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WED · 2026-04-15 · 12:00 GMTBRIEF NSR-2026-0415-69066
News/Bundestag: Haben sich AfD-Abgeordnete du/Trumps Papst-Kritik: Der US-Präsident legt nach
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Trumps Papst-Kritik: Der US-Präsident legt nach

US-Präsident Donald Trump hat Papst Leo XIV. erneut öffentlich kritisiert, nachdem dieser ein Ende aller Kriege, einschließlich des Iran-Kriegs, gefordert hatte.

Deutsche Welle (DE)Filed 2026-04-15 · 12:00 GMTRead · 3 min
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US-Präsident Donald Trump hat Papst Leo XIV. erneut öffentlich kritisiert, nachdem dieser ein Ende aller Kriege, einschließlich des Iran-Kriegs, gefordert hatte. Trump forderte den Papst auf, sich aus der Politik herauszuhalten und warf ihm eine "schreckliche" Außenpolitik vor. Auslöser der Kritik war Leos Forderung nach einem Ende der Kämpfe. Auch die italienische Ministerpräsidentin Giorgia Meloni geriet in Ungnade, nachdem sie Trumps Kritik am Papst als "inakzeptabel" bezeichnet hatte. Trump warf Meloni vor, keine Hilfe bei der Ölversorgung im Zusammenhang mit dem Iran-Konflikt zu leisten und kritisierte Italiens mangelnde Beteiligung am Iran-Krieg, einschließlich der Verweigerung der Nutzung italienischer Militärstützpunkte für US-Flugzeuge.

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KonflikteGlobal15. April 2026US-Präsident Donald Trump hört nicht gerne mahnende Worte, wenn sie ihm nicht in den Kram passen. Kritiker müssen mit Breitseiten rechnen. So auch Italiens Regierungschefin Giorgia Meloni und Papst Leo.https://p.dw.com/p/5CC7XUS-Präsident Trump vor dem Weißen Haus (am Dienstag): "Schreckliche Außenpolitik"Bild: CNP/ADM/Capital Pictures/picture allianceSeit Papst Leo XIV. am Samstag ein Ende aller Kriege in der Welt forderte und damit auch den Iran-Krieg meinte, herrscht Aufruhr im Weißen Haus in Washington. US-Präsident Donald Trump hat das Oberhaupt der katholischen Kirche inzwischen mehrfach verbal angegriffen. Wiederholt überzog er Leo mit rhetorischen Attacken und forderte den Papst auf, sich zusammenzureißen und aus der Politik herauszuhalten. Nun hat Trump noch einmal nachgelegt: "Kann bitte jemand Papst Leo sagen, dass der Iran in den vergangenen zwei Monaten mindestens 42.000 unschuldige, völlig unbewaffnete Demonstranten getötet hat?", schrieb der Präsident der USA besserwisserisch am späten Dienstagabend (Ortszeit) auf seiner Plattform Truth Social. Es sei "absolut inakzeptabel", dass der Iran über eine Atombombe verfüge, postete der 79-jährige zu später Stunde. Bereits zuvor hatte Trump dem Papst vorgeworfen, eine "schreckliche" Außenpolitik zu betreiben. Auch Italiens Ministerpräsidentin Giorgia Meloni - bislang bei Trump wohl gelitten - ist nun im Weißen Haus in Ungnade gefallen: Meloni hatte es gewagt, die harsche Kritik am Papst als "inakzeptabel" zu bezeichnen. Trump antwortete Meloni in einem Interview mit der italienischen Zeitung "Corriere della Sera": "Ich bin schockiert über sie. Ich dachte, sie hätte Mut. Ich habe mich geirrt." Sie leiste "keinerlei Hilfe, um Öl zu beschaffen", warf Trump der italienischen Regierungchefin mit Blick auf den Konflikt mit dem Iran vor. Er könne sich nicht vorstellen, dass dies den Italienern gefalle. Vertraute Meloni und Trump (im Oktober in Scharm el Scheich): "Ich bin schockiert"Bild: Evan Vucci/AP Photo/dpa/picture alliance Immer wieder kritisiert Trump internationale Partner, dass sie sich nicht aktiver im Iran-Krieg einbringen. Streitpunkte waren unter anderem die Nutzung von Militärstützpunkten sowie eine Mission zur Öffnung der Straße von Hormus. Meloni ihrerseits lehnte mit Blick auf den Iran-Krieg von Anfang an eine italienische Beteiligung ab. Zuletzt hatte Italien auch US-Flugzeugen die Landung auf einem Stützpunkt auf der Mittelmeerinsel Sizilien verweigert. Italiens rechte Ministerpräsidentin zählt in Europa eigentlich zu den Regierungschefs, die einen guten Draht zu Trump haben. Meloni hatte immer wieder versucht, als Brückenbauerin zwischen der Europäischen Union und der Trump-Regierung zu agieren. Trump wiederum lobte die Politikerin mehrfach. Unter anderem nannte er sie "unglaublich" und eine "sehr erfolgreiche Politikerin". Die USA und Israel hatten Ende Februar den Krieg gegen den Iran begonnen - unter anderem mit dem Ziel, das Atomprogramm Teherans und damit auch die Fähigkeit zum Bau von Atomwaffen zu verhindern. Derzeit gilt eine zweiwöchige Waffenruhe. Ende Dezember hatten im Iran Proteste begonnen, die zunächst durch eine Wirtschaftskrise ausgelöst worden waren. Rasch entwickelten sich die Demonstrationen jedoch zu politischen Aufständen gegen das autoritäre Herrschaftssystem der Islamischen Republik. Der Sicherheitsapparat ging brutal gegen die Proteste vor. Der in den USA geborene Leo XIV. hatte am Samstag in Rom bei einem Friedensgebet im Petersdom mit eindringlichen Worten ein Ende von Kriegen gefordert. Zuletzt hatten die Friedensappelle des sonst zurückhaltenden Papstes vor allem mit Blick auf den Iran-Krieg an Deutlichkeit zugenommen. Trumps harsche Drohungen gegen den Iran verurteilte Leo ungewöhnlich scharf und nannte sie "wirklich inakzeptabel". Papst Leo XIV. bei einer Messe in Annaba (am Dienstag): Eindringliche WorteBild: Guglielmo Mangiapane/REUTERS Und offenbar lässt sich der Papst nicht von der Kritik von Trump und dessen Vize JD Vance einschüchtern. Auf seiner Afrika-Reise warnte Leo am Disnetag davor, dass Demokratien ohne moralisches Wertefundament Gefahr liefen, in eine Tyrannei der Mehrheit abzugleiten. Damit könnte der Papst viele Länder gemeint haben - auch die USA unter Donald Trump.
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8 terms
donald trump
1.00
papst leo
0.90
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0.80
kritik
0.70
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0.70
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0.60
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0.50
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