24. März 2026Im Kampf gegen die Terrormiliz Hisbollah hat Israels Armee fünf Brücken über den Fluss Litani zerstört. Hunderttausende aus dem Südlibanon geflüchtete Einwohner dürfen vorerst nicht zurückkehren.https://p.dw.com/p/5B14OIsraelische Artillerie feuert Richtung Südlibanon Bild: Jalaa Marey/AFP/Getty ImagesIsrael will nach den Worten von Verteidigungsminister
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Israel Katz bis auf weiteres das Gebiet bis zum Litani-Fluss im Südlibanon kontrollieren. "Alle Brücken über den Litani, die von der Hisbollah-Miliz für den Transport von Kämpfern und Waffen genutzt wurden, sind gesprengt worden", sagte der Minister im Hauptquartier der Armee in
Tel Aviv. Die übrigen Brücken und das "Sicherheitsgebiet" bis zum Litani werde Israels Armee unter ihrer Kontrolle halten. Verteidigungsminister
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Israel Katz bei einem Truppenbesuch im Südlibanon (Archivbild) Bild: Ariel Hermoni/Verteidigungsministerium/dpa/picture alliance
Israel werde weiter mit aller Kraft gegen die mit dem
Iran verbündete libanesische Hisbollah vorgehen, sagte Katz laut Medienberichten weiter. Hunderttausende Bewohner des Südlibanons, die vor den Angriffen nach Norden geflohen sind, könnten nicht in die Region südlich des Litani-Flusses zurückkehren, "bis die Sicherheit der Bewohner des (israelischen) Nordens gewährleistet ist", betonte der Verteidigungsminister. Der Litani verläuft etwa 30 Kilometer nördlich der israelischen Grenze. Der Verteidigungsminister warf der libanesischen Regierung in
Beirut zugleich vor, Zusagen nicht eingehalten und die vom
Iran finanzierte Hisbollah nicht entwaffnet zu haben. Die Hisbollah wird von zahlreichen westlichen Staaten und einigen anderen Ländern als Terrororganisation gelistet. Israels rechtsextremer Finanzminister
Bezalel Smotrich hatte am Montag dafür plädiert, den Litani als neuen Grenzverlauf zwischen beiden Ländern anzusehen. Eine israelische Besetzung des Südlibanons würde einen notwendigen Sicherheitspuffer schaffen - vergleichbar der gelben Linie im Gazastreifen, sagte er. Smotrich ist zugleich Minister im Verteidigungsministerium. Es ist allerdings unklar, ob seine Forderung die offizielle israelische Regierungslinie darstellt. Israels Finanzminister
Bezalel Smotrich regt eines Ausweitung des israelischen Staatsgebiets an (Archivbild) Bild: MENAHEM KAHANA/AFP/Getty Images Nach einem etwa einjährigen Krieg zwischen
Israel und der Hisbollah war im November 2024 eine Waffenruhe vereinbart worden. Die Abmachung sah auch vor, dass sich die Schiitenmiliz hinter den Litani-Fluss zurückzieht. Nach Beginn des
Iran-Kriegs am 28. Februar begann die Hisbollah wieder mit massiven Angriffen auf
Israel. Die israelischen Streitkräfte reagierten mit heftigen Luftangriffen und Bodeneinsätzen im nördlichen Nachbarland. Irans Botschafter in
Beirut zur Persona non grata erklärt Unterdessen hat das libanesische Außenministerium dem iranischen Botschafter die Akkreditierung entzogen und ihn zur unerwünschten Person erklärt. Mohammed Resa Scheibani müsse den Libanon bis Sonntag verlassen, teilte das Ministerium mit. Zur Begründung verweist die Behörde auf Verstöße Teherans gegen etablierte Gepflogenheiten zwischen beiden Ländern. Gleichzeitig wurde der libanesische Botschafter im
Iran, Ahmad Sweidan, zu Konsultationen nach
Beirut zurückgerufen. Die Militärführung im
Iran schloss indes im Krieg gegen
Israel und die USA eine Kapitulation und auch Kompromisse kategorisch aus. "Die schlagkräftigen iranischen Streitkräfte werden die Souveränität des Landes standhaft verteidigen und diesen Weg bis zum finalen Sieg fortsetzen", sagte der Kommandeur der zentralen Militärführung, Ali Abdollahi Aliabadi, laut dem staatlichen Rundfunk. Aliabadi ist der faktische Generalstabschef. Er leitet das Hauptquartier Chatam al-Anbija, das im Kriegsfall die operative Führung der iranischen Streitkräfte bündelt. Die immensen Kosten des
Iran-KriegesTo view this video please enable JavaScript, and consider upgrading to a web browser that supports HTML5 video Zuvor hatten widersprüchliche Angaben über angebliche Gespräche zwischen den USA und dem
Iran für Verunsicherung gesorgt. US-Präsident Donald Trump hatte von solchen gesprochen, die "sehr gut und produktiv" verliefen. Irans einflussreicher Parlamentspräsident Mohammad Bagher Ghalibafwies dies allerdings zurück. Es gebe keine Verhandlungen, erklärte er. Kalibaf warf den USA vor, mit gezielten Falschmeldungen die Finanz- und Ölmärkte zu manipulieren. Zudem wurde im
Iran ein neuer Generalsekretär für den mächtigen Nationalen Sicherheitsrat ernannt. Mohammed Bagher Solghadr, ein Brigadegeneral im Ruhestand, steht dem Gremium nach Angaben des Staatsfernsehens nun vor. Solghadr folgt auf Ali Laridschani, der in der vergangenen Woche bei US-israelischen Angriffen getötet worden war. Er soll zu den Hardlinern zählen. Seine militärische Karriere absolvierte Solghadr bei den einflussreichen Revolutionsgarden.