Lee Miller in Buchenwald: Sie wussten, was vor sich ging
Die Fotografin Lee Miller besuchte vor 81 Jahren das befreite KZ Buchenwald, und eine neue Ausstellung ihres Werks in der Gedenkstätte Buchenwald untersucht, wie Verbrechen dokumentiert werden können. Miller, bekannt für ihre Arbeit in der surrealistischen Fotografie und als "Vogue"-Reporterin, begleitete als Kriegsfotografin die amerikanische Armee bei der Befreiung des Lagers im April 1945. Die Ausstellung zeigt Millers Fotografien aus dieser Zeit und thematisiert die Frage, wie Gewalt so dargestellt werden kann, dass die Erinnerung als Mahnung und Grundlage für Menschlichkeit dient. Ein bekanntes Bild zeigt Miller in Hitlers Badewanne, ein Kontrast zwischen Körperpflege und dem Grauen der NS-Verbrechen, das sie kurz zuvor dokumentiert hatte. Die Ausstellung kehrt mit Millers Aufnahmen an den Ort ihrer Entstehung zurück, um sie dort zu betrachten.