. „Diese Inhalte sind irreführend und missbrauchen die aktuelle Situation rund um den gestrandeten Wal“, kritisierte Umweltminister Till Backhaus (SPD). Es handele sich hierbei nicht um offizielle Maßnahmen oder genehmigte Spendenaktionen. Die Beiträge seien emotional aufgeladen und nutzten die Betroffenheit über den gestrandeten Wal aus.Backhaus wies ausdrücklich darauf hin, dass das Umweltministerium zu keinen Spendenkampagnen aufgerufen habe. Er empfahl, verdächtige Inhalte sofort der Polizei zu melden und keine Zahlungen an unbekannte Organisationen oder über Links in den sozialen Netzwerken zu leisten. Auf einer Online-Plattform wird den Angaben zufolge eine Nachricht verbreitet, die falsche Informationen sowie falsche Spendenaufrufe, angeblich auch von behördlicher Seite, enthält.Auch kursierten im Internet derzeit Inhalte, in denen angebliche Expertenmeinungen, gefälschte Unterschriften sowie manipulierte Dokumente verwendet würden. Teilweise kämen auch KI-generierte Videos, in denen Falschinformationen über die Rettung des Wals behauptet werden, zum Einsatz. Der kranke und geschwächte Wal liegt seit dem 31. März vor der Insel Poel fest. Experten gehen davon aus, dass er dort stirbt.Lage des Wals am Dienstag unverändertAm Dienstagmorgen war die Lage des Tieres laut einem Sprecher des Umweltministeriums aber noch unverändert. Über eine Live.Übertragung könne man sehen, dass das Tier noch atmet. Auf dem Livestream des Nachrichtenportals News 5, das mittlerweile ein Wärmekamerabild sendet, ist der Wal orangefarben erkennbar. In regelmäßigen Abständen stößt er Luft aus. Auch das ist auf dem eingefärbten Live-Bild gut zu erkennen.Nachdem am Abend bei einer Demonstration für den gestrandeten Wal in der Bucht bei Poel mehrere Teilnehmer in einen Sperrbereich eingedrungen waren, habe es im weiteren Verlauf keine weiteren Aktionen gegeben, sagte der Sprecher weiter. „Danach ist über Nacht alles ruhig geblieben.“Rund um die Bucht, in der das sterbende Tier im flachen Wasser liegt, hat die Polizei die Zugänge zum Wasser abgesperrt. An einem dieser Punkte hatten sich am Abend dem Sprecher zufolge rund 50 Demonstranten versammelt. Seit einigen Tagen wollen private Initiativen den Wal retten, scheiterten bislang aber vor dem Schweriner Verwaltungsgericht.