PfadnavigationHomePolitikAuslandArtikeltyp:LivetickerKrieg in NahostTrump weicht Fragen zu Ultimatum aus – und nennt Kontrolle über iranisches Öl „eine Option“Stand: 20:03 UhrLesedauer: 9 MinutenVerteidigungsminister
Boris Pistorius hat einen Beitrag Deutschlands zur Absicherung einer Waffenruhe im
Iran-Krieg in Aussicht gestellt. „Dieser Krieg ist eine Katastrophe für die Volkswirtschaften der Welt“, so Pistorius.
Donald Trump zufolge „fleht“
Teheran um einen Deal. Wie in Venezuela sei die Kontrolle über das iranische Öl „eine Option“. Fragen zu seinem gestellten Ultimatum zur Freigabe der
Straße von Hormus weicht er aus. Mehr im Liveticker.Seit Ende Februar greifen
Israel und die USA den
Iran an. Nuklearanlagen und Militäreinrichtungen wurden zerstört, Führungsfiguren des Regimes in
Teheran ausgeschaltet. An der Staatsspitze folgt
Modschtaba Chamenei auf seinen getöteten Vater
Ajatollah Ali Chamenei. Die iranischen Streitkräfte und Revolutionsgarden nehmen
Israel und die Golfstaaten unter Beschuss und blockieren die
Straße von Hormus, durch die rund ein Fünftel des weltweiten Öl- und Flüssiggastransports verläuft.Alle Ereignisse rund um den Krieg in Nahost im Liveticker:19:16 Uhr – Trump lüftet Geheimnis um „riesiges Geschenk“ aus TeheranDer
Iran hat nach Angaben von
Donald Trump zehn Öltankern die Durchfahrt durch die
Straße von Hormus gewährt. Die iranische Seite habe das angeboten, um in den Verhandlungen mit den USA ihre Zuverlässigkeit zu untermauern, sagte Trump bei einer Kabinettssitzung in Washington. „Wir haben es wohl mit den richtigen Leuten zu tun“, sagte Trump.Vor seinen Bemerkungen fragte Trump seinen Sondergesandten
Steve Witkoff am Kabinettstisch, ob er die Informationen teilen dürfe – offenbar weil es sich um vertrauliche Angaben handelt. „Ich hoffe, ich habe deine Verhandlungen nicht vermasselt“, sagte Trump in Richtung Witkoff.18:36 Uhr – Trump kritisiert
NATO im
Iran-Krieg: „Das war ein Test“Trump kritisiert die ausbleibende Hilfe von
NATO-Verbündeten bei der Sicherung der
Straße von Hormus im
Iran-Krieg erneut. Der Republikaner sagte bei der Kabinettsitzung in Washington: „Das war ein Test für die
NATO.“ Er sei sehr enttäuscht. Man werde sich daran erinnern und „niemals vergessen“, drohte er.Die USA hatten
NATO-Verbündete um Hilfe bei der Sicherung der durch den
Iran-Krieg quasi blockierten Schifffahrt durch die für den globalen Öltransport wichtigen Meerenge gebeten. Dies blieb auch von deutscher Seite aus.18:25 Uhr – Trump nennt Kontrolle über Irans Öl „eine Option“US-Präsident Trump bezeichnet es als „eine Option“, die Kontrolle über das iranische Öl zu übernehmen. „Ich würde nicht darüber sprechen. Aber es ist eine Option“, sagte er auf die Frage von Journalisten. Er verglich die Lage im
Iran am Donnerstag bei einer Kabinettssitzung in Washington mit der in Venezuela. Dort gebe es eine sehr gute Zusammenarbeit mit der Regierung bei den Ölvorräten.In Venezuela sei seine Regierung sehr gut mit der Kooperation bei den Ölvorräten gefahren, sagte der Präsident weiter. „Wir haben Milliarden und Abermilliarden Dollar eingenommen.“ Trump nannte die US-Beteiligung dort „eine Art Joint Venture“.Lesen Sie auchFragen zu seinem an den
Iran gestellten Ultimatum zur Freigabe der
Straße von Hormus ausgewichen. Auf die Frage, ob er an der am Montag angekündigten Frist von fünf Tagen festhalte, antwortete Trump am Donnerstag: „Ich weiß es nicht.“ Das hänge davon ab, ob sein Team ihm mitteile, dass die Gespräche mit dem
Iran vorankommen oder nicht.16:56 Uhr – Trump:
Iran lässt ausgewählte Öltanker passierenDer
Iran hat nach Angaben von
Donald Trump zehn Öltanker die
Straße von Hormus passieren lassen. Darunter seien Schiffe unter pakistanischer Flagge gewesen, sagt Trump bei einer Kabinettssitzung im Weißen Haus. Zugleich wirft er dem Land vor, eine Maut für die Durchfahrt zu erheben. Dies dürfe der
Iran eigentlich nicht tun. Er interpretiere dies jedoch als ein Zeichen guten Willens für Verhandlungen. „Ich denke, wir haben es mit den richtigen Leuten zu tun“, sagte er. Trump hatte am Dienstag von einem „großen Geschenk“ des Irans im Zusammenhang mit der
Straße von Hormus gesprochen, das sich auf Öl und Erdgas beziehe. Einzelheiten nannte er nicht. Eine iranische Stellungnahme liegt zunächst nicht vor.16:31 Uhr – Mann bei Hisbollah-Angriff in Nordisrael getötetBei einem Raketenangriff der Hisbollah ist in der israelischen Küstenstadt Naharija ein Mann getötet worden. Es habe weitere Verletzte gegeben, darunter einen Schwerverletzten, teilte der israelische Rettungsdienst Magen David Adom mit. Ein Sanitäter berichtete von beschädigten Gebäuden und massiver Zerstörung nach einem Raketeneinschlag. Israelischen Medien zufolge wurde der Parkplatz eines Wohnhauses getroffen.Bereits am 17. März feuerte der
Iran Raketen auf die israelische Küstenstadt Naharija (Archivfoto)Quelle: REUTERS/Miro Maman16:27 Uhr – US-Sondergesandter Witkoff:
Iran sucht einen AuswegDie Vereinigten Staaten haben dem
Iran eine 15 Punkte umfassende Aktionsliste als Grundlage für Verhandlungen zur Beendigung des aktuellen Konflikts übermittelt. US-Sonderbeauftragter
Steve Witkoff erklärt während einer Kabinettssitzung im Weißen Haus, es gebe Anzeichen, dass
Teheran an einer Einigung interessiert sei. Der
Iran suche nach einem Ausweg.15:42 Uhr – Wadephul fordert „abgestimmte Politik“ mit den USAMit Blick auf den
Iran-Krieg ruft Außenminister Wadephul (CDU) zu einer engen Abstimmung mit den USA auf. „Für die Bundesregierung ist es von großer Bedeutung, dass wir genau wissen, was unsere amerikanischen Partner beabsichtigen“, sagte Wadephul am Donnerstag beim G7-Außenministertreffen in Cernay-la-Ville bei Paris. Die Bundesregierung erwarte, „dass wir eine abgestimmte Politik formulieren“, betonte er. Er zeigte sich zuversichtlich, dass mit Blick auf den
Iran-Krieg eine „gemeinsame Position“ mit den USA definiert werden könne. Wadephul sagte, es gebe „Anzeichen“ dafür, dass die USA direkt mit dem
Iran sprächen. Dies sei „ermutigend und begrüßenswert“. 15:21 Uhr –
Iran übermittelt Antwort auf 15-Punkte-Plan der USADer
Iran hat nach Angaben der Nachrichtenagentur Tasnim seine Antwort auf einen 15-Punkte-Vorschlag der USA für ein Ende des Kriegs übermittelt. Dies sei in der vergangenen Nacht über Mittelsmänner geschehen, erklärt die Agentur unter Berufung auf eine informierte Quelle.
Teheran warte jetzt auf eine Antwort aus Washington. Das iranische Präsidialamt und die mächtigen Revolutionsgarden hatten zuvor erklärt, der Plan sei zurückgewiesen worden. „Kurz gesagt sieht der Vorschlag vor, dass der
Iran seine Fähigkeit zur Selbstverteidigung aufgeben würde, im Austausch für einen vagen Plan zur Aufhebung von Sanktionen“, sagt ein Vertreter des Obersten Führers. Dem Vorschlag fehlten die Mindestvoraussetzungen für einen Erfolg. Womöglich könne man dennoch vorankommen, sollte Realismus in Washington vorherrschen.12:08 Uhr – Trump wütet gegen
NATO – und kontert iranisches Dementi Wegen mangelnder Unterstützung der
NATO in der
Straße von Hormus macht US-Präsident Trump seinem Ärger auf Truth Social Luft: „Die
NATO-Staaten haben absolut nichts unternommen, um uns gegen den wahnsinnigen
Iran zu unterstützen, der nun militärisch dezimiert ist“, schreibt er in Großbuchstaben, und richtet folgende Worte an die Allianz: „Die USA sind nicht auf die
NATO angewiesen, aber ‚vergesst niemals‘ diesen entscheidenden Moment!“Zudem attackiert er in einem weiteren Posting die iranische Führung und bezeichnet sie als „seltsam“. „Sie ‚betteln‘ uns an, einen Deal abzuschließen, was sie auch tun sollten, da sie militärisch vernichtet wurden und keinerlei Chance auf ein Comeback haben, und dennoch erklären sie öffentlich, dass sie unseren Vorschlag lediglich ‚prüfen‘.
Teheran hatte Äußerungen von Trump zu Verhandlungen über ein mögliches Abkommen zur Beendigung des Krieges zuvor zurückgewiesen und gespottet, die USA „verhandelten mit sich selbst“.Dies sei „falsch“, schreibt Trump in Großbuchstaben. Er droht: „Sie sollten besser bald ernst machen, bevor es zu spät ist, denn sobald das geschieht, gibt es KEIN ZURÜCK, und das wird nicht schön werden!“11:02 Uhr – US-Militär meldet massive Zerstörung iranischer StreitkräfteFast einen Monat nach Beginn der US-israelischen Offensive gegen den
Iran sieht das US-Militär die gegnerischen Fähigkeiten massiv geschwächt. „Wir sind auf dem Weg, den gesamten militärischen Produktionsapparat des
Iran vollständig zu beseitigen“, sagte der Befehlshaber des US-Regionalkommandos für den Nahen Osten (Centcom), Brad Cooper, in einem auf der Plattform X veröffentlichten Video. Mehr als 10.000 Ziele seien inzwischen angegriffen worden. „In der Tat haben wir vor wenigen Stunden das 10.000ste iranische Ziel getroffen“, so Cooper. Man liege weiter im Plan, „die Fähigkeit des
Iran zu unterbinden, außerhalb seiner Grenzen nennenswerten Einfluss auszuüben“.Besonders hart getroffen sei die Marine: 92 Prozent der größten Schiffe seien zerstört. „Sie sind nicht mehr auf See“, sagte Cooper.
Iran habe damit die Fähigkeit verloren, „Seemacht und Einfluss in der Region und weltweit wirksam zur Geltung zu bringen“. Auch die Raketen- und Drohnenfähigkeiten seien stark eingeschränkt. Die Startzahlen seien um mehr als 90 Prozent gesunken, wodurch Angriffe auf US-Truppen und Verbündete deutlich erschwert würden. Zudem seien mehr als zwei Drittel der Produktionsanlagen für Raketen, Drohnen und Kriegsschiffe beschädigt oder zerstört worden. Man habe „dem Regime auch die Möglichkeit genommen, diese wieder aufzubauen“, betonte Cooper. „Und wir sind noch nicht fertig.“10:24 Uhr –
Iran plant feste Gebühren für Schiffe an Straße von HormusDer
Iran will feste Gebühren einführen, die Reedereien für eine sichere Passage ihrer Schiffe durch die
Straße von Hormus zahlen müssen. Das Parlament in
Teheran arbeite derzeit daran, eine Gesetzesgrundlage dafür zu schaffen, zitieren die iranischen Nachrichtenagenturen Fars und Tasnim den Abgeordneten Mohammadresa Resaei Kutschi. Berichten zufolge soll der
Iran schon jetzt von einigen Schiffen Zahlungen verlangen. Ansonsten blockiert er die Meerenge weitgehend. Mit dem geplanten Gesetz werde die Souveränität, Kontrolle und Aufsicht des Irans über die
Straße von Hormus formalisiert und gleichzeitig eine Einnahmequelle geschaffen, sagt Kutschi laut den Agenturen, die beide der iranischen Revolutionsgarde nahestehen. 07:56 Uhr – US-Regierung droht, „die Hölle zu entfesseln“Während Irans Außenminister Abbas Araghtschi bestritten hat, dass es überhaupt Gespräche mit den USA gibt, droht die Sprecherin von US-Präsident Trump der iranischen Führung schon einmal vorsorglich. „Präsident Trump blufft nicht, und er ist bereit, die Hölle zu entfesseln“, sagte seine Sprecherin Karoline Leavitt in Washington. Zugleich unterstrich sie: „Die Gespräche gehen weiter. Sie sind produktiv.“ In Richtung
Teheran sagte Leavitt: „Sollte der
Iran die Realität der gegenwärtigen Lage nicht akzeptieren, sollte er nicht begreifen, dass er militärisch besiegt wurde und dies auch weiterhin sein wird, wird Präsident Trump dafür sorgen, dass er härter getroffen wird als je zuvor.“ Der
Iran solle sich im Umgang mit Trump „nicht noch einmal verrechnen“.Lesen Sie auch06:14 Uhr –
Iran: Heftige Angriffe rund um Isfahan gemeldetAktivisten in
Iran berichteten am frühen Donnerstagmorgen von heftigen Angriffen rund um Isfahan, etwa 330 Kilometer südlich der Hauptstadt
Teheran. Die pro-reformistische Zeitung „Ham Mihan“ meldete online Angriffe in der Region. Die halbamtliche Nachrichtenagentur Fars, die der paramilitärischen Revolutionsgarde nahesteht, teilte mit, die Angriffe hätten zwei Wohngebiete getroffen, ohne weitere Details zu nennen.Zuvor hatte das israelische Militär mitgeteilt, eine „umfangreiche Welle von Angriffen“ im gesamten
Iran, darunter auch Isfahan, abgeschlossen zu haben.05:41 Uhr – Vereinigte Arabische Emirate melden Raketen und Drohnen aus dem IranDie Vereinigten Arabischen Emirate sind nach Angaben des emiratischen Verteidigungsministeriums mit Raketen und Drohnen aus dem
Iran angegriffen worden. Die emiratische Luftabwehr „reagiert derzeit auf anfliegende Raketen- und Drohnen-Bedrohungen aus dem
Iran“, erklärte das Ministerium am Donnerstagmorgen im Onlinedienst X.04:02 Uhr – G-7-Außenminister beraten über
Iran- und Ukraine-KriegDie Außenminister der G-7-Staaten beraten am Donnerstag in der Nähe von Paris über die Lage im Nahen Osten und den Ukraine-Krieg. US-Außenminister Marco Rubio reist aus Washington an, es ist seine erste Auslandsreise seit dem Beginn des
Iran-Kriegs am 28. Februar. Auch Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) wird erwartet. Das Treffen findet in einem Luxushotel auf dem Gelände der mittelalterlichen Zisterzienserabtei Les Vaux-de-Cernay etwa 50 Kilometer westlich von Paris statt. Frankreich hat derzeit den Vorsitz der G-7-Staaten, zu denen auch die USA, Deutschland, Großbritannien, Kanada, Italien und Japan zählen. Zu dem Treffen bei Paris seien auch die Außenminister aus Indien, Brasilien, Südkorea und der Ukraine eingeladen, sagte der gastgebende Außenminister Jean-Noël Barrot. Diskutiert werden solle auch die Reparatur der bei einem russischen Angriff beschädigten Schutzhülle des Reaktorblocks des Atomkraftwerks Tschernobyl, der 1986 explodiert war. dpa/AFP/rtr/ll/sebe/jmr/lay/ceb/kami/säd/jra/saha