Johann Wadephul dringt auf Ende des EU-Einstimmigkeitsprinzips
Johann Wadephul fordert die Abschaffung des Einstimmigkeitsprinzips in der Europäischen Union. Er plädiert stattdessen für ein System qualifizierter Mehrheiten im Rat der EU. Wadephul begründet seine Forderung mit den Erfahrungen der letzten Wochen, insbesondere im Zusammenhang mit Hilfen für die Ukraine und Sanktionen gegen Russland. Das derzeitige Einstimmigkeitsprinzip, das bei sensiblen Themen wie der Außen- und Sicherheitspolitik gilt, erfordert die Zustimmung aller Mitgliedstaaten. Aktuell blockiert Ungarn beispielsweise einen 90-Milliarden-Kredit für die Ukraine, was die Nachteile des Einstimmigkeitsprinzips verdeutlicht.