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THU · 2026-03-26 · 12:00 GMTBRIEF NSR-2026-0326-36954
News/Sklavenhandel ist laut UN schwerstes Men/Sklavenhandel ist laut UN schwerstes Menschheitsverbrechen
NSR-2026-0326-36954News Report·DE·Social Justice

Sklavenhandel ist laut UN schwerstes Menschheitsverbrechen

Die UN-Generalversammlung hat am 26. März 2026 eine von Ghana eingebrachte Resolution angenommen, die den transatlantischen Sklavenhandel als schwerstes Verbrechen gegen die Menschlichkeit verurteilt.

Deutsche Welle (DE)Filed 2026-03-26 · 12:00 GMTLean · CenterRead · 2 min
Sklavenhandel ist laut UN schwerstes Menschheitsverbrechen
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Die UN-Generalversammlung hat am 26. März 2026 eine von Ghana eingebrachte Resolution angenommen, die den transatlantischen Sklavenhandel als schwerstes Verbrechen gegen die Menschlichkeit verurteilt. 123 Staaten stimmten dafür, während die USA, Israel und Argentinien dagegen stimmten und Deutschland sich enthielt. Die Resolution fordert Mitgliedstaaten auf, sich für Reparationszahlungen und die Rückgabe von Kulturgütern einzusetzen, ist aber rechtlich nicht bindend. UN-Generalsekretär Guterres betonte die zerstörerische Natur des Sklavenhandels und die damit verbundene rassistische Ideologie. Die USA begründeten ihre Ablehnung unter anderem mit dem Grundsatz der Nicht-Rückwirkung von Gesetzen und der Ansicht, dass die UN nicht für die Etablierung von "internationalen Nischentagen" gegründet wurde. Die Abstimmung erfolgte am Gedenktag für die Opfer der Sklaverei.

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US representative Dan Negrea stated the UN was not founded to advance an agenda or establish 'international niche days'.

quoteDan Negrea
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The USA, Israel, and Argentina voted against the resolution.

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The resolution calls for reparations and the return of cultural artifacts to their countries of origin.

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123 states voted in favor of the resolution, with three against and 52 abstentions.

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The UN General Assembly adopted a resolution condemning the transatlantic slave trade as the worst crime against humanity.

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26. März 2026Lange haben sich afrikanische Staaten dafür eingesetzt. Nun haben die Vereinten Nationen den transatlantischen Sklavenhandel als schwerstes Verbrechen gegen die Menschlichkeit verurteilt. Doch es gibt auch Widerspruch. https://p.dw.com/p/5B9U9Fesseln aus Ghana im Internationalen Sklavereimuseum in LiverpoolBild: Russell Contreras/AP Photo/picture allianceUnter Beifall ist in der UN-Generalversammlung in New York eine von Ghana eingebrachte Resolution angenommen worden. Insgesamt 123 Staaten stimmten dafür. Es gab drei Nein-Stimmen und 52 Enthaltungen. Der Handel mit Menschen aus Afrika und deren rassistisch begründete Versklavung sei "aufgrund des tiefgreifenden Bruchs in der Weltgeschichte, ihres Ausmaßes, ihrer Dauer, ihres systemischen Charakters, ihrer Brutalität und ihrer bis heute fortwirkenden Folgen" als das "schwerste Verbrechen gegen die Menschlichkeit" zu bewerten, heißt es im Resolutionstext. Das Dokument gilt als erster Schritt in Richtung historischer Gerechtigkeit. Es fordert alle Mitgliedstaaten der Vereinten Nationen auf, sich für Reparationszahlungen stark zu machen. Verlangt wird zudem die unentgeltliche und unverzügliche Rückgabe von Kulturgütern und Kunstobjekten an die Herkunftsländer. Die Resolution ist rechtlich nicht bindend. "Der transatlantische Sklavenhandel war ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit, das den Kern des Menschseins traf, Familien auseinanderriss und Gemeinschaften zerstörte", erklärte UN-Generalsekretär António Guterres. "Um das Unentschuldbare zu rechtfertigen, schufen die Befürworter und Nutznießer der Sklaverei eine rassistische Ideologie - und verwandelten Vorurteile in eine Pseudowissenschaft." Ghanas Präsident John Dramani Mahama bei einer Rede vor der UN-GeneralversammlungBild: Bianca Otero/ZUMA/dpa/picture allianceGegen die Resolution stimmten die USA, Israel und Argentinien. Deutschland enthielt sich. US-Vertreter Dan Negrea nannte die Annahme durch die Generalversammlung höchst problematisch und sagte, die UN seien nicht gegründet worden, um eine Agenda voranzutreiben oder "internationale Nischentage" zu etablieren. Die Abstimmung fiel auf den Gedenktag für die Opfer der Sklaverei und des transatlantischen Sklavenhandels. Die USA begründeten ihre Nein-Stimme auch mit dem Grundsatz der Nicht-Rückwirkung von Gesetzen. Es bestehe kein Rechtsanspruch auf Wiedergutmachung für historische Ungerechtigkeiten, die zum Zeitpunkt ihres Geschehens nach internationalem Recht nicht illegal waren, erklärte Negrea. Auch Ghanas ehemalige Kolonialmacht Großbritannien lehnt Forderungen nach Reparationen mit einer ähnlichen Begründung ab. Die Resolution war von Ghana eingebracht und von zahlreichen Ländern der Afrikanischen Union (AU) unterstützt worden. Der ghanaische Präsident John Dramani Mahama hatte kürzlich am Rande eines AU-Gipfels in Äthiopien erklärt, dabei könne es sich nur um einen ersten Schritt zur Aufarbeitung der Verbrechen handeln. Vor allem zwischen dem 16. und dem 19. Jahrhundert wurden mehrere Millionen Menschen in Afrika versklavt und nach Nord- und Südamerika sowie in die Karibik gebracht. Viele überlebten die Überfahrt nicht. Der Sklavenhandel wurde in Großbritannien am 25. März 1807 verboten. In den USA wurde die Sklaverei 1865 in allen Bundesstaaten offiziell untersagt. Mit der Menschenrechtskonvention der UN wurde die Sklaverei 1948 weltweit untersagt.
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sklavenhandel
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