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SAT · 2026-03-21 · 14:25 GMTBRIEF NSR-2026-0321-26813
News/Neue Presse-Regeln: Pentagon erschwert J/US-Justiz weist Pentagon in die Schranken
NSR-2026-0321-26813News Report·DE·Legal & Judicial

US-Justiz weist Pentagon in die Schranken

Im März 2026 urteilte ein US-Bundesrichter in Washington gegen das US-Verteidigungsministerium (jetzt Kriegsministerium) und erklärte dessen im Oktober eingeführte Regelverschärfungen für Journalisten für verfassungswidrig. Die neuen Richtlinien hätten dem Pentagon erlaubt, Journalisten die Akkreditierung zu verweigern, die ungenehmigte Informationen veröffentlichten.

Deutsche Welle (DE)Filed 2026-03-21 · 14:25 GMTLean · CenterRead · 3 min
US-Justiz weist Pentagon in die Schranken
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Im März 2026 urteilte ein US-Bundesrichter in Washington gegen das US-Verteidigungsministerium (jetzt Kriegsministerium) und erklärte dessen im Oktober eingeführte Regelverschärfungen für Journalisten für verfassungswidrig. Die neuen Richtlinien hätten dem Pentagon erlaubt, Journalisten die Akkreditierung zu verweigern, die ungenehmigte Informationen veröffentlichten. Die "New York Times" klagte gegen die Regeln, die unabhängige Berichterstattung einschränkten. Richter Paul Friedman argumentierte, dass eine freie Presse für die Information der Öffentlichkeit unerlässlich sei, besonders in Kriegszeiten, und nannte US-Militärinterventionen in Venezuela und dem Iran als Beispiele. Das Pentagon unter Minister Pete Hegseth kündigte Berufung gegen das Urteil an, nachdem sich fast alle großen US-Medienhäuser geweigert hatten, die neuen Regeln zu unterzeichnen.

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Judge Paul Friedman cited US military interventions in Venezuela and Iran as examples.

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The US Department of Defense, now called the War Department, announced an immediate appeal against the ruling.

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The new rules allowed the Pentagon to deny accreditation to reporters publishing information without permission.

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The Pentagon introduced new guidelines for journalists in October.

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A US federal judge declared Pentagon's new rules for journalists unconstitutional.

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21. März 2026Das US-Verteidigungsministerium hatte vergangenes Jahr neue Regeln für Journalisten eingeführt. Unabhängige Berichterstattung wurde eingeschränkt. Das wollte sich die "New York Times" nicht bieten lassen.https://p.dw.com/p/5AqBWPete Hegseth, der sich offiziell "Kriegsminister" nennt, bei einer Pressekonferenz im Pentagon (Archivbild)Bild: Benjamin Applebaum/Department Of/Planet Pix/ZUMA/picture allianceIm Kampf um die Pressefreiheit in den USA hat die Regierung von Präsident Donald Trump eine juristische Niederlage gegen kritisch berichtende Medien wie zum Beispiel die "New York Times" erlitten. Ein Bundesrichter in der Hauptstadt Washington erklärte die vor einem halben Jahr vom Pentagon verhängten Regelverschärfungen für Journalisten bei deren Berichterstattung für verfassungswidrig. Gerade in Kriegszeiten sei es "wichtiger denn je, dass die Öffentlichkeit Informationen darüber bekommt, was ihre Regierung tut - und dies aus verschiedenen Perspektiven", heißt es in der Urteilsbegründung von Richter Paul Friedman, der die US-Militärinterventionen in Venezuela und dem Iran als Beispiele nannte. Eine freie Presse sei wichtig für alle Amerikaner, damit sie "Regierungspolitik unterstützen können, wenn sie sie unterstützen wollen; dagegen protestieren können, wenn sie protestieren wollen; und auf Basis umfassender, vollständiger und frei erhältlicher Informationen darüber entscheiden können, für wen sie bei der nächsten Wahl stimmen wollen". Das US-Verteidigungsministerium, das sich inzwischen Kriegsministerium nennt, kündigte umgehend Berufung gegen das Urteil an. Das Pentagon mit Minister Pete Hegseth an der Spitze hatte neue Richtlinien für Journalisten im Oktober eingeführt. Diese Regeln sahen vor, dass das Pentagon die Akkreditierung von Reportern verweigern darf, die Informationen ohne Genehmigung des Ministeriums veröffentlichen - selbst wenn diese vorher nicht als geheim eingestuft waren. Journalisten, die diesen Vorgaben nicht zustimmten, mussten ihre Ausweise abgeben und ihre Arbeitsplätze im Pentagon räumen. Nahezu alle großen US-Medienhäuser stellten sich quer: Sender wie ABC, CBS, NBC, CNN und Fox News sowie Zeitungen wie die "New York Times" weigerten sich, den 21-seitigen Regelkatalog des Verteidigungsministeriums zu unterzeichnen.Die "New York Times" publiziert bereits seit 1851 und gehört zu den einflussreichsten Medien in den USABild: Bildagentur-online/Schoening/picture alliance Laut der "Washington Post" blieb letztlich von einst mehreren hundert akkreditierten Reportern nur eine Handvoll vorwiegend rechter Berichterstatter übrig, die Trump und seine Regierungspolitik ausgesprochen wohlwollend begleiten. Die "New York Times" reichte Klage gegen das Pentagon ein und argumentierte, mit den neuen Richtlinien würden die verfassungsmäßig zugesicherten Rechte von Reportern verletzt. Journalisten dürften aber nicht daran gehindert werden, "das zu tun, was Journalisten schon immer getan haben: Regierungsangestellten Fragen zu stellen und Informationen zu sammeln." Berichte freier Medien seien eben keine offiziellen Verlautbarungen. Den Richterspruch feierte die "New York Times" als Bestätigung ihres Rechts, "im Namen der Öffentlichkeit kritische Fragen zu stellen". Die Geschäftsleitung der Zeitung warnte allerdings zugleich, dass mit dem Urteil noch nicht das letzte Wort gesprochen sei. Die Regierung Trump habe zahlreiche Prozesse in untergeordneten Instanzen verloren, dann jedoch vor höheren Gerichten gewonnen.Das Verhältnis Donald Trumps zu den Medien ist - vorsichtig formuliert - nicht ganz unkompliziertBild: Nathan Howard/REUTERS Fakt ist auf jeden Fall: Seit Trumps Amtsantritt versucht die Regierung des Republikaners den Zugang unabhängiger Medien mit verschiedenen Maßnahmen zu beschränken. So wurde die Zusammensetzung des sogenannten Presse-Pools des Weißen Hauses geändert, wodurch Agenturen wie Associated Press (AP), Reuters und Bloomberg ihre festen Plätze verloren. Zugelassen wurden stattdessen als "Neue Medien" bezeichnete rechte Blogger und Social-Media-Influencer, von denen die Regierung bei Pressekonferenzen kaum kritische Rückfragen zu befürchten hat. Außerdem verklagte Trump mehrere Medien wegen deren Berichterstattung auf hohe Strafzahlungen.
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